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Verlosung! 3x „Die sture Raupe Rieke“ gewinnen

„Rieke war ’ne kleine Raupe,

Sie wollte immer essen:

Obst, Gemüse, Gummibärchen,

Würste und Zypressen.“

Rieke ist eine Raupe und zwar eine ganz besonders sture. Sie hat es nicht eilig, erwachsen zu werden. Größerwerden kann ihr gestohlen bleiben, findet der verfressene Dickkopf.

Ein zauberhaftes Bilderbuch für alle, die sich mit dem Größerwerden noch Zeit lassen wollen.

Das Buch „Die sture Raupe Rieke“ von Karoline Herfurth und Illustrator Claas Engels kennt ihr vielleicht bereits aus dem Film SMS für dich, dort spielte das Buch eine kleine „Nebenrolle“. Das Buch ist in lustigen Reimen verfasst und die frechen Bilder passen perfekt zu der kleinen Raupe. Es ist nicht allzu lang und nicht zu textlastig – und deshalb auch für jüngere Kinder gut geeignet.

Die sture Raupe Rieke“ ist erschienen bei arsEdition. Das Bilderbuch hat 32 Seiten und kostet 12,99 Euro.

Drei Bücher für euch!

Wir verlosen diesmal nicht ein Exemplar, sondern gleich DREI!

Drei Mal Rieke gewinnen!

Schreibt uns in einem Kommentar unter diesem Blogartikel oder dem entsprechenden Post bei Facebook, was eure kleine Raupen am liebsten essen. Auch liken und teilen dürft ihr den Beitrag gern, es ist aber kein Muss.

Die Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf jeder.

Das Gewinnspiel beginnt am heutigen Sonntag, dem 11.06.2017 mit Veröffentlichung dieses Beitrags und endet am nächsten Freitag, dem 16.06.2017 um 23:00 Uhr. Die Gewinner/innen werden am 17.06.2017 ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Eure Adressen geben wir selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

Die Gewinner/innen benachrichtigen wir per E-Mail oder PN. Meldet ihr euch innerhalb von 7 Tagen nicht bei uns zurück, losen wir erneut aus! Euer Buch kommt per Post (Büchersendung).

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Facebook steht nicht als Ansprechpartner für dieses Gewinnspiel zur Verfügung.

Wir behalten uns vor, das Gewinnspiel jederzeit zu ändern, anzupassen oder zu beenden, wenn uns dieses notwendig erscheint.

Es gibt natürlich nur ein Buch pro Person.

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Wir verlosen Knautsch und Schmatz – Ein Gummibärchen-Liebesmärchen

Liebe Krümel-und-Chaos-Freunde und Freundinnen, kennt ihr Susanne von Vogel Konzept und Design?

Ohne sie wäre unser Blog nur einer von vielen, denn Susi hat unser Logo entworfen! Um ehrlich zu sein, war ein Vorschlag besser als der nächste und dieser hat unsere Herzen im Sturm erobert! Dass für uns nur Susi in Frage kommt, war uns spätestens klar, nachdem sie dem kleinen Fredel ein Gesicht gegeben hatte.

 

Wer ist denn nun schon wieder Fredel?

 

Fredel ist ein kleiner Wassertropfen, der im Freibad Dellwig lebt. Erfunden hat ihn niemand geringeres als unsere Tanja Chaos – aka Corinna Dahlweg.

Das Freibad war in Not und brauchte dringend Geld und so entstand die Idee, mit einer lustigen Fantasie-Geschichte ein wenig Geld aufzutreiben. Das erste Storytelling-Projekt für Tanja. Der Erlös des 4,50 Euro teuren Büchleins (3,49 Euro als E-Book) soll an das Freibad gehen.

Wer einen Fredel kaufen möchte, kann uns gern eine E-Mail schicken!

 

Kennt ihr schon das Gummibärchen-Liebesmärchen?

 

Susanne war sofort von der Idee begeistert und begann, dem kleinen Tropfen Leben einzuhauchen.

Immer hin hatte sie selbst ein eigenes ganz wunderbares Kinderbuch illustriert und geschrieben, das wir heute für euch verlosen:

Knautsch und Schmatz – ein Gummibärchen-Liebesmärchen!

In Staub und Dreck und Hundehärchen

kugeln sich zwei Gummibärchen

unter einer kleinen Couch.

Der gelbe Gummibär heißt Knautsch.

Der rote Gummibär heißt Schmatz

Und ist sein allerliebster Schatz.

Schwabbelbauch an Schwabbelbrust

Knuddeln sie nach Herzenslust!

In Versform erzählt uns Susanne die Geschichte der beiden Gummibärchen, Knautsch und Schmatz, die sich verlieren. Der kleine Knautsch macht sich auf die Suche nach seinem Freund Schmatz und erlebt dabei allerhand Abenteuer. Er trifft allerhand neue Freunde, und alle stecken in der Klemme – natürlich hilft der kleine gelbe Gummibär wo er kann! Und so wird am Ende auch ihm geholfen – und er ist wieder mit seinem Freund vereint!

Eine Geschichte über das Verlieren, das Wiederfinden, das Helfen und die Freundschaft.

 

Wir schenken dir ein Buch!

Ein Exemplar davon könnt ihr bei uns gewinnen! Kommentiert einfach unter diesem Beitrag oder unter dem dazugehörigen Facebook-Post, warum ihr Knautsch und Schmatz gerne kennenlernen möchtet!

 

Die Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf jeder.

Das Gewinnspiel beginnt am heutigen Freitag, dem 05.05.2017 mit Veröffentlichung dieses Beitrags und endet am Mittwoch, dem 10.05.2017 um 23:00 Uhr. Der/Die Gewinner/in wird am 11.05.2017 ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Deine Adresse geben wir selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

Den/die Gewinner/in benachrichtigen wir per E-Mail oder PN. Meldest du dich innerhalb von 7 Tagen nicht bei uns zurück, losen wir erneut aus! Das Buch kommt per Post (Büchersendung).

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Facebook steht nicht als Ansprechpartner für dieses Gewinnspiel zur Verfügung.

Wir behalten uns vor, das Gewinnspiel jederzeit zu ändern, anzupassen oder zu beenden, wenn uns dieses notwendig erscheint.

 

Das Licht zwischen den Meeren

Von M.L. Stedman – Unser Buchtipp im März

Titel: Das Licht zwischen den Meeren

Autor: M. L. Stedman

Preis: 9,99 Euro

ISBN: 978-3734104534

„Hilfe! Ich habe Diskussionsbedarf!“, erreichte mich die Nachricht einer Freundin. Wir beide lesen fast ausschließlich Bücher in englischer Originalversion und haben weitestgehend denselben Buchgeschmack. „Bitte, lies mal The light between oceans!“ Puuuh, was ein kitschiger Titel, dachte ich noch. Aber da wir, wie gesagt, normalerweise dieselben Bücher mögen, lud ich mir das Buch schnell auf meinen E-Book-Reader (das englische Original kostet bei amazon übrigens nur 3,99 Euro für den Kindle).

Am Anfang fand ich etwas schwer in die Story. Das Warm-up ist etwas zäh, aber es lohnt sich, dranzubleiben! Das ist natürlich mit zwei Kindern nicht immer ganz einfach, aber als ich einmal so richtig gefesselt war, musste ich einfach weiterlesen.

Worum es geht

Tom ist Kriegsveteran des Ersten Weltkriegs. Der Australier ist müde vom Krieg in Europa und hadert mit seinen Erlebnissen. Als er nach Hause zurückehrt, bietet sich ihm die Möglichkeit, als Leuchtturmwärter auf dem kleinen Eiland Janus Rock vor der westaustralischen Küste zu arbeiten. Ein einsamer und entbehrungsreicher Job, für den er jedoch wie geschaffen scheint. Ursprünglich nur für sechs Monate eingeplant, wird es eine langfristige Beschäftigung. Auf einem der seltenen Landgänge trifft er die junge Isabel, die er bereits zuvor kennengelernt hatte. Sie verlieben sich und heiraten. Die Beziehung scheint vollkommen, denn Isabel gefällt es auf Janus Rock. Als Isabel schwanger wird, scheint das Glück perfekt. Doch sie verliert das Kind – und nicht nur eines.

Von ihrem Verlust gezeichnet wird die Beziehung auf eine harte Probe gestellt, als eines Tages ein Ruderboot an den Strand getrieben wird. Darin ein toter Mann und ein kleines Baby, ein wenige Monate altes Mädchen. Für Isabel die Antwort auf all ihre Gebete! Sie überredet Tom, das Kind zu behalten und gibt es als ihre eigene Tochter aus. Trotz seines schlechten Gewissens spielt Tom mit. Ein schrecklicher Fehler!

Erst Jahre später erfahren sie, welche Tragödie sie damit ausgelöst haben und Tom versucht, das Richtige zu tun.

ACHTUNG! SPOILER!

Aber was ist in dieser Situation, in der es nur Verlierer geben kann, das Richtige?

Der Leser wird nun Zeuge einer Tragödie, in der es nur Opfer zu geben scheint. Tom nimmt alle Schuld auf sich und sieht sich den rechtlichen Konsequenzen gegenüber. Isabel ist am Boden zerstört und leidet – und obwohl sie Täterin ist und bestimmt nicht unschuldig, leidet man mit ihr. Das wahre Opfer ist jedoch Lucy, das kleine Baby, das inzwischen ein Kleinkind ist und die Welt nicht mehr versteht. Auch für die leibliche Mutter, Hannah, das ursprüngliche Opfer, ist das Martyrium noch längst nicht vorbei: Für ihre Tochter ist sie eine Fremde! Das Kind begegnet ihr mit offener Ablehnung.

Beide Frauen werden auf unterschiedliche Art und Weise vor die Wahl gestellt, das Kind zu seinem eigenen Wohle aufzugeben – die eine aus rechtlichen Gründen gezwungen, die andere um das Glück ihres Kindes willen. Wie wird es am Ende ausgehen?

 

Persönliche Meinung

Das Buch hat mich wahnsinnig berührt und ich habe im letzten Drittel Rotz und Wasser geheult. Während ich gleichermaßen mit beiden Frauen mitgelitten habe und ebenso wie die Charaktere emotional wie moralisch im Zwiespalt gesteckt habe, konnte meine kinderlose Freundin kein Mitleid für Isabel, die Kindesentführerin, aufbringen.

Hier stellt sich mir die Frage, ob man vielleicht selbst Mutter sein muss, um den Zweispalt wirklich nachvollziehen zu können. Ich bin mir fast sicher, dass ich vor den Kindern ebenso wie sie gefühlt und Isabel verurteilt hätte.

Gute Menschen – schlechte Entscheidung

Das Szenario, das Autorin M.L. Stedman in diesem Buch entwirft, ist bewusst kein einfaches. Ob es richtig oder falsch ist, ein Kind zu behalten, das nicht das eigene ist, wird jeder sofort beantworten können: Falsch, natürlich! Doch wie immer sind es die Umstände, die zumindest Verständnis wecken und im Leser die Frage aufkeimen lassen „Wie hätte ich in der Situation gehandelt? Hätte auch ich mich von der Verzweiflung leiten lassen? Wäre ich wirklich so stark gewesen, das Richtige zu tun?“

Ich würde natürlich auch sofort sagen, dass ich es gemeldet hätte, das Kind abgegeben und weiter mit meiner persönlichen Katastrophe klarzukommen versucht hätte – ich war aber auch noch nie in einer solchen Situation, wie Isabel. Und wie oft habe ich schon gesagt, „Ich hätte das aber anders gemacht“ und habe überrascht mit ansehen müssen, dass es sich dann, wenn es soweit ist, alles ganz anders gestaltet.

Gesetze vs. Menschen?

„Wenn es um ihre Kinder geht, bestehen Eltern nur noch aus Instinkt und Hoffnung. Und Angst. Regeln und Gesetze werden geradewegs über Bord geworfen. Das Gesetz ist das Gesetz, aber Menschen sind Menschen.*”

(“When it comes to their kids, parents are all just instinct and hope. And fear. Rules and laws fly straight out the window. The law ist he law, but people are people.“ – S. 328, Kapitel 30).

Ich finde das ist eine sehr zutreffende Beschreibung des Elternseins. Und auch wenn ich mich als eine moralische und gesetzestreue Bürgerin sehe, war ich dennoch noch nie in einer so verzweifelten Situation, in der ich all dies infrage stellen musste – und ich hoffe, dass ich auch nie in eine solche komme.

Eine Tragödie, in der es, egal mit welcher Entscheidung, keine Gewinner hätte geben können. Ein Drama, das aus der schieren Verzweiflung einer ansonsten rechtschaffenden Frau geboren wurde. Trotz des eher schmalzigen Titels kann ich euch „Das Licht zwischen den Meeren“ („The light between oceans“) unbedingt empfehlen und ich bin gespannt, auf eure Meinung:

Ist Isabel die Böse, oder ist sie auch ein Opfer? Was meint ihr, macht es einen Unterschied, ob man das Buch als Mutter, Vater oder Kinderlose/r liest?

 

*Anm. der Autorin: Dieser Teil wurde selbst ins Deutsche übersetzt und ist nicht (wissentlich) aus der deutschen Version des Buches entnommen.

„Liebe ist nicht genug – Ich bin die Mutter eines Amokläufers“

Ein Buch von Sue Klebold – unser Buchtipp im Februar

Titel: Liebe ist nicht genug – Ich bin die Mutter eines Amokläufers

Autor: Sue Klebold

Preis: 16,99 Euro

ISBN: 978-3596034314

Als ich damals vom Amoklauf an der Columbine Highschool hörte, war ich entsetzt. Als ich Michael Moores Film „Bowling for Columbine“ sah, war mir übel. Und ich dachte: Was für Eltern müssen das sei, die solche Monster zur Welt bringen? Wie muss man seine Kinder vernachlässigen, dass sie zu so etwas fähig sind? Ich war schnell mit meinem Urteil, aber ich bin sicher, dass es den meisten so geht.

Ich werde niemals wissen, was in diesem Kopf vorgeht

Dann wurde ich Mutter und eines schönen, sonnigen Tages geschah etwas Seltsames. Eigentlich war es etwas sehr Offensichtliches, das mir einfach nur bewusst wurde: Ich sah meinen Sohn, wie er völlig versunken mit einem Duplostein spielte. Er saß in einem hellen Sonnenstrahl und ich sah auf seinen Hinterkopf. Und auf einmal wurde mir klar: „Ich werde niemals wissen, was in diesem Kopf vorgeht. Wenn er es mir nicht sagt, werde ich niemals wissen, was dieser kleine Mensch, den ich fast 39 Wochen unter dem Herzen trug, denkt oder fühlt.“ Noch ist er einfach zu lesen, aber das wird sich ändern.

Vor einiger Zeit las ich ein Interview mit Sue Klebold, der Mutter eines der Amokläufer von Columbine, Dylan. Ich kaufte ihr Buch und mein Entsetzen nahm mit jeder Seite des Buches zu. Nicht etwa, weil die Familienverhältnisse so katastrophal gewesen wären – nein! Weit gefehlt. Weil sie so normal waren. So unfassbar gewöhnlich. Man würde sogar von einem Jungen „aus gutem Hause“ sprechen.

Aber wie kam es dazu, dass ein – nach außen hin – völlig normaler Teenager scheinbar plötzlich zum Mörder wurde? Und wie lebt eine Mutter damit, dass das Kind, dass sie geboren und aufgezogen hat, der kleine Junge, den sie über alles geliebt hat, auf einmal als einer der Verantwortlichen für den schlimmsten Amoklauf der USA in die Geschichte eingehen wird?

Liebe ist nicht genug

So post-it-lastig sieht ein Buch aus, das ich für euch gelesen habe…

Mutter eines Massenmörders

Am 20. April 1999 kommt es in Littleton, Colorado, zu einem der schlimmsten Massaker in der Geschichte der USA. Sue Klebold wacht an diesem Tag auf als die Mutter eines Teenagers. Als sie zu Bett geht, ist sie die Mutter eines Massenmörders.

Ihr Sohn Dylan hat zusammen mit seinem Freund Eric dreizehn Menschen ermordet und 24 verletzt, bevor sich beide Amokläufer selbst töten. Sue beschreibt die Momente der Verleugnung, die Momente der Panik, der Angst und der fürchterlichen Gewissheit, dass ihr Sohn nicht Opfer, sondern Täter ist.

„Wie alle Mütter in ganz Littleton hatte ich für das Leben meines Sohnes gebetet. Doch als ich den Reporter von fünfundzwanzig Toten sprechen hörte, veränderten sich meine Gebete. Wenn Dylan an der Verletzung oder Tötung anderer Menschen beteiligt gewesen war, dann musste er aufgehalten werden. Es war das schwierigste Gebet, das ich je als Mutter gesprochen hatte, doch in diesem Moment wusste ich dass die größte Gnade, um die ich bitten konnte, nicht das Leben meines Sohnes war, sondern sein Tod.“

Vermutet sie am Anfang noch, dass Dylan unter Drogen gesetzt worden sei – sie verdrängt, fragt sich gar, ob ihr Sohn von Dämonen besessen war – kann sie sich erst nach langem Kampf mit sich selbst der Realität stellen. Die Eltern und der ältere Bruder Dylans müssen zu Verwandten fliehen, werden bedroht und von einer Welle des Hasses verfolgt. Die Beerdigung ihres Sohnes ist nur unter äußerster Geheimhaltung möglich. Das Leben der Familie, wie es einmal war, ist ausgelöscht. Innerhalb weniger Stunden sind sie zu den meistgehassten Menschen der USA, wenn nicht der ganzen Welt, geworden. Doch Sue Klebold macht ihren Mitmenschen keine Vorwürfe:

„Ich konnte voll und ganz nachvollziehen, warum die Leute mit dem Finger auf uns zeigten. Auch ich wäre ganz gewiss maßlos wütend auf die Eltern des Kindes gewesen, wäre es andersherum passiert. Ich hätte sie gehasst. Natürlich hätte ich sie beschuldigt.“

Trauer heißt nicht Vergebung

Sie beerdigt ihren Sohn, kämpft gegen den Instinkt, ihn zu wärmen, in den Sarg zu kriechen, um ihn mit meinem warmen Körper zuzudecken. Allein diese Schilderung, bricht einem das Herz. Wie groß muss die Not sein, nicht nur das eigene Kind zu beerdigen, sondern sich auch noch den furchtbaren Taten stellen zu müssen, die es begangen hat. Natürlich hat diese Mutter dasselbe Recht auf Trauer, wie auch die Mütter der Opfer. Auch sie hat einen Sohn verloren.

Trauer, so stellt Andrew Solomon im Vorwort des Buches klar, Trauer um den Mörder ist nicht gleichbedeutend mit der Vergebung seiner Tat.

Sue Klebold begibt sich auf 428 Seiten auf die Suche nach dem Motiv für die Tat ihres Sohnes. Dylan, so findet sie u.a. nach dem Studium seiner Tagebücher heraus, litt an Depressionen. Was die Eltern als normales Verhalten eines Pubertierenden gedeutet hatten, als er angespannter als gewöhnlich wirkte, ist in Wirklichkeit gravierender und schwärzer, als sie es sich je ausgemalt hätten: Dylans Selbsthass, befeuert vom Mobbing der Schulkameraden, gepaart mit seiner Eigenart, Scham tiefer als andere Kinder zu empfinden und seiner Autarkie – dem Streben nach extremer Unabhängigkeit – wurde zu einer tödlichen Mischung, die niemand hatte vorhersehen können.

Was unter anderen Umständen vielleicht in einem mehr oder weniger erfolgreichen Suizidversuch gegipfelt hätte, wurde durch die Zutat Eric Harris, der Dylan mit seinem psychopathischen Hass auf Menschen in die Krise zog, zur Katastrophe. All diese Zutaten wurden zum tödlichen Cocktail, der dreizehn Menschen das Leben kosten und viele verletzen sollte.

„Gute Eltern bekommen schon mit, was ihre Kinder so treiben.“

„Hätte jemand vor Columbine unsere Familie untersucht, er hätte selbst mit der Lupe nichts gefunden, was nicht hochgradig durchschnittlich war, nichts, was sich vom Leben zahlloser anderer Familien in unserem Land unterschied.“

Sue Klebold tut dies. Sie geht jede Erinnerung, jedes Gespräch noch einmal durch, durchkämmt ihre Erinnerungen und Dylans Zimmer, durchleuchtet jede noch so kleine Begebenheit, die von Bedeutung sein könnte. Und kommt zu dem Schluss: Ja. Sie haben die Anzeichen übersehen, falsch gedeutet und nicht erkannt.

Aber mal ehrlich: Haben wir unseren Eltern in der Pubertät alles erzählt? Haben wir ihnen regelmäßig das Herz ausgeschüttet? Wenn jemand launisch und angespannt, empfindlich und mies drauf ist – dann doch ein Teenager!

„Nichts an Dylan, als er noch lebte, lieferte mir einen Hinweis, dass er Probleme von ernst zu nehmender Tragweite hatte.“

Generell ist es nicht unüblich, dass Depressionen im Jugendalter nicht als solche erkannt werden. Die Symptome einer Depression – Lustlosigkeit, Konzentrationsmangel, Stimmungsschwankungen, Leistungsstörungen, sozialer Rückzug, um nur einige zu nennen – decken sich oft mit dem üblichen Pubertätsverhalten.

„Gute Eltern bekommen schon mit, was ihre Kinder so treiben.“ wirft man Sue vor – und sie selbst sieht das genauso. Aber stimmt das? Unsere Grenzen beginnen da, wo der andere sie zieht: Wenn ein Mensch nicht will, dass man weiß, was in seinem Kopf vorgeht, wird man es in den meisten Fällen nicht erfahren. Wer ganz bewusst etwas verbergen will, schafft diese zumeist auch.

Dylan wollte sterben, Eric wollte töten

„Wer Dylan in den Videos sieht [Anmerkung: Die sog. Basement Tapes, Videos mit Hasstiraden, die Dylan und Eric aufgezeichnet hatten] denkt: Dieses Kind ist wahnsinnig, der ist ja völlig durchgedreht. […] Die Eltern müssen komplett beschränkt sein. Die können doch unmöglich mit dem Kerl unter einem Dach leben und nicht merken, wie gefährlich der ist. Ich kann nur bestätigen, dass ich das Gleiche gedacht hätte.“

Susan Klebold ist überzeugt davon, dass nicht Videospiele oder ihre Erziehung auschlaggebend für den Amoklauf ihres Sohnes waren, sondern eine psychische Erkrankung, jedoch ohne damit seine Taten zu entschuldigen. Am Ende war dieser Amoklauf nicht anderes, als Dylans Möglichkeit zum Suizid: „Meiner Ansicht nach betrat Eric die Schule, um Menschen zu töten, und es war ihm egal, dass er dabei sterben könnte. Dylan dagegen wollte sterben, und es war ihm egal, dass anderen dabei ebenfalls umkamen.“, so wird Dr. Dwayne Fuselier, klinischer Psychologe beim FBI, zitiert.

Keine Schuldzuweisung, sondern knallharte Selbstkritik

An keiner Stelle des Buches nimmt sich Sue Klebold aus der Verantwortung. Zu keinem Zeitpunkt hätte sie ihren Sohn verdächtigt, etwas so ungeheuerliches zu planen. Hätte sie das, sie hätte es verhindert, allein schon, um ihrem Kind das Leben zu retten.

Zu keinem Zeitpunkt weist sie die Schuld von sich, obwohl sie aufzeigt, dass es schier unmöglich war, die Geschehnisse vorauszuahnen. Sie fordert weder Vergebung für die Taten ihres Sohnes, noch für sich. Und das, obwohl man ihr, nach längerem Nachdenken, einfach keine Schuld geben kann. Die grausame Wahrheit: Es könnte jedem von uns passieren.

Auch dem anderen Täter, Eric Harris, oder seiner Familie schiebt sie keine Schuld in die Schuhe. Einfacher wäre es bestimmt, aber sie tut es nicht und obwohl Eric sicher die treibende Kraft war, spricht sie ihren Sohn zu keiner Zeit frei.

Die Familien Harris und Klebold sahen sich nach dem Amoklauf mit Prozessen und Klagen überhäuft – es scheint, als habe jeder jeden verklagt. Wer wirklich schuld ist, wer die rechtliche Verantwortung trägt, ist schwer zu beantworten, auch für Sue Klebold.

Sie engagiert sich seit dem Amoklauf in der Suizidprävention und auch die Einkünfte aus diesem Buch gehen Organisationen für Suizidprävention und zur Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Zwischen Entsetzen für den Mörder und Liebe für ihr Kind

Sue Klebold schafft die Balance zwischen dem Entsetzen und dem Wissen, dass es keine Vergebung für ihren Sohn gibt – der Erkenntnis, dass sie, obwohl sie es nicht hätte verhindern können, eine Mitschuld am Geschehen trägt und der Liebe einer Mutter für das Kind, das sie unter dem Herzen getragen, geboren und aufgezogen hat. Das ist vielleicht wirklich nur nachzuvollziehen, wenn man selbst Kinder hat.

Sie schafft es, ihren Sohn und seine Tat verhältnismäßig objektiv zu beschreiben. Dieses Buch ist keine Ode der Mutterliebe, es ist kein Manifest für ein totes Kind und es ist keine Rechtfertigung. Im Gegenteil: Es ist der wohl ehrlichste und schonungsloseste Bericht, den man über eine solch entsetzliche Tat und ihre Folgen hätte schreiben können.

Liebe ist nicht genug

Auch in Deutschland wurden die Eltern des Amokläufers von Winnenden und des „Todespiloten“ Andreas L. von vielen als Schuldige angesehen.

Ich glaube fest, dass jede Mutter und jeder Vater, der eine solche Tat vermutet oder gar kommen sieht, alles in ihrer/seiner Macht stehende tun würde, es zu verhindern. Nicht nur müssen diese Menschen mit dem Tod ihres geliebten Kindes leben, sie leben genauso mit seiner immensen Schuld, mit den monströsen Taten, die sie nicht zu verhindern wussten.

Liebe, wie Sue Klebold ganz richtig feststellt, ist nicht genug.

Passt das zu Krümel und Chaos?

Dieses Buch ist völlig anders, als die, die wir sonst für euch lesen. Kein fröhliches Kinderbuch, keine witzigen Tipps, keine augenzwinkernde Beschreibung des Alltags mit Kindern. Dieses Buch ist ernst und es ist harte Kost. Ich musste es oft aus der Hand legen, weil es mich geradezu fertig gemacht hat, oft hatte ich Gänsehaut und geheult habe ich auch.

Aber ich finde, auch das muss mal sein, denn auch das gehört zum (Familien)Leben dazu. Ich kann dieses Buch, das wahrlich kein leichtes ist, wirklich empfehlen. Sei es, damit wir alle bei unseren Kindern näher hinsehen und so manches Verhalten hinterfragen, oder einfach, um über unseren Tellerrand zu schauen und zu sehen: Nicht alle vermeintlichen Monster werden als solche geboren.

Es ist leicht, den Eltern in einer solchen Situation die Schuld zu geben – doch ist es auch richtig? Vielleicht gibt dieses Buch darauf eine Antwort.

 

Anmerkung: Alle Zitate, gekennzeichnet mit kursiver Schrift und Anführungszeichen, stammen alle aus diesem Buch, das von Andrea Kunstmann aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt worden ist. Da ich beide Versionen, das englische Original und die deutsche Übersetzung, gelesen habe, kann ich sagen, dass die Übersetzung dem Original absolut gerecht wird.

Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten

Unser Buchtipp im Dezember – mit Verlosung!

Titel: Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten
Autorinnen: Britta Sabbag, Maite Kelly, Joëlle Tourlonias
Preis: 12,99
ISBN: 978-3845816456

Die Verlosung ist beendet. Gewonnen hat unsere Leserin Kassandra! Unsere Buchenpfehlung allerdings bleibt weiterhin bestehen:

Es ist Weihnachten! Aber das große Fest, das ist erst heute Abend. Und das ist noch soooo lange hin, findet die kleine Hummel Bommel. Aber die Vorfreude, die ist doch schon sooo groß!

Hummelige Weihnachten!

Also beschließt Bommel, bei allen Nachbarn vorbei zu fliegen, um ihnen „Hummelige Weihnachten“ zu wünschen. Doch was ist das? Eine Katastrophe jagt die nächste! Keine Lieder, keine Honigkekse, keine Geschenke und der Pastor hat auch noch eine Schreibblockade! Oh nein!

Bommel ist traurig. Das kann ja nur ein furchtbares Weihnachtsfest werden… Oder doch nicht?

Wie Bommel und seine Freunde dann doch noch ein schönes Weihnachtsfest erleben, verraten wir euch nicht. Das müsst ihr selbst herausfinden!

Drei Hummel-Frauen

Die Geschichte um die kleine Hummel Bommel ist absolut bezaubernd, was vor allem an den unfassbar niedlichen Figuren liegt. Die wurden gezeichnet von Joëlle Tourlonias, Illustratorin aus Düsseldorf. Zusammen mit Britta Sabbag, der Autorin von Pinguinwetter, Das Leben ist (k)ein Ponyhof und Pandablues sowie Maite Kelly (ja, genau die von der Kelly Family!) hat sie der kleinen Hummel Bommel Leben eingehaucht.

„Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten“ ist bereits das dritte – ganz frische – Buch der drei Frauen um die kleine Hummel:

Die kleine Hummel Bommel: Du bist Du! (ISBN: 978-3845806372)

und

Die kleine Hummel Bommel sucht das Glück (ISBN: 978-3845812861)

sind bereits 2015 und Anfang 2016 erschienen.

Wir finden, dies ist ein absolut gelungenes Weihnachtsbuch für Kinder von 4 bis 6 Jahren, für Mädchen und Jungs, für Groß und Klein. Und als besonderes Bonbon verraten wir euch: Nur hier findet ihr das Original-Rezept von Marie Marienkäfers berühmten Honigkeksen!

Das Buch „Die kleine Hummel Bommel“ haben wir vom Verlag arsEdition bekommen und ihr könnt dieses Exemplar nun gewinnen! Hinterlasst bis zum 06.12.2016 (23 Uhr) einen Kommentar unter diesem Blogpost oder unter dem entsprechenden Facebook-Artikel – dann kommt es rechtzeitig vor Weihnachten zu euch!

 

Die Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf jeder.

Der Gewinner wird am  7.12.2016 ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Deine Adresse geben wir selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

Den/die Gewinner/in benachrichtigen wir per E-Mail oder PN. Meldest du dich innerhalb von 7 Tagen nicht bei uns zurück, losen wir erneut aus!

Das Buch senden wir dir per Post (Büchersendung) zu.

 

Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith

Eine Buchrezension.*

Titel: Wenn’s ein Junge wird nennen wir ihn Judith
Autor: Christian Hanne
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3937088211

Der Titel war so bescheuert, dass ich es unbedingt haben musste. Ich meine, „Wenn‘s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“? Was ist denn das für’n Titel? Ein ungewöhnlicher, aber genialer, muss ich zugeben. Ein Buch mit diesem Titel kann ja nur eins sein: Lustig. Und das ist es.

Spaßig und kurz

Mit 125 Seiten kommt Christian Hannes Buch, dessen Blog „Familienbetrieb“ ihr vielleicht kennt, eher schlank daher. Das ist einerseits schade, denn wer den Humor von „Familienbetrieb“ kennt, der kann erahnen, dass man beim Lesen schallend lachend die verwunderten Blicke seiner Mitmenschen auf sich zieht – und dann ist es auf einmal schon vorbei und man bleibt mit Nachwehen vom Lachen etwas außer Atem zurück. Und will nur eines: MEHR! Anderseits ist es so aber besonders für werdende Väter geeignet, die nicht ganz so viel Zeit oder Lust zum Lesen haben. Auch Fußballfans kommen auf ihre Kosten (s. weiter unten).

Christian Hanne beschreibt in seinem Buch die Stationen vom Entschluss, ein Kind zu bekommen bis hin zur Geburt und den ersten Monaten mit dem Bilderbuch-Baby, das, sobald die Dämmerung einsetzt, eine Metamorphose wie ein Gremlin, der nach Mitternacht gefressen hat, durchläuft. Er beschreibt das so gut, dass ich vieles wiedererkannt habe und mich vor Lachen geschüttelt habe.

Auch die Qual der Wahl bei der Namenssuche (zum Glück ist es dann ja doch kein „Jesus“ geworden) kennen viele nur zu allzu gut: Während wir für ein Mädchen eine ganze Liste von Namen zur Auswahl gehabt hätten, waren wir bei unseren Jungs-Namen eher ratlos und es kamen nur wenige in Frage. Okay, Judith war jetzt nicht dabei…

Eso-Hölle und Hebammen-Ultras

Ich finde es ein bisschen schade, dass Christian nicht im gleichen Geburtsvorbereitungskurs war wie wir. Dort wurde uns am Ende ein Film aus den 70er Jahren gezeigt. Mit vielen Haaren – wirklich vielen, vielen Haaren – Knast-Tattoos und gruselig-lustigen Frisuren, bei denen so manches Baby bestimmt lieber ganz schnell wieder zurück ins wohlig-warme Dunkel wollte. Der Bericht wäre bestimmt genauso lustig geworden, wie das Kapitel „Geburtsvorbereitung aus der Eso-Hölle“.

Geburtsvorbereitungskurse sind so eine Sache für sich. Die einen schwören drauf, die anderen halten sie für überflüssig. Wie Mann sich während der Geburt nützlich machen kann, um nicht nur geburtsschmückendes Beiwerk zu sein, erfährt er aber nicht nur im Geburtsvorbereitungskurs sondern auch in den unzähligen Foren:

„In einem anderen Forum schildert eine Mutter, sie habe es als äußerst hilfreich empfunden, dass ihr Mann sie während der Entbindung angefeuert habe. Wie kann ich mir das vorstellen? Gibt es eine Hebammen-Ultras-Vereinigung, bei der ich Choreographien und Fan-Gesänge erlernen kann? Zum Beispiel zwischen den Wehen: „Eine kommt noch, eine kommt noch nach!“ Oder: „Steh auf, wenn du Wehen hast!“ Und wenn das Kind dann draußen ist, singe ich „You’ll never sleep alone!“

Warten auf’s Baby

Was, wenn das Kind sich zum errechneten Termin nicht blicken lässt und schon alle – von der Bäckereiverkäuferin bis zum Postboten fragen, wann es denn endlich soweit ist?

Von der anregenden Massage mit Zimt-, Nelken-, Eisenwurz- und Ingweröl und stimulierenden Tees über gut gewürztes Essen („Schlage nach Tagen asiatischer Kost vor, das Kind „Chop Suey mit acht Kostbarkeiten“ zu nennen.“), dem warmen Bad, ausgiebigen Spaziergängen, Nelkenöl-Tampons, bis hin zu leichten körperlichen Tätigkeiten, Bauchtanz und natürlich dem Sex wird hier alles ausprobiert. Nur letzteres bleibt dann leider theoretisch:

„Es wäre doch geradezu folgerichtig, die Schwangerschaft damit zu beenden, womit sie begonnen hat. Willige schließlich ein. Bin von den ausgiebigen Spaziergängen und den ausufernden Bauchtänzen der letzten Tage aber erschöpft wie ein Marathonläufer nach dem Zieleinlauf und schlafe schon beim Vorspiel ein. Sollte Sex tatsächlich das letzte Mittel zur Einleitung der Wehen sein, sehe ich ob meiner geschwächten Libido für die Geburt des Kindes schwarz.“

Sex, Spinnen und Ed Hardy

Das Kind ist dann schließlich doch noch gekommen – nach nur 48 Stunden, die in einem höchst amüsanten Protokoll festgehalten werden.

Wer sich seelisch darauf vorbereiten möchte, wie das so ist mit einem Säugling oder wer es nochmal nachlesen und sich erinnern möchte, wer wissen möchte, wie wohl Ed Hardy auf die Ideen seiner Modekreationen kommt, wie man mit den unzähligen Besuchen der lieben Verwandten am besten klarkommt oder woran sich die Street Credibility von Neugeborenen bemisst, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen!

Ob gulliveresque Spinnen oder die olympischen Sexspiele der Nachbarn – Christian Hanne beschreibt alle Erlebnisse so lebensecht und mit so viel Humor, dass man fast glaubt, man sei dabei gewesen. Der bereits viel zitierte adipöse Beluga war mein absolutes Highlight – nicht zuletzt, weil ich mich in meinen Schwangerschaften (zumindest am Ende hin) ganz genau so gefühlt habe.

Ein wunderbares, unglaublich lustiges, kurzweiliges Buch für werdende Eltern!

Ein Interview mit dem Autor lest ihr hier.

*Um den Text nicht mit zahlreichen Anführungszeichen zu fluten und dem Leser so blutige Augen zu bescheren, habe ich die Zitate kursiv dargestellt. Alles Schräge, was schräg ist, ist also nicht von mir!

Unser Buchtipp im September

Das Papa-Sohn-Buch

Titel: Papa Sohn Buch
Autor: Uschi Dyballa
Preis: 7,99 € bei amazon
ISBN: 978-3-8174-8574-1

Das Papa-Sohn-Buch habe ich meinem Mann zu Weihnachten geschenkt. Was uns besonders daran gefällt, ist die Vielfalt der Ideen und Tipps. Die Tipps sind nicht sehr aufwändig und auch für Papas mit weniger handwerklichem Geschick geeignet. Auch für den kleinen Geldbeutel sind Anregungen dabei, man kann alle Ideen anpassen und für sich selbst zurecht biegen – das Buch bietet lediglich die Idee.

Ein bisschen schade ist es, dass es nur Zeichnungen, aber keine Fotos gibt. Das würde die Tipps, unserer Meinung nach, besser veranschaulichen.

Einige Tipps sind sehr einfach – man kann jetzt nicht sagen, dass man für den Tipp „Kissenschlacht“ wirklich ein Buch gebraucht hätte. Andererseits: Wie oft sitzen wir an einem Sonntag zuhause und überlegen, was wir mit den Jungs machen könnten. Ganz ehrlich, auf sowas Simples wie eine Kissenschlacht sind wir bisher noch nicht gekommen. Manchmal muss man halt nur angestupst werden!

Der Papa als…

Sortiert nach Kapiteln kann sich der Papa dank dieses Büchleins als Handwerker, Künstler, Koch, Sportler, Gärtner und – ganz wichtig, finde ich – als Spaßvogel und Abenteurer beweisen! Hier ist für wirklich jeden Papa etwas dabei, ganz egal, ob Heimwerker-King oder Kuschelbär mit zwei linken Händen.

IDEE AUS DEM BUCH: Cowboy-Tag – Komm hol das Lasso raus…

Den im Buch beschriebenen Cowboy-Tag haben wir für uns passend gemacht und natürlich könnt ihr ihn auch für euch nach Herzenslust anpassen und ihn aufwändiger oder einfacher gestalten.

Unser Abenteurer-Papa benötigt für einen tollen Cowboy-Nachmittag folgende Utensilien: Cowboy-Hüte (wenn ihr welche habt), eine Karte, Schlafsäcke, Holz oder Kohle fürs Lagerfeuer (bzw. den Grill), Teig fürs Stockbrot, Würstchen und lange Stöcke.

ACHTUNG! Bitte seid vorsichtig bei bei der Wahl der Stöcke: Eibe und Holunder sind giftig, am besten eignen sich Weide, Buche und Haselnuss.

Probiert im Garten aus, wie das Leben als Cowboy aussah

Und so könnte euer Abenteuer aussehen: Der Papa zeichnet eine Karte vom Garten und versteckt ein paar Dinge, die es nun zu finden gilt. Vielleicht sogar eine Schatztruhe mit Limonade! Auch der Platz für das Lagerfeuer wird eingezeichnet. Nun setzt ihr eure Cowboy-Hüte auf und los geht’s: Mit der Karte navigieren Papa und Sohn nun durch ihr Abenteuer! Hier ist Fantasie gefragt – vielleicht jagen euch Indianer, vor denen ihr euch verstecken müsst!

Schließlich, nach einem lustigen Nachmittag, gibt es – am Lagerfeuer oder in der Grillschale – leckeres Stockbrot und auch Würstchen vom Stock. Nach dem Essen, krabbelt ihr in die Schlafsäcke und stellt euch vor, ihr würdet unter freiem Himmel schlafen. Wenn ihr mutig seid, wagt ihr es vielleicht sogar! Probiert im Garten aus, wie das Leben als Cowboy aussah.

Dieses Abenteuer könnt ihr natürlich auch mit mehreren Papas und Mini-Cowboys spielen.

Weitere Ideen aus dem Papa-Sohn-Buch

Habt ihr schon Mal eine Weidenflöte geschnitzt? Ein Dosentelefon gebaut – oder ein Mini-Treibhaus?
Auch wie ihr euer persönliches Türschild basteln könnt, wird erklärt.

Vielleicht seid ihr Fußball-Fans und möchtet euch ein Fußball-Tor bauen, das ist nämlich gar nicht so schwierig, wie man denkt! Auch die Rezepte kommen im Kapitel „Papa als Koch“ nicht zu kurz: Gruselbowle zu Halloween oder Pizza mit Papa machen – das freut auch den Rest der Familie!

Aus dieser Reihe sind außerdem erschienen:

Papa Tochter Buch: Und was machen wir jetzt? – Super Ideen für tolle Väter 

Mama Sohn Buch: Und was machen wir jetzt? – Super Ideen für tolle Mütter 

Mama Tochter Buch: Und was machen wir jetzt? – Super Ideen für tolle Mütter