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Krümels Rundblick (8)

Unsere Lese-Empfehlungen!

Sharing is caring – ich muss das wirklich öfter machen. Meine Lesetipp-Liste ist soooo lang! Hier die neuesten Empfehlungen für euch.

Über die Einsamkeit als Mutter, die mit jedem Kind mehr wurde – und warum sie es trotzdem nochmal genauso machen würde, schreibt Julie bei Puddingklecks:

Einsam lebt das Muttertier

Wie immer empfehle ich Hallo liebe Wolke. Susanne schreibt von dem klitzekleinen Sesamkorn, das kaum spürbar, kaum sichtbar war – und trotzdem die Macht hatte, ihr Leben zu ändern.

Ein Sesamkorn, das alles veränderte

Ich habe den Artikel gelesen, um den es bei der BerlinMitteMom geht und er hat selbst mir, die ich in einer stabilen Beziehung lebe, Angst gemacht. Warum der Artikel sehr kritisch betrachtet werden muss und was verunsicherte Mamas tun können, hat Ana mit der Juramama aufgearbeitet. Toller Artikel, 110% lesenswert!

Mut statt Angst – Interview mit der Juramama zum Thema „Entsorgte Mütter“

Es ist Sommer! Habt ihr schonmal Stockbrot gemacht? Am Lagerfeuer in einer warmen Sommernacht? Hier ist ein tolles Rezept von Mamas Meal:

Das Beste Stockbrot frisch vom Feuer

Und zum Schluss noch was Lustiges von Einer schreit immer. Das kennen nun echt alle Eltern. Wir hatten letzte Woche Magen-Darm mit mehr D als M. Ich glaub, ich hab noch nie so viel Sche*ße gesehen!

The five shades of shit

Die Blogfamilia – oder: „Aaah, Hilfe! Menschen!“

„Was habe ich nur getan?“, frage ich mich am Morgen des 12. Mai.

Ich, die ich a) Menschenansammlungen und b) Fremde meide wie der Teufel das Weihwasser habe mich bei der Blogfamilia angemeldet, einer Bloggerkonferenz für Familienblogger. Ja, bin ich denn des Wahnsinns? Wer mich kennt, weiß, dass ich fast nichts so schrecklich finde, wie viele Menschen auf einem Haufen. Sind diese Menschen Bekannte, geht es schon irgendwie. Fremde? Geh mir wech…

Eigentlich wollte ich ja mit Einhorn kommen – aber dann hab ich mich nicht getraut…

Ich fühl mich wie vor ner Mathearbeit

Und da bin ich nun. Im fernen Berlin stehe ich vor dem Auto meines Mannes und fiepe erkältet vor mich hin. „Kann ich nicht doch bei euch bleiben?“, frage ich den Vater meiner Kinder.

„Jetzt spinn nicht rum! Wir sind extra 490 Kilometer gefahren! Du hast dich die ganze Woche gefreut!“

„Ja, aber jetzt freu ich mich nicht mehr. Bestimmt mögen die anderen mich nicht. Oder ich mache was Dummes! Ich stolpere bestimmt oder lasse was fallen. Oder ich renne was um…“, jammere ich düster.

„Du bist Bloggerin. Das ist eine Bloggerkonferenz. Du gehst da jetzt hin!“

Urgh!  Müde von der langen Fahrt am Vortag und der schlechten Nacht mit dem Zwockel (natürlich waren wir viel zu spät im Bett und der Wein war auch lecker) steige ich ein. Ich fühle mich wie vor einer Mathearbeit. Und dann bin ich auch schon da. Bunte Luftballons am Eingang, „Berliner Stadtmission“ steht da. Ob ich hier richtig bin?

 

Die Blogfamilia beginnt – und da sind sie alle

Nun gut. Ich bin zu früh – aber nicht die Einzige hier. „Auch Blogfamilia?“, frage ich enorm eloquent eine andere Suchende. „Ja!“ ruft Tiffy Fee freudig und schon habe ich die erste Mit-Konferenzistin kennengelernt. Meine Aufregung legt sich etwas. Dann kommt Natalia von SimplyLovelyChaos, die mindestens so nervös ist, wie ich und wenn man zusammen nervös ist, wird es irgendwie weniger schlimm.

Das Programm und der Cakepop.

Wir gehen rein, immer noch zu früh und holen unsere Namensschildchen ab. Jetzt ist die Vorfreude wieder da! Bald lern ich sie alle kennen, die ganzen Gesichter hinter den Blogs und Twitter-Accounts. Und da sind sie auch schon: Familienbetrieb, Frau Papa, Mamatized, Liniertkariert, Juramama, Tollabea, Papa mit Hut, Eine ganz normale Mama und wie sie alle heißen. Anke, meine Ansprechpartnerin bei Eltern.de stellt sich vor und ich brabble leider immer noch völlig uneloquent vor mich hin. Sorry Anke!

Um das Ganze nun abzukürzen: Das wird sich den ganzen Tag nicht ändern. Woran auch immer es liegt – ich bin völlig geflasht und komme mir winzig vor, mit meinem kleinen Krümel und Chaos-Blöglein, das ja noch ganz jung ist und zwischen den ganzen Profi-Bloggern und Bloggerinnen auf einmal sehr stümperhaft auf mich wirkt.

 

Keynote und Workshop

Autorin, Bloggerin und Journalistin Nora Imlau

Nora Imlau hält die Keynote und ich bin begeistert. Warum wir nicht so einfach nur Mamablogger sind, warum man uns nicht belächeln sollte. Sind wir „Influencer“? Ja! Wir geben dem Elternsein ein vielseitiges Gesicht. „Jede Familie kann ihren Weg gehen und jede Familie kann ihren passenden Blog dafür finden!“ Unsere Leidenschaft fürs Schreiben, fürs Bloggen, kann anderen helfen. War Schwangerschaft früher ein Thema, das eher totgeschwiegen wurde, einzige Informationsquelle das Buch von Johanna Haarer „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ von 1934 – ein Buch, das sich so falsch anfühlte, wie es war – können wir nun dankbar sein, die Vielfalt nicht nur an Sach- und Fachbüchern zu haben, sondern auch die vielen Ansichten und Erfahrungen von Bloggern und Bloggerinnen. Die Verantwortung, sauber zu recherchieren, legt uns Nora Imlau besonders ans Herz.

Dann geht’s weiter zum ersten Workshop. „Vom Blog zum Buch“ habe ich mir ausgesucht. Zwei, die’s geschafft haben, nämlich Christian Hanne vom Familienbetrieb, der das wunderbar lustige Buch „Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith“ geschrieben hat und Katja Seide, eine der Autorinnen von „Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn: Der entspannte Weg durch Trotzphasen“ erzählen von ihren Erfahrungen und erklären, was man so alles beachten muss. Reich werden vom Bestseller? Klappt nicht wirklich. Aber trotzdem ist es wohl der Traum aller, die hier sitzen, endlich ein Buch zu schreiben – auch meiner.

Workshop: Vom Blog zum Buch.

Das Tollste an der Blogfamilia: Kinder sind logischerweise willkommen! Überall quietscht und brabbelt es, es wird gestillt und gekuschelt – und die kleine Miniperle der Perlenmama hickst was da Zeug hält. Mein Herz geht auf und meine Ovarien verlangen nach einem Baby-Nachschlag!

 

Noch mehr Blogfamilia-Workshops

Nach dem Mittagessen erzählt uns Clara Moring von Tastesherriff vom Ende des Social-Media-Hypes und gibt wertvolle Tipps für Instagram, Facebook, Twitter & Co. Das Wichtigste: „Im Internet immer nett sein! Alle sind nur Menschen!“

Clara Moring gibt SoMe-Tipps

Sophie Lüttich von BerlinFreckles hält den zweiten Workshop „Wie werde ich sichtbar? Reputationsmanagement für Blogger“ und macht das bestimmt ganz toll – ich kann mich nur leider an kaum etwas erinnern, denn zur aktuellen Grundmüdigkeit hat sich das Fresskoma gesellt und ich muss mich zwingen, nicht auf der Stelle einzuschlafen.

Booooah, die anderen müssen mich ja für den Knaller halten. Ich unterdrücke ein Gähnen nach dem anderen und ein bisschen ist mir zum Heulen, denn ich wollte ein vor Elan und Spaß sprühendes Beispiel an Witzigkeit geben – und bin heute doch nur ein müder Abklatsch meiner selbst.

Bei der Gesprächsrunde „Digitalisierung und Vereinbarkeit – Fluch oder Segen“ bin ich nach drei Kaffee schon wieder etwas fitter, darauf habe ich mich schon die ganze Zeit gefreut. Die Diskussion ist wie erwartet, informativ und lebhaft. Mareice Kaiser von Kaiserinnenreich moderiert, Kirsten Frohnert (DIHK), Cornelia Spachtholz (Verband berufstätiger Mütter e.V.) und Tobias Weber von Johnnys Papablog halten, was die Namen versprechen. Die Gefahr der Entgrenzung, wenn man nicht nur immer und überall, sondern auch jederzeit und jederorts online sein und arbeiten kann und muss und soll und will, ist jedem bewusst.

Diskussionsrunde zum Thema: Digitalisierung

Ich kann nur nicken – denn so toll die Möglichkeiten sind, die sich einem bieten, so gefährlich ist es auch, dass die Grenzen verschwimmen. Familienfreundlichere Unternehmen müssen her, das Wort „Familienfreundlich“ muss nicht nur geschrieben stehen, sondern vom Chef bis zum Angestellten gelebt werden.

Die Blogfamilia-Awards werden vergeben und als Mareice den ihren bekommt, bleibt kein Auge trocken. Der sympathische Markus Bock von Verbockt und Christine Finke von Mama arbeitet räumen zu Recht die Plätze 2 und 1 ab und nun kann der gemütliche Teil starten!

Danke nochmal an Rike Drust – sie hat die Flasche mit nem Messer entkronkorkt!

Das wird heut nix mehr

Also, könnte. Wenn ich nicht so verflucht neben mir stehen würde. Nein, manchmal muss man einfach kapitulieren! Das wird nichts mehr, beschließe ich und nach dem leckeren Barbecue fahre ich mit dem Taxi zu meiner Berliner Family, bei der wir für das Wochenende wohnen. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal besser drauf bin und freue mich schon auf die nächste Blogfamilia! Ich habe viel gelernt, viele Notizen gemacht und gehe mit einer riesigen Tasche voller Goodies.

Die riesige Goodie-Bag mit Inhalt

Liebes Blogfamilia-Team: Vielen Dank! Ihr habt das Spitze gemacht – Chapeau! Berlin, ich komme wieder!