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Willst du Pizza oder Schnecke? Ein Pizzateig – drei Varianten

Auch für Gäste

Ich gestehe: Ich liebe Pizza. Und die Kinder – gottseidank – auch! Eines der wenigen Gerichte, bei denen nicht genölt wird. Den Pizzateig mache ich selbst und das schöne daran ist ja dass man variieren kann. Mit Vollkorn- oder Dinkelmehl zum Beispiel. Nicht meins, aber wer mag… Die Pizza kann man für Gäste machen, die Pizzaschnecken sind ein prima Fingerfood und sie schmecken auch kalt. Nun gibt es viele Pizzateig-Rezepte und ich möchte heute meins mit euch teilen.

Ein Pizzateig – viele Möglichkeiten

Ob ihr daraus nun ein Blech Pizza macht, zwei runde Pizzen, Minipizzen mit den Kindern oder Pizzaschnecken sei euch überlassen. Ich habe sogar eine weitere Variante der Pizzaschnecken entdeckt: Käse-Rahm-Schnecken. Mir war einfach nicht nach „tomatiger“ Pizza und ich entschied mich für ein Experiment: Den Teig mit Creme Fraiche bestrichen und mit Zwiebeln und Champigons belegt, aufgerollt, geschnitten und in den Ofen – lecker! Wenn auch nichts für den schlanken Fuß.

Das Rezept für den Pizzateig

Das Rezept ist keine Hexerei. Wer mag, kann Trockenhefe nehmen, ich habe damit in letzter Zeit etwas Schwierigkeiten. Ihr solltet den Teig frühzeitig vorbereiten, ich lasse ihm 2 – 3 Stunden Zeit zum Gehen, zugedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort. Da Hefe auch im Kühlschrank geht, kann man ihn sogar am Abend zuvor vorbereiten – ähnlich wie das Topfbrot – das habe ich auch schon erfolgreich getestet. Hier nun das Rezept für 4 Personen:

Pizzateig:

300 ml warmes Wasser
1/3 Würfel Hefe (14g) oder 1 PK Trockenhefe
1 TL Salz
3 EL Olivenöl
300g Mehl

Alle Zutaten verkneten und gehen lassen (s.o.). Dann den Teig dünn zu einem Rechteck ausrollen, sodass er auf das Backblech passt. Er wirkt meistens so, als würde das niemalsnicht passen – tut’s aber!

Den könnt ihr nun, wie gesagt, mit allerlei Leckerem belegen. Für die Tomatensoße mache ich immer eine einfache Variante: passierte Tomaten mit getrockneten Italienischen Kräutern würzen, etwas Salz – fertig. Bei uns kommen Schinken, Pilze, Zwiebeln, Thunfisch oder auch mal Brokkoli und Paprika sowie Käse drauf.

15 – 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen und bei 200 Grad backen.

Derselbe Pizzateig, aber für Schnecken

Pizzateig, Pizzaschnecke

Aufgerollte Pizzaschnecke.

Variante 1:

250 g passierte Tomaten
italienische Kräuter
optional: Schinken oder Salami
geriebener Käse

Den Teig dünn zu einem Rechteck ausrollen und mit Tomatensoße bestreichen. Dann den geriebenen Käse drüberstreuen, restliche Zutaten drauflegen und von der langen Seite her zusammenrollen. Die Rolle am Ende etwas festdrücken und ein paar Minuten ruhen lassen. Dann in 3-4 Zentimeter dicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Denkt an den Abstand, wahrscheinlich braucht ihr zwei Bleche. Dann 15-20 Minuten bei 200 Grad in den vorgeheizten Backofen geben. Vor dem Essen 5 Minuten stehen lassen, denn sie werden verdammt heiß!

Variante 2:

1 Becher Creme Fraiche
Salz, Pfeffer
250g Champignons
2 Zwiebeln
1 PK geriebenen Käse

Creme Fraiche mit Salz und Pfeffer abschmecken, Zwiebel in Ringe und Pilze in Scheiben schneiden. Beides anbraten, damit es nicht zu „suppig“ wird. Teig dünn zu einem Rechteck ausrollen, mit Creme Fraiche bestreichen, Käse, Pilze und Zwiebeln verteilen und von der langen Seite her aufrollen. Die Rolle am Ende etwas festdrücken und ein paar Minuten ruhen lassen. In Scheiben schneiden, auf ein Backblech legen (Abstand!) und bei 200 Grad 15-20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Etwas abkühlen lassen und dann lasst es euch schmecken!

Pizzateig, Pizzaschnecke

Klarer Fall von Nomnom.

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Quak! Gestatten? Ich bin ein Froschkuchen.

Grüner Marzipan-Marmorkuchen für den Kindergeburtstag

Ich liebe es, zu backen.

Das weiß fast jeder. Ich backe noch viel lieber, als ich die Kuchen und Torten esse. Im Moment leidet meine Backkunst ein wenig, weil ich so viel um die Ohren habe. Aber als ich Zwockels Geburtstagstorte gebacken hatte, war ich voll im Backfieber.

Zwockels Torte.

Ich habe spontan noch einen zweiten Kuchen gemacht, den ich schon immer ausprobieren wollte – einen Froschkuchen.

Das Originalrezept ist zwar ein blauer Kuchen mit Weingummi-Haien, da letztere aber offenbar schwer zu besorgen sind, bin ich auf Frösche umgestiegen, denn ein Froschkuchen kommt bei Kindern bestimmt genauso gut an.

Natürlich könnt ihr Farbe und Verzierung frei wählen – wie wäre es mit einem rosa Schweinekuchen oder einem schwarz-gelben Bienenkuchen? Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Rezept für eine Kastenform

250 g Marzipanrohmasse
200 g Butter
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
5 Tropfen Backöl Bittermandel
250 g Mehl
100 g Speisestärke
1 TL Backpulver
2-3 EL Milch
grüne Lebensmittelfarbe

Für den Guss

100 g weiße Kuvertüre
8 – 10 grüne Candy Melts (z.B. von Wilton)
etwas Kokosfett
Weingummi-Frösche

Zubereitung

Die Marzipanrohmasse mit dem Zucker, Vanillezucker und der Butter geschmeidig rühren. Das kann etwas dauern, es sollten möglichst keine Stückchen mehr drin sein. Die Eier hinzugeben. Das Mehl und mit der Stärke und dem Backpulver verrühren und zu der Teigmasse sieben. Bittermandelöl und Milch dazugeben und gut verquirlen.

Dann wird der Teig in zwei Teile geteilt und ein Teil wird eingefärbt, hier: Grün! Die beiden Teige in eine gefettete Kastenform geben und mit einer Gabel marmorieren. Im vorgeheizten Backofen bei 150 – 175 Grad ungefähr 55 bis 60 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für den Guss die Candy Melts in der Mikrowelle anschmelzen. Die weiße Schokolade mit einem Klecks Kokosfett im Wasserbad schmelzen und die Candy Melts hinzugeben, gut verrühren. Auf den Kuchen auftragen und beliebig viele Weingummifrösche daraufsetzen.

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Viel Spaß und guten Appetit!!!

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Kreolisches Jambalaya – würzig, wärmend, vegan

Kommt mit mir ins Bayou…

Ich habe vor kurzem einen Kochkurs gemacht und euch ein tolles Rezept für den Herbst mitgebracht. Natürlich schmeckt es auch zu jeder anderen Jahreszeit – aber ich finde, in den Herbst mit seinem usseligen nasskalten Wetter passt es am besten.

Jambalaya koche ich schon seit Jahren – es ist ein Gericht, das typisch für kreolische und Cajun-Küche ist. Es gibt zahlreiche Varianten. Und ich stelle euch heute eine vegane vor.

Warum vegan?

Ich selber lebe nicht vegan, nicht einmal vegetarisch, aber ich schaue gern wortwörtlich über meinen Tellerrand. Diese Variante habe ich im Kochkurs „Vegane Schlemmerreise um die Welt“ gelernt und ich fand, es schmeckt sogar noch besser als die Version die ich kenne, mit gekochtem Schinken und Garnelen.

Wer also Lust hat auf ein wenig Bayou, eine Prise Lousiana, wer mal ohne Fleisch und tierische Produkte auskommen mag oder seine vegan lebenden Freunde überraschen und verwöhnen möchte, den lade ich herzlich auf einen kleinen Abstecher in die kreolische Küche ein.

Veganes Jambalaya

Veganes Jambalaya mit karamellisiertem Räuchertofu.

Jambalaya: Die Zutaten (für 4 Personen)

3 rote Paprika, in Stücke geschnitten
2 Stangen Staudensellerie, in Stücke geschnitten
1 Maiskolben, in Scheiben geschnitten (ca. 1-2 cm dick)
2 Zwiebeln, gewürfelt
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
4 EL Olivenöl
150 g Langkornreis
1 Msp. Koriander
2 EL Paprikapulver, süß
½ TL Pul Biber
1 Zweig Bohnenkraut
1 TL Curry
1 Msp. Fenchel, gemahlen
1 EL Tomatenmark
1 EL Agavendicksaft
750 ml Gemüsebrühe
200 g Zucchini, in Scheiben
200g Räuchertofu, 1-2 EL brauner Zucker
Petersilie
Salz, schwarzer Pfeffer

Die Zubereitung

Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze und Reis darin 3 Minuten anbraten. Gemüse (bis auf die Zucchini) hinzugeben und mitbraten, Tomatenmark und Agavendicksaft zugeben, mit Brühe auffüllen und mit geschlossenem Deckel 25 Minuten lang kochen lassen. Zwischendurch umrühren.

Tofu in Stücke schneiden, mit reichlich Öl anbraten und mit 1 – 2 EL braunem Zucker karamellisieren lassen.

Nach der Garzeit die Zucchini zum restlichen Gemüse hinzugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Petersilie hacken und den Eintopf damit bestreuen. Das Jambalaya auf tiefen Tellern anrichten und den Tofu darüber geben.

Wer es nicht vegan mag und den Räuchertofu (der in dieser Zubereitungsart wirklich gut schmeckt) weglassen will, kann beispielsweise Garnelen in Öl und Knoblauch anbraten und darüber geben.

Dazu passt übrigens ein leckerer Rotwein und Emmylou Harris mit „Jambalaya“.

Guten Appetit, ihr lieben Krümler und Krümlerinnen!

Wer noch mehr vegane Herbstküche möchte – HIER habe ich einen etwas aufwendigeren Auflauf für mein Veganinchen gekocht. Der hat tatsächlich der ganzen Familie geschmeckt!

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Ein feuriges Chili con Carne – dem Ehemann zum Geburtstag

Mein Ehemann, der junge Hüpfer, ist zwei Monate jünger als ich und hat bald Geburtstag. Und er hat sich sein Lieblingsgericht gewünscht: Chili con Carne! Das soll er haben, ihm zu Ehren nun dieses Rezept. Ihm kann es gar nicht feurig genug sein – ich lasse es seit den Schwangerschaften etwas ruhiger angehen. Ich koche es immer so, dass es sehr mild ist und stelle zusätzlich Chiliwürze, Tabasco und frische Chili zum Nachwürzen bereit.

Die Menge: Es reicht für sechs bis acht hungrige Personen. Ihr seid nur zu zweit? Kein Thema, siehe unten. Man kann es wunderbar für später einfrieren.

Die Vorteile:

  • Mag fast jeder, macht satt und glücklich.
  • Man bereitet es am besten ein bis zwei Tage vorher zu, dann kann das Chili schön durchziehen! So hat man am Tag der Feier nicht noch das Kochen vor der Brust.
  • Und: Reste lassen sich prima einfrieren! Der Mann sagt, aufgetaut schmeckt es fast noch besser.

Hier nun DAS Rezept:

300 g Kindeybohnen

1 Dose Mais

2 große Zwiebeln

2 – 3 Knoblauchzehen

2 Bund Suppengrün

Bitte verwendet nur glücklich lächelnde Paprika.

2EL Olivenöl

500 g Rinderhackfleisch

2 TL Paprikapulver

Salz, Pfeffer, Thymian

2 Lorbeerblätter

2 – 3 frische, rote Chilischoten

2 rote Paprika

 

5 Fleischtomaten

2 Tuben Tomatenmark

0,7 Liter Brühe

Die Zubereitung – bitte mit Liebe:

Den Mais und die Kidneybohnen aus ihren Dosen befreien und zum Tummeln in ein Sieb legen. Sie müssen nun geduscht werden, bis das Wasser klar ist. Dann dürfen sie eine Weile im Sieb abhängen.

Zwiebeln, Knoblauch und Suppengrün fein würfeln und in goldenem Olivenöl in einem groooooßen Topf anbraten. Das Hackfleisch hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Lorbeerblätter hinzugeben. Chilis und Paprika entkernen und fein würfeln – für die Chili zieht ihr euch am besten Einmal-Handschuhe an, es brennt sonst fies überall da, wo ihr kratzt – dann zum Hackfleisch geben.

Die Fleischtomaten müssen barbarisch gehäutet werden: Dazu ritzt ihr am Popo der Tomaten ein Kreuz ein. Als wäre das nicht schon brutal genug, werft ihr sie kurz in kochendes Wasser – 30 Sekunden pro Tomate reichen. Dann lasst ihr die armen Gemüse abkühlen, entfernt die Blüte, zieht ihnen die Haut ab und metzelt sie in Stücke. Nun dürfen sie mit in den Topf.

Gebt jetzt das Tomatenmark und die Brühe hinzu und rührt gut um. Bohnen und Mais haben nun genug gewellnesst und können auch mit rein. Lasst das Chili im offenen Topf ca. 2 Stunden lang bei niedriger Hitze vor sich hinköcheln.

Dazu schmeckt am besten ein frisches Baguette und ein kühles Bier!

Lasst es euch schmecken!

Ganz frisch verliebte Paare sollten allerdings vielleicht nach dem Verzehr die Nacht über Abstand halten… ihr versteht…

Die Banane.

Lieblingsobst meiner Kinder

Meine Kinder lieben Bananen. Oder, wie Locke sagt: Babananen. Wie die Minions. Wenn die Jungs eine Banane sehen, gibt es kein Halten mehr! Auch ich bin von Bananen ziemlich begeistert, denn man kann sie, wenn sie prima in die Hand- oder Wickeltasche stecken: Durch die praktische, dicke Schale ist das weiche Innere geschützt ist unser Lieblingsobst schnell ausgepackt und verputzt, öffnet man sie unten und nutzt den Stiel als Griff, dann bleiben sogar die Hände sauber.

Grund genug, um der gelben Paradiesfeige, wie sie früher genannt wurde, einen eigenen Artikel zu widmen.

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Habt ihr eure Bananen auch immer „falschherum“ geöffnet?

Angeberwissen: Das ist eine Beere!

Botanisch gesehen, ist die Banane eine Beere. Eine Bananenstaube trägt nur einmal Früchte und stirbt danach ab. Die gelben Obstbananen können selbst, im Gegensatz zu Wildbananen, nicht zur Vermehrung beitragen, die Staude pflanzt sich durch sich durch Schößlinge fort. Es gibt viele verschiedene Arten von Bananen – 400 bis 1.000, so die Schätzungen – darunter zum Beispiel auch rote Bananen und Kochbananen.

Ursprünglich stammt die Banane aus Südostasien, als größter Bananen-Produzent gilt Indien. Bananenstauden lieben hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen, weshalb sie auch rund um den Äquator, in den tropischen Gebieten wie z.B. der Karibik, angebaut werden.

Gesunder Tausendsassa

Bananen enthalten wenig Fett und viele Kohlenhydrate in Form von Stärke und Zucker. Je reifer die Banane wird, desto mehr Stärke hat sich in Zucker umgewandelt, desto süßer ist sie. Ideal ist sie zum Verzehr, wenn sich auf der Schale kleine braune Punkte gebildet haben. Die drei in der Banane enthaltenen Zuckerarten – Saccharose, Glucose und Fruktose – sorgen dafür, dass der Körper nicht nur schnell, sondern auch langfristig Energie bekommt.

Die Banane ist ein echtes Multitalent! Sie enthält viel Kalium, was gut fürs Herz ist und viel Vitamin B6, was gut für die Nerven ist und die Stimmung hebt, ebenso wie Tryptophan, eine Aminosäure, das vom Körper in Serotonin umgewandelt werden kann. Serotonin ist ein Hormon, das für Gelassenheit und Zufriedenheit sorgt und Gefühle wie Aggressivität, Hunger und Angst dämpft. Bananen machen also glücklich!

Auch Zink, Eisen, Phosphor und Calcium sind neben Vitamin C, Folsäure und Magnesium enthalten. Der hohe Ballaststoffgehalt wirkt außerdem sättigend und hat einen positiven Effekt auf die Verdauung.

Zudem hilft Banane bei Durchfall: Die Ballaststoffe, Pektine, quellen im Darm auf und binden so das überschüssige Wasser und ihr hoher Kalium- und Magnesiumgehalt gleicht den durchfallbedingten Mangel an eben diesem Mineralstoffen aus. Pektine findet man übrigens auch in Äpfeln, weshalb ein geriebener Apfel ebenso bei Durchfall hilft.

Machen Bananen dick?

Bananen stehen im Ruf, echte Dickmacher zu sein. Aber ist da wirklich was dran?

Eine Banane schlägt mit 88 bis 124 Kalorien zu Buche – je nach Gewicht. Das ist natürlich für ein Obst ganz schön viel. Generell kommt es aber darauf an, wie viel ihr insgesamt esst: Nimmt man mehr Kalorien auf, als man pro Tag verbraucht, nimmt man zu.

Bananen sättigen ja auch – und anders als Gummibärchen, Schokolade oder sonstiger Süßkram besitzt die Banane nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch eine Menge Ballaststoffe. Die durchschnittlich 100 Kalorien pro Stück haben noch keinen dick gemacht – da bin ich sicher. Es ist alles eine Sache der Menge. Als Sattmacher für zwischendurch eignet sich die Banane ideal, denn aufgrund der oben beschriebenen Zuckerarten macht sie langfristiger satt, als beispielsweise der mobilmachende Mars-Riegel.

Allerdings sollte, wer auf seine Figur achtet, abends auf kohlenhydrathaltige Nahrung verzichten – also auch auf Bananen. So bleibt der Insulinspiegel im Körper niedrig und greift im Schlaf eher auf seine Fettreserven zurück.

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Und die Bananenschale?

Werft die Schale nicht einfach weg! Selbst mit damit kann man noch etwas anfangen: So kann man die Innenseite der Schale für die Glattlederpflege verwenden: Taschen und Schuhe und Lederjacken kann man damit abreiben. Auch Silberbesteck und –schmuck kann man damit polieren. Probiert es aus!

Auch für die Haut soll sie ganz wunderbar sein! Reibt man mit der Innenseite über das Gesicht, soll es gegen Pickel helfen. Die Bananenschalt enthält Enzyme, die die Haut weich und zart machen.

Die Schale der Bananen ist außerdem essbar und sehr gesund – vorausgesetzt es handelt sich um Bio-Bananen. Man kann sie im Smoothie zerkleinern, backen oder braten. Das habe ich allerdings auch noch nicht ausprobiert. Wickelt man Hühnerfleisch zum Braten in eine Bananenschale, bleibt es zart und saftig.

Und nicht zuletzt ist sie natürlich ein toller Dünger. Ihr könnt sie in den Kompost werfen, kleingeschnitten unter die Blumenerde mischen, oder eine Bananenschale ins Blumengieß-Wasser legen. Eure Pflanzen werden sich freuen!

Warum ist die Banane gelb?

Die Schale der Bananen enthält eine Phenolverbindung, bioaktive Pflanzenstoffe, welche für die gelbe Farbe verantwortlich sind.

Und warum die Banane krumm ist, erfahrt ihr hier.

Ihr habt zu viele Bananen gekauft? Gibt’s nicht! Wenn ihr welche übrig habt und sie euch bereits zu braun oder zu süß sind, macht ihr einfach ein Bananenbrot daraus:

Bananenbrot

80g Margarine

150g Zucker

2 Päckchen Vanillezucker (oder 1 TL Vanillepulver)

400g Mehl

2 TL Backpulver

120 ml Milch

1 EL Puderzucker

3 sehr reife Bananen*

Backofen auf 150 Grad vorheizen (Umluft).

Zucker und Margarine schmelzen. Mehl hinzugeben, dann Backpulver einrühren. Milch und Puderzucker hinzugeben. Die Bananen pürieren und untermischen. In eine gefettete Kastenform geben und ca. 50-60 Minuten backen.

 

*Es funktioniert auch mit nur 2 Bananen, oder auch mit mehr. Angeblich kann man bis zu 8 Bananen nehmen, das habe ich selbst aber noch nicht ausprobiert.

 

Carozza mit Käse – gegrilltes Mozzarella-Toast

Lecker, blitzschnell fertig, macht satt.

Hunger! Aber keine Lust, großartig zu kochen. Warm soll es sein und 08/15 Sandwichs kann ich nicht mehr sehen. Also habe ich mir ein gegrilltes Mozzarella-Toast gemacht – Carozza nennt sich das.

Eine Kutsche mit Mozzarella bitte!

Carozza ist italienisch für Kutsche. Und ein bisschen kann man es auch so sehen: In einer Kutsche aus Toast sitzt der leckere Käse. Und das Carozza geht schnell – die Zubereitung ohne grillen dauert gerade mal 5 Minuten. Ehrlich! Ich habe die Zeit gestoppt! Die Grillzeit variiert natürlich, es kommt darauf an, ob ihr das Toast in einem Kontaktgrill oder in der Pfanne macht.

Am besten mit Kontaktgrill

Ich kann euch die Anschaffung eines solchen Grills nur empfehlen, denn ihr könnt darin nicht nur fettfrei Fleisch grillen, sondern auch Sandwiches machen – auch aus altem Brot. Ich backe öfter selbst Brot und das schmeckt, egal wie man es aufbewahrt, nach ein bis zwei Tagen latschig. Einfach Käse und Schinken dazwischen, oder Mozzarella und Tomaten, zwischen den Kontaktgrill klemmen und schon wird aus dem altbackenen Brot ein knusprig-leckerer Snack.

Was ihr für 1 Portion braucht:

1 Mozzarella (schmeckt auch mit Gouda o.ä.)

2 Scheiben Toast

2 Eier

Basilikum, Salz und Peffer

Idealerweise: Kontaktgrill

So wird’s gemacht

Die Eier in einen Suppenteller geben und mit Basilikum, Salz und Pfeffer verquirlen. Die Toastscheiben hineinlegen und wenden, einweichen lassen bis sie mit Ei vollgesogen sind. Den Mozzarella in Scheiben schneiden und ein bis zwei Scheiben zwischen die Toastscheiben legen. Die Ränder etwas andrücken.

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Nun das Toast in den vorgeheizten Kontaktgrill legen, schließen und ca. 7 bis 8 Minuten warten. Jeder Kontaktgrill ist anders, darum müsst ihr hier zu Beginn einfach etwas herumprobieren. Das Ganze geht natürlich auch in der Pfanne. Pfanne erhitzen, einen Stich Butter hineingeben und das Toast erst von beiden Seiten scharf anbraten. Hitze reduzieren und das Toast von jeder Seite ca. 6 Minuten garen. Fertig ist das Toast, wenn es sich nicht mehr aufklappen lässt (d.h. die beiden Toastscheiben sich durch das Ei fest zusammengepappt haben) und sich in der Mitte eine Beule bildet.

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Ihr könnt natürlich auch zwei Toasts gleichzeitig machen.

Das war’s auch schon. Abkühlen lassen (der Mozzarella wird verflucht heiß!) und genießen! In nicht mal 15 Minuten habt ihr ein leckeres, knuspriges Toast, das euch satt macht. So einfach kann es sein!

Guten Appetit!

Rote Nudeln – ein Rezept von der Oma

Schnell, günstig und heiß geliebt

Bevor ihr mit mir schimpft: Ja, ich weiß, das Rezept gehört nicht zu den gesündesten und ausgewogensten. Und ja, eigentlich ist eine solche Menge Ketchup auch ganz böse! Es ist halt ein Fast-Food-Gericht. Teert und federt mich nicht! Ich stimme euch zu. Aber manchmal verlangt es die Nostalgie, dass ich Rote Nudeln mache. Und manchmal ist das dann auch okay, dass es nicht das Gesündeste ist, denn es ist lecker!

Die Oma aus Dortmund

Wenn wir einmal im Monat meine Oma in Dortmund besuchten, durfte ich mir immer etwas zu Essen wünschen. Und ich wünschte mir generell nur zwei Gerichte: Entweder Matschpfanne oder Rote Nudeln. Matschpfanne, das war eine Reispfanne mit Paprika, Gehacktem und Chinagewürz. Das Rezept bekommt ihr auch noch. Mein Lieblingsgericht waren aber die Roten Nudeln.

Irgendwann ließ ich mir von meiner Oma das Rezept geben, verlor es und habe nun mit Hilfe meiner Cousine das Ganze rekonstruiert. Rote Nudeln sind ganz klar ein Kindergericht – aber auch mein Mann mag es und ab und zu überkommt mich einfach der Heißhunger darauf.

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Die Zutaten

Es geht schnell und ist günstig – vielleicht habt ihr ja auch mal diese Monate, an denen am Ende das Geld nicht mehr so locker sitzt, die Meute aber trotzdem nicht nur Wasser und Brot haben möchte. Mich haben die Zutaten knapp 7 Euro gekostet. Die Zubereitungszeit beträgt 15 Minuten, danach muss es noch für ca. 20 Minuten in den Backofen.

Nudeln mit Ketchup reloaded

Für 4 -6 Personen

400 g Makkaroni

600 g Schweinenacken

500 ml Ketchup

Cocktailtomaten (optional)

Salz, Pfeffer

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Makkaroni in drei Teile brechen und nach Packungsanweisung kochen. Inzwischen das Schweinefleisch in Würfel schneiden und in etwas Öl scharf anbraten, salzen und pfeffern. Tomaten halbieren. Nudeln abschütten und zurück in den Topf geben, mit Schweinefleisch und Ketchup vermengen.

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Dann kommt das Ganze in eine Fettpfanne – ein Blech mit hohem Rand – und wird dort verteilt. Ihr könnt es auch in einer Auflaufform machen, dann werden die Nudeln allerdings nicht so schön angeknuspert. Cocktailtomaten darüberstreuen, und das Ganze für 20 Minuten bei 180 Grad in den vorgeheizten Backofen schieben.

Die Cocktailtomaten sind übrigens für mich nur Alibi, damit es nicht ganz so arg ungesund ist, zum Originalrezept der Oma gehören sie nicht. Da mir bewusst ist, wie viel Zucker in Ketchup ist, nehme ich Light-Ketchup. Es gibt aber auch guten Bio-Ketchup, der mit weniger Zucker auskommt. Auch durch die Verwendung von Vollkorn-Makkaroni könnt ihr das Gericht ein wenig gesünder machen. Ich tu das bewusst nicht, weil es dann nicht mehr so schmeckt wie bei der Oma.

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Guten Appetit!

 

Brot backen – für Vielbeschäftigte

Zwei Brote, der Kühlschrank und ein Topf

Backen ist mein Hobby. Meine Art von Yoga quasi. Backen macht mich glücklich, leider kommt man ja mit 2 Kleinkindern eher selten dazu. Neben Kuchen, Cookies und Kleingebäck (Kennt ihr Franzbrötchen? Die sind einfach nur göttlich!) liebe ich das Brotbacken. Schon meine Oma fand das toll und nichts fühlt sich für mich heimeliger und zuhausiger an, als der Geruch von frischem Brot. Das Problem: Die Zeit. Der Teig muss ja gehen! Und geknetet werden und dann wieder gehen. Und das morgens früh? No way. Dafür hab ich keine Zeit.

Ihr schlaft, der Teig geht

Nun habe ich im Netz ein Brotrezept gefunden, dass sich perfekt für Leute mit wenig Zeit eignet und noch dazu sehr lecker ist: Das Topfbrot. Das Beste an diesem Rezept ist, dass ihr es so variieren könnt, wie ihr lustig seid. Ihr könnt das Grundrezept beliebig erweitern und beispielsweise Dinkel- oder Roggenmehl hinzufügen, Chia– oder Sesamsamen, sogar Nüsse oder Kräuter!

Ich habe das Brot nun schon unzählige Male gebacken und das Rezept entsprechend etwas verändert und angepasst.

Der Teig wird abends zusammengerührt und kommt dann einfach für einige Zeit in den Kühlschrank! Hefe benötigt zum gehen lediglich 5 Grad (aufwärts). Das Gehenlassen im Kühlschrank dauert zwar länger, tut dem Geschmack aber keinen Abbruch.

Hier kommt also mein Lieblings-Brotrezept:

Topfbrot – Rezept für 2 Brote

300 ml lauwarmes Wasser

½ Päckchen frische Hefe (21 g)

4 TL Salz

330 ml mildes Bier (z.B. Krombacher)

1 TL weißen Essig

1 kg Weizenmehl (Type 550)*

 

*oder z.B. 700 g Weizenmehl, 300g Roggen- oder Dinkelmehl hier könnt ihr experimentieren. Das empfehle ich euch aber erst, wenn ihr das Brot ein oder zweimal gemacht habt und mit Rezept und Produkt vertraut seid.

Zubereitung:

Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, wenn der Teig sehr klebt, einfach etwas mehr Mehl zugeben. Achtung: Ihr braucht eine große Schüssel oder zwei normal große! Nun lasst ihr den Teig zwei Stunden bei Raumtemperatur gehen und stellt die Schüssel dann zugedeckt (mit Frischhaltefolie, Baumwolltuch oder Deckel) in den Kühlschrank.

19.01._Topfbrot

Wenn ihr das Brot dann backen möchtet, stellt ihr einen feuerfesten Topf mit Deckel (oder einen Bräter) in den Backofen und heizt beide – Ofen und Topf – für mindestens 30 Minuten auf 250 Grad vor.

Ihr entnehmt jetzt die Hälfte des Teiges und knetet ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche kräftig durch. Nun können nach Belieben weitere Zutaten hineingeknetet werden, z.B. Leinsamen, Walnüsse, getrocknete Tomaten und Oliven, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne. Es schmeckt aber auch pur sehr gut. Wenn ihr die Zeit habt, lasst das Brot für 10 bis 20 Minuten ruhen.

Der Topf sollte nun sehr heiß sein. Nehmt ihn aus dem Ofen und werft das Brot hinein (kein Einfetten nötig, wenn der Topf heiß genug ist). Schnell den Deckel drauf und das Brot mit geschlossenem Deckel 30 Minuten lang bei 250 Grad backen.

Nach dieser Zeit den Deckel abnehmen, Hitze auf 220 Grad reduzieren und das Brot weitere 15 – 20 Minuten backen, bis es schön gebräunt ist. Auskühlen lassen und mit Butter genießen – mmmmmmh!

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Ein Topfbrot mit Leinsamen.

Noch ein paar Anmerkungen

Laut Rezept soll das Brot übrigens für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank. Ich habe auch damit experimentiert und herausgefunden, dass auch 12 Stunden bereits genügen – für Vergessliche, denen erst abends um 22 Uhr einfällt, dass sie ja noch ein Brot machen wollten, reichen sogar 8 Stunden.

Da sich der Teig im Kühlschrank sehr lange hält (angeblich bis zu 2 Wochen!), könnt ihr ihn ruhig schon frühzeitig für das Wochenende vorbereiten. Mittwochs oder donnerstags ist ideal.

Und ja, es kommt Bier ins Brot. Der Alkohol reduziert sich jedoch spätestens beim Backen, wenn er auch nicht ganz verschwindet. Wer trotzdem darauf verzichten möchte, kann beispielsweise ein mildes alkoholfreies Bier oder Weizenbier nehmen.

Da der Teig für zwei Brote reicht, seid ihr Samstag und Sonntag versorgt und niemand muss hinaus in die Kälte, um Brötchen zu holen!

 

Ich bin gespannt, ob euch das Brot schmeckt und freue mich, wenn ihr uns Fotos von euren Broten zuschickt! Auch auf eure Kreationen bin ich gespannt – ich habe einmal Honig und Walnüsse hineingeknetet und das Ergebnis war fantastisch!

Backt ihr gerne Brot? Ich freu mich, wenn ihr euer Lieblingsrezept mit uns teilt!

Hustensaft selbstgemacht

Mit Thymian, Salbei und Spitzwegerich gegen den Husten

Hustensäfte. Mit Alkohol, ohne Alkohol. Thymian, Efeu oder Chemie… Die Produktpalette ist schier unerschöpflich. Generell sollte man ja bei Medikamenten für Kinder sehr vorsichtig sein und nichts geben, was nicht mit Kinderarzt oder –ärztin abgestimmt ist. Besonders bei Schwangeren und Babys ist es wichtig, so natürlich wie möglich zu behandeln, denn die meisten Medis sind tabu! Da ist es gut, wenn man natürliche Alternativen kennt. Zwiebelsaft ist eine davon, Hustensaft aus Rettich eine weitere.

Meine Favoriten gegen Husten während der Schwangerschaft waren Thymian-Tee (zwei Teelöffel getrockneter Thymian mit heißem Wasser überbrüht, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen) und ein Hustensaft-Rezept, das ich von einer Kindergarten-Mama, deren Mann Arzt ist, bekommen habe.

Die Hautdarsteller : Thymian, Salbei und Spitzwegerich.

Drei Wunder-Kräuter

Thymian wirkt schleimlösend und antibakteriell und tatsächlich ist er in vielen industriell hergestellten Hustensäften enthalten. Das Kraut kann noch viel mehr und wurde früher als das „Antibiotikum des kleinen Mannes“ bezeichnet, aber dazu ein anderes Mal mehr – heute geht es uns um seine Wirkung bei Husten.

Gegen Halsschmerzen und Heiserkeit hilft Salbei, und die dritte Wunderwaffe ist Spitzwegerich, der vor allem dem fiesen Reizhusten zu Leibe rückt, indem er sich wie ein wohltuender Film über die gereizten Schleimhäute legt.

Das Rezept

Hustensaft – für 400 ml

400 ml Wasser

150 g Zucker

2 Esslöffel getrockneter Spitzwegerich

2 Esslöffel getrocknete Salbeiblätter

2 Esslöffel getrockneter Thymian

Alle Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Einmal kräftig aufkochen lassen und dann gute 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb abseihen und in eine sterilisierte Flasche (wenn möglich Braunglas) schütten.

Wer mag, kann auch noch einen Teelöffel Vitamin-C-Pulver (erhältlich in der Apotheke) dazugeben.

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Am besten in einer Braunglasflasche aufbewahren.

 

Der Hustensaft hält sich bis zu 2 Monate im Kühlschrank, ich habe aber nach einer Erkältungswelle in der Regel gar nichts mehr übrig. Den Kindern schmeckt er allerdings auch verteufelt gut, nicht selten erlebe ich es, dass Kleinling#1 mit gekünsteltem Husten vorm Kühlschrank steht und dramatisch „Huuuuustensaft! Ich brauche Huuuuustensaft!“, röchelt.

Ein kleines Extra: Heilwolle-Kissen – Kuschelig und hilfreich

Zusätzlich legen wir unseren Jungs in der Hustenzeit nachts noch ein Kissen mit Bio-Schafwolle oder Heilwolle auf die Brust. Auch ich selbst nutze das und empfinde die Wärme der Wolle als sehr angenehm. Das darin enthaltene Wollfett Lanolin hat eine entzündungshemmende und hautpflegende Wirkung, weshalb die Wolle auch bei wunden Babypopos empfohlen wird (hier gehen die Meinungen auseinander, bitte klärt das mit Kinderarzt oder –ärztin oder Hebamme ab).

Eigentlich soll man die Heilwolle direkt auf die Haut legen und dann mit einem Wickel fixieren, aber da ich den direkten Kontakt der Wolle mit meiner Haut überhaupt nicht mag, bin ich ein Fan der Kissen-Variante. Die könnt ihr selbst machen: Holt euch Heilwolle (in jeder gut sortierten Apotheke oder der Bahnhof-Apotheke) und steckt sie in einen Baumwoll-Kissenbezug.

Hustensaft_Hustenkissen

Unsere Schafwoll-Kissen aus dem Bääh-Shop

 

Diese Heilwolle ist natürlich sehr klinisch, da sie gereinigt wurde. Unsere Kissen haben wir in Fabienne Truffers Bääh-Shop in der Schweiz gekauft. Fabienne empfiehlt für die Kissen  richtige, echte Bio-Wolle direkt vom Schaf! Vielleicht gibt es ja einen entsprechenden Bio-Bauernhof in eurer Nähe. Die Wolle sollte dann möglichst im Herbst geschoren worden sein, denn dann ist das Schaf den ganzen Sommer lang gut „gelüftet“ worden und die Wolle riecht nicht so streng. Dann rein damit ins Kissen und auf die Brust (unter den Schlafanzug) damit!

Meine Jungs lieben ihre „Hustenkissen“ und auch ich nutze mein Kissen in der Erkältungszeit regelmäßig.

 

Hinweis in eigener Sache: Ich bin weder Kinderärztin, noch Heilpraktikerin oder Hebamme. Bitte klärt die Verwendung des Hustensaftes und der (Heil-)Wolle mit eurem Kinderarzt/eurer Kinderärztin, Heilpraktiker/in oder mit der Hebamme ab!

Dauert ein Husten länger als 8 Wochen, ist auf jeden Fall der Gang zum Arzt angeraten.

Drei kurku-tastische Alternativen zur Goldenen Milch

Zwei Smoothies und eine Sünde…

Goldene Milch finde ich lecker – wieder Erwarten auch meine Mama, die eigentlich kein Fan von stark gewürzten Speisen und Getränken ist. Aber es ist nicht für jeden etwas – also habe ich mir Gedanken gemacht, was man sonst noch Gesundes mit Kurkuma machen kann.

Wie ihr in unserem Artikel zur Zubereitung der Goldenen Milch lesen konntet, ist Kurkuma ein ziemlich guter Stoff, der das Immunsystem stärkt. Leider kann der Körper das Gewürz nicht gut verwerten, weshalb es wichtig ist, Kurkuma immer in Verbindung mit Pfeffer aufzunehmen. Das darin enthaltene Piperin sorgt dafür, dass sich die Wirkung des Kurkumas bis auf das 2000-fache verstärkt. Ist jetzt noch etwas Fett, z.B. in Form eines hochwertigen Öles, im Spiel, erleichtert es dem Körper die Aufnahme.

Mach doch mal nen Smoothie!

„Mach doch mal nen Smoothie mit Kurkuma!“, inspirierte mich unsere Sarah Krümel vor kurzem. Also habe ich experimentiert und einen sehr fruchtig-süßen, belebenden Smoothie für euch kreiert: Hier treffen Ananas, Mango und Passionsfrucht auf den herben Geschmack des Kurkumas. Die richtig belebende Wirkung kommt allerdings vom Pfeffer und – Überraschung! – vom Rosmarin, das auch seinen Weg ins Getränk gefunden hat.

Rosmarin? Ja! Dieses aromatische Gewürz passt geschmacklich hervorragend zur fruchtigen Mango und hat auch eine besondere Wirkung: Die stark duftenden Nadeln helfen gegen Müdigkeit, Völlegefühl, unterstützen den Körper bei der Stressbewältigung. Weiterhin sollen die Inhaltsstoffe des Rosmarins schmerzstillend, tonisierend, krampflösend und antibakteriell wirken. Habt ihr mit niedrigem Blutdruck zu kämpfen? Dann ist Rosmarin euer Kraut! Ihr seht schon: Ein perfekter Smoothie um an dunklen Wintertagen morgens in die Gänge zu kommen!

Die gute, alte Möhre…

Mein zweiter Smoothie ist nicht so süß und erhält Verstärkung von der guten, alten Möhre. Das in Möhren enthaltene Betacarotin, oder Provitamin A, ist ebenso wichtig für Immunsystem wie auch für Knochenwachstum und die Augen. Zusammen mit den Vitaminen D, E und K gehört auch A zu den fettlöslichen Vitaminen. Wie beim Kurkuma benötigt der Körper also die Hilfe von Fett oder eines hochwertigen Öles, um das Provitamin aufzunehmen und in Vitamin A umzuwandeln. Darum habe ich Kokosmilch in den Smoothie gemischt, das gibt dem Ganzen eine leicht exotische Note. Ihr könnt übrigens auch Kokoswasser nehmen. Im Gegensatz zu herkömmlicher Milch oder Sahne hat Kokosmilch relativ wenig Fett und ist auch für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet.

Eine Sünde, eine kurkutastische!

Während ich so vor mich hinprobierte, habe ich mich mit Kati vom Refugio getroffen, die mich ja mit ihrem Blog „Katis Rezeptgeschichten“ überhaupt erst auf die Idee mit der Goldenen Milch gebracht hatte. Zusammen haben wir überlegt, womit man Kurkuma noch so mischen kann und wir kamen auf eine tolle Idee: Schokolade!

Warum eigentlich nicht? Also habe ich schnell einen hochwertigen Kakao (bitte keine Instantmischung!) gekauft und habe angefangen, zu experimentieren. Und was soll ich sagen? Herausgekommen ist eine absolut kurku-tastische Sünde! Warme, dunkle Schokolade trifft auf würzigen Pfeffer und Kurkuma… Ein Gedicht an kalten, usseligen Wintertagen sage ich euch!

Hier endlich die drei Rezepte:

28.12._Drei kurku-tastische Alternativen zur Goldenen Milch_Bild 1 (Rosmarin)

 

Mango-Ananas Smoothie mit Kurkuma und Rosmarin – für ca. 600 ml

½ Mango

1/3 frische Ananas

1  Banane

1 Stück Ingwer

1 TL Kurkuma

½ – 1 TL weiße Pfefferkörner

1 TL Kokosöl

1 TL Rosmarinnadeln (getrocknet, frisch bitte etwas weniger)

Maracuja-Saft nach Geschmack

Mango, Ananas und Banane in Stücke schneiden und zusammen mit den anderen Zutaten in den Smoothie-Maker stecken, mit Maracujasaft auffüllen (ich mag meinen Smoothie nicht ganz so dickflüssig, darum brauche ich immer etwas mehr Saft). Ihr könnt die Pfefferkörner vorab mahlen oder im Gerät kleinhäckseln lassen. Natürlich könnt ihr auch bereits gemahlenen Pfeffer nehmen. Das Ganze gut durchmischen lassen und – am besten gekühlt – trinken.

 

Mango-Möhren-Smoothie mit Kurkuma und Kokosmilch – für ca. 600 ml

28.12._Drei kurku-tastische Alternativen zur Goldenen Milch_Bild 2 (Möhre)_kl

1 EL Leinsamen

½ Mango

1 große Möhre

1 Banane

1 TL Kurkuma

½ – 1 TL Pfeffer

1 – 2 EL Agavendicksaft

200 ml Kokosmilch

Maracujasaft

Leinsamen (enthält viel Omega3-Fettsäuren) zuerst kleinhäckseln lassen. Die Möhre in kleine Stücke schneiden, mit den übrigen Zutaten in den Smoothie-Maker geben. Mit Kokosmilch und Maracujasaft auffüllen.

 

Heiße Schokolade mit Kurkuma und schwarzem Pfeffer – für 1 Tasse

28.12._Drei kurku-tastische Alternativen zur Goldenen Milch_Bild 3 (Schokolade)_kl

200 ml Milch

1 EL Kakao

1 EL Zucker

1 TL Kurkuma

½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Sahne und Kakao-Nibs (optional)

Die Milch erwärmen und mit dem Schneebesen den Kakao einrühren. Zucker, Kurkuma und den frischen Pfeffer zugeben und gut verrühren. Als sprichwörtliches Sahnehäubchen einen Klecks Sahne und ein paar Kakao-Nibs drauf – fertig! Sündig lecker und dazu noch gesund!

 

Wenn ihr die Paste für die Goldene Milch bereits vorbereitet habt, könnt ihr natürlich auch einfach einen Teelöffel davon in euren Smoothie oder eure Schokolade mixen.