Erste Hilfe bei Kleinkind-Bauchweh

 Wir verlosen zwei Wärmflaschen von Hugo Frosch (enthält Werbung).

„Ich hab Bauchweh!“ Wenn man als Mama (oder Papa) diesen Satz vom Sprössling hört, ist Feingefühl gefragt. Denn Bauchweh ist bei Kindern nicht immer gleich Bauchweh. Was ihr braucht, um die Bauchschmerzen richtig einzuordnen? Bauchgefühl, ein bisschen Hintergrundwissen, einen lieben Kinderarzt und eine gute Wärmflasche!

Locke hat Bauchschmerzen

Locke und Zwockel machten Mittagsschlaf. Es war ein Samstag, der Tag war bisher entspannt gewesen und wir hatten es tatsächlich geschafft, beide gleichzeitig zum Schlafen zu bringen. Auf einmal schrie eines der Kinder los. Zuerst dachten wir, es sei der Kleine, denn der schrie zu der Zeit immer. Aber es war Locke – er schrie nicht, er brüllte wie am Spieß.

„Auauauaua! Mein Bauch!“ Zunächst versuchten wir selbst, den Bauch abzutasten – er war ganz hart – und das schreiende Kind zu beruhigen. Ich rief eine Freundin an, die Kinderkrankenschwester ist – unsicher, was ich tun sollte, denn so kannte ich meinen Jungen nicht. Sie riet mir, einen Krankenwagen zu rufen, was wir dann auch taten.

Mit Blaulicht und Sirene

Locke begann herumzulaufen, ziellos im Kreis und ging immer wieder in die Hocke. Legte sich hin und zog die Knie an, stand wieder auf. Die ganze Zeit, schreiend und rastlos. Spätestens jetzt hätte ich sowieso einen Arzt gerufen. In Nullkommanix waren Rettungswagen und Notarzt da. Letzterer tastete Locke, der sich inzwischen auf seinen Papa übergeben hatte, ab und das Kind schrie und schrie. „Der Bauch ist hart, wir fahren besser in die Klinik.“, sagte er knapp.

Mit Sirene und Blaulicht ging es los. Ich hielt meinem Sohn die Hand, während ich versuchte, zuversichtlich und beruhigend zu wirken. Immer, wenn er wegsah, kämpfte ich mit den Tränen. In der Klinik war Locke völlig erschöpft. Noch immer lief er ziellos herum und hockte sich immer wieder hin. Während wir auf den Arzt warteten, war auf einmal die Luft raus. Wie ein Ballon mit Loch entspannte sich mein Kind von jetzt auf gleich – und schlief ein.

Bei leichtem Bauchweh kuschelt Locke am liebsten mit seinem Bauchweh-Frosch.

Bauchweh ist nicht gleich Bauchweh

Der Bauch war wieder weich, der Arzt untersuchte ihn und entließ uns nach Hause. Es war wieder gut. Was es war? Die Ärzte vermuten eine Invagination (Darmeinstülpung), genau ließ es sich nicht herausfinden. Aber dass es echte Schmerzen waren, war klar und somit auch der Einsatz des Rettungswagens gerechtfertigt.

Doch nicht immer ist es so einfach. Locke ist, wie ich, ein Bauchmensch. Wenn etwas Unangenehmes passiert oder vor uns liegt, bekommen wir Bauchweh. Funktionsbauchweh? Bei einem anderen Menschen, gerade bei einem Kind, einzuschätzen, um was für ein Bauchweh es sich handelt, ist immer schwierig – aber das müssen wir als Eltern tun.

Was ist Funktionsbauchweh?
„Bei den Medizinern wird von „funktionellen Bauchschmerzen“ gesprochen, wenn man nach Ausschluss wesentlicher organischer Ursachen einen nervösen Darm, Reizdarm usw. beschreiben möchte“, erklärt Kinderarzt Dr. Guido Hein.

Kleine Bauchweh-Checkliste

  • Hat das Kind Fieber? Ein Kuss auf die Augenbraue verrät es im Schnelltest!
  • Was und wie viel hat das Kind gegessen? Etwas Neues? Etwas Blähendes? Sehr viel?
  • Wie war sein Appetit? (Bei Locke kündigt sich beispielsweise eine Magen-Darm-Grippe mit Appetitlosigkeit an)
  • Ist der Bauch hart oder weich? Lässt das Kind eine leichte Massage zu?
  • Hat das Kind Verstopfung? Wann war es zuletzt auf dem Klo?
  • Lässt sich das Kind ablenken?
  • Wärmflasche! Bei uns ist es der Bauchwehfrosch, der bereits durch sein Aussehen tröstet.

Wann sofort zum Kinderarzt?

Hat das Kind Fieber oder ist sehr blass, wenn es vor Schmerzen schreit und sich weder ablenken, noch beruhigen lässt, der Bauch ganz dick oder extrem eingezogen ist, sich das Kind kaum bewegt oder die Beine immer wieder zum Körper zieht, solltet ihr zum Arzt. Auch wenn das Kind immer wieder über längere Zeit über Bauchweh klagt, solltet ihr einen Termin beim Fachmann/bei der Fachfrau machen.

Auch für den Arzt ist es nicht leicht, die Ursache für das Bauchweh zu erkennen. Wie bei uns – auf einmal war das Bauchweh weg und der Arzt konnte nur noch Erkrankungen ausschließen, wie beispielsweise Blinddarmentzündung, die aber bei kleinen Kindern recht selten ist.

„Häufigste Ursache kindlicher Bauchschmerzen ist Verstopfung (Obstipation). Wenn ein kleines Kind akute Bauchschmerzen hat, die nicht sofort eingeordnet werden können, macht es daher immer Sinn, ein Kind „abzuführen“, z.B. mit einem Minieinlauf. Häufig entspannt sich daraufhin die Gesamtsituation und man kann Schlimmeres ausschließen“, sagt der Kinderarzt.

Erste Hilfe bei Alltags-Bauchweh

Bei dem „ganz normalen“ Bauchweh solltet ihr auf euer Bauchgefühl hören. Oft hilft es dem Kind schon, wenn es elterliche Zuwendung bekommt. Wenn es sich dann sicher und geborgen fühlt, rückt es vielleicht sogar mit der Sprache heraus, ob etwas Besonderes passiert ist oder ansteht. Für diese Fälle – und verirrte Pupse – haben wir immer eine ganz besondere Wärmflasche parat – unseren Bauchwehfrosch von Hugo Frosch.

Der Frosch kann das Bauchweh fast immer vertreiben.

Die Wärmflasche schließt dicht (mit Sicherheitsverschluss) und ist so besonders sicher. Ich finde, sie ist auch ein prima Geschenk – egal, ob zur Geburt oder als Mitbringsel ans Krankenbett – darüber freuen sich nicht nur die Kleinen.

Die Wärmflasche besteht aus natürlichem Material, kommt ohne PVC und Phthalate („Weichmacher“) aus und ist nachhaltig produziert. 0,8 Liter passen hinein und die Flasche in jede Reisetasche – unser Fröschlein begleitet uns in jeden Urlaub. Dazu sieht es lustig aus und wenn die Kinder beim Anblick des Frosches, der auch gerne lustigen Quaaaaaatsch erzählt, bevor er aufs wehe Bäuchlein gelegt wird, lachen müssen, weiß ich schon: Es ist halb so schlimm.

Bitte achtet nur darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, es kann sonst zu Verbrühungen oder Überhitzungen kommen. Für Kinder ist eine Temperatur von 40 bis max. 60 Grad ausreichend.

Wir verlosen zwei Hugo-Frosch-Wärmflaschen

Ihr könnt bei uns je eine Kinder-Öko-Wärmflasche Junior Comfort von Hugo Frosch mit lustigem Fleece-Bezug gewinnen, die uns der Hersteller freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Hinterlasst uns auf dem Blog oder auf unserer Facebook-Seite unter diesem Artikel einen Kommentar mit eurem Wunsch-Modell: Kasper oder Smiley?

Bei Bauchweh Wärmflasche.

Ihr könnt gewinnen: Den fröhlichen blauen Smiley oder den lustigen Kasper.

 

Die Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf jeder.

Das Gewinnspiel beginnt am 17.09.2017, mit Veröffentlichung dieses Beitrags und endet am Freitag, dem 22.09.2017, um 23:00 Uhr.

Die Gewinner werden am 23.09.2017 ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Eure Adressen geben wir selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

Die Gewinner benachrichtigen wir per E-Mail oder PN. Meldet ihr euch innerhalb von 7 Tagen nicht bei uns zurück, losen wir erneut aus!

Die Wärmflasche kommt per Post, alle weiteren Informationen per E-Mail/PN.

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Facebook steht nicht als Ansprechpartner für dieses Gewinnspiel zur Verfügung.

Wir behalten uns vor, das Gewinnspiel jederzeit zu ändern, anzupassen oder zu beenden, wenn uns dieses notwendig erscheint.

Und jetzt: Viel Glück!

Locke kommt in den Kindergarten

Unser Start in die Fremdbetreuung

In der letzten Zeit wurde viel über die Eingewöhnung in den Kindergarten geschrieben und auch ich möchte euch von unseren Erfahrungen erzählen.

Im Dezember wird Zwockel zu seinem großen Bruder stoßen, der bereits seitdem er zwei ist regelmäßig in den KiGa geht. Ich sehe dem sehr ungeduldig, aber entspannt, entgegen – denn Zwockel braucht mehr Action, als ich ihm hier zu Hause bieten kann. Bei Locke, war ich mir noch unsicher, ob es so früh das richtige ist.

Kindergarten Kind ist ungeduldig

Zwockel kann es kaum erwarten.

Ich war dagegen

Ich fand den Kindergartenstart mit zwei Jahren zu früh. Fast noch ein Baby und schon fremd betreut – das soll gut sein? Schadet es unserer Bindung? Sollte mein Kind wirklich bereits in so jungen Jahren täglich in eine Institution gehen? Danach Schule, dann Ausbildung dann Arbeit – wo bleibt denn da die Freiheit?  Bis zum Rentenalter immer könne er dann den Tag nicht mehr so gestalten, wie er selbst möchte, so meine Argumente.

Der Ehemann sah das anders. Wir diskutierten und beschlossen, es zu versuchen. Wenn es gar nicht funktionierte, dann würden wir schon eine Lösung finden.

Unser wundervoller Kindergarten

Es gab zwei Spielnachmittage zur Eingewöhnung. Die Mama durfte mit und beim ersten Termin war mein Kind sehr vorsichtig, kam immer wieder zu mir und brauchte mich definitiv als Rettungsanker. Beim zweiten Termin, eine Wochen später, sah das schon ganz anders aus. Ich saß bei den anderen Müttern, während Locke durch den Kindergarten flitzte. Als wir gehen wollten, weinte er bitterlich.

Ich hatte ihn bereits kurz nach der Geburt angemeldet und war damals schon, mit dem dreimonatigen Kind auf dem Arm, zu einer Besichtigung eingeladen gewesen.

Räumlichkeiten und Konzept gefielen mir, mein Bauchgefühl war richtig gut. Auch die Mitarbeiter waren sehr sympathisch. Es passte einfach!

Startverzögerung

Dann war der Tag da. Wir hatten besprochen, dass wir die erste Woche schrittchenweise beginnen würden. Ich würde zunächst in der Gruppe bleiben und stundenweise verschwinden. Mich solange ins Auto setzen oder nach Hause fahren, es ist nicht weit.

Dann war er da, der erste Tag und mein Sohn war krank. Nicht schlimm krank, aber stark erkältet – weshalb wir beschlossen, zu warten. Er begann so nicht am Montag sondern am Freitag. Im Nachhinein eine gute Idee, denn so konnte er sich nach dem ersten Tag das Wochenende über erholen.

Der erste Tag

Ich glaube, ich war aufgeregter als er. Der Papa hatte sich extra frei genommen und wir waren gespannt. Im Kindergarten angekommen, zogen wir die neuen Hauschuhe an und schwupps, rannte mein Kind in die Gruppe.
„Tüss, Mama!“, rief er mir noch zu und weg war er. Die Erzieherin und ich sahen uns an.

„Öh, tja, ich geh dann wohl mal… Oder soll ich bleiben?“ fragte ich unsicher.

„So, wie der sich hier wohlfühlt, fahren Sie ruhig heim. Wenn etwas ist, rufen wir an, es ist ja nicht weit. Aber machen Sie sich keine Sorgen!“, beruhigte sie mich.

Und tatsächlich: Mein Sohn spielte bereits mit den anderen Kindern. Einer der größeren Jungs hatte ihn flugs unter seine Fittiche genommen und Locke schaute nicht mal mehr zurück.

Hormone oder so

Ich setzte mich in mein Auto – und es müssen wohl die Hormone (ich war mit Zwockel schwanger) gewesen sein. Oder meine Weichkeksigkeit. Aber ich heulte Rotz und Wasser! Ich rief den Ehemann an.

„War es so schlimm?“, fragte er besorgt. „Hat er Theater gemacht?“

„Neiiiheeiiiheeiiiin!“, schluchzte ich. „Er ist einfach so gegangen!“

Ein großer Schritt für uns beide

Ein Trost-Croissant später ging es wieder. Ich war baff. Mein sensibler, kleiner Junge, der doch so an Mama hing, hatte einen riesigen Schritt in Richtung Selbstständigkeit getan. Einfach so.

Das Loslassen fiel mir viel schwerer als dem kleinen Mann, der sich im Kindergarten sicher und geborgen fühlt – ganz, wie es mein Bauchgefühl bereits vorausgesehen hatte.

Kindergarten Begleitung Esel

I-Ah muss mit.

Bis zum heutigen Tag geht Locke gern in den Kindergarten. Zu Beginn musste der Schnuller mit, der wurde aber in den Rucksack gepackt und erst beim Abholen wieder ausgepackt. Der Esel ist bis heute mit von der Partie, aber auch er wartet geduldig im Rucksack – als Backup, sozusagen.

Im Urlaub jammerte er, wie sehr er seine Freunde vermisst. An fast jedem Sonntag seufzt er abends beim Zubettgehen ein glückliches „Morgen ist endlich wieder Montag, da kann ich wieder in den Kindergarten!“ All das zeigt mir, dass es für mein Kind die richtige Entscheidung war. Wie schon so oft, konnte ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen – auch wenn in diesem Fall mein Kopf zuerst dagegen war.

„Ist der süüüß!“ – Bei den Seehunden.

Was machst du, wenn du einen Seehund triffst?

Ist man an der Nordsee, passiert es mitunter, dass es regnet. Blöd, aber isso. Besonders wenn ihr mit Kindern Urlaub macht, ist es ratsam, ein paar Ausflugsziele zu kennen, die man an einem Regenwettertag besuchen kann.

Eines unserer erklärten Lieblingsziele ist die Seehundstation Nationalpark-Haus in Norddeich – bestimmt kennt ihr sie bereits. Übrigens: Auch bei gutem Wetter ist ein Besuch der Station empfehlenswert, dann ist es nicht so voll.

Locke ist eher Technik- als Tierfan, aber unser Zwockel liebt alles von Gackgack bis hin zum Wauwau (SEINE Wortwahl, nicht unsere). Und er war begeistert von den Seehunden, wie auch ich jedes Mal. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich schon dort war. Darum möchte ich euch die Station ans Herz legen, es ist nicht nur ein schöner und lehrreicher Zeitvertreib, ihr tut auch noch Gutes, denn die Seehundstation finanziert sich durch Eintritts- und Spendengelder.

Zwockel war begeistert, Locke geneigt, sie niedlich zu finden.

Wie kommt der kleine Seehund nach Norddeich?

Verliert an der Nordsee ein Baby-Seehund, auch „Heuler“ genannt, seine Mama, findet er hoffentlich den Weg in die Seehundstation. Dort kümmern sich Profis und Ehrenamtliche um Wohlergehen und Aufzucht der Tiere, die schließlich wieder ausgewildert werden. Zurzeit befinden sich zwei Seehunde in der Quarantänestation im Waloseum und 97 Tiere in der Seehundstation.


Wie verlieren die Heuler ihre Mütter? Oft sind es ganz natürliche Gegebenheiten. Die Kleinen werden im Sturm oder von starken Strömungen abgetrieben, die Mutter war krank oder starb, das Junge ist verwaist. Manchmal sind aber auch wir Menschen verantwortlich. Wie und warum möchte ich euch in diesem Artikel erklären, damit ihr, wenn ihr auf einen Seehund trefft, wisst, wie ihr euch verhalten solltet.

Ein Seehund ist kein Kuscheltier

Das Wattenmeer ist kein Streichelzoo. Ich habe einmal in Dänemark erlebt, wie ein Seehund am Strand lag und Touristen ihn unbedingt streicheln wollten – weil er ja so süß aussah, mit den großen Augen und der freundlichen Schnauze. Die Frau, die das schließlich tat, wird es bitter bereut haben, denn der kleine Pelzträger war not amused und biss ihr in die Hand. Trotz der wonnigen Optik sollte man nicht vergessen, dass es wilde Tiere sind und wir quasi in ihrem Wohnzimmer.

Sieht süß aus, ist aber kein Schmusetier! ©Seehundstation Norddeich

Zu einem Heuler, Jungtier oder einem ausgewachsenen Seehund solltet ihr immer Abstand halten. Verscheucht ihr beispielsweise ein Muttertier, kann es sein, dass es nicht zum Baby zurückkehrt und das Kleine verhungert oder verdurstet. Ebenso kann die Mutter das Kleine nicht mehr finden, wenn es in Panik weggerobbt ist, weil ihm die Menschen zu nahe kamen.

Juni bis August – du den Heuler melden musst

Also, unter Umständen. Wenn ihr in diesem Zeitraum einen kleinen Seehund findet, der mutterseelenallein am Strand liegt, muss es kein Notfall sein – selbst wenn er heult. Oft ruft er nur nach seiner Mama, die gerade Essen jagt. Ihr solltet immer einen Mindestabstand von 300 Metern halten und das Tier auf keinen Fall anfassen – die Mutter erkennt es am Geruch und nimmt es nicht mehr an, wenn ihr das Tier berührt. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass Mama Seehund zurückkommt und alles in Ordnung ist. Euer Eingreifen in die natürliche Situation könnte den Heuler das Leben kosten.

Wenn ihr euch aber nicht sicher seid, ob alles okay ist oder ihr vermutet, dass das Baby tatsächlich allein, krank oder verletzt ist, sind die Retter der Seehundstation eure Ansprechpartner. Auf der Homepage, die schnell zu ergooglen ist, und unter 04931 – 97 333 0 stehen die Profis bereit und sehen nach, ob der Heuler tatsächlich in Not ist.

September bis Mai – lass den kleinen Seehund frei!

In der Zeit zwischen Herbst und Frühling sind die kleinen Seehunde keine Heuler mehr, sie sind bereits selbstständige Jungtiere. Trefft ihr einen solchen Heranwachsenden – auch wenn er klein, unschuldig und niedlich wirkt – ist das Tier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Sicherheit und benötigt keine Hilfe.

Auch hier gilt: Nicht anfassen und Abstand halten, den Fundort verlassen. Hat das Tier offensichtliche Verletzungen ist natürlich die Seehundstation euer Ansprechpartner.

Unterstützung für die Seehunde

Jährlich werden in der Station zwischen 80 und 180 Tiere untersucht und aufgezogen. In den Becken befinden sich mehrere Jungtiere, die so auch den Konkurrenzkampf ums Futter lernen. Ziel ist, wie bereits erwähnt, die Auswilderung der Tiere.

Der erste Heuler wurde in diesem Jahr am 08. August ausgewildert. Als Pate kann man das übrigens hautnah miterleben. Zusätzlich gibt es jährlich zwei Fahrten mit der Reederei Baltrum-Linie, die entsprechenden Tickets gibt es dort.

Die Seehundstation finanziert sich, wie bereits erwähnt, durch Eintrittsgelder und Spenden. Ihr könnt eine Patenschaft für kleine Heuler übernehmen oder einfach Fördermitglied werden. Schon ab 5,00 Euro im Monat seid ihr dabei. Auf jeden Fall hilft aber auch bereits euer Besuch der Station, denn dort lernt ihr viel über die Tiere und das richtige Verhalten – und es gibt viele tolle Veranstaltungen für große und kleine Nordseefreunde.

 

 

*Dieser Artikel ist eine freundliche Empfehlung von Familie zu Familie, von Tierfreund zu Tierfreund. Wir haben dafür weder Auftrag noch Vergütung erhalten.

UiB – Familienzeit an der Küste

Unser Urlaub in Bildern

Auch wenn Teile der Familie Chaos nicht wirklich erholt aus dem Urlaub heimkehrten, war es dennoch toll. Ich hoffe, dass unsere Söhne sich eines Tages mit gutem Gefühl daran erinnern werden. Und für uns Eltern kommen gewiss auch wieder bessere Urlaube – sogar im Ferienhaus.

An drei Tagen musste ich arbeiten – der Job als Online-Redakteurin hat den Vorteil, dass man ihn von jedem Ort der Welt ausüben kann. Der Nachteil am Job als Online-Redakteurin ist, dass man ihn von jedem Ort der Welt ausüben kann. Und als Not am Mann bzw. an der Frau war, bin ich eingesprungen. Ich hab das gern und freiwillig gemacht, aber es war schon sehr anstrengend.

Hier ist er nun: Unser Urlaub in Bildern

Erster Tag: Anreise

Es schüttet wie aus Eimern! Normalerweise eher regenscheu überraschen uns die Kinder mit dem Wunsch, im Regen durch den Garten toben zu dürfen. Finden wir spitze! Also rein in die Regensachen und raus in den Garten.

Urlaub in Bildern: Kind im Regen

Regengärtner.


Urlaub in Bildern: Kind im Regen

Zwockel begutachtet die Pfützen.

Zweiter Tag: Spaziergang

Dank einer Freundin, die von den Laufradkünsten ihres Sohnes schwärmte, hat auch Locke endlich sein Herz für sein Laufrad entdeckt und der Spaziergang war weitestgehend nölfrei!

Urlaub in Bildern: Laufrad

Locke on Tour!

Dritter Tag: An den Strand mit Oma und Opa!

Oma und Opa urlauben im Nachbarort und kommen uns besuchen, um Opas Geburtstag nachzufeiern.

Urlaub in Bildern: Opa ist da

Locke zeigt Opa den Hafen.

Vierter Tag: Die kleinen Häuser

Ein geliebtes Pflichtprogramm ist das Moormuseum Moordorf. Hier wurden die kleinen Lehmhütten der Bevölkerung aus dem vorigen Jahrhundert nachgebaut. Für uns immer ein Reminder, wie gut wir es haben – für die Kinder ein riesen Spaß!

Urlaub in Bildern: Moordorf

Haus in Moordorf


Urlaub in Bildern: In einer Lehmhütte.

Alle Häuser werden genau inspiziert.

Fünfter Tag: Gartentag!

Es ist ein richtig heißer Sommertag, den wir nicht am überlaufenen Strand, sondern im Garten verbringen wollten. Mit Sandmuschel, Fußballtor und Papa am Gartenschlauch.

Urlaub in Bildern: Himmel

Sommerhitzehimmel.

Sechster Tag: Arbeiten

Mama muss arbeiten und hat keine Fotos gemacht – nur von der leckeren Bruschetta, die es abends zum Grillen gibt.

Urlaub in Bildern: Bruschetta

Lecker Bruschetta!

Siebter Tag: Ritterfest auf dem Dornumer Schloss

Der perfekte Ort für ein Mittelalterfest – die Norderburg, die im echten Leben eine Schule ist. Locke nölt leider wieder, weil er alles langweilig findet und der Ehemann beschwert sich über die hohen Eintrittspreise. Für zwei Erwachsene und einen Locke (Zwockel ist noch frei) haben wir 24,50 Euro bezahlt. Die Attraktionen auf dem Fest kosten natürlich dann nochmal zusätzlich und auch nicht wenig. Auch wenn ich es aus unternehmerischer Sicht verstehe (schließlich müssen auch Gaukler und Musikanten bezahlt werden), ist das, wenn vier Personen essen, Karussell fahren und das ein oder andere Souvenir mitnehmen möchten, schon happig. Aber schön. Der Zwockel ist völlig fasziniert von der Musik.

Urlaub in Bildern: Ritterfest

Ritterfest auf einem echten Schloss.


Urlaub in Bildern: Dornumer Schloss.

Das Dornumer Schloss.


Urlaub in Bildern: Musik

Mittelalterliche Musik.

Achter Tag: Spazierengehen und Eis essen

Der letzte Tag im „alten“ Ferienhaus. Wir gehen spazieren und in Ruhe Eis essen. Das Haus wird nun renoviert und darum müssen wir umziehen.

Urlaub in Bildern: Eis essen

Zwockel isst sein Eis im Specht-Style.

Neunter Tag: Auf ins neue Haus

Nachdem die Mama das Ferienhaus geputzt hat, damit die Putzfrau uns nicht für Ferkel hält (jaja… ich merke es selbst!), sind wir in die Krummhörn gefahren, eine wunderschöne Landschaft im Westen Ostfrieslands. Den Tag haben wir mit dem Erkunden der Umgebung verbracht. Es gibt sage und schreibe drei wunderschöne Spielplätze in direkter Nähe, die müssen wir natürlich genau anschauen. Abends überrascht uns das örtliche Campingplatz-Lokal. Wir erwarteten einen Imbiss und bekommen 1a-Restaurantqualität.

Urlaub in Bildern: Nordsee

Das Meer war nicht weit vom Haus.


Urlaub in Bildern: Spielplatz

Einer der tollen Spielplätze.

Zehnter Tag: Ausflug zum Pilsumer Leuchtturm und nach Greetsiel

Der gelb-rot geringelte Leuchtturm ist Lieblingsausflugsziel der Kinder und das läuft so:

„Da! Da! Da ist der Leuchtturm! Der Leuchtturm! Der Leuchtturm!“ (Locke)

„De Tam! De Tam!“ (Zwockel)

Wir steigen aus und gehen zum Turm. Zwockel, der gerade noch wie ein Duracellhase auf Speed durchs Ferienhaus wetzte, hat nach drei Metern keine Lust mehr und muss auf den Arm. Locke fragt nölig, wann wir endlich wieder nach Hause fahren und wie lange er noch beim langweiligen Turm bleiben muss. Alles wie immer.

Urlaub in Bildern: Leuchtturm Pilsum

Der Pilsumer Leuchtturm.

In Greetsiel bekommen alle ein Eis – und Locke einen Wutanfall. Warum? Weil sein Erdbeereis zu groß ist! Nachdem die Entscheidung „Eis essen oder Mama schmeißt es in den Müll“ pro Eis ausfällt, leckt er sogleich die Kugel aus dem Hörnchen. Das Eis nähert sich dem Boden – und Mama fängt es, unter dem Applaus der umstehenden Rentnergruppe, in letzter Sekunde kurz vorm Kopfsteinpflaster auf. Gerettet!

Urlaub in Bildern: Greetsiel

Die Chaos-Brüder und der Hafen von Greetsiel.

Elfter Tag: Regentag!

Wir fahren nach Emden, brechen aber aufgrund der Wassermassen von oben den Ausflug ab. Die Kinder nölen, dass es so nass ist und Mama liest (heimlich glücklich) auf der Couch… Schließlich gehen wir doch nochmal zum Spielplatz, der direkt vorm Haus liegt und die Kinder hüpfen durch eine wunderschöne Schlammpfütze. So muss das sein!

Urlaub in Bildern: Pfütze

Pfützenhüpfer!

Zwölfter Tag: Der letzte Tag!

Und es regnet schon wieder! Was macht man da, wenn man an der Nordsee ist? Man fährt in die Seehundstation in Norddeich. Zusammen mit gefühlt hundert anderen Familien besuchen wir die Seehunde. Locke nölt und findet es langweilig, Zwockel freundet sich sogleich mit anderen Kindern an und ist begeistert. Vor der Seehundstation ist ein großer Abenteuerspielplatz (im Regen natürlich auch doof), auf dem auch die Erwachsenen spielen können – Strudel machen zum Beispiel.

Urlaub in Bildern: Seehund

Ein geretteter Seehund.


Urlaub in Bildern: Seehundstation

Zwockel bestaunt die kleinen Seehunde.

Am Nachmittag ist es dann noch richtig schön, wie das an der Küste so ist und wir laufen nach Campen zu Deutschlands höchstem Leuchtturm: 308 Stufen sind Locke und ich hochgekraxelt und natürlich auch wieder herunter.

Urlaub in Bildern: Leuchtturm Campen

Der Campener Leuchtturm.


Urlaub in Bildern: Locke auf Leuchtturm

Locke ist alle 308 Stufen hochgelaufen und (war (fast) ohne zu nölen!


Urlaub in Bildern: Oben auf dem Turm

Stolz wie Oskar!


Urlaub in Bildern: Ausblick

Gaaaanz winzig sind Papa und Bruder zu erkennen.

Dreizehnter Tag – der Urlaub ist vorbei!

Heimfahrt. Locke stellt einen neuen Rekord für „Sind wir schon da“-Fragen auf, Zwockel schläft und singt vor sich hin und es regnet leider mal wieder. Egal, machste nix!

Urlaub in Bildern: Sonnenuntergang

Der obligatorische Sonnenuntergang darf nicht fehlen!

 

 

Familien-Urlaub im Ferienhaus

Von Ferien mit den lieben Kleinen

Vorneweg wie immer: Ich liebe meine Kinder und ich würde sie niemals wieder hergeben. Aber manchmal bräuchte ich Urlaub. Urlaub vom Familienleben.

Wir haben uns für einen Urlaub in Deutschland entschieden. Unseren letzten Flugurlaub haben wir gemacht, als Zwockel noch im Bauch war, und es war leider der Horror-Urlaub schlechthin. Aber daran liegt es nicht nur: Ich fliege sehr ungern. Ich fühle mich in Flugzeugen einfach sehr unwohl, bei den Starts und Landungen bekomme ich regelmäßig richtige Panik. Leider trübt das meistens den ganzen Urlaub, denn einmal sicher am Ziel gelandet, muss man ja auch wieder zurückfliegen und das schwebt dann wie ein Damoklesschwert den ganzen Aufenthalt lang über mir. Mich im Flugzeug dann noch um zwei Kinder kümmern? Stress pur!

Urlaub im Ferienhaus an der Küste

Mit dem Auto ist das auch so eine Sache, der Ehemann und ich fahren beide sehr gerne Auto – aber nicht unbedingt viele Stunden lang. Auch hier würde bei einer langen Rückfahrt die Erholung wohl im Stau erstickt.

Also: Urlaub in Deutschland, maximal Holland. Deutschland ist nämlich auch wirklich schön. Die Nordseeküste ist eines meiner erklärten Lieblingsziele! Seit vielen Jahren – seitdem ich zwölf bin – machen wir Urlaub in einem Ferienhaus im schönen Dornumersiel. Da kennen wir alles und genießen die Zeit und den Platz, denn die Doppelhaushälfte ist größer als unsere kleine Wohnung zuhause und der Platz tut uns sehr gut.

Hafen am Ferienhaus Standort

Der Hafen unseres Lieblingsortes.

Mal keine „Tetris-Küche“, in der man nur an Teil A drankommt, wenn man B und C zuvor zur Seite geräumt hat. Zwei Bäder zur Auswahl, die Kinder haben jeder ein eigenes Zimmer. Der kleine Garten ist direkt am Haus, nicht wie zuhause „um die Ecke“. Die Kinder können nach Herzenslust toben und laut sein, denn die Nachbarn sind meistens nicht da, wenn wir kommen.

Erholung im Urlaub? Fehlanzeige im Ferienhaus

Aber… Ja, ein großes Aber gibt es leider auch. Denn Urlaub mit Kindern, besonders mit Kleinkindern, ist für Mama und Papa in erster Linie nur ein Ortswechsel. Richtige Ferien sind es nicht. Denn obwohl wir es alles sehr genießen, ein großer Teil des Alltags ist ebenso präsent wie zuhause, denn ein Ferienhaus ist kein Hotel.

Die Spülmaschine muss ein- und ausgeräumt werden, Krümel und Chaos weggeputzt oder –gefegt. Der Tisch will gedeckt und abgeräumt werden und dann muss man ja auch noch kochen. Einkaufen, den Müll rausbringen und – je nachdem wie lange man da ist – auch die Kleidung waschen. Aufhängen, abnehmen, zusammenlegen.

Abends ist die Mama dann genauso müde, wie zuhause auch und die Nächte sind ebenso kurz, denn nur weil man im Urlaub ist, heißt das ja nicht, dass der kleine Nachtterminator aka Zwockel besser schläft. Nur der Job fällt natürlich weg und dadurch hatte ich dann mehr Zeit, etwas zu unternehmen. Bei gutem Wetter muss man natürlich raus mit den Kleinen. Spazieren gehen, einen Ausflug machen oder zum Meer. Den Strand genießen, Neues sehen und erleben… Mit Kleinkindern ist da aber auch immer höchste Konzentration angesagt. Ins Buch vertiefen oder mal die Augen schließen? Nur wenn der Partner die seinen gerade auf den Kindern hat.

Kind am Meer Ferienhaus

Zwockel am Meer

Der Alltag steckt mit im Koffer

Nun ist der Urlaub vorbei und der Alltag hat mich wieder – und guess what?! Ich habe das Gefühl, dass dieser Schuft einfach mit in den Urlaub gefahren ist und sich im Ferienhaus breit gemacht hat.

Ich bin mir natürlich bewusst, wie gut wir es haben, dass wir uns einen Urlaub leisten können und so viel mit unseren Kindern machen können. Dass wir mit ihnen hoffentlich wunderschöne Erinnerungen machen, die sie ein Leben lang begleiten – mit warmem Gefühl im Bauch, wenn sie daran zurückdenken. An den Urlaub der Kindheit, mit Mama und Papa, das schöne Ferienhaus, als die Welt noch in Ordnung war und sie noch keinen eigenen (Arbeits-)Alltag bewältigen mussten. Als die Tage aus spielen und toben, Sand und Sonne, Krümeln und Chaos bestanden.

Sandspielzeug

Sand war übrigens überall!

Irgendwann wird’s besser!

Ich will nicht meckern (nur ein bisschen Mimimi) – es ist einfach momentan noch nicht unsere Zeit. Vielleicht sehne ich mich schon bald nach dieser Art Urlaub zurück. Irgendwann werden die Jungs länger schlafen, nicht mehr ständig an uns kleben und allein etwas unternehmen und sogar allein in den Urlaub wollen.

Dann werden Mama und Papa wieder ausschlafen, sich Wellness gönnen und vielleicht auch wieder mal ein Hotel – wo jemand anderes aufräumt, putzt, kocht und einkauft und man sich einfach mal nur um sich selbst kümmern kann.

Und wetten? Dann wünschen wir uns die Zeit zurück!

Happy Birthday to us: Krümel und Chaos wird EINS

Hey, wir haben Geburtstag!

Das erste Jahr ist wie im Flug vergangen! Mit uns feiern heute 143 Twitter-Follower, 126 Instagram-Abonnenten und 541 Facebook-Freunde. Plus all die Leser, die uns über Google finden oder direkt bei Krümel und Chaos vorbeischauen.

Was wir uns zum Geburtstag wünschen? Also, da gibt es schon etwas…

Scoyo-Eltern-Blog-Award 2017

Quasi als verfrühtes Geburtstagsgeschenk wurden wir für den Scoyo-Eltern-Blog-Award nominiert! Von 180 eingesendeten Beiträgen hat es unser Rabenmutter-Artikel unter die besten 13 geschafft und wir stehen somit im Finale! Dafür bedanken wir uns bei der Jury bestehend aus Anna Luz de León (BerlinMitteMom), Béa Beste (Tollabea) und Daniel Bialecki, dem Geschäftsführer von scoyo – und auch bei allen, die bereits für uns abgestimmt haben! Natürlich wünschen wir auch allen unseren Mitfinalistinnen viel Glück!

Bis zum 25. September könnt ihr abstimmen, zu gewinnen gibt es tolle Schulranzensets, soulbottles und scoyo-Durchstarterpakete.

Ihr habt noch nicht mitgemacht? Dann aber schnell! HIER geht’s zum Voting!

Was gibt es für uns? Die Plätze eins bis drei gewinnen Preisgelder in Höhe von 1.500, 1.000 und 800 Euro – und wir würden etwas ganz Besonderes damit machen. Wir möchten es in einen kleinen Webshop investieren, von dem wir seit langem träumen – Ideen für Produkte gibt es so viele, aber wir immer hapert es einfach am Startkapital.

Ein Herz auch für die Papas

Allzu viel möchten wir noch nicht verraten, aber einen kleinen Appetizer haben wir: Eine unserer Produkt-Ideen ist etwas für die Papas! Denn wir finden, die kommen oft zu kurz. Wenn ein Baby geboren wird, gibt es am Geburtstag Geschenke für Mama und Geschwister – natürlich auch fürs Neugeborene – aber was schenkt man dem Papa? Zigarre? Alkohol? Laaangweilig (und ungesund)! Da haben wir uns etwas Kreatives ausgedacht und schon viel Arbeit in die Idee gesteckt.

Und wenn wir gewinnen, setzen wir es endlich um!

DANKE!

Dass ihr uns lest, dass ihr kommentiert und uns eure Meinung wissen lasst! Danke, dass ihr für uns und mit uns da seid!

Der Blog hat sich in dem Jahr schon ganz schön entwickelt und es hat sich herausgestellt: Es macht riesig Spaß, ist aber auch eine Menge Arbeit. Die meisten Fotos machen wir selbst, die allermeisten Texte sind unsere eigenen – und die wollen erst einmal geschrieben werden. Oft müde von Job und Familien-Alltag ist es gar nicht so einfach, in die richtige Schreibstimmung zu kommen. Und wer selber schreibt weiß: Die muss sein, sonst dauert das Schreiben doppelt so lang und die Texte werden nicht rund.

Aufgeben? Nicht mit uns!

Aber aufgeben kommt nicht in Frage, denn es macht einfach riesigen Spaß!

Krümel und Chaos ist tatsächlich unser Leben! Unser krümeliges, chaotisches, liebevolles und lautes Leben zwischen Kindern, Beziehung, Job und Alltag! Und wir freuen uns über jeden, der daran teilhaben möchte!

In diesem Sinne: Auf hoffentlich noch viele gemeinsame krümelige und chaotische Jahre!

Krümelioooo!

Heute stelle ich euch vor: Meine größte Kritikerin…

Die Alte nervt ganz schön!

Meine größte Kritikerin ist eine echt unfaire, egozentrische Kuh. Mischt sich immer ein! Man kann ihr nichts recht machen! Die ist so perfektionistisch! Manchmal weckt sie mich nachts mit Ideen, die ich dann unbedingt aufschreiben soll – und am nächsten Morgen stellt sich dann heraus, dass alles Mist war.

Nichts ist ihr gut genug, immer soll es besser sein. Da schreibt man was, recherchiert stundenlang und dann liest sie es kurz vor der Veröffentlichung und sagt „Ne. Das ist nix. Da fehlt was!“ Also neu, von vorne, wieder neue Worte finden, Absätze verschieben, Teile löschen, Informationen ergänzen. Irgendwo ist immer noch ein Satz komisch, ein Fazit nicht ganz ausgeführt oder eine Info nicht richtig griffig.

Nicht mal zuhause lässt sie mich in Ruhe, ich kann einfach nichts richtig machen! Bissige Kommentare wie „Das Fenster da hat aber noch Schlieren! Da musst du nochmal ran, Schätzelein!“ und „Also, wenn man sich im Gegenlicht die Schränke anschaut… Ist ja schon noch ganz schön viel Staub drauf.“ sind keine Seltenheit. „Sind da immer noch Fingertapsen an der Scheibe… tztztz.“, kam erst gestern noch.

Zu inkonsequent – zu streng

Oder die Kindererziehung! Auch da ist wieder mal nichts gut genug. „Heute warst du aber inkonsequent. Hast dich ganz schön einwickeln lassen vom Nachwuchs.“, „Du warst heute aber wieder mal streng. Musste das wirklich sein? Es sind doch Kinder! Keine Maschinen.“, „Du hast aber wieder viel geschimpft heute, war das wirklich nötig?“ Dein Alltag ist ihre Kindheit, musst du wirklich ständig arbeiten oder putzen? Kannst du nicht einfach mal für die Kinder da sein? So geht das in einer Tour.

„Du bist manchmal eine ganz schön schlechte Mutter. Jaja, ich sehe, du bemühst dich und gibst dein Bestes. Aber weißt du was? Dein Bestes ist nicht gut genug. Niemals!“

Rausschmeißen, oder?!

Die würdet ihr rausschmeißen, oder? Ihr mal so richtig die Meinung geigen? Ihr sagen, sie solle sich um ihren eigenen Kram kümmern… Nun ja. Das tut sie quasi. Meine schlimmste Kritikerin bin nämlich – ich selbst! Und das ist echt nicht immer einfach…

Ich bin nie wirklich zufrieden, egal, was ich tu oder wie ich mich anstrenge. Manchmal hat der Tag einfach zu wenig Stunden. Manchmal kommt zu viel dazwischen.

Wenn ich abends auf den Tag zurückblicke, sehe ich nicht, was ich alles geschafft habe, sondern in erster Linie das, was ich NICHT geschafft habe. Dabei bin ich weiß Gott nicht faul. Selbst wenn ich abends auf der Couch liege kann ich mich nicht entspannen. Was ich getan habe, was ich noch tun muss, was wieder mal liegengeblieben ist, was ich nicht vergessen darf – und obendrauf noch, ob ich alles richtig gemacht habe. Wo kann ich mich verbessern und was sollte ich anders machen? Wie kam das heut bei anderen an? Wo kann ich nochmal einen Tacken besser werden? Hat man mich richtig verstanden? Hab ich mich verzettelt?

All das spielt wieder und wieder in meinem Kopf. Ist es da ein Wunder, dass ich nachts in meinen Träumen ertrinke und immer wieder vor riesigen Tsunamis flüchten muss? Dass mir buchstäblich das Wasser bis zum Hals steht?

Selbstkritik ist wichtig!

Ich bin mit kaum einem Artikel, den ich schreibe, zufrieden. Das macht mich sicher zu einem besseren Schreibling, aber es ist ganz schön anstrengend. Ich mag keine Leute, die sich nicht selbst kritisch betrachten. Ich mag das nicht, wenn jemand immer wieder durchblicken lässt, dass er oder sie alles richtig macht. Ich hatte mal eine Kollegin, die überzeugt war, keine Fehler zu machen. Mehr als einmal stellte sie klar „Ich. Mache. Keine. Fehler.“ Was natürlich nicht stimmte und nichts mit gesundem Selbstbewusstsein zu tun hatte – eher damit, immer anderen die Schuld zu geben.

Wie immer, wie bei allem, muss man maßvoll dosieren. Selbstkritik und Eigenlob, Vorsicht und Risikobewusstsein. Mut und Angst.

Und daran will ich nun arbeiten, denn ich habe ein Tief hinter mir.

Mitten in der schönsten und kreativsten Phase – alles lief top! – ging mir auf einmal die Luft aus. Ich lag im Bett und blieb auch da. Ich wollte, aber konnte nicht. Weder aufstehen noch denken. Ich war einfach nur müde. Dieses ständige „Immer besser werden, immer höher springen, immer weiter gehen“ hatte mir buchstäblich den Akku leer gemacht.

Krümel und Chaos braucht Urlaub!

Und nun, geliebte Leserinnen und Leser, ist endlich Urlaub! Ein paar Tage an der See, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Eigentlich wollte ich immer zwei Artikel pro Woche posten – auch im Urlaub. Aber aus den oben genannten Gründen macht „Krümel und Chaos“ nun Sommerpause.

Auf Facebook werde ich mich natürlich noch melden – ich kann’s einfach nicht lassen – aber für eigene Beiträge muss ich wieder ein wenig Kraft schöpfen!

Bis bald, ihr Lieben!

Von einer rennenden Kuh, einer dicken Hummel und dem Glück

Gestern war ich glücklich.

Ja, und? Werdet ihr euch fragen. Ach, es wird so viel gejammert und gestöhnt – da will ich euch einfach etwas Schönes berichten.

Aus Absage mach Pasta-Date

Eigentlich wollte die Kollegin mit mir essen gehen, dann wurde sie jedoch von einem Virus niedergestreckt, über dessen Auswirkungen ich hier mal besser schweige. Da ich gern meine Herz-Schwester, die zur Zeit in der 36. Woche schwanger ist, vorm Urlaub nochmal gern besuchen wollte, nahm ich spontan die Gelegenheit wahr und fuhr zu ihr.

Auf dem Weg dahin holte ich Pasta vom Italiener – mein Auto duftete wie eine fahrende Knoblauchzehe! Himmlisch! Mein Patenkind sprang fröhlich herum, meine Freundin watschelte hochschwanger aber ebenfalls fröhlich durch die Wohnung. Gemeinsam deckten wir den Tisch auf dem Balkon und aßen die Pasta – ohne über Kalorien nachzudenken. Dazu gab es Limonade und einen wunderschönen Sommerabendhimmel.

Ein Sommerabend voller Glück

Sommerabendhimmel.

Brums, brums, brums

Nebenan galoppierte eine Kuh über die Wiese, wir quatschten und lachten, meine Herz-Nichte quietschte vergnügt vor Lachen und erzählte mir in Kleinkindsprache wilde Storys, die ich nur halb verstand.

„Glück ist die Zufriedenheit der Seele. Wir können es jagen, aber nicht erzwingen, wir können es suchen, aber nicht kaufen. Und plötzlich lässt es sich auf unserer Schulter nieder, sanft wie ein Schmetterling an einem warmen Sommertag. So launisch ist Glück.“   Claus Jacobi

Gut, bei uns war es eine dicke, fette Hummel, die um uns herumbrumste und töffelig gegen unsere Schultern stieß – kein anmutiger und eleganter Schmetterling. Aber wer braucht schon Anmut und Eleganz, wenn man mit unrasierten Beinen, barfuß im Sommerkleid auf einem Balkon sitzen kann – mit dicken Bäuchen: Einer voll mit Pasta, einer voll mit Leben. Und das mit den Menschen, die einem die Liebsten sind?

Auf einmal war es da, dieses komische Gefühl

Es passierte nichts Spektakuläres (bis auf die dicke Hummel und die rennende Kuh) – wir hielten inne und betrachteten die untergehende Sonne. Auf einmal war es da und tatsächlich brauchte ich einen Moment, bis ich es erkannte, dieses Gefühl. Das Glück.

Und es hielt den ganzen Abend an. Begleitet von einem atemberaubenden Sonnenuntergang fuhr ich nach Hause zum Ehemann. Die Kinder lagen schon in den Betten und schlummerten. Und ich? War einfach glücklich! Diese drei Stunden auf diesem kleinen Balkon hatten meine Akkus wieder aufgeladen und fühlten sich an, wie ein Mini-Wellness-Urlaub.

Heute bin ich nicht unglücklich, aber müde. Die Nacht war wieder einmal, dank Zwockel, unruhig. Und es ist sooo viel zu tun. Arbeiten, schreiben, ein Interview führen, Wäsche machen, putzen, Koffer packen… Aber ich weiß, es wird wiederkommen, das Gefühl. In einem völlig unspektakulären Moment.

So launisch ist Glück nämlich.

Bücher! Bücher! Bücher!

[Mit Werbung] Wir lieben Bücher.

Ein Kind mit liebevollen Eltern und einem Haus voller Bücher kann nie arm sein.
[Unbekannt]

Der Ehemann war mal in einem Kurs, in dem es um den richtigen Umgang von Kindern mit der Digitalisierung ging. Der Dozent sagte „Wenn ich eine Wohnung betrete und ich sehe, dass in den Regalen der Eltern Bücher stehen – dann weiß ich, alles wird gut.“

Schaut man sich bei uns um, sieht man – neben Krümeln und Chaos und dem ganzen Staub – Bücher. Wirklich viele Bücher. Und die, die man so sieht, sind längst noch nicht alle. Denn sie stehen zum Teil in zwei Reihen und im Keller sind auch noch welche.

Immer die Nase im Buch

Ich liebe Bücher – als ich aufwuchs, hatte meine Mama immer die Nase in einem Buch – auch unsere Nachbarin, zu der ich aufblickte wie zu einer großen Schwester, las gern und viel. Später wurde sie mein Buch-Dealer, sie versorgte mich mit allen möglichen Geschichten.

Ich las alles. Hanni und Nanni, Die fünf Freunde, Pferdebücher, Abenteuerbücher, später Liebesromane, Mystery, Horror, Krimi – alles. Heute, mit den Kindern, ist es leider schwierig. Ich versuche, regelmäßig abends ein wenig zu lesen, aber oft war der Tag anstrengend und die Konzentration reicht gerade mal für eine halbe Seite, bis mir die Augen zufallen.

So viele Bücher

Alte und neue Bücher

Alte Bücher, neue Bücher.

Das Buch hat immer Zeit. Der Bücherschatz ist nicht zu erschöpfen. Ein stiller Winkel – und das lesende Kind hat sein Paradies.

[Heinrich Wolgast (1860 – 1920), deutscher Pädagoge]

Natürlich bekommen auch meine Jungs eine Extradosis Buchliebe ab. Kinderbücher – wir haben so viele, viel mehr, als wir jemals lesen können. Und trotzdem kaufe ich immer mehr. Einige sind noch von mir, viele geschenkt, viele neu. Man merkt, wie sehr Kinder sich ihre Eltern zum Vorbild nehmen – Locke ist bereits jetzt mit vier Jahren ein Büchernarr.

Jeden Abend wird vorgelesen, am liebsten auch jeden Nachmittag. Als wir vor kurzem beim Eselrennen waren, kauften wir ein Buch an einem der Stände – und mein Sohn konnte es kaum erwarten, hineinzusehen. Er hockte sich mitten auf der Wiese zwischen die Menschen und schaute sich seine neue Errungenschaft an.

Locke liest

Eselrennen? Egal, ich hab ein Buch!

Unsere derzeitigen Lieblingsbücher*:

Unterwegs mit der Feuerwehr (tiptoi)

Feuerwehrmann Sam – Jubiläumsband

Mein großes Bilder-Wörterbuch Fahrzeuge

Der kleine Drache Kokosnuss kommt in die Schule

Die Polizei

Elmar und der Teddybär

Autos und Laster

Große Fahrzeuge auf der Baustelle

Book-Hangover

Wenn man ein Buch liest und ganz in seiner Geschichte aufgeht, mit den Figuren lebt und atmet – und das Buch dann auf einmal vorbei ist… das verlorene Gefühl nennt sich „Book-Hangover“, zu deutsch „Buchkater“. Vor nicht allzu langer Zeit sagte Locke zu mir „Mama. Ich bin traurig. Meine Geschichte ist vorbei!“ Stolz diagnostizierte ich seinen ersten Book-Hangover.

Und ich hoffe, dass dem noch viele weitere folgen werden.

 

 

————————————————————–

*Wir bekommen kein Geld für das Setzen der Links – es sind reine, freiwillige Empfehlungen von Familie zu Familie.

„Kommt, wir gehen raus!“ Spaziergang am Arsch…

Wenn man den lieben Kleinen nichts recht machen kann…

Kennt ihr das? Die Kinder rennen wie irre durchs Haus? Wie Duracell-Hasen auf Speed flitzen sie auf und ab, rennen den Flur entlang. Kreischend, quietschend und juchzend. Sie hüpfen auf Couch und Bett und es scheint, als haben sie unendliche Kraft.

„Wow!“, denke ich immer fasziniert. „Einmal so viel Energie haben. Oder nur ein Drittel davon. Zehn Prozent würden auch reichen!“ Dann blicke ich auf meine Nacht zurück, in der der Zwockel mal wieder nicht schlafen wollte oder in der mein eigenes Gedankenkarussell verhindert hat, dass ich zur Ruhe komme. Einmal so viel Energie haben, dass ich auch so quietschig durch die Gegend renne und übersprudle vor lauter Motivation und Lebhaftigkeit.

„Lass uns doch raus gehen!“

Und dann, wenn die Kinder so herumwetzen wie die Wahnsinnigen, kommt einer von uns hier auf die Idee, einen Spaziergang zu machen. Mal raus. „Die müssen sich abreagieren.“ Soweit die Theorie. Wir erklären den Kindern, dass wir nach draußen gehen. 50/50 Chance, dass sie begeistert sind oder sofort in einen akuten Nöl-Zustand verfallen.

Kind will nicht raus

Wer kennt das noch? (mit freundlicher Genehmigung von Fowl Language Comics)

Kaum sind wir dann draußen, geht es los. Der Zwockel will auf den Arm. Er kann keinen Millimeter mehr laufen. Wir setzen ihn in den weise mitgenommenen Kinderwagen. Nach fünf Minuten kreischt es aus selbigem. Der Zwockel will laufen. Ungefähr fünf Meter weit. Dann will er wieder auf den Arm. AUF DEN ARM. Nicht in den Kinderwagen. Tragen! Gehorchen Mama und Papa nicht, wird gekreischt. Zum Steinerweichen. Neuerdings wirft sich Zwockelmann auch gern dazu auf die Erde. Und brüllt wie am Spieß. Passanten bleiben stehen, selbst Hunde gucken entsetzt. Wenn Zwockel kreischt hört man das bis ins Nachbardorf.

Locke mag auch nicht raus

Aber auch Locke steht ihm da in nichts nach. Nach einigen Metern fragt er „Wann sind wir da?“ und auch er will auf den Arm. Ist nicht, geht nicht, dafür ist er nun zu groß und zu schwer. Die Lock’sche Nöle-Folter beginnt: „Aber ich kann nicht mehr laufen – WÄÄÄÄÄÄH – meine Füße tun mir weh! WÄÄÄÄÄÄÄH! Spazierengehen ist doof! WUUUUÄÄÄÄÄÄÄÄH! Ich will nach Hause!“ Ködern kann man ihn mit der Aussicht, Steine in einen Fluss zu werfen. Bis zum Fluss.

Angekommen, eine Handvoll Steine später geht es wieder los. „Wann sind wir zuhause? WÄÄÄÄÄÄÄÄH! Ich will nicht mehr laufen! WÄÄÄÄÄÄÄÄH! Ich bin müde! WUUUUUÄÄÄÄÄÄÄH!“

Letztens sind wir mal nicht zum langweiligen Fluss gegangen, sondern zum GroWiAn* – ist doch bestimmt spannend für so einen kleinen Zwerg. Jepp. War es. Für genau fünf Sekunden. Er sah sich das Windrad an, nickte und fragte „Können wir jetzt wieder nach Hause fahren?“

Kind will nicht raus

Zwockel steht auf – das Auf-die-Erde-Werfen hat nicht den gewünschten Erfolg erzielt.

Oooooorrrrrrh! Leute. Ich liebe meine Jungs, aber dieses ständige Genöle! Auch ich brauche die Spaziergänge zum inneren Ausgleich. Nach stundenlangem Schreiben am Computer ist die Natur für mich wirklich wichtig. Rauskommen, sich den Wind um die Nase wehen lassen… Aber so macht es auch mir keinen Spaß.

Frustriert im Garten – ist denn nichts richtig?

Letztens hätte ich beinahe aufgegeben. Locke jammerte und bettelte, er wolle in den Garten. Wir mussten warten, bis Zwockel wach war – unser Garten ist nicht direkt von der Wohnung erreichbar und es ist etwas umständlich – und eine gute Stunde Zwockelschlaf nutzte Locke, um meine Nerven mürbe zu quengeln. „Wann ist Zwocki wach? Können wir ihn wecken? Ich will raus!“

Und dann war es endlich soweit. Trinkflaschen, Wickeltasche, mein Buch (als käme ich zum Lesen!), Kekse und einen Apfel in die Gartentasche gepackt und raus ging‘s. Ich öffnete den Sandkasten, holte BobbyCar und den restlichen Fuhrpark aus dem Gartenhaus. Setzte mich und… „Mama, ich will reingehen! Ich will nicht draußen sein. Ich hab genug vom Garten!“ kreischte Locke allen Ernstes. Als ich nicht nachgab, legte er einen Trotzanfall allererster Güte hin, der die Nachbarn an die Fenster trieb. Auch Zwockel ließ sich nicht lange bitten und stimmte ein. Sie brüllten sich in Rage, bis sie selbst nicht mehr wussten, warum. Ich stand daneben und meine Augen füllten sich mit Tränen der Frustration. Was ich auch tue – es ist immer verkehrt. Einer nörgelt immer…

Wir packten zusammen und gingen ins Haus. Ich kapitulierte. Zumindest für den Tag.

Und wenn sie dann mal mitspielen…

Gestern ging ich hinaus zum Brombeerpflücken. Die Kinder tollten draußen herum und – oh Wunder – keiner nölte, keiner jammerte, alle waren glücklich und zufrieden. Die Jungs liefen umher und jagten sich, lachten, tobten, tollten und purzelten…

…und der Zwockel geradewegs in einen Hundehaufen.

Seufz.

Irgendwas is‘ ja immer.

———————————————————–

*GroßWindAnlage = Windrad