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Liebster Award – Mehr über Krümel und Chaos

Die liebe Natalia von SimplyLovelyChaos hat mich, Tanja von Krümel und Chaos, für den Liebster Award nominiert – eine Art Kettenbrief, in dem man andere Blogger nominiert und ihnen Fragen stellt, die diese beantworten sollen. Nun bin ich ja gar kein Fan von Kettenbriefen – aber hier ist keine Drohung á la „Wenn du nicht mitmachst, werden deine Brüste schrumpelig und deine Kinder hässlich“ dabei. Deshalb mache ich da gern mit, denn es ist eine schöne Gelegenheit, mehr über sich und den Blog zu erzählen.

  1. Wann hast Du begonnen zu bloggen?

Ich habe Krümel und Chaos im letzten September gestartet. Ich hatte mich ein Jahr zuvor als Texterin selbstständig gemacht und keine Lust mehr, ständig Arbeitsproben zu schreiben. Viele Kunden möchten Probetexte, die aber nicht bezahlt werden und wenn man daraus dann nur wenige Aufträge daraus generieren kann, ist das schon ärgerlich. Darum hatte ich beschlossen, den Blog als Marketing-Maßnahme und Arbeitsprobe zu führen. Ganz schnell bekam Krümel und Chaos ein Eigenleben und ich habe gemerkt, dass das Bloggen absolut meins ist! In meiner Hochphase habe ich pro Tag 2-3 Artikel geschrieben. Was in meinem Kopf ist, muss einfach raus.

  1. Wie und wo und wann bloggst Du?

Ich versuche, immer dann zu schreiben, wenn ich ein Thema im Kopf habe. Ich muss es schreiben, solange es „frisch“ ist, dann werden die Texte am besten. So es denn die Zeit zulässt (und die Kinder), schreibe ich die Entwürfe am Küchentisch, wenn die Jungs schlafen oder spielen, im Kindergarten oder bei den Großeltern sind. Manchmal fällt mir auch unterwegs oder spät abends im Bett etwas ein, dann entsteht ein Rohentwurf auf dem Smartphone.

  1. Was bist Du eigentlich von Beruf?

Ich bin gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und Übersetzerin, habe aber meist als Sekretärin gearbeitet. Der letzte Job, auf einer Großbaustelle, war richtig cool! Über meinen Blog habe ich einen Job bei einem kleinen lokalen News-Portal bekommen und bin nun seit Februar dabei. Nachrichten schreiben ist wieder eine ganz andere Sache als die Kolumnen, die ich auf dem Blog verfasse – aber es macht irre Spaß!

  1. Wie beginnst Du Deinen Tag?

    Morgens meist nur Kaffee für mich.

Meistens weckt uns der Zwockel. Wir kuscheln alle vier zusammen im großen Bett und dann mache ich Frühstück für die Kinder. Locke isst im Kindergarten, Zwockel hier. Ich selbst frühstücke nur am Wochenende, mir reicht morgens ein Kaffee. Wenn Papa bei der Arbeit ist und Locke im Kindergarten, gehe ich die Nachrichten-Meldungen durch und beginne zu schreiben. Homeoffice ist mit Kindern nicht so einfach, wie es klingt, aber die Jungs haben sich größtenteils daran gewöhnt, dass Mama arbeiten muss – das scheint aber auch alles phasenabhängig zu sein.  Zur Not schreibe ich mit Kind auf dem Schoß, oder haue richtig rein, wenn Zwockel sein Schläfchen macht – im Moment kann der nämlich wieder gar nicht akzeptieren, wenn ich arbeite. Aber da müssen wir durch. 

  1. Was bringt Dich zum Lachen?

Mein Mann. Meine Söhne. Ich habe einen schwarzen Humor und lache sehr gerne. Ich liebe es, wenn Locke mich mit witzigen Einblicken in seine Denkweise zum Lachen bringt – oder wenn Zwocki mal wieder Grimassen schneidet. Ansonsten treibe ich mich auch viel auf Twitter herum, meine Timeline bringt mich mindestens einmal am Tag schallend laut zum Lachen.

  1. Was bringt Dich zum Weinen?

Seitdem die Kinder da sind: Viel! Schicksale anderer Menschen, Unfälle, traurige Filme… Ich habe erst kürzlich mit einem Polizisten telefoniert, um ihm Details über einen Unfall zu entlocken. Bisher war in den Meldungen nur die Rede von „Schwerverletzten“, aber in unserem Gespräch erzählte er mir mit stockender Stimme, dass die Menschen verstorben waren und – fast 5 Stunden später – noch immer in den Fahrzeugen saßen. Er bat mich, die Informationen nicht zu veröffentlichen, denn die Angehörigen wussten noch nichts von der schlimmen Tragödie. Als ich aufgelegt hatte, habe ich erstmal geweint. Um die Unfallopfer, aber auch die Familien, deren Tag nun bald die schlimmstmögliche Wendung nehmen würde.

  1. Was sind Deine fünf Lieblingsblogs?

Hallo liebe Wolke trifft Krümel und Chaos.

Allen voran „Hallo liebe Wolke“. Susanne, die ich unlängst persönlich kennen lernen durfte, schreibt so wunderbar gefühlvoll und literarisch, dass ich mich in jedem ihrer Texte wiederfinde.

Chaos trifft Chaos.

Dann lese ich auch gerne Natalias Geschichten auf SimplyLovelyChaos. Natalia hat eine sehr frische und witzige Art, die ganz genau zu ihr passt!

Ein ganz toller Blog, der mich sehr nachdenklich macht, ist der von Frau Papa. Nina war einmal Norbert und beschreibt ihr Leben als Trans-Frau, ihre Probleme und wie ihre Familie damit umgeht. Ich denke viel darüber nach und habe den größten Respekt vor Nina, dass sie so offen damit umgeht – das sollten viel mehr Menschen tun, dann wäre die Welt vielleicht viel besser, bunter und toleranter!

Life is full of Goodies ist mein absoluter Lieblings-Food-Blog, ganz dicht gefolgt von Cinnamon and Coriander. Während Mara von Life is full of Goodies für unverschämt tolle Torten und Süßigkeiten zuständig ist, hat Kiki auch viel Herzhaftes drauf. Kreative, exotische und leckere Rezepte gibt es bei beiden.

  1. Du hast einen Tag für Dich und 1 Million Euro, was tust Du?

Ich kaufe mir eine Wohnung in Berlin, damit ich öfter näher bei meiner Lieblings-Family sein kann und ein Ferienhaus irgendwo an der See mit Meerblick. Dann buche ich vom Rest noch schnell eine Kreuzfahrt für meine Eltern und Schwiegereltern – zum Dank für alles und eine Neuseeland-Rundreise für meine Patentante. Wenn dann nochwas übrig ist, geh ich shoppen!

  1. Hast Du eine lustige Jugendsünde?

Viel zu viele! Ich habe wirklich viel Mist gemacht in meiner Jugend. Nichts illegales, darauf bin ich stolz. Na gut, einmal habe ich mit Freunden versucht, einen lustigen Bäckerei-Aufsteller zu mopsen, aber der war zu schwer und wir haben uns am Ende doch nicht getraut.

  1. Was würdest Du Deinem früheren Ich raten zum Thema “Kinder”?

Ich habe lange auf den idealen Zeitpunkt gewartet auch als ich mit meinem Mann schon zusammen war. Aber irgendwie gibt es den idealen Moment dafür nie. Immer ist irgendwas, Geld, Job, Wohnung – irgendwas klemmt immer. Ich bin aber sehr froh, dass alles so gelaufen ist, wie es nunmal ist. Denn sonst wäre Locke nicht Locke und Zwockel nicht Zwockel. Ich glaube, ich würde mir raten, von Beginn an alles entspannter zu sehen. Perfekte Mamas gibt es nicht, man kann nur immer wieder versuchen, sein Bestes zu geben. 

 

  1. Welche Superkraft würdest Du wählen, wenn Du die Wahl hättest?

Ich würde gern blitzeschnell sein, dann könnte ich die ungeliebten Arbeiten, wie Putzen, aufräumen und Wäsche machen, in Lichtgeschwindigkeit erledigen und hätte mehr Zeit zum Schreiben und für meine Jungs!

 

Ich nominiere heute niemanden, weil mir einfach keine Fragen einfallen wollen – aber es wird bestimmt nicht meine letzte Teilnahme am Liebster Award sein! Ich danke aber Natalia für ihre schönen Fragen und die Nominierung!

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Nanu – Wie erziehst denn du? Von Krümel und Chaos.

Melanie von Lalemi hat zur Blogparade „Nanu – Wie erziehst denn du?“ aufgerufen und hier bin ich! Eigentlich möchte ich keine Erziehungstipps geben, denn jede Familie ist einfach zu individuell. Was für den einen funktioniert, klappt beim anderen nicht.

Bitte lest den Beitrag ohne den blöden Zeigefinger im Kopf, der suggeriert, dass das ab jetzt alle so machen müssen, wie ich.

Habe ich einen bestimmten Erziehungsstil?

Ich denke, man kann bei uns von konservativ, autoritär und in den meisten Fällen konsequent sprechen, auch wenn der Zwockel letzteres sehr schwer macht. Meine Freundin Pia gibt unumwunden zu, dass bei ihr eine Diktatur herrscht. Und sie ist nun wahrlich keine unangenehme Diktatorin – logisch und konsequent und dabei trotzdem sehr liebevoll.

Kinder brauchen Regeln. Und nicht nur die, auch ich selbst fühle mich am wohlsten, wenn mich klare Regeln und Strukturen umgeben. Ich bin nicht umsonst mit einem Pädagogen verheiratet und mit einer Jugendamtsmitarbeiterin eng befreundet, die ebendies bestätigen.

Mein Mann arbeitet mit jungen Autisten, das ist natürlich ein Thema für sich. Hier gilt es, eine Balance zu finden zwischen Regeln, um sich im Alltag besser zurecht zu finden und der Gefahr, sich damit einem Zwang zu unterwerfen und mit Ausnahmen nicht mehr umgehen zu können.

Auch meine Freundin vom Jugendamt bestätigt, dass Kinder, die völlig ohne Regeln aufwachsen, schnell zu Problemkindern werden können, denn wenn es im Mikrokosmos „Zuhause“ keine Regeln gibt, warum soll man sich dann im Makrokosmos „Welt“ daran halten?

Ich habe vor kurzem eine Diskussion in einer Facebook-Gruppe verfolgt, in der es darum ging, dass Regeln die Kinder in ihrer freien Entfaltung stören würden und – mehr noch – Gewalt am Kind seien. Wie so oft und bei fast allem gilt auch bei Regeln „Allzuviel ist ungesund“.

Ein sehr schlecht erzogenes Känguru.

Hast du einen bestimmten Erziehungsstil? Oder hast du vielleicht sogar schon einige ausprobiert?

Ich persönlich halte nichts von Laissez-faire. Natürlich lasse ich auch mal was durchgehen oder drücke mal ein Auge zu, bin ja kein Unmensch.

In erster Linie aber sind wir Eltern die Chefs, die Ausbilder, die liebenden Anleiter. Wir machen die Regeln und setzen diese durch, auch wenn wir der Demokratie nicht abgeneigt sind und immer versuchen, im Interesse unserer Kinder zu handeln. Es gibt natürlich auch bei uns mal Ausnahmen: Die Kinder sind um 19 Uhr bzw. 20 Uhr im Bett. Das ist nicht verhandelbar. Ist aber eine Feier, kommt Besuch oder wir sind auf einem Fest eingeladen, gelten diese Zeiten nicht, dann darf es ruhig später werden. Ihren Biorhythmus haben die Jungs aber bereits so eingestellt, dass sie um 19 und 20 Uhr müde sind und dann ins Bett müssen, weil es anders nicht mehr geht.

Autoritär aber demokratisch. Konsequent aber flexibel. Und über allem ganz, ganz viel Liebe. So könnte man es zusammenfassen, ich finde, das ist kein Widerspruch. Gewisse Regeln sind jedoch nicht verhandelbar.

Was ist dir ganz besonders wichtig in der Erziehung deines Kindes?

Mir ist wichtig, dass mein Kind versteht, warum es gewisse Regeln gibt. Die sind ja nicht willkürlich gemacht. Darum versuche ich, das Argument „Weil ich es sage!“ so selten wie möglich anzubringen, aber manchmal lasse ich auch den Chef raushängen. In den meisten Fällen gelingt es mir, dem Großen plausibel zu erklären, warum eine Regel besteht, Zwockel ist dafür noch zu klein.

Wichtig ist, dass auch die Großeltern, die sich mehrmals in der Woche um die Kinder kümmern, auch damit konform gehen. Ich möchte das Kind nicht „auf Werkseinstellung“ zurückbekommen und wir sind in den meisten Fällen einer Meinung – das erleichtert die Sache ungemein.

Möchtest du deinen Kindern bestimmte Werte vermitteln?

Ja, unbedingt! Meine Kinder sind, wie ich, sehr empathisch. Ich möchte, dass sie sich Gedanken über andere machen, Menschen und Tiere achten. Auch Respektspersonen wie Polizisten, Feuerwehrleute, Ärzte und Erzieher – die meisten Erwachsenen eben – sind höflich und mit Respekt zu behandeln. Natürlich ohne selbst auf der Strecke zu bleiben dabei.

Mit unter den ersten Worten, die der Große sprechen konnte, waren „Bitte“ und „Danke“. Natürlich vergisst er das an der Wurst- oder Brötchentheke schonmal und dann kommt von der Mama ein oberlehrerhaftes „Was sagt man da?“ Aber es klappt auch von ganz alleine. Mein Sohn ruft den Müllmännern beispielsweise immer, wenn er sie sieht, ein „Danke, lieber Müllmann!“ zu. Auch der Kleine, der mit anderthalb Jahren noch nicht viel spricht, sagt bereits „Dandan“ (Danke) und „Bitti“ (Bitte). Das sind bei uns nicht nur Worte.

Kinder lieben Blaulicht und Hubschrauber und sind begeistert, wenn sie ein solches Spektakel beobachten können. Das ist normal und auch wir Erwachsenen schauen hin, wenn irgendwo etwas passiert ist. Landet der Rettungshubschrauber, gehe auch ich auf den Balkon und gucke, was los ist – Neugierde ist völlig natürlich. Ich erziehe aber keine Gaffer! Meinem Großen, der einmal ein Freudentänzchen aufführte, als der Hubschrauber in der Nähe landete, habe ich erklärt, dass ein solcher Einsatz auch immer Leid für einen anderen Menschen bedeutet. „Landet der Hubschrauber, kommt ein Rettungswagen, ist ein lieber Mensch in Not. Das ist kein Grund zur Freude.“ Jetzt ruft er jedem Helikopter „Gute Besserung!“ hinterher.

Ich erwarte von meinen Kindern Respekt gegenüber Mitmenschen und Tieren und bringe ihnen das konsequent bei. Respekt ist kein Recht, das automatisch mit der Geburt für immer verliehen wird – den hat man nur verdient, wenn man ihn selbst gegenüber anderen zeigt. Das ist vielleicht die wichtigste Maxime meiner Erziehung, meine Regeln fußen auf Respekt und Sicherheit.

Haben andere Personen oder vielleicht sogar deine Religion Einfluss auf deine Erziehung?

Ich bin selbst locker-religiös erzogen worden. Gott war in Geschichten und Liedern immer ein Thema in meiner Kindheit, für mich ist Gott ein strenger, aber gerechter, liebender und bärtiger Mann, der im Himmel sitzt und einen Plan hat, den wir nicht immer verstehen. Ich betrachte mich als religiös und je älter ich werde, desto mehr verstehe ich, dass viele Gebote der Bibel ein respektvolles Miteinander verheißen sollen. Natürlich muss sich niemand 100% daran halten und einiges passt nicht mehr in die heutige Zeit, aber vieles (nicht stehlen, nicht morden, nicht ehebrechen, nicht neiden) kann ich durchaus unterschreiben.

Habt ihr bestimmte Regeln zu Hause?

Bei uns gibt es Regeln, die konsequent durchgesetzt werden. Beispielsweise ganz grundsätzliche, kleine Dinge wie „Nicht hauen, treten, beißen.“, „Keine Süßigkeiten zum Frühstück.“, „Schuhe aus in der Wohnung.“, „Mit Essen wird nicht geworfen!“, „Kein Spielzeug in der Küche.“ oder „Es wird nicht gespuckt.“ Letzteres scheint leider gerade Mode im Kindergarten zu sein und Spucken ist etwas, das ich nicht akzeptiere. Punkt. Das ist eines der Themen, bei denen ich Diktator bin – da gibt es keinerlei Entschuldigung und Rechtfertigung.

Es wird nichts mutwillig kaputt gemacht und wir versuchen, so respektvoll wie möglich miteinander umzugehen. Natürlich schreie ich auch mal – in der letzten Zeit öfter, als mir lieb ist. Aber ich bin halt auch ein Mensch mit Grenzen.

Ich lese viel und bin immer offen für Verbesserungsvorschläge.

Im ganzen Text habe ich viel von „mir“ gesprochen. Natürlich ist mein Mann genauso an der Erziehung beteiligt, wie ich. Wir sind in Erziehungsfragen zu 99,9% einer Meinung – das ist sehr entspannend und angenehm, denn ich möchte nicht auch noch meinem Partner die Regeln erklären müssen. Ich habe in der Ich-Form geschrieben, weil es für mich einfacher war – ihr dürft aber gern überall ein WIR denken.

Der Zwockel mit seinem starken Willen bringt mich oft an die Grenzen. Das ist sehr anstrengend, trotzdem tue ich mein bestes, auch bei ihm unsere Regeln durchzusetzen. Ich bin kein Erziehungs-Guru. Unlängst habe ich mir „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: Der entspannte Weg durch Trotzphasen“ von Danielle Graf und Katja Seide gekauft und auch Jesper Juul und Achim Schadt sind mit ihren Büchern vertreten. Ich lese viel, auch Elternzeitschriften, und diskutiere gern mit anderen Müttern. Meine Erziehung ist nicht in Stein gemeißelt. Ich bin froh und dankbar für Rat- und Vorschläge.

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10 Dinge, die wir ohne Kinder nie zuhause hätten…

Eine Blogparade von Glucke und so.

Ich liebe Blogparaden! Die machen mir richtig Spaß – und ich finde immer wieder überraschend, was mir zu ein paar Stichworten so alles einfällt. Hier sind sie also, die 10 Dinge, die wir ohne Kinder ganz bestimmt niemals nie nicht hätten:

 

Nummer 1: Nasensauger

Bevor ich Kinder hatte, wusste ich nicht einmal, dass es sowas gibt oder dass man das braucht. Aber ich bin froh, ihn zu haben, auch wenn meine Söhne eher minderbegeistert davon sind.

 

Nummer 2: Mülltonnen in allen Größen

Mein großer Sohn liebt Müllmänner und –tonnen. Die großen Exemplare haben wir in einem kleinen niederländischen Laden gefunden und sie mussten natürlich sofort mit, die kleinen waren Teil des Geschenkes, das Locke zur Geburt des kleinen Bruders bekam.

 

Nummer 3: Kreidemalstifte für die Fenster

Meine Mama hat früher immer mit mir zusammen die Fensterscheiben bemalt – mit Fingerfarben. Ich habe Kreidefarben ausprobiert und fand die auch ganz toll. Fingerfarben gibt es, wenn die Kinder etwas älter sind und richtig mitmalen wollen.

 

Nummer 4: Lustiges Badewannenspielzeug

Ich hätte nie gedacht, dass die Auswahl von Badewannenspielzeug so kompliziert ist: Die meisten Gummispritztierchen schimmeln nämlich von innen und sind deshalb bei uns nicht mehr willkommen. Aber es gibt ja noch das Bärchen im Boot!

 

Nummer 5: Ein extra Balkongeländer

Eigentlich ist die Mauer hoch genug. Aber sicher ist sicher, dachten wir uns und haben sicherheitshalber mal das Geländer erhöht. Natürlich achten wir darauf, dass die Jungs nicht allein auf dem Balkon sind.

 

Nummer 6: Einen Backofenschutz

Für Locke war das nie nötig, der unerschrockene Zwockel ist eine andere Sache. Wenn der leckere Kartoffelgesichter im Backofen sieht, will er da dran und nichts ist vor ihm sicher. Also musste ein Extra-Riegel her.

 

Nummer 7: Ein singendes Töpfchen

Aus der Reihe „Was es alles gibt“. Es sollte ein Anreiz sein, die Kinder zum Gang aufs Töpfchen zu motivieren. Leider haben sie herausgefunden, wie man auch ohne sein Geschäftchen die Musik auslösen kann… Seufz.

 

Nummer 8: Ein vom Papa gebautes Müllauto-Bett

Der kleine Müllmann… Ich erwähnte es bereits: Mein Sohn liebt die Müllabfuhr! Und nachdem wir schon Tonnen haben, musste auch ein Bett, ääääh… Auto her. Da hat der Papa kurzerhand das Kinderbett ein bisschen umgestaltet!

 

 

Nummer 9: Eine echte Blinkleuchte

Die hat der Papa von der Arbeit mitgebracht und repariert. Nun ziert sie hier das Spielzeugregal, wenn das Kind wieder einmal mit seinem Müllauto(-bett) unterwegs ist. Brummbrumm!

 

Nummer 10: Eine Helmsammlung

Nicht nur Müllmänner, auch Feuerwehrmänner und Bauarbeiter sind hier sehr „in“. Also haben wir eine ganz schöne Helm-Sammlung, die stetig wächst…

Nochmal 25 total gute Gründe für einen Trotzanfall

Unsere kleine Trotz-Challenge…

Die liebe Natalia von SimplyLovelyChaos hat mich nominiert, 25 weitere Gründe, die einen Trotzanfall auslösen können aufzuschreiben. Begonnen hat damit Susanne von Hallo liebe Wolke.

Ich finde es wirklich beruhigend, dass die Gründe bei allen anderen auch so haarsträubend nichtig sind, wie bei uns! Ehrlich, manchmal dachte ich, mit uns stimmt etwas nicht.

Coming soon: Trotzanfall hoch 2

Locke ist voll in der Trotzphase, aber ich muss sagen, bisher hält es sich noch in Grenzen. Ich wage kaum zu atmen, wenn ich an Zwockels Mega-Dickkopf (den er unglücklicherweise von mir hat!) und die noch vor mir liegende Trotzphase denke… Oh Graus! Ich denke, ich decke mich vorsichtshalber mal mit ein paar Litern Haarfärbemittel ein, um die grauen Haare zu verstecken – bestimmt ergraue ich von einem Tag auf den anderen vollständig, wenn es soweit ist!

So, genug der einleitenden Worte!

Hier findet ihr die ersten 50 Gründe, die einen Trotzanfall auslösen können. Sie sind weltbewegend, erschütternd und wirklich zutiefst verstörend. Nicht.

25 total gute Gründe für einen Trotzanfall

25 weitere gute Gründe für einen Trotzanfall

Und hier kommt nun Teil 3:

Krümel und Chaos proudly presents:

Nochmal 25 total gute Gründe für einen Trotzanfall

  1. Ich habe die Gute-Nacht-Lieder, immer zwei an der Zahl, in der falschen Reihenfolge gesungen.
  2. Jemand hat versehentlich die Spielzeugmülltonne umgeworfen.
  3. Das Eis ist kalt.
  4. Das Eis ist geschmolzen.
  5. Die Kiwi schmeckt überhaupt nicht nach Apfel.
  6. Die Banane ist in der Mitte durchgebrochen.
  7. Die Scheibe Fleischwurst ist schief abgeschnitten.
  8. Auf dem gewünschten Leberwurstbrot war Leberwurst.
  9. Das Nachtisch-Überraschungs-Ei darf im Restaurant nicht vor dem eigentlichen Essen gegessen werden.
  10. Das Nachtisch-Überraschungs-Ei ist aus Schokolade – pfui Spinne!
  11. Der Keks ist durchgebrochen.
  12. Wir haben „Feuerwehrmann Sam“ ausgeschaltet bevor die Musik vorbei war. Auch wenn es nur noch ein letzter Ton war.
  13. Ich liege im großen Bett auf seinem Platz. Es ist egal, dass er die gesamte linke Betthälfte für sich hat: Mama. Muss. Da. Weg.
  14. Der Ketchup-Klecks befindet sich zwei Millimeter neben dem angezeigten Ketchup-Zielpunkt auf seinem Teller.
  15. Der kleine Bruder hat einen eigenen Willen.
  16. Die Rutsche ist voller Eis und Schnee und kann nicht berutscht werden.
  17. Am Strand ist Sand.
  18. Er wollte kein DUPLO, er wollte so einen Schokoriegel, wie der Papa gegessen hat (ein Duplo) und nicht den, den Mama ihm (aus derselben Packung) gegeben hat.
  19. Der Mond ist nicht zu sehen.
  20. Im „Sprudelwasser“ ist Sprudel.
  21. Der Babybel besteht aus Käse, nicht aus „Gauner“ (= Gouda).
  22. Mamas Auto hat kein Blaulicht.
  23. Und keine Sirene.
  24. Er ist nicht krank und wir fahren folglich NICHT zum Kinderarzt.
  25. Und den letzten Punkt musste ich mir vom kleinen Justus ausborgen: Die Pommes sind aus Kartoffeln! Die er eigentlich mag. Aber: Die Pommes. Sind. Aus. Kartoffeln.

Alles klar soweit? Was hier lustig klingt und euch (hoffentlich) zum Schmunzeln gebracht hat, hat aber für die kleinen Menschen einen ernsten Hintergrund: Das Erlebte weicht von dem, was die lieben Kleinen in ihrem Köpfchen geplant hatten, ab. Und das ist für sie erst einmal eine echte Katastrophe.

Einen schönen Artikel dazu hat Das gewünschteste Wunschkind geschrieben, den findet ihr hier. Auch wie ihr euer Kind am besten bei einem solchen Wutanfall begleitet, wie ihr ihm mit Liebe und Respekt Grenzen setzt,  haben die Autorinnen sehr anschaulich zusammengefasst.

Ich nominiere weiter NadineGluckymom und bin gespannt, ob wir wahrhaftig die 100 knacken!

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Ein zweites Kind – Ja oder Nein?

#Blogparade: Vater, Mutter, Kind… und dann?

Was ist mir die Entscheidung für das zweite Kind schwer gefallen. Vorab: Ich liebe den kleinen Kerl, ich würde ihn für nichts in der Welt eintauschen und ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Aber die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Auch Yvi von MAMASdaily kennt dieses Problem und hat in ihrem Artikel Vater, Mutter, Kind… und dann? Zu dieser Blogparade aufgerufen.

Immer zwei

Ich wollte immer zwei Kinder. Wenn ich mir meine Zukunft vorstellte, sah ich zwei kleine Wesen an meiner Hand. Nicht eins, nicht drei – zwei. Schaute ich in meine persönliche Glaskugel, gab es da neben Kleinling#1 immer noch einen Platzhalter.

Und dennoch, als dann das erste Kind kam, war ich mir sicher: Nein, es gibt kein Zweites. Dieser tolle kleine Kerl hat unsere ganze Aufmerksamkeit verdient. 100% soll er bekommen und sich nie zurückgesetzt fühlen. Könnte ich je jemanden genauso lieben, wie ihn? Niemals, nicht möglich!

Aber ich bin selbst Einzelkind und habe mir immer ein Geschwist gewünscht. Kein GeschwisterCHEN, denn ich wollte immer einen großen Bruder haben. Gut, das war dann im Nachhinein etwas schwer zu bewerkstelligen, zumal Mutter Natur mich einfach als Einzelkind vorgesehen hatte. „Sei froh!“, werden jetzt einige denken. „Mit Geschwistern hat man nur Trouble!“

Erstmal ne Liste!

Ich bin ein Organisations-Tierchen. Wenn ich mal nicht weiter weiß oder sehr viel zu tun habe, schreibe ich Listen. Urlaub in Griechenland? 6 Hotels zur Auswahl? Erstmal ne Excel-Liste anlegen, um besser vergleichen zu können. Ja, so bin ich.

Die Entscheidung fürs zweite Kind war schwierig – ich würde behaupten, eine der schwierigsten bislang – und natürlich habe ich eine Liste mit Pro und Kontra gemacht. Welche Gründe sprachen nun gegen ein zweites Kind?

Dagegen

  • Beim Ersten weiß man, was man hat. Ein Zweites ist doch wieder so eine „Überraschungstüte“. Und ich mag keine Überraschungen.
  • Der Erste war soooo lieb, er hat einfach 100% unserer Aufmerksamkeit verdient.
  • Unser Junge ist nun schon Kleinkind und geht in den Kindergarten – freie Zeit vormittags, die ich für Haushalt oder das Schreiben nutzen kann. Oder mal fürs Shoppen, Kaffee trinken gehen und lesen… Das ist schon angenehm.
  • Reicht unser Geld für ein zweites Kind? Was, wenn nicht?
  • Was, wenn ich doch wieder einen Job im Angestellten-Verhältnis suchen muss? Das ist, wie ich erfahren durfte, ja schon mit einem Kind schwer genug. Wie soll denn das mit zweien gehen? Es hat sich ja die Zeit der potentiellen Fehltage verdoppelt, und da ist das Risiko, selbst zu erkranken, noch gar nicht eingerechnet.
  • Wo wir beim Thema Gesundheit sind: Als ich vor 2 Jahren einen Bandscheibenvorfall hatte, war es mit einem Kind schon schwer genug – wie soll das mit zwei Kleinen funktionieren?
  • Was, wenn das zweite Kind krank oder behindert ist? Wir würden es lieben, keine Frage, aber da mein Mann in diesem Bereich berufstätig ist, kennen wir die vielen Schwierigkeiten und Hürden, vor die man dann gestellt ist. Und das Geschwisterkind? Das müsste dann total zurückstecken, oder nicht? Sollen wir unserem Großen so etwas zumuten?
  • Der Platz! Unser Haus ist zwar schon in Sicht, aber noch wohnen wir in einer Eigentumswohnung. Die ist nicht klein, aber auch nicht groß. Keine Einzelzimmer-Option! Würden sich die Kinder in einem Zimmer verstehen? Ist es nicht zu wenig Platz?
  • Wie würde unsere Beziehung das überstehen, wenn das Kind schwierig würde? Das erste Kind hatte unsere Beziehung nur noch enger werden lassen, würde es beim zweiten Kind halten?
  • Doppelte Kinder, doppelte Sorgen…
  • Was, wenn sich die Kinder nicht leiden können?
  • Was, wenn ich es nicht schaffe?
  • Was, wenn ich das zweite Kind auf einmal viel lieber hätte? Wie unfair wäre das denn!
  • Was, wenn es Zwillinge würden – zwei neue gegen einen „alten“… OMG! Und dann wären es ja drei! Würde ich das schaffen?

So, oder so ähnlich sah meine Kontra-Liste aus. Doch ich fand ebenso Punkte, dafür. Ganz viele sogar – hier sind ein paar:

Dafür!

  • Ich wollte immer zwei Kinder!
  • Vor meinem geistigen Auge sitzen da zwei Kinder am Tisch, nicht nur eines.
  • Kinder sind toll!
  • Wenn uns etwas passiert, ist mein Sohn allein. Natürlich, Großeltern und Paten, letztere weise ausgesucht, würden sich sofort kümmern. Aber er wäre der einzige in dieser einen, individuellen Situation. Kein Zweiter, der exakt dasselbe durchmacht und ihm Halt geben kann – wie ein Bruder oder eine Schwester eben.
  • Vier Schultern tragen mehr als zwei.
  • Was, wenn sie die besten Freunde werden?
  • Einer könnte auf den anderen aufpassen… Einer von beiden wird schon vernünftig sein…
  • Noch einmal diese irre spannende Entwicklung beobachten können, die kleine Kinder durchmachen
  • Noch einmal erste Worte, erste Schritte…
  • Doppelte Chance auf süße kleine Enkel!
  • The more, the merrier – es gibt doch nichts schöneres, als Kinderlachen! Und ein buntes, lautes Haus, das voll davon ist – wer könnte das nicht wollen?!
  • Ich habe noch soooo viel Liebe zu geben!
  • Zwei (Erwachsene) gegen zwei (Kleinlinge) – klingt fair!
  • Nochmal schwanger sein!

100 Gründe, (noch) ein Baby zu bekommen

Und wisst ihr was? Am Ende waren es so viele positive Gründe, dass ich sogar ein kleines Buch darüber geschrieben habe! 100 Gründe, (noch) ein Baby zu bekommen gibt es bei allen einschlägigen Anbietern – amazon, Weltbild, Thalia, Hugendubel und wie sie alle heißen – zum kleinen Preis von 1,99 Euro.

Aber ich will hier keine Werbung machen, es bot sich halt nur gerade an.

Der wichtigste und unschlagbarste Grund, allen Befürchtungen, die man ja nunmal hat, zum Trotz noch ein kleines Leben in die Welt zu setzen ist: IHR WOLLT ES! Natürlich sollten auch die Begleitumstände stimmen. Ich halte beispielsweise nichts davon, dem Partner ein Kind unterzujubeln, obwohl er sich dagegen ausgesprochen hat. Hier zeigt sich die Stärke einer Beziehung, einen der wohl schwierigsten Kompromisse überhaupt zu finden. Wie das geht – das muss jeder selbst entscheiden.

Nie bereut

Natürlich haben sich einige Befürchtungen bewahrheitet. Kleinling#2 ist nicht so entspannt wie sein Bruder und hat uns einiges an Nerven und Schlaf gekostet. Aber auch beim zweiten Kind hat unsere Beziehung nicht gelitten. Noch immer ziehen wir an einem Strang. Ich habe das Glück, den wohl verständnisvollsten Mann überhaupt zu haben. Er versucht immer, mich zu unterstützen und mir zu helfen, wo er nur kann. Er hört mir zu und auch wenn er nicht immer alles nachvollziehen kann (Männer-Frauen-Problematik und so), so versucht er es doch. Wir sind noch immer ein ganz fantastisches Team!

Auch in der Zeit, in der ich dachte, ich könne nicht mehr, habe ich es nie bereut, ein zweites Kind bekommen zu haben. Wenn man sich in schwierigen Zeiten eingesteht, dass man Hilfe braucht und dann auch um diese bittet, kann man alles schaffen. Auch Familie und Freunde waren und sind immer für uns da und helfen, wo sie können!

Ich möchte nicht mehr zurück in mein Leben vor den Kindern. Weder in das vor Kleinling#1, noch in das vor Kleinling#2. Seitdem ich Mama bin, habe ich das Gefühl, dort angekommen zu sein, wo ich hingehöre. Es gibt kein „Ach hätte ich…“ und kein „Ach, wär ich bloß…“.

Natürlich wäre ein Lottogewinn toll. Eine größere Wohnung. Luxusurlaub. Die üblichen Dinge halt.

Aber zum Glück fehlen die mir nicht. Zum Glück habe ich alles, was ich brauche: Zwei wunderbare Jungs und einen tollen Mann. Eine Familie und Freunde, auf die ich mich immer verlassen kann und ein immer größer werdendes Netzwerk an Ratgebern, Unterstützern und Menschen, die mir wichtig sind.

Und die Kinder?

Die verstehen sich prächtig. Schon als ich mit Kleinling#2 schwanger war, war der Große begeistert! Natürlich gibt es täglich Streitereien. Natürlich schubst mal der eine den anderen und nimmt ihm das Spielzeug weg. Aber wie sagte Kleinling#1 vor kurzem noch ganz inbrünstig? „Ich hab euch alle lieb. Mama, Papa und meinen Bruder. Der soll nie wieder weggehen!“

Geschwister_1

 

Und er wünscht sich sogar noch ein Geschwisterchen: Eine kleine Frieda soll es sein, ganz genauso eine, wie der neue, kleine Lockenkopf im Kindergarten, der es ihm angetan hat.

Aber unsere Familienplanung ist jetzt abgeschlossen. Wir haben fertig. Wir fühlen uns komplett.

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Phönix. #NoMobbing

#NoMobbing. Eine ganz wichtige Blogparade.

Dieser Artikel wird ein sehr persönliches Stück Seele. Ich rede darüber nicht, denn ich kann und möchte es auch nicht. Vielleicht ist genau das falsch. Ich sollte es in die Welt hinausbrüllen, aber ich kann es nicht. Warum? Weil ich mich schäme. Ich schäme mich sogar ganz furchtbar. Ich verdränge das Thema wo ich nur kann, weil es einfach zu tief geht und zu weh tut. Als ich den Aufruf zur Blogparade #NoMobbing las, wusste ich aber, dass ich mitmachen möchte und ich lasse also für einen kurzen Moment zu, dass ihr in mein Innerstes gucken könnt.

Ich schäme mich, obwohl ich nichts falsch gemacht habe. Ich schäme mich so, so sehr und weiß selbst nicht, warum. Weil ich schwach war, vielleicht. Ich war ein Mobbing-Opfer. In der Schule und auch im späteren Berufsleben.

Heile Welt gone bad

Bis ich von der Dorf-Grundschule aufs Gymnasium wechselte, war meine heile Welt in Ordnung. Ich war nie die Beliebteste der Klasse, das war die Tochter des Bürgermeisters. Aber ich hatte meinen Freundeskreis und kam mit allen gut klar. Wir hatten eine schöne Grundschulzeit. Okay, unser Lehrer brachte uns statt Mathe Schachspielen bei – hab ich geliebt, auch wenn es rückblickend nicht ganz so angebracht war.

Auf dem Gymnasium in der Stadt war anfänglich auch alles ganz fein. Ich hatte meine Freundinnen quasi mitgenommen. Wir kannten uns und ich hatte keine Notwendigkeit, mich völlig neu zu orientieren. Das änderte sich eines Tages schlagartig.

Ich stand auf dem Schulhof und unterhielt mich, als ich von hinten angesprungen und geschlagen wurde. „HAST DU DEN BRIEF GESCHRIEBEN?“, brüllte mich ein Klassenkamerad an. Ich wusste nicht, wovon er sprach und verneinte. „DU SCHLAMPE HAST DEN BRIEF GESCHRIEBEN!“, brüllte er weiter. Von da an war ich zum Abschuss freigegeben. Ich war fett. Ich war hässlich. Ich war arm. Ich war dumm. Meldete ich mich im Unterricht, wurde alles, was ich sagte – ob richtig oder falsch – mit hämischem Lachen quittiert. Man muss kein Hellseher sein um zu erraten, dass ich schließlich nichts mehr sagte. Ich wurde ausgelacht, wo ich ging und stand. Meine Kleidung, alles. Dabei waren wir alles andere als arm, meine Familie hatte nur nie die Notwendigkeit gesehen, für eine Hose das Fünffache auszugeben, nur weil „Levi’s“ dranstand.

Irgendwann erfuhr ich, dass es sich bei besagtem Brief um einen Liebesbrief gehandelt hatte, den irgendjemand – ich weiß bis heute nicht wer – einem der Jungen in unserer Klasse in meinem Namen geschrieben hatte. Ich weiß bis heute weder, wer ihn geschrieben hat, noch was darin stand. Dieser Junge jedoch, begegnete mir seitdem mit offenem Hass. Seine Freunde zogen mit, obwohl sie soweit nichts mit mir zu tun hatten. In unserer Klasse waren nur 6 Jungen, 5 davon machten mir das Leben zur Hölle. Der Rest der Klasse tat nichts.

Die Jeans, die vier Jahre Hölle beendete

Nach vier Jahren Hölle, in denen auch die Lehrer nichts weiter unternahmen, als den besagten Jungen ausgerechnet auf einer Schulfeier zur Rede zu stellen und ihm so den Tag zu versauen, was alles nur noch schlimmer machte, wünschte ich mir eine Levi’s Jeans. Meine Mutter kaufte mit drei. Und – oh Wunder – plötzlich wurde die Klassengemeinschaft wach. Die eine sagte frei heraus „Ich wusste ja gar nicht, dass du dir sowas leisten kannst!“ und die nächste nahm mich bei einem erneuten Angriff meiner Gegenspieler auf einmal in den Arm und rief „Das ist meine Freundin! Lasst sie in Ruhe!“ Niemand war erstaunter, als ich. Was eine Jeans doch so alles ausrichten kann.

39 Kilo Traurigkeit

Meine schulischen Leistungen hatten sich so verschlechtert, dass ich das Jahr wiederholen musste. In den Sommerferien nahm ich mir fest vor, in der Stufe unter uns, in der ich niemanden kannte, beliebter zu werden. Dumm war ich eh nicht, aber vielleicht ja wirklich fett! Und so begann ich, mir den Finger in den Hals zu stecken. Einmal, zweimal, jeden Tag. Mehrmals am Tag, bis ich nichts mehr bei mir behielt. Aus der Bulimie wurde eine ausgewachsene Magersucht. Einmal, da aß ich einen Apfel – eine Woche lang. Jeden Tag ein Stückchen. Ich trug Markenklamotten und war schlank – und beliebt wie noch nie. Selbst der hasserfüllte Junge aus der alten Klasse wanzte sich an mich ran und fragte mich, warum ich ihn eigentlich nie grüßen würde. Ich lachte und ließ ihn stehen.

Mit 39 Kilogramm kam ich in die Klinik. 35 Kilo waren zu der Zeit mein Ziel. Ich war nämlich unfassbar fett, müsst ihr wissen! „Noch ein Kilo weniger und du bekommst eine Magensonde!“, drohte man mir. Ich riss mich zusammen und wurde entlassen. Ich kämpfte noch Jahre lang gegen die Essstörung, die sich irgendwann in Bulimie zurückverwandelt hatte. Und: Ich Schauspielerin! Mir gelang es immer, allen vorzuspielen, dass alles toll war. Bis es irgendwann nicht mehr ging. Aber das ist eine andere Geschichte.

Das zweite Mal

Als mir das Gespenst Mobbing das zweite Mal begegnete, war ich schon längst erwachsen. Ich war 29 Jahre alt, hatte studiert, das Studium zugunsten einer Ausbildung abgebrochen, gearbeitet und ein halbes Jahr in Australien gelebt. Die Magersucht und die Bulimie lagen hinter mir, ich hatte mich am Ende ohne Therapie am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen. Ich war Fremdsprachenkorrespondentin und Übersetzerin für Deutsch und Englisch und zwar eine verdammt gute.

Ich bekam einen Job in einer kleinen Firma in der Nachbarstadt. Sechs Monate lang lief alles gut. Bis ich in einen Festvertrag übernommen wurde. Ab diesem Tag – und ich habe lange erfolglos spekuliert, wo der Sinn dessen lag – begannen Chef und Personalchefin mich nach allen Regeln der Kunst zu mobben. Es begann damit, dass der Chef, ein Mensch, er mir vom ersten Moment an zutiefst unsympathisch gewesen war, anfing, meine Kompetenz zu untergraben.

Ich bekam Aufgaben, die meine Stellenbeschreibung bei weitem überschritten und für die ich nicht qualifiziert war. Ich bekam Aufgaben, die unmöglich waren (z.B. eine PowerPoint-Präsentation zu erstellen, in der die Folien abwechselnd hochkant und querformatig waren). Ich wurde geschickt, Ordner zu suchen, die es nicht gab. Die Personalchefin gab mir gezielte Fehlinformationen und begann ab einem gewissen Punkt, mich zu beleidigen, wo sie nur konnte („Hat man dir ins Hirn geschissen?“ war noch das Freundlichste). Ich hätte mich beschweren können über sie, sagt ihr? Klar, es gab in der Firma eine Mobbing-Beauftragte. Ebendiese Personalchefin. Vielleicht hat sie das mit der „Mobbing- Beauftragten“ einfach nur falsche verstanden – jedenfalls hatte man den Bock zum Gärtner gemacht.

Schließlich bekam ich eine neue Kollegin. Diese konnte kein Englisch, obwohl dies Voraussetzung für den Job war. Sie bekam die Aufgaben, alles Mögliche auf Englisch zu verfassen. Und da das so schlecht war, musste ich alles korrigieren – in vielen, vielen unbezahlten Überstunden. Alle wussten das, trotzdem gab sie all meine Arbeit für die ihre aus. So ging es monatelang.

Ich konnte nicht mehr

Irgendwann beschuldigte mich mein Chef, ich nähme zu viel Urlaub. Dass mir dieser zustand und dass ich die unglaublich vielen Überstunden abfeierte, stieß auf taube Ohren. Das war der Moment, in dem ich innerlich kündigte. Als dann schließlich meine Kollegin drauf und dran war, eine wichtige Auslandsreise in den Sand zu setzen, obwohl ich sie mehrfach darauf hingewiesen hatte, nahm ich dummes, pflichtbewusstes Ding die Sache selbst in die Hand und nur mir war es zu verdanken, dass der Kollege zu seiner wichtigen China-Reise aufbrechen konnte. Da hörte ich, wie sie am Telefon dem Chef sagte „Die? Die tut hier gar nichts mehr. Die sitzt nur rum!“ und das, wo ich soeben ihren Job gerettet hatte.

Und wie ein Ballon, aus dem auf einmal alle Luft gelassen wird, sackte ich zusammen. Ich fuhr zu meinem Arzt und ließ mich krankschreiben, denn ich hatte das Gefühl, ich könne keinen Schritt mehr tun. Ich hatte schleichend eine Angststörung entwickelt, die in diesem Moment voll zugeschlagen hatte: Ich konnte nicht mehr vor die Tür gehen. Ich bekam sofort Panik. Einkaufen war nur noch in Begleitung meines Mannes möglich. Nicht einmal in den Keller des Mehrfamilienhauses konnte ich noch gehen. Es ging nicht. Oft stand ich an der offenen Wohnungstür und war vollkommen unfähig, einen Schritt hinaus, ins Treppenhaus, zu tun.

Wachgerüttelt

Als mein Mann mich an einem Abend aus dem Haus zwang, um mit seinen Eltern essen zu gehen, sollte sich alles ändern. Als wir um ein Uhr nachts zurückkamen, stand ein Stromkasten im Keller in Flammen und wir konnten glücklicherweise die bereits schlafenden Bewohner des Hauses wecken und die Feuerwehr alarmieren. Wären wir nicht aus dem Haus gegangen, hätten wir zu der Zeit, wie alle anderen auch, bereits geschlafen. Rauch- oder Brandmelder gab es damals hier nicht.

Dieses Erlebnis war mein Weckruf.

Ich begann eine Therapie und bekam die Angststörung in den Griff. Heute kommt sie nur noch in ganz schwachen Momenten zum Vorschein, genau wie die Essstörung.

Man kann seinem Suchtmittel nicht entkommen

Anders, als bei anderen Suchterkrankungen, kann ein Essgestörter seinem Suchtmittel nicht entsagen. Ein Alkoholiker kann den Alkohol aus seinem Haus verbannen und kann sagen „Ich trinke nie mehr!“ Ich sage nicht, dass das leicht ist – ganz bestimmt nicht. Aber eine Essgestörte muss lernen, mit dem Suchtmittel – dem Essen oder dem Nicht-Essen – hauszuhalten. Man muss lernen sein Suchtmittel gesund zu dosieren. Und das ist unfassbar hart. Und wie auch ein Alkoholiker sein Leben lang ein Alkoholiker ist, ist eine Essgestörte ein Leben lang essgestört. Jeder Tag ist eine Balance zwischen zu viel und zu wenig essen. Es wird mich mein Leben lang begleiten. Sehr schön beschrieben ist das in einem Beitrag bei „Scary Mommy“. Hier beschreibt eine Betroffene (auf Englisch) ihren Kampf gegen „Ed“, der sie immer wieder heimsucht, obwohl sie ihm bereits zwei Mal die Tür gewiesen hat. Ed steht für „Eating Disorder“, Essstörung.

Bis heute habe ich zu meinem Körper kein normales Verhältnis. Ich habe kein Gefühl dafür, ob ich zu dick bin, genau richtig oder zu dünn (na gut, das bin ich zur Zeit ganz bestimmt nicht).

Aber seitdem ich Kinder habe, habe ich es geschafft, mich zu akzeptieren. Seitdem ich selbstständig bin, habe ich ein gewisses Selbstbewusstsein gelernt, das es mir einfacher machen wird, mit eventuellen zukünftigen Chefs klarzukommen. Ich hatte in der Zwischenzeit außerdem einen sehr lieben Chef, der mir einiges an Vertrauen in mich selbst zurück gegeben hat – ganz ohne es zu wissen, indem er mich respektiert hat und mich so behandelt hat, wie ein Chef das tun sollte.

Ich werde mir nie wieder von missgünstigen, gemeinen und unglücklichen Menschen mein Leben aus der Hand nehmen lassen. Nie wieder werde ich mich von einem Vorgesetzten so behandeln lassen. Geld hin, Geld her, ich werde meine Gesundheit nicht noch einmal für Menschen riskieren, die selbst zu klein und geistig zu arm sind, sich angemessen zu verhalten. Das ist es nicht wert.

Ein armer Junge

Der Junge aus der Schule war, wie ich später von anderen gehört hatte, adoptiert. Obwohl er in einer sehr wohlhabenden Familie aufwuchs, kam er damit nicht klar. Jahre später sah ich ihn in der Fußgängerzone. Ungewaschen auf dem Boden, mit einer Flasche Bier. Ob das nur eine Momentaufnahme war, oder ob ihm tatsächlich sein eigenes Leben entglitten war – keine Ahnung. Ich habe nicht mit ihm gesprochen, obwohl er mich erkannt hatte und mir nachrief. Ich mache ihm keinen Vorwurf mehr. Er tut mir leid. Er war nur ein Kind.

Vorwürfe mache ich aber den Klassenkameraden, die mich gegen das Unrecht erst dann verteidigen konnten, als mein Hintern in einer Levi’s steckte. Und ganz besonders den Lehrern, den sogenannten Pädagogen, die von all dem wussten, die es mitbekamen und die nichts unternahmen, außer mir, dem Opfer, zu einem Schulwechsel zu raten. Auch meinem damaligen Chef und seiner Personalchefin. Erwachsene sollten es wirklich besser wissen.foto_1_nomobbing

Mobbing ist eine Waffe

Es liegt mir fern, anderen Menschen weh zu tun. Ich bin, wie auch meine Söhne, mit einer gehörigen Portion Empathie gesegnet, die es mir unmöglich macht, ein böser, gemeiner und niederträchtiger Mensch zu sein. Manchmal wünschte ich mir wirklich, ich wäre ein Arschloch – dann wäre vieles leichter. Wie oft habe ich die Empathie schon verflucht!

Aber so bin ich nun mal und ich kann nur hoffen, dass meinen Söhnen das Mobbing erspart bleibt und sie ihre Schulzeit genießen können. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, dass meine Kinder keine Täter werden – und wenn sie Opfer werden, werde ich wie eine Löwin für sie kämpfen.

Ich hoffe, dass irgendwann gegen die Täter vorgegangen wird.

Ich hoffe, dass auch die Lehrer das Ausmaß dessen verstehen, was Mobbing in der Schule anrichten kann. Mobbing ist eine Waffe. Mobbing ist eine Waffe, die schärfer ist als jedes Messer und die einen Menschen für den Rest seines Lebens entstellen kann. Mobbing ist lebensgefährlich. Niemand würde es tolerieren, dass ein Kind in der Schule andere mit einem Messer verletzt. Hört auf, zu tolerieren, dass Kinder andere Kinder durch Mobbing verletzen. Wie? Das müsst ihr herausfinden. Aber das MÜSST ihr. Solange die Schulen das Problem nicht ernst nehmen, wie es der Tochter der Mit-Initiatorin dieser Blogparade widerfahren ist, kann ich nicht glauben, dass die Schulen das Problem in seiner Gänze verstanden haben. Bitte lest dazu auch den Beitrag von Glucke und so der zweiten Initiatorin.

Ich hoffe, dass auch Firmen irgendwann erkennen, dass sie Menschen so zerstören. Ihr seid erwachsen, Herrgottnochmal! Denkt nach!

Ich stehe in der Asche und rufe: „Hört. Endlich. Auf!“

Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, diese Hölle zu überwinden und stehe nun hier in der Asche und rufe: „Hört auf. Hört endlich auf mit dem Scheiß. Das Leben ist zu f*cking kurz und zu f*cking kostbar, um es so kaputt zu machen. Hört auf zu mobben. Helft denen, die gemobbt werden. Steht für andere auf und stellt euch vor sie. Sagt dem Täter: Hör auf! Stoppt das Victim Blaming!

Und ja, trotz allem: Helft auch denen, die mobben, denn es sind unglückliche Menschen. Verletzte Menschen, die um sich schlagen, weil sie nicht anders können.“



Habt ihr Ähnliches erlebt? Wart ihr Mobbing-Opfer, oder vielleicht Täter? Wenn ihr darüber erzählen möchtet – und vielleicht sogar an der Blogparade teilnehmen möchtet, schreibt uns eine E-Mail an knusper@kruemelundchaos.de. Wir veröffentlichen euren Gastbeitrag auf unserer „Krümel und Chaos“-Seite. Auf Wunsch auch anonym.

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Bei Krümel und Chaos unterm Sofa…

Eine gefährliche Expedition.

„Was versteckt sich bei euch unterm elterlichen Sofa?“, fragt der Papa mit Hut und da schauen wir natürlich gern mal nach. Nachdem wir letztens bereits längst verloren geglaubte Schätze nebst Staubmäusen von beträchtlicher Größe unter dem Sofa gefunden hatten, hatten wir eh vor, hier mal aufzuräumen.

Der Spielzeugpakt

Ich glaube ja, dass Lotte, unser Saugroboter, mit dafür verantwortlich ist, dass so viel unter der Couch verschwindet. Das Baby spielt sowieso gern „Programmier die Lotte“ – ja, sie ist wirklich kinderleicht zu bedienen, haha (besonders toll, wenn sie nachts um zwei Uhr auf einmal losfährt und man vor Schreck senkrecht im Bett steht!) – und ich vermute, dass die beiden einen Pakt geschlossen haben: Wenn der Große mich schon nicht mitspielen lässt, verstecken wir ihm wenigstens die Brocken. Und Lotte schiebt einfach die vom Baby Beiseite geschafften Spielzeuge bei ihrer Saugrunde unters Sofa.

So ein Saugroboter ist ja eigentlich ideal: Seitdem wir Lotte haben, ist es unterm Elternbett staub-, krümel- und chaosfrei! Etwas, das vorher nur mit viel Herumrobben auf dem Boden und Extrem-Fuchteling mit dem Staubsaugerrohr möglich war. Also, wenn wir denn da mal gesaugt haben. Was wir uns immer wieder vorgenommen haben, wenn wir einmal im Jahr unseren Putzmarathon machen… Leider passt Lotte nicht unters Sofa – sie ist nur wenige Millimeter zu hoch – dann wäre die „Zone der Schande“ auch immer schön sauber.

Krümel und Chaos – was sonst?

So aber können die Staubmäuse das Spielzeug kapern und in ihrem Untersofa-Königreich schalten und walten, wie sie wollen. Vielleicht finde ich irgendwann ja auch mal die ganzen verlorenen Socken dort wieder. Oder das Bernsteinzimmer.

Was haben wir nun unterm Sofa zu Tage gefördert? Stilecht zeigte der Bick darunter erstmal: Krümel und Chaos. Jahaaaa – hier ist der Name Programm, liebe Leute! Wir eröffnen bald ein Krümelmuseum und nehmen Eintritt…

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Wir haben gefunden:

  • ein Holzschwert,
  • einen Jever-Flaschenöffner im Leuchtturmdesign,
  • zwei Cars-Crewmitglieder,
  • einen roten Stapelbecher (Juhuuu! Es fehlen nur noch sieben!),
  • ein Duplo-Zaunelement,
  • ein Duplo-Steppengras (WTF?),
  • acht bunte Duplo-Steine,
  • einen Feuerwehrmann,
  • einen Korkuntersetzer (Juhuuu! Es fehlen nur noch elf!)
  • und, meine Damen und Herren, den Roten Knopf.

Ist es DER Rote Knopf? Sollten die Staubmäuse tatsächlich die Weltherrschaft soweit an sich gerissen haben, dass sie bereits den Finger auf dem berüchtigten Roten Knopf haben? War es Lotte? War es das Baby?

Ich kann verstehen, dass Sie jetzt beunruhigt sind. Ich wäre es auch. Aber Sie müssen keine Angst haben. Ich habe mich für Sie in Gefahr begeben und habe es getan. Ich habe auf den Roten Knopf gedrückt. Ganz ohne Schutzausrüstung.

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Der Rote Knopf

Für Sie habe ich herausgefunden, ob die Staubmaus-Armee uns wirklich bedroht. Ob die Saugroboter die Weltherrschaft übernehmen wollen – oder sich vielleicht doch nur das Baby für all die Nächte rächen will, in denen wir es zum Schlafen zwangen, als die Party im Babybett doch gerade so richtig los gehen sollte.

Meine Damen und Herren: Der rote Knopf…

Quietscht.

Puuuh. Das war knapp! Ich bin zu alt für diesen Sche*ß…