Keine gute Mutter…

Warum ich heute auf die Stille Treppe muss.

Wir sind im Urlaub. Urlaub mit (Klein-) Kindern und im Ferienhaus ist – das war mir bewusst – keine wirkliche Erholung. Zumindest nicht, wenn man selber kocht und es ordentlich mag. Also, wie auch Zuhause, ist kochen, Spülmaschine ein- und ausräumen, Tisch abwischen, Boden kehren, aufräumen und, und, und angesagt. Der Ehemann übernimmt im Urlaub das Wickeln und das Anziehen der (erkälteten) Kinder – wenigstens eine kleine Erleichterung.

Ein Zahn – toll, aber warum ausgerechnet jetzt?

Aber am heutigen Tag war nichts so, wie ich es gern gehabt hätte und als ich soeben auf den Tag zurückblickte, fand ich, dass ich heute eine schlechte Mutter war. Natürlich gibt es Schlimmere – wird jetzt meine Freundin, die beim Jugendamt arbeitet, einwerfen. Aber ich war halt heute nicht die Mutter, die ich sein möchte. Ganz besonders nicht im Familienurlaub!

Es begann um 23 Uhr gestern Abend: Kleinling#2 brüllte los und ließ sich erst nach einiger Zeit beruhigen. Er bekommt zur Zeit Zähne Nummer sieben und acht – und natürlich habe ich Mitleid mit ihm. Da er echte Schmerzen zu haben schien, bekam er ein Zäpfchen. Irgendwann beruhigte er sich und schlief wieder ein. Ich ging auch ins Bett und fiel sofort in einen tiefen Schlaf.

Obacht! Ein Holzfäller!

Geweckt wurde ich kurze Zeit später von einem lauten Rumpeln. Der Ehemann war ins Bett gekommen und voll Karacho gegen den Holzrahmen des Ferienhaus-Bettes gerannt. „Warum machst du denn kein Licht?“, maulte ich. „Ich wollte dich nicht wecken.“ Na, das hat ja geklappt.

Ich schlief wieder ein und kurz darauf weinte Kleinling#2 wieder los. Also zombie-walkte ich rüber in sein Zimmer, trug ihn eine halbe Stunde summend und brummend hin und her und legte ihn wieder ins Bett. Kaum im Bett, die Augen fielen mir gerade wieder zu, vernahm ich übers Babyfon einen lauten Pups – das Geschrei ließ nicht lang auf sich warten: Windel voll. Also wieder auf und das Kind auf die Wickelkommode befördert. Windel gewechselt – da passierte das unerwartete: Das Kind schlief ein. Auf der Wickelkommode. Auf dem Rücken.

Kleinling#2 ist bekennender Bauchschläfer und schläft nur im Auto und im Notfall auf dem Rücken – ich war, gelinde gesagt, erstaunt. Ich betrachtete ihn eine Weile, wie er friedlich vor sich hinschlief und nahm ihn hoch: Geschrei. Ich legte ihn hin: Er schlief. Ich nahm ihn hoch: Geschrei. Will mich dieses Kind eigentlich verarschen? Ich kann doch jetzt nicht die Nacht über vor der Wickelkommode stehen bleiben!

Irgendwann, mittlerweile war es 4 Uhr, schaffte ich es, ihn in sein Bett zulegen. Schon fast im Tiefschlaf, schlurfte ich ins Bett zurück. Mein Kopf sank in die Kissen und ich war augenblicklich weg. „Schnoooooooooaaaaaarrrrrrch!“, machte da der ebenso erkältete Ehemann.

Das kann doch wohl nicht wahr sein! Alles Drehen und Wenden des schlafenden Mannes brachte nichts: Er schnarchte als müsse der die Wälder Niedersachsens noch in dieser Nacht dem Erdboden gleich machen. Ich versuchte, ihn zu einem Zimmerwechsel zu überreden: Keine Chance. Dafür durfte ich kurz darauf das Zimmer wechseln und das Baby beruhigen.

Soviel zur Nacht. Irgendwann bekam ich ein oder zwei Stunden Schlaf. Wie gerädert stand ich auf und frühstückte. „Lass mich bloß zufrieden, dich mag ich heute nicht!“, zischte ich den Ehemann an, als er mir den dringend benötigten Kaffee einschenkte. Kleinling#1 fragte bereits beim Frühstück unentwegt, wann wir endlich wieder nach Hause führen – er wolle doch wieder in den Kindergarten.

Fragestunde on the road to Pilsum

Wir fuhren nicht nach Hause, aber zu einem wunderschön rot-gelb gestreiften Leuchtturm. Den hatte der kleine große Mann unbedingt sehen wollen. Auf der Fahrt dahin standen wir im Stau und Kleinling#1 nörgelte unablässig. Wenn er nicht gerade nörgelte, fragte er „Mama, warum haben wie Haare?“, „Mama, warum haben wir Augen?“, „Mama, warum haben wir einen Bauch?“ und so weiter und so fort.

Bevor ich Kinder hatte, hatte ich mir vorgenommen, niemals mit „Darum!“ oder „Weil das so ist!“ auf die Fragen meiner Kinder zu antworten. Pustekuchen. Spätestens heute war es soweit. Auf der Fahrt zum Leuchtturm ließ er mir keine einzige ruhige Minute.

„Da! Mama! Der Leuchtturm! DA ist er! Siehst du, Mama? Siehst du? Mama? MAMAAAA? Mama, der Leuchtturm! DA IST DER LEUCHTTURM!“, schrie Kleinling#1 plötzlich los.

„ICH BIN VERDORRI NOCHMAL WEDER BLIND NOCH BLÖD, NATÜRLICH SEH ICH DEN SCHEISS-LEUCHTTURM!“ schrie ich zurück. Entsetzt blickten mich drei Paar Augen an. „Ist doch so!“, grummelte ich.

Am Parkplatz angekommen, war der Sohnemann auf einmal wieder fußlahm. Mein Sohn kann durch die Wohnung hüpfen wie ein Affe auf Speed – sobald Spazierengehen angesagt ist, kann er auf einmal keinen Schritt mehr tun, so müde/hungrig/durstig/klein/schwach ist er. Auf dem Weg zum Leuchtturm stand er mehr, als dass er ging, heulte und wollte auf den Arm. Das Baby jammerte eh – Zähne halt. Wir gingen zum Leuchtturm und dann den Deich entlang zurück zum Auto.

„Wann sind wir da?“, „Wann sind wir am Auto?“, „Wann fahren wir wieder nach Hause?“ und kaum saßen wir im Auto: „Können wir nochmal zum Leuchtturm gehen?“, „Ich will zurück zum Leuchtturm gehen!“ – kreischte, nölte, schimpfte er. Kleinling#2 schrie, Kleinling#1 vertrieb sich bald wieder die Zeit mit Fragen. „Mama, warum haben wir einen Rücken?“, Mama, warum haben wir Beine?“, „Mama, warum haben wir Fingernägel?“, zählte er sämtliche Körperteile auf.

Irgendwann beschloss ich, einen tiefen Schlummer vorzutäuschen und überließ es dem Papa, die Fragen zu beantworten – oder eben auch nicht. Zuhause angekommen machten die Kinder ihr Schläfchen. Eigentlich endlich Zeit, auch mal die Augen zu zumachen, aber wie so oft war auch ich „über den Punkt“ und fand keine Ruhe. Also bereitete ich das Abendessen vor. Das Essen im Topf kochte natürlich gleich über, als ich für eine Millisekunde die Küche verließ, die Bratwurst fiel aus der Pfanne, nicht ohne die Küchenschränke mit Bratfett zu bespritzen – wie sollte es heute auch anders sein?

Der Nachmittag war kalt und grau und wir blieben im Haus, wo die Kinder gleich wieder aufdrehten, als hätte man ihnen frische, uranbetriebene Duracell in den Rücken gesteckt, mit Spielzeug warfen, den Fernseher einschalteten, Keksreste ans Sofa schmierten, sich gegenseitig kreischend das Spielzeug wegnahmen, während der Ehemann stoisch lächelnd daneben saß – er ist so bewundernswert besonnen und geduldig…2016-10-15_keine-gute-mutter_foto2

„Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!“

Während Kleinling#2 – noch immer müde – nochmal schlafen sollte, machten wir Popcorn mit Kleinling#1, der hellauf begeistert war von den puscheligen Körnchen. Puh, endlich hatten wir mal ins Schwarze getroffen mit einer Aktion. Leider brannte das Popcorn an, nun war nochmal extra Topf-Schrubben angesagt – aber egal, das Kind hatte Spaß.

Ich fieberte dem Moment entgegen, in dem endlich beide Kinder im Bett waren und ich Feierabend hatte.
„Ich mag das nicht!“, kreischte Kleinling#1 beim Anblick des Abendessens. „Es wird verdammt nochmal gegessen, was auf den Tisch kommt!“ Und da war er. Der Satz, den ich mir immer verboten hatte. Den ich nie hatte sagen wollen. Aber nachdem wir in letzter Zeit an jedem Abend den „Ich mag das nicht!“-Zirkus durchmachten, ging es nicht mehr: „Du isst, was auf dem Teller ist (und bitte: Normalerweise mag er das sehr gern!) oder du gehst hungrig ins Bett.“ Mit langen Zähnen und herzzerreißend gequälter Mine mümmelte das Kind grummelnd vor sich hin, wann wir denn endlich nach Hause führen, zuhause schmecke es nämlich viel besser und sowieso und überhaupt sei ich eine doofe Pupsmama.

Und nun reichte es: Ich schwor, laut – und gar nicht pädagogisch – fluchend, dass ich nie wieder mit meinen Kindern in den Urlaub fahren würde! Die ganze Arbeit, die man ja trotzdem hat, das Einrichten, das Putzen, Aufräumen und Kochen – und dann auch noch diese Undankbarkeit! HA! Nicht mit mir, ereiferte ich mich. Das ist mein allerletzter Urlaub mit euch! Basta!

Ab mit mir, auf die Stille Treppe!

Als die Kinder schließlich im Bett waren blickte ich auf den Tag zurück: Ich war eine müde, unzufriedene, gereizte, schimpfende und herumschreiende Mama gewesen – und so gar nicht die Mama, die ich, ganz besonders im Urlaub, meinen Kindern hatte sein wollen. Ich war weder gut gelaunt, noch geduldig, nicht liebevoll und auch nicht verständnisvoll gewesen, nicht mal für den armen, zahnenden Kleinling#2.

Nein, heute bin ich nicht mit mir zufrieden. Ich habe heute kein Foto für mich und komme auch nicht in den Recall. Dafür gehe ich nun auf die Stille Treppe (und ganz ehrlich – nach den zwei Äffchen auf Speed erscheint mir diese Stille Treppe wie das gelobte Land) und denke darüber nach, warum ich heute nicht funktioniert habe – und wie ich es morgen besser machen kann.

Das Etikett auf meinem Wein, von dem ich mir heute ein Gläschen gönne, passt allerdings ganz herrlich zu meinem Tag und liefert wunderbaren Interpretationsspielraum…

5 tolle Ideen, den Eltern zu sagen, dass sie Großeltern werden

Schwanger! Was für ein Gefühl! Meistens (und hoffentlich) möchte man die ganze Welt umarmen und es vor Freude hinausbrüllen. Es sich aufs T-Shirt schreiben. Plakatwände bedrucken. Anzeigen in der Tageszeitung drucken. Werbespots im Radio schalten. Einige verkünden es sofort, einige warten bis zur 12. Woche oder länger.

Ein besonders schöner Moment ist es, den Großeltern die frohe Botschaft zu verkünden.

Wir haben es beim ersten Kind einfach so gesagt – und sind uns dann alle mit Tränen in den Augen in die Arme gefallen. Das Schönste an dem Tag war eine SMS von meinem Papa, die er mir kurz vor dem Zubettgehen schickte. Ganz schnörkellos stand da: „Ich liebe dich, mein Kind. Danke.“

Beim zweiten Kind hatten wir uns schon mehr Gedanken gemacht. Als wir am Abend seines Geburtstages mit dem werdenden Doppel-Opa und der Doppel-Oma im Restaurant saßen, bestellte ich klammheimlich für alle Sekt, für mich natürlich alkoholfrei. Als der serviert wurde, sah ich mit gespielter Überraschung in meine Handtasche und zog einen in Geschenkpapier verpackten Bilderrahmen heraus. „Ach, guck mal! Hab ich ja ganz vergessen!“, unkte ich.

Mein Vater wickelte es aus, schluckte und bekam feuchte Doppel-Opa-Freudentränen-Augen. Meine Mutter wusste schon bei seinem Anblick, was los war und beide stürzten sich auf mich um mich zu umarmen.

5 weitere schöne Ideen, den Eltern zu sagen, dass sie Großeltern werden, haben wir für euch gefunden und zusammengestellt. Eine davon haben wir auch erfolgreich ausprobiert.

5 tolle Möglichkeiten, euren Eltern zu sagen, dass sie Großeltern werden

  1. „Du wirst Oma/Opa“-Tasse von Hoch-die-Tassen

    Auf dem Kreativ-Portal DaWanda haben wir wunderschöne Tassen gefunden: Am Boden steht „Du wirst Oma“ bzw. „Du wirst Opa“. Ist das nicht eine zauberhafte Idee? Die Tassen könnt ihr euch hier anschauen. Stellt euch vor, ihr ladet eure Eltern zum Frühstück oder Kaffeetrinken ein. Ihr unterhaltet euch, als ob nichts wäre – bis der erste seine Tasse ausgetrunken hat und die frohe Botschaft auf dem Tassenboden entdeckt! Das Kaffeetrinken wird bestimmt unvergesslich! Die Tassen gibt es übrigens auch für werdende Papas!
  2. Ein Puzzle vom Ultraschallbild
    Anbieter für Foto-Geschenke gibt es viele. Ein kleines Puzzle (z.B. von Personello, ab 6,90€) ist nicht teuer und verspricht eine tolle Überraschung zu sein. Einziger Haken: Eure Eltern müssen das Puzzle in absehbarer Zeit machen. Bereits beim Auspacken entdecken sie die verräterischen und charakteristischen Details und kaum ist das Bild zusammengesetzt ist es klar: Ein Enkelchen ist auf dem Weg! Das Foto dazu ist unser Titelbild (s.o.).
  3. Ultraschallbild verpackt in eine Windel
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    Diese Idee ist besonders toll, wenn ein Geburts- oder Hochzeitstag ansteht, aber auch einfach so – und sie kostet fast nichts: Ihr verpackt ein Ultraschall-Bild in eine Windel und das dann wiederum in Geschenkpapier und übergebt es den werdenden Großeltern als Geburtstags- oder Hochzeitstags-Geschenk oder als Mitbringsel. Natürlich könnt ihr das Bild auch in einen Rahmen stecken und dann verpacken – aber wir finden, die Windel bietet das größere Überraschungspotential, denn man kann nichts erfühlen (und erahnen).
  4. Ein ideales Geschenk, wenn die Eltern nicht um die Ecke wohnen und ihr sie trotzdem überraschen möchtet: Ein Brief von Baby! Ihr schreibt einen Brief oder eine Karte im Namen eures Babys, zum Beispiel so:“Liebe Oma, lieber Opa – ich bin Baby und wollte mich mal vorstellen. Ihr glaubt ja nicht, wie ich mich freue, euch in 28 Wochen kennenzulernen! Bis zum Entbindungstermin ist es noch lange hin, darum schicke ich euch ein Bild (Ultraschallbild) von mir – das könnt ihr euch immer ansehen, bis ich da bin und euch lautstark begrüße! Bis bald, Baby“. Ein Telefonat ist daraufhin natürlich garantiert, Freudentränen bestimmt auch!
  5. Wenn schon Geschwister da sind, kann man das große Geschwisterchen ganz wunderbar in die Überraschung mit einbinden: Ihr lasst ein Shirt mit der Aufschrift „Großer Bruder/Große Schwester“ bedrucken (z.B. bei Shirtcity oder amazon). Am besten ein paar Nummern größer, dann kann das Kind es auch später (z.B. beim Baby-Fotoshooting) noch tragen. Dann fahrt ihr zu den Großeltern und bittet sie, dem Kind doch mal eben die Jacke auszuziehen. Fällt dann der Groschen noch nicht sofort, dann doch bestimmt im Laufe des Tages.5-ideen_grosser-bruder

Diese Idee haben wir übrigens selbst bei meinen Schwiegereltern umgesetzt und es hat alles nach Plan geklappt. Die Oma zog Kleinling#1 die Strickjacke aus, stutzte kurz und sah dann breit grinsend auf! Der Opa, der seine Brille nicht auf hatte, musste noch schnell genötigt werden, diese zu holen („Werner! Ach, wie schön! Hol mal deine Brille!“ – „Warum denn?“ – „HOL DEINE BRILLE UND GUCK!“) und beide waren hin und weg vor Freude auf den zweiten Enkel.

Der erste Urlaubstag

Fischfrikadellen, die Heizung und ich.

Ich bin gerne Mama. Das möchte ich mal vorausschicken. Denn wenn ihr diesen Beitrag gelesen habt, glaubt ihr mir das vielleicht nicht mehr. Doch, ich liebe es, Mama zu sein. Es geht mir nur manchmal tierisch auf den Sack – und ich hab nicht mal einen. Manchmal wäre Urlaub zu Zweit doch schon was Feines. 

Nachtschicht mit Sonnenkäfer

Letzte Nacht hatte ich – wie immer – Nachtschicht in Babydingen. Das ist der Deal. Dafür hat der Papa an Wochenenden und im Urlaub Wickeldienst. Wir waren zum Essen eingeladen und hatten dem Zwockel Nudeln ohne Soße bestellt. Liebt er. Bekommen hatten wir leider gutgemeinte Nudeln in gefühlt einem Kilo Butter. Egal, das Kind fand es toll. Da er sonst eher babygerecht ernährt wird, fand das leider nur er, sein Magen war weniger begeistert. Das hieß: Sonderschicht für die Mama. Um 3:46 Uhr schlief das endlos rülpsende Kind endlich – nach einer Stunde Sonnenkäfer singen, herumtragen, im Schaukelstuhl schaukeln und beten, dass das Kind endlich seiner Müdigkeit nachgeben möge.

Als Zwockel schlief, war Mama leider wach. Mich schuckelt ja keiner. Und immer nie singt auch keiner was für mich niemals nicht. Während Ehemann und Locke selig im Ehebett schlummerten, saß ich mindergut gelaunt im Wohnzimmer und zappte mich durchs Nachtprogramm, wohl wissend, dass es am nächsten Tag in den Urlaub gehen sollte. Früh.

Auf dem Weg nach Norden

Die sonst dreistündige Fahrt dauerte vier Stunden. Baustelle reihte sich an Baustelle. Ich war so froh, dass der Ehemann fuhr, denn ich war nicht ansprechbar. Um fünf Uhr eingeschlafen, hatte ich um sieben wieder aufstehen müssen.

Nach zwei Energiedrinks war ich immer noch müde. Einen Kaffee später fühlte ich mich dann wenigstens ansprechbar. „Sind wir schon da?“, fragte Locke wieder und wieder, gefolgt von „Wann sind wir im Urlaub?“
Nur Eltern wissen, dass dies schlimmer ist, als die chinesische Wasserfolter während PUR in der Endlosschleife gespielt wird. Vom Wendler. Im Clownskostüm.

„Ist es schon dunkel?“

Nach den vier endlos langen Stunden im Auto sind wir endlich im „Urlaubs-Zuhause“ angekommen.

Einkäufe verstaut, Betten bezogen, Klamotten in die Schränke geräumt, provisorische Wickeltische eingerichtet – und der Feierabend rückt in greifbare Nähe, mit ihm ein Glas Blanc de Noir. Welches ich mir verdient habe. Aber sowas von.

Abendessen kochen? Nicht mit mir. Nicht heute. Also fährt der Papa und holt Backfisch – ist Tradition am ersten Abend. Zwockel bekommt eigentlich etwas anderes, aber wir essen immer gemeinsam. 

„Ist es schon dunkel?“, fragt Locke. 

„Noch nicht, aber gleich!“, antworte ich, während ich den Tisch decke.

„Kreiiiisch!“, meint Zwockel mit schrillem Stimmchen.

„Wann kommt Papa?“, fragt Locke.

„Gleich!“, antworte ich, während ich hungrig an einer Käsestange knabbere.

„Kreiiiiiiisch!“, findet Zwockel laut. Sehr laut.

„Was essen wir heute?“, fragt Locke. 

„Backfisch mit Pommes!“, antworte ich, sehnsüchtig auf mein Glas Wein starrend.

„Kreiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisch!“, ruft Zwockel ohrenbetäubend.

Ich schaue auf die Uhr – schon 30 Minuten.

Wo bleibt der Kerl? Der soll den Fisch doch nur holen, nicht laichen, aufziehen und zum Bad in Bierteig und Fritteuse überreden.

„Ist es schon dunkel?“, fragt Locke.

„Fast.“, seufze ich.

„Kreiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisch!“, findet Zwockel, und beißt mir ins Bein.

„Wann kommt Papa?“, fragt Locke.

„Ich hoffe, jetzt ganz bald!“, sage ich, am Tischtuch nagend.

Wer mich kennt wird eines wissen: Wenn ich Hunger habe, ist mit mir nicht zu spaßen. Wenn ich müde bin, verstehe ich keinerlei Scherze. Wenn ich Hunger habe und müde bin: Seid vorsichtig. Wenn ich Hunger habe, müde bin und genervt werde, verdiene ich den f*cking Friedens-Nobelpreis für das Nicht-Ausflippen – denn die Selbstbeherrschung, die ich aufbiete, ist gigantisch.

„Was essen wir heute?“, fragt Locke.

„Ich. Hoffe. Fisch.“, knurre ich, während mein Wein warm wird.

„Kreiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisch!“, meint Zwocki hungrig und beißt erneut genüsslich in meinen Oberschenkel.

„Ist es schon dunkel?“, fragt Locke.

„Jepp.“, entgegne ich knapp.

„Wann kommt Papa?“ fragt der Große.

„Wenn ihm sein Leben lieb ist, ganz bald.“, antworte ich zuckersüß. 45 Minuten sind vergangen.

„Kreiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisch!“, verlangt mein hungriger Zwockel herzzerreißend kläglich und schnappt nach allem, was sich in seiner Nähe befindet.
„Was essen wir heute?“, fragt Locke.

„Toast!“, resigniere ich und hole den Toaster vom Schrank. Dem Wein ist warm.

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„Sie sind die zwei Fischfrikadellen?!“

Währendessen im fast leeren Fisch-Imbiss „Zur unfähigen Fischerin“: Der Ehemann sitzt mit seinem futuristischen Pager, der blau blinkt und summt, wenn das Essen fertig ist, am Tisch und wartet.

„Sie sind die zwei Fischfrikadellen?“, fragt die Fritteusen-Frau.

„Nein, ich bin der mit den zwei Backfischen und den Kibbelingen mit Pommes.“, antwortet der Ehemann.

„Oh. Dann ist da was schief gelaufen. Bitte setzen Sie sich nochmal.“ Zwei Fischfrikadellen frieren auf der Theke, während ein hungriges „Kreiiiiiisch!“ aus der Ferne erklingt.

Die Zeit vergeht. Während der Bart wächst und die Blätter von den Bäumen fallen, trommelt der Ehemann mit den Fingern auf die Tischplatte. Gäste kommen und gehen. Bestellen, werden bedient und verlassen frohlockend die gastliche Stätte. Der Ehemann fragt kurz nach.

„Gleich!“, antwortet Fritteusen-Frieda verheißungsvoll.

Die hungrige Ehefrau fragt per WhatsApp nach, ob er denn irgendwann noch einmal mit dem Futter kommen möge, oder ob sie was jagen müsse. Der Pager vibriert. Der Ehemann frohlockt.

„Da! Bitte! Ihre zwei Fischfrikadellen!“, verkündet die frohe Fritteusen-Fischerin.

„Ich hatte aber zweimal Backfisch und einmal Kibbelinge. Mit Pommes.“, seufzt der Ehemann.

„Ach. Dann ist da wohl was schief gelaufen!“, meint sein Gegenüber.

Der Ehemann, auch nicht der freundlichste, wenn hungrig, erinnert minimal höflich, dass man die gleiche Diskussion schon zwanzig Minuten zuvor gehabt habe. Frau und Kinder säßen hungrig zuhause.

„Ach. Dann ist da wohl was schief gelaufen!“, meint sein Gegenüber. Murmeltiertag.

Der Ehemann setzt sich wieder. Um ihn herum wird aufgeräumt, denn bald ist Ladenschluss. Man fegt rechts, man feudelt links. Auf der Theke sitzen vier Fischfrikadellen und werden langsam kalt.

Das Handy vibriert, die Ehefrau berichtet, Zwockel habe bereits zwei große Stücke aus ihrem Oberschenkel gerissen und werde nun mit Toast beköstigt.

Der Pager schweigt. Nachdem schon die letzten Gäste mitleidige Blicke auf den verhärmten, vor Hunger zitternden Mann mit dem langen Bart werfen, ist der Ehemann geneigt, die wohlbeleibte Frau an der Fritteuse zu opfern, um seine Familie zu ernähren.

Da stellt sie, mit letzter Kraft vorm Feierabend, endlich das Bestellte auf die Theke.

Wortlos sprintet der Ehemann, den Zorn der hungrigen Gattin fürchtend, zum Auto und rast in halsbrecherischer Geschwindigkeit ins Urlaubszuhause.

Dinner for four.

„Ist es schon dunkel, Papa?“, fragt Locke.

Zwockel stopft zerkautes Toast in die Heizung.

„Ja.“, grummelt der hungrige Mann.

„Das mag ich nicht!“ ruft Locke. 

Zwockel schüttet etwas Wasser durch die Heizung – damit das Toast besser rutscht.

„Doch, das ist Fisch mit Pommes. Das magst du, das essen wir doch immer hier!“

„Ich will aber Joghurt!“, verlangt Locke, während Zwocki durchgekauten Kibbeling in die Heizung stopft.

„Joghurt gibt’s erst zum Nachtisch.“, erkläre ich.

„Ich hab keinen Hunger mehr!“, meint Locke.

„Ich hab keinen Hunger mehr!“, seufze ich, den Bauch voll mit Käsestangen.

Zwockel beobachtet fasziniert, dass in die Heizung gesteckte Pommes im Gitter kleben bleiben.

Meanwhile in einem verlassenen Fisch-Imbiss

„Haaaallooo?“, rufen vier einsame Fischfrikadellen unisono. Ihnen ist kalt.

Willkommen im Urlaub! *geseufzt*

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Bei Krümel und Chaos unterm Sofa…

Eine gefährliche Expedition.

„Was versteckt sich bei euch unterm elterlichen Sofa?“, fragt der Papa mit Hut und da schauen wir natürlich gern mal nach. Nachdem wir letztens bereits längst verloren geglaubte Schätze nebst Staubmäusen von beträchtlicher Größe unter dem Sofa gefunden hatten, hatten wir eh vor, hier mal aufzuräumen.

Der Spielzeugpakt

Ich glaube ja, dass Lotte, unser Saugroboter, mit dafür verantwortlich ist, dass so viel unter der Couch verschwindet. Das Baby spielt sowieso gern „Programmier die Lotte“ – ja, sie ist wirklich kinderleicht zu bedienen, haha (besonders toll, wenn sie nachts um zwei Uhr auf einmal losfährt und man vor Schreck senkrecht im Bett steht!) – und ich vermute, dass die beiden einen Pakt geschlossen haben: Wenn der Große mich schon nicht mitspielen lässt, verstecken wir ihm wenigstens die Brocken. Und Lotte schiebt einfach die vom Baby Beiseite geschafften Spielzeuge bei ihrer Saugrunde unters Sofa.

So ein Saugroboter ist ja eigentlich ideal: Seitdem wir Lotte haben, ist es unterm Elternbett staub-, krümel- und chaosfrei! Etwas, das vorher nur mit viel Herumrobben auf dem Boden und Extrem-Fuchteling mit dem Staubsaugerrohr möglich war. Also, wenn wir denn da mal gesaugt haben. Was wir uns immer wieder vorgenommen haben, wenn wir einmal im Jahr unseren Putzmarathon machen… Leider passt Lotte nicht unters Sofa – sie ist nur wenige Millimeter zu hoch – dann wäre die „Zone der Schande“ auch immer schön sauber.

Krümel und Chaos – was sonst?

So aber können die Staubmäuse das Spielzeug kapern und in ihrem Untersofa-Königreich schalten und walten, wie sie wollen. Vielleicht finde ich irgendwann ja auch mal die ganzen verlorenen Socken dort wieder. Oder das Bernsteinzimmer.

Was haben wir nun unterm Sofa zu Tage gefördert? Stilecht zeigte der Bick darunter erstmal: Krümel und Chaos. Jahaaaa – hier ist der Name Programm, liebe Leute! Wir eröffnen bald ein Krümelmuseum und nehmen Eintritt…

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Wir haben gefunden:

  • ein Holzschwert,
  • einen Jever-Flaschenöffner im Leuchtturmdesign,
  • zwei Cars-Crewmitglieder,
  • einen roten Stapelbecher (Juhuuu! Es fehlen nur noch sieben!),
  • ein Duplo-Zaunelement,
  • ein Duplo-Steppengras (WTF?),
  • acht bunte Duplo-Steine,
  • einen Feuerwehrmann,
  • einen Korkuntersetzer (Juhuuu! Es fehlen nur noch elf!)
  • und, meine Damen und Herren, den Roten Knopf.

Ist es DER Rote Knopf? Sollten die Staubmäuse tatsächlich die Weltherrschaft soweit an sich gerissen haben, dass sie bereits den Finger auf dem berüchtigten Roten Knopf haben? War es Lotte? War es das Baby?

Ich kann verstehen, dass Sie jetzt beunruhigt sind. Ich wäre es auch. Aber Sie müssen keine Angst haben. Ich habe mich für Sie in Gefahr begeben und habe es getan. Ich habe auf den Roten Knopf gedrückt. Ganz ohne Schutzausrüstung.

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Der Rote Knopf

Für Sie habe ich herausgefunden, ob die Staubmaus-Armee uns wirklich bedroht. Ob die Saugroboter die Weltherrschaft übernehmen wollen – oder sich vielleicht doch nur das Baby für all die Nächte rächen will, in denen wir es zum Schlafen zwangen, als die Party im Babybett doch gerade so richtig los gehen sollte.

Meine Damen und Herren: Der rote Knopf…

Quietscht.

Puuuh. Das war knapp! Ich bin zu alt für diesen Sche*ß…

Es wird ein Junge!

Vom Bauchgefühl einer Mutter in der Schwangerschaft

Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, war mir relativ früh klar, dass es ein Junge wird. Ich wusste es einfach. Gut, die Chance ist natürlich immer 50/50. Aber ich hatte ein ganz dolles „Jungs-Gefühl“. Ich hatte mir auch einen Jungen gewünscht und als der Arzt mir in der 20. Woche eröffnete, es werde ein Junge, war ich überglücklich. Freudentränen liefen mir die Wangen herunter, was der Arzt jedoch missverstand.

Zu diesem denkwürdigen Ultraschall-Termin hatte ich meinen Mann und unsere Mütter mitgebracht. Alle standen andächtig um den Ultraschallmonitor herum und bestaunten unseren Junior. Als der Arzt meine Tränen sah, versuchte er mich zu beruhigen: „Ach, Frau Chaos. Ich habe auch zwei Jungs. Das ist wirklich sehr schön!“

Im Hintergrund sog mein Mann entsetzt die Luft ein und japste „Was? Wieso AUCH ZWEI?!“ Der Arzt lachte und beruhigte uns: Ein Einling. Puuuh. Für den Anfang reichte das. Wir alle gingen danach auf den Weihnachtsmarkt und ich streichelte mir, immer noch mit Tränen in den Augen, über den Bauch. „Ein kleiner Junge!“ sendete ich per SMS an meinen Papa, Schwiegerpapa und alle, die es wissen wollten (oder auch nicht – egal).

Und so war es dann – ein gesunder, kleiner Junge wurde nach 38+5 Wochen geboren. Ein wahrer Hormon-Tsunami schwemmte mich weg. Die ersten drei Tage heulte ich ein Taschentuch nach dem nächsten mit Freudentränen nass.

Hauptsache gesund… Aber wenn ich wünschen dürfte: Ein Junge

Bei der zweiten Schwangerschaft war ich mir vom Schwangerschaftstest an sicher, es sei ein Mädchen. Das Gefühl war noch stärker als beim ersten Kind. Und das, obwohl ich mir eigentlich einen Jungen gewünscht hatte. Ein Spielkamerad für Kleinling#1 sollte es werden. Und sowieso und überhaupt war ich doch grad im Training mit Jungs. Und Mädchen sind doch so zickig. Gleichzeitig freute ich mich natürlich! Ein Mädchen! Ein Mini-Me!

Natürlich ist es unterm Strich egal, ob Junge oder Mädchen. Hauptsache gesund, und das ist nicht nur so dahin gesagt. Aber hätte ich wünschen dürfen, hätte ich mir halt einen kleinen Jungen gewünscht.

Ein Wau-wau!

Man solle die Geschwister fragen, riet mir die Freundin einer Freundin. Die wissen das einfach. Immer. Ich machte den Test und fragte Kleinling#1.

„Na, was wird das denn in Mamas Bauch? Was bekommst du? Ein Schwesterchen oder ein Brüderchen?“

Mein Sohn zögerte. Besah sich fachmännisch meinen Bauch und stellte nüchtern fest, dass ich einen „Wau-wau“ bekommen würde. Soviel dazu.

Immer wenn ich von „unserer Kleinen“ sprach, mahnte mich mein Mann, abzuwarten. Diese Schwangerschaft verlief ganz anders als die erste. Beim ersten Kind hätte ich bis zum sechsten Monat nicht einmal bemerkt, dass ich überhaupt schwanger war, hätte ich es nicht definitiv gewusst. Keine Übelkeit, keine Rückenschmerzen, nicht allzu heftige Gelüste (bis auf Tomaten und Rote Bete).

Beim Zweiten jedoch war mir die berühmten ersten drei Monate lang schrecklich übel. Nicht nur morgens, den ganzen Tag lang. Zähneputzen wurde zur Qual – ich hing bei jedem zweiten Mal über der Kloschüssel (sehr kontraproduktiv). Zudem war ich so müde und erschöpft – ich fühlte mich, als hätte mir jemand eine Bleidecke über die Schultern gelegt und damit solle ich nun Marathon laufen. Und Schokolade! Ich konnte bergeweise Schokolade essen, am liebsten Schokolade mit Salzkaramell und dazu eine mit Frischkäse gefüllte Peperoni. Echt jetzt!

Diese Unterschiede bestätigten mich in meiner Vermutung, dass ich ein Mädchen erwartete. Mein Vater hatte in der Zwischenzeit Geburtstag und wir überraschten meine Eltern an ihrem Urlaubsort. Nach der Bescherung gingen wir essen. Ich orderte heimlich Sekt für alle und ein Glas alkoholfreien für mich. Als der Sekt serviert wurde, zog ich ein weiteres Geschenk aus der Tasche und sagte „Ach, guck an! Eins hab ich ja noch für dich!“ Mein Vater packte es aus und hatte sofort stolze Opa-Tränen in den Augen: Ein Ultraschallbild, das allererste, unseres neuen Babys! „Ein Mädchen, ne?!“, stellte er sofort fest.

Willkommen auf der Hormon-Achterbahn

Ha! Also noch einer! Ich war mir meiner Sache sicherer denn je. Beim Ultraschalltermin in der 20. Woche fragte ich den Arzt „Und, können wir heute sehen, dass es ein Mädchen wird?“ Er lachte und gab sich alle Mühe. Und er guckte und guckte. Und sagte dann: „Frau Chaos – das wird ein Junge. Zu 80% ist das da ein Penis!“

Uff. Ich war sprachlos. Ich war mir doch so sicher gewesen! Natürlich freute ich mich. Mein Mann machte Luftsprünge und alle freuten sich. Nur ich war durcheinander.

Zum größten Teil mache ich für das Folgende die Hormone verantwortlich. Als ich nach Hause kam, hatte ich das Gefühl, auf einer emotionalen Achterbahn zu fahren. Schwarze Mamba. Mit extra Loopings! Ich legte mich aufs Bett und grinste breit. Ein kleiner Junge! Ein Bruder für Kleinling#1! Ein Spielkamerad! Und dann plötzlich, wie aus dem Nichts, begann ich zu schluchzen. Tränen kullerten über meine Wangen. Ich konnte nicht aufhören, zu weinen.

„Mach’s gut, meine Kleine!“ flüsterte ich. In diesem intensiven Moment, einem der intensivsten, die ich je erlebt hatte, trauerte ich um das kleine Mädchen, das nie existiert hatte ebenso, wie ich mich über den kleinen Jungen in meinem Bauch freute.

Hormone, ne?!

Ich brauchte ein wenig, um mich zu regenerieren. Als ich meinem Mann am Abend davon berichtete und bei der Erinnerung an diesen Moment wieder zu weinen begann, sah er mich verständnislos an. „Die Hormone, hm?!“ fragte er gönnerhaft.

Ja, die Hormone. Die Einbildungskraft. Was auch immer. Den Moment, hin- und hergerissen zwischen extremer Freude und unerklärlicher Trauer, werde ich nie vergessen, das hatte ich bis dahin noch niemals erlebt.

Natürlich bin ich heute glücklich mit meinen zwei Jungs und kann es mir gar nicht mehr anders vorstellen – trotz gelegentlicher Brüderkämpfe überwiegen bei den Jungs doch die freundschaftlichen Momente. Und es gibt nichts Schöneres…

Ich möchte mit diesem Beitrag lediglich vom extremen Gefühls-Chaos berichten, in dem ich mich befand – ich möchte mein Erlebnis in keinster Weise mit dem Gefühl vergleichen, tatsächlich ein Kind zu verlieren. Diesen Schmerz kann und will ich mir nicht einmal vorstellen und würde mir niemals anmaßen, einen derartigen Vergleich zu ziehen!

Wie habt ihr den Moment empfunden, als ihr das Geschlecht eures Kindes erfahren habt? Habt ihr euch überraschen lassen? Oder habt ihr gar ein Mädchen erwartet und einen Jungen bekommen – oder anders herum?

VERLOSUNG! „Krümel und Chaos“-Shopper im Wert von 20 Euro

#UPDATE 05.10.: Gewinnspiel ist beendet! Wer gewonnen hat erfahrt ihr auf unserer Facebook-Seite!

Kommentiert, um zu gewinnen – Liken und teilen erwünscht!

Der erste Monat ist vorbei und wir von Krümel und Chaos sind wirklich zufrieden! Wir haben so viel positives Feedback von euch erhalten und dafür wollen wir uns bedanken:

Wir verlosen eine exklusive, nur bei uns erhältliche „Krümel und Chaos“-Shopping Tasche im Wert von 20 Euro!

Die Tasche ist aus hochwertiger Baumwolle und hat zwei Farben: Durch den schwarzen Boden ist sie nicht allzu schmutz-anfällig, wenn sie mal auf dem Boden abgestellt wird. Ob als Shopper, Yoga-Tasche oder Wickeltasche – hier ist mega viel Platz drin!

Und dazu ist vorne unser schickes Logo drauf, welches übrigens Susanne Vogel von Vogel Konzept & Design für uns entworfen hat.

Du willst die Tasche gewinnen?

Dann lass uns einen Kommentar da! Kommentiere ab jetzt (1. Oktober 2016, 10:00 Uhr) bis zum 4. Oktober 2016, 23:59 Uhr unter diesem Blogtext oder unter dem entsprechenden Facebook-Beitrag, warum du die Tasche unbedingt haben möchtest.

Liken und Teilen ist ausdrücklich erwünscht.

Unsere Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen darf jeder.

Die Losfee zieht den Gewinner am 5. Oktober 2016. Keine Barauszahlung, keine Adressweitergabe an Dritte! Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

Den/die Gewinner/in benachrichtigen wir per E-Mail oder PN. Meldest du dich innerhalb von 7 Tagen nicht bei uns zurück, losen wir erneut aus!

Die Tasche senden wir dir per Post zu.

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Facebook steht nicht als Ansprechpartner für dieses Gewinnspiel zur Verfügung.

Wir behalten uns vor, das Gewinnspiel jederzeit zu ändern, anzupassen oder zu beenden, wenn uns dieses notwendig erscheint.

Viel Spaß und viel Glück – und noch einmal DANKE! Ihr seid spitze!

Keine Panik! Warum ich gerne weniger Angst hätte

#ichwürdegerne #Blogparade

Wie ich mich verändert habe – und wie ich gerne wäre

Mein Leben hat sich, seitdem ich Kinder habe, grundlegend verändert. Ich habe mich verändert. Das war mir natürlich bewusst – wie? Ich bin äußerlich wie innerlich weicher geworden, meine Ecken und Kanten sind runder, ich trinke beinahe keinen Alkohol mehr – mein geliebtes Feierabendglas Weißwein ist fast passé – ich mag keine Horrorfilme mehr und ertrage keine Bücher oder Filme mehr, in denen Kindern etwas geschieht. Das sind die trivialen Dinge.

Ich weiß nun, was eine Löwenmama ist. Ich weiß nun, was man alles für einen anderen Menschen tun würde. Ich erlebe alle Gefühle intensiver, tiefer und stärker. Ich weiß, wie toll es ist, wenn man seine Kinder heranwachsen sieht und die großen und kleinen Meilensteine miterlebt.

Ich weiß nun aber auch, was Angst ist. Ich weiß nun, wie es ist, wenn das Herz außerhalb des eigenen Körpers herumläuft und immer selbstständiger und selbstständiger wird.

Ein besserer Mensch dank Kindern?

Bin ich ein besserer Mensch geworden? Ja, ich denke schon. Ich bin verständnisvoller geworden, urteile nicht mehr so schnell. Ich sehe viele Dinge, die zwei Seiten haben. Schwarz-Weiß gibt es nicht mehr, dafür aber eine riesige Palette an Grautönen – weit mehr als 50…

Trotzdem bin ich weit davon entfernt, die Mutter zu sein, die ich sein möchte. Von den alltäglichen Dingen – dass ich geduldiger sein möchte, ausgeschlafener, zeitweise weniger genervt und weniger das Smartphone nutzen – mal abgesehen, sind es viel größere und wichtigere Dinge, die ich mir für meinen Alltag und mein Leben mit den Kindern wünsche.

Von ihrem ersten bis zu deinem letzten Atemzug

#ichwürdegerne weniger Angst um meine Kinder haben. Meine Jungs werden so schnell groß. Die Idee, dass ich einmal die coolste Mama der Welt sein würde, musste ich in dem Moment begraben, als ich meinen Erstgeborenen in den Armen hielt.

Der Gedanke, dass ich dieses kostbare Wesen einmal allein auf den Weg zur Schule schicken muss? Raubt mir den Atem. Der Gedanke, dass er oder sein Bruder irgendwann die Nächte durchmachen? Allein in Urlaub fahren? Oder noch schlimmer, so wie ich, für einige Zeit ans andere Ende der Welt gehen könnten? Da bleibt mir fast das Herz stehen. Trotzdem weiß ich, irgendwann wird es soweit sein und das ist auch gut so – aber ich hoffe, ich werde dann nicht verrückt vor Angst.

„Wird das irgendwann aufhören, dass man sich solche Angst und Sorgen macht?“ fragte ich kurz nach der Geburt meines ersten Kindes, von der Intensität der Gefühle – aller Gefühle – überrascht. „Nein“, war die Antwort. „Von ihrem ersten bis zu deinem letzten Atemzug, wirst du Angst um deine Kinder haben. Die Kunst ist es, sie damit nicht zu behindern, sie nicht einzuschränken und ihnen die Freiheit zu geben, die sie brauchen. Ihnen Wurzeln und Flügel  geben. Die Angst ist von jetzt an Teil deines Lebens. Das ist der Preis, den wir Mütter zahlen.“

Die Welt macht mir Angst

#ichwürdegerne weniger Angst vor der Welt haben. Terror. Krieg. Hass. Gewalt. Zwei Zwölfjährige prügeln einen Gleichaltrigen ins Koma – wegen ein paar fucking Spielkarten. Im Internet tobt der Hass und langsam scheint er herauszukriechen, in unser aller Leben zu sickern und mit seinen schwarzen, schmutzigen Fingern nach Herzen und Hirnen zu greifen.

Ich möchte, dass die Welt ein sicherer Ort ist. Ich möchte, dass meine Kinder sich sicher fühlen können. Ich möchte, dass die Menschen einander helfen, sich unterstützen und jeden Tag ihr Bestes tun.

Ich möchte meine Kinder nicht abhärten müssen, ich möchte, dass sie mit ihrer starken Empathie die Welt zu einem besseren Ort machen, an dem niemand abgehärtet sein muss, sondern die Schwachen schwach sein dürfen und die Starken stark.

Optimistisch und aufgeschlossen

#ichwürdegerne an jedem Tag optimistischer und positiver sein und meinen Kindern das mit auf den Weg geben, damit sie starke und glückliche Menschen werden, die das Gute erkennen und genießen, wenn es da ist.

#ichwürdegerne jedem Menschen und jedem Tag unvoreingenommen und aufgeschlossen begegnen – und meinen Kindern ein gutes Beispiel sein. Ich möchte mutig sein, und meinen Kindern so zeigen, was Mut ist. Ich möchte für andere einstehen und meinen Kinder zeigen, wie es sein sollte in der Welt. Gleichzeitig möchte ich, dass sie schlechte Menschen erkennen und ihnen ohne großes Federlesen den Rücken kehren. Sich nicht innerlich von ihnen vergiften und entmutigen lassen.

#ichwürdegerne die Welt in schlechten Zeiten vorspulen und in guten Zeiten alles in Slow Motion erleben und genießen. Ganz besonders die Kindheit meiner Jungs. Denn sie werden so schnell groß!

Dieser Beitrag ist Teil der #Blogparade der Zeitschrift „Leben & erziehen“, mehr darüber findet ihr hier.

Grashuggi, Guggibargie & Co.

Fremdsprachen im Kinderzimmer

„Wie sieht es mit der Sprache aus?“, fragte mich der Kinderarzt, als der jetzt Große bei der U7 stumm wie ein Fisch neben ihm saß und sich weigerte, auch nur ein Wort zu sagen. Das hat er leider von mir. „Sag mal [hier bitte ein beliebiges Wort einsetzen]!“ – Denkste! Ich sage das dann, wenn ich Lust dazu habe. Das ist mein Trotzkopf.
„Läuft!“, sagte ich. „Spricht noch viel in seiner eigenen Sprache.“ Unser Kinderarzt, der einen feinen Sinn für Humor besitzt, notierte im U-Heft „Spricht noch leonisch“ – ein Wortspiel mit dem Namen meines Sohnes.


Spracherwerb läuft von selbst, braucht aber Stimuli

Sprechen lernen ist nicht einfach und dauert. Bei dem einen Kind dauert es länger, das andere spricht schnell klar und deutlich. Der Sohn einer Freundin sprach bereits mit etwa anderthalb Jahren sehr gut (er nahm sich da wohl ein Beispiel am großen Bruder), dafür war seine motorische Entwicklung ein wenig langsamer. Der Spracherwerb bei Kindern läuft weitgehend von selbst. Anreize sollten natürlich im familiären bzw. sozialen Umfeld vorhanden sein: Kinder lernen vor allem durch zuhören. Stimulieren können Eltern dies durch das Vorlesen von Kinderbüchern, Reimen und vor allem durch viel verbale Kommunikation. Eine Übersicht zur Sprachentwicklung bei Kleinkindern gibt es hier.

Mein Sohn brauchte etwas, bis er sprechen lernte. Nicht, dass ich ihm nicht ständig etwas vorgebabbelt hätte. Wahrscheinlich dachte er sich so manches Mal genervt „Wann hält Mama endlich mal den Rand?“ Es war eher so, dass wir zu schnell reagierten, wenn er das Ärmchen ausstreckte, „Da!“ rief und wir genau wussten, was er meinte. Zudem liegt es in seinem Charakter, zu beobachten und abzuwarten, das war beim Laufen so und dann schließlich auch beim Sprechen. Ich habe mir da aber von Anfang an keinen Stress gemacht – seine Förderung zuhause war, wie sie sein sollte. Wir sprachen viel mit ihm und lasen ihm regelmäßig etwas vor. Er hatte trotzdem sein ganz eigenes Vokabular. Mit 16, so war ich mir sicher, wird er schon sprechen können. Und ich hatte Recht.


„Noch ein Boko?“

Als er mit zwei Jahren in den Kindergarten kam, holte er in nur zwei Monaten alles auf. Jetzt, mit drei Jahren, schleicht sich das Leonische, diese zauberhafte Babysprache, immer mehr aus. Das finde ich ein bisschen schade – aber einige Begriffe sind geblieben und werden wohl auch in unseren Familienwortschatz eingehen, wie das auch bei meiner Familie ist.

Bis heute verwirren meine Eltern die Frühstücksgäste, die nicht wissen, dass wir alle leicht einen an der Klatsche haben, mit der Frage „Noch ein Boko?“, was Früh-Tanjanisch für „Brötchen“ ist. Manches bleibt einfach und ich finde das ganz wunderbar. Wird es den Kindern mal peinlich sein? Vielleicht – aber da müssen sie durch, wie wir alle.
Meine Eltern erzählen bis heute gern die Geschichte, wie ich, unsicher auf den kleinen Speckbeinen stehend, den Kampfschrei „DA-DIE-BULLAAAAAA!“ ausstieß und versuchte, einem Ball hinterherzurennen. Nach drei Schritten landete ich auf dem dicken Windelpo und lachte dreckig, denn DA-DIE-BULLAAAAAA hatte ich erwischt. Vielleicht das einzige Mal in meinem Leben, dass ich einen Ball gefangen habe, aber meine Unsportlichkeit soll hier nicht Thema sein.


Die Guggiebargie und der Pingin

Einige Wörter haben sich in unseren Alltag geschlichen und werden wohl bleiben: So essen wir abends gern Buubie-Buubie (Rote Bete) und die Kinder lieben Babananen. Begriffe wie Guggiebargie (Jalousie) transformieren sich, inzwischen heißt das bei uns Roladie (Rollade plus Jalousie). Wenn wir bei Regenwetter rausgehen, ziehen wir die Gummigibbis (Gummistiefel) an und im Zoo bewundern wir den Pingin (Pinguin), während wir mit den Kleinen einen schönen Bigong (Ballon) aussuchen.
Es sind nur einige Begriffe, an denen mein nostalgisches Mutterherz gern festhalten möchte – ich plappere keineswegs ständig in Babysprache. Aber es fängt schon an, dass mein Sohn mich korrigert. „Möchtest du einen Fruckuck?“, fragte ich ihn vor kurzem. „Mamaaaa, Jokuck heißt das!“ Okay, er meint Joghurt. Ist aber auch ein schweres Wort.


Erinnerungsalbum für zukünftige Papas

Ich bin wahnsinnig gespannt darauf, was Kleinling#2 so alles erfinden wird. Wir haben ein extra Vokabelheft angelegt, in dem wir die Wortkreationen der Kinder festhalten, genauso wie besonders weise Sprüche und Fragen. Wenn die Jungs dann einmal selber Papa werden, gibt es das als besonderes Geschenk, eingebunden in ein Album, in dem ich alle möglichen Erinnerungen für die Kinder gesammelt habe – nach dem Vorbild eines Scrapbooks. Die erste Zugfahrkarte (er hätte gar keine gebraucht, aber wir wollten das Souvenir) oder das erste gemalte Kunstwerk (und es MUSS Kunst sein – oder Gekritzel). Gespickt mit Fotos, Zitaten, Geschichten und ein paar Liedtexten, die fest zum Bettgeh-Ritual gehören – allen voran das Paffemägen-Lied („Puff, the magic dragon“) – werden die mitwachsenden Bücher bestimmt eine schöne Überraschung, wenn meine Jungs einmal selbst Väter werden.
Dann wird er alt genug sein, über Appelhappel (Apfelsaft), Micky-Pause (Mittagspause), Bummeline (Spülmaschine) und Brummähm (motorisierte Fahrzeuge aller Art) ebenso herzlich zu lachen, wie wir das getan haben.

 

Was haben eure Kinder für Worte erfunden? Oder haben sie von Beginn an ganz deutlich gesprochen? Was waren eure Lieblingswortkreationen? Sind auch bei euch einige Worte in den täglichen Sprachgebrauch eingewandert?

In unserem E-Book „100 Gründe, (noch) ein Baby zu bekommen“ könnt ihr übrigens ein kleines Baby-Deutsch-Lexikon mit vielen weiteren herzallerliebsten Ausdrücken finden – über „Düpfeldudus“ schmunzeln wir bis heute!

…und wer ist eigentlich Hilde?

Eine kleine Geschichte über lustige Tippfehler.

Ihr kennt das: Man tippt eine Nachricht, mal eben so zwischendurch. Liest man später noch einmal drüber, bemerkt man, dass der Finger nicht ganz auf der beabsichtigten Taste gelandet ist. Da steht dann zum Beispiel plötzlich der „Leietkadtenmann“ in der Fußgängerzone und alle grübeln „Der WAS?!“ Manchmal ist es aber auf den ersten Blick gar nicht so ersichtlich, dass es ein Tippfehler war und das kann ziemlich witzig werden. Die meisten unserer Texte entstehen in Rohfassung am Smartphone – und was da manchmal bei rauskommt, haben wir für euch gesammelt…

Stellt euch vor, ich war letztens schwimmen. Es war ein richtig schöner Freutag – und den verbringt man wo? Natürlich – im Freubad. Einfach eine Liege nieten und in die Sonne legen, während die Kinder spielen.

Nach dem Wockeln erstmal ne Frokadelle!

Zuerst mussten aber die Kinder fertig gemacht werden. Frosch gewockelt mit kurzen Hoden machten wir uns auf den Weg. Der Kleine hatte zwar noch ein wenig Husten, aber nachdem wir ihm über Nacht eine Heulwolle-Wockel gemacht hatten, war es schon besser.

Im Freubad angekommen, welches gleich um die Ecke ist, gab es erstmal was zu fittern: Eine leckere Frokadelle mit Pimmes. Mmmmh!

Wer ist eigentlich diese Hilde?

Unser Freubad ist ein Burgerbad, das natürlich immer die Hilde von möglichst vielen Freuwilligen gebrauchen kann. Manchmal fehlen mir die Wirte, was die Ehrenamtlichen alles so auf die Beine stellen…

Ein paar Ingos (man kann nie genug Ingos haben, darum schaut am besten mal hier vorbei: www.freibad-dellwig.de) zum Freubad kann ich euch ja schonmal geben: Das wunderschöne Becken ist 50 Meter lang und hat einen Nichtschwummerbereich. Einen Kinderspielplatz mit Sanfkasten und zwei schönen Ritschen gibt es auch. Der Kinder- und Familienbereich wird beständig neu gestaltet und nimmt langsam Formen an.

Eure Mäxchen und Jungs werden viel Spaß haben – Kinder jeden Alters, und auch euer Kleinking, werden sich wohl fühlen.

Ohne Seifenstrümpfe den Schwarm anhummeln

Besonders beliebt ist das alljährliche Hundeschwimmen (am 25.9. und 9.10.2016). Da braucht ihr keine elefanten Seifenstrümpfe anzuziehen – Gimmistiefel reichen völlig aus. Pilliver und Hoden solltet ihr natürlich auch anhaben. Ist ja kein FKK.

Auch als Singlebörse taugt das Freubad. Nur Mot! Einfach mal den Schwarm, den man schon so lange angehummelt hat, ansprechen und zu einer der tollen Veranstaltungen einladen.

So. Ich setze mich nun mal besser an den Computer und nehme mir diesen Text noch einmal vor. Nicht, dass sich Tuppfehler eingeschlichen haben!

Unser Spiele-Tipp

Spiele für Kinder von drei bis sechs

Ich gebe es zu. Ich bin ein Spießer. Ich liebe Gesellschaftsspiele. Als ich noch Kind war, wurde im Urlaub weniger der Fernseher als ein Gesellschaftsspiel bemüht. Meine Eltern hatten die Zeit und selbst auch die Lust, mit mir an jedem Nachmittag Spiele zu spielen. Wir haben oft Tränen gelacht – und das Ganze durchgezogen bis ich 14 Jahre alt war. Das gehörte für mich zum Urlaub dazu.

Das ist etwas, das ich meinen Kindern gern mitgeben möchte. Ich würde sogar so weit gehen, einen speziellen Tag zum „Spiele-Tag“ zu deklarieren, beispielsweise den chronisch aktivitäten-armen Sonntagnachmittag. Das ist in der Realität wahrscheinlich schwer umsetzbar, aber versuchen kann man es.

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