Beiträge

Gewinnt ein Krümel und Chaos ME-TIME-PAKET!

500 Likes auf Facebook?

Ihr Lieben – wir freuen uns wahnsinnig! Krümel und Chaos gefällt sage und schreibe bereits 526 Leuten!

Das schreit natürlich geradezu nach einem Dankeschön. Wir haben lange überlegt, womit wir euch glücklich machen könnten, eine schnöde Tasse oder ein gar ein Kuli war uns nicht genug.

Krümel und Chaos sagt Danke

Was macht ihr, wenn um euch herum KRÜMEL und CHAOS herrschen? Also, meistens muss man erstmal putzen oder wischen. Vielleicht sich aufregen. Je nach Tagesform und Chaos-Art legt man auch mal ein Heulerchen ein… Vielleicht lacht ihr einfach nur noch darüber – aber es hilft ja nichts: Man muss es aufräumen. Und wenn dann alles geschafft und das Tagwerk vollbracht ist, die Kinder im Bett liegen und selig schlummern?

Dann könnt ihr euch hoffentlich alle eure Me-Time nehmen!

Und wir wollen euch helfen, diese Zeit für euch so richtig genießen zu können.

Darum könnt ihr  heute ein exklusives Krümel und Chaos ME-TIME-PAKET gewinnen.

Das besteht aus:

  • einem supertollen Putztuch, damit ihr das Chaos schneller wegwischen könnt
  • einer Tafel „Auszeitnehmer„-Schokolade für die Nerven
  • und einem Fläschchen Prosecco, das ihr aus eurem
  • absolut einzigartigen Krümel-und-Chaos-Sektglas trinken könnt!

Me-Time-Paket

Unser Geschenk für euch.

Dieses Sektglas gibt es derzeit nur ein einziges Mal auf der Welt – wenn ihr es wollt, gehen wir irgendwann damit in Serie – aber hier ist der einzigartige Prototyp!

Um das Me-Time-Paket zu gewinnen müsst ihr einfach nur einen Kommentar unter diesem Artikel oder dem entsprechenden Facebook-Post hinterlassen und uns verraten, was euch an Krümel und Chaos am besten gefällt!

 

Die Teilnahmebedingungen der Verlosung:

Teilnehmen darf jeder.

Das Gewinnspiel beginnt am 03.08.2017, mit Veröffentlichung dieses Artikels und endet am Montag, dem 07.08.2017, um 23:00 Uhr.

Der/Die Gewinner/in wird am  08.08.2017 ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Deine Adresse geben wir selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

Den/die Gewinner/in benachrichtigen wir per E-Mail oder PN. Meldest du dich innerhalb von 7 Tagen nicht bei uns zurück, losen wir erneut aus!

Das Me-Time-Paket kommt per Post, alle weiteren Informationen per E-Mail/PN.

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Facebook steht nicht als Ansprechpartner für dieses Gewinnspiel zur Verfügung.

Wir behalten uns vor, das Gewinnspiel jederzeit zu ändern, anzupassen oder zu beenden, wenn uns dieses notwendig erscheint.

Und jetzt: Viel Glück!

Hallo, lieber Müllmann!

An den frierenden Mann vom Entsorgungsbetrieb

Hallo lieber Müllmann. Oder bist du ein Müllwerker, Mülllader, eine Fachkraft für Entsorgung oder gar ein Manager für Abfallbehälterentleerung? Auf Italienisch bist du der „Netturbino“, auf Spanisch „El Basurero“. Das hört sich fast an, wie ein Superheld!

Wie möchtest du genannt werden? Ich weiß es nicht und eigentlich ist das ja auch egal. Denn darum geht es hier gar nicht.

Wir haben auf der Lauer gelegen

Als du in der letzten Woche unsere Mülltonnen geleert hast, haben wir dich gesehen. Nicht zufällig – nein, du wurdest sehnsüchtigst erwartet. Wir haben dir aufgelauert – uns seit dem Vorabend gefreut – und dich dann beobachtet.

Dann, als wir endlich das bekannte Gerumpel deines großen Autos hörten, sind wir zum Fenster gerannt und haben dir zugesehen, wie du den schweren Windelsack hochgewuchtet hast und unsere Mülltonne in die Schüttvorrichtung eingehängt, den Knopf gedrückt und sie mit dreimaligem „Bam, bam, bam!“ geleert hast.

Leuchtende Augen

Du hast uns nicht gesehen. Du warst dick eingemummelt und nur die Augen guckten unter der dicken Mütze hervor. Mit deinen dicken Handschuhen hast du dann wieder nach der Stange gegriffen, bist auf deinen Tritt geklettert und um die Ecke gefahren.

Du hast sie nicht gesehen, die leuchtenden Kinderaugen, die dich vom Fenster aus beobachtet haben. Zwei paar Augen, die gebannt jeden Handgriff verfolgt haben und zwei kleine Münder das Leeren der Mülltonne mit begeistertem „Bam! Bam!“ quittierten. Kleine Hände klatschten und kleine Herzen freuten sich.

Kaum warst du mit dem Auto verschwunden, rannten kleine Kinderfüße zurück ins Wohnzimmer, um mit den Müllmann-Fanartikeln zu spielen, die sich dort angesammelt haben.

Müllspielzeug_2

Dies ist nur eine kleine Auswahl an unserem „Müllspielzeug“-Angebot…

Du schaust so traurig

Lieber Müllmann – ich kann nicht sagen, ob das dein Traumberuf war. Als kleiner Junge vielleicht, aber als Erwachsener? Wirklich glücklich schaust du nie, wenn du hier vorbeikommst.

Klar, du hast einen echten Knochenjob! Einer muss ihn ja machen und vielleicht hast du einfach irgendwann das kürzere Hölzchen gezogen. Du bist bei Wind und Wetter draußen. Ob es schneit, stürmt, saukalt ist oder heiß, ob es hagelt, nieselt oder Bindfäden regnet!

Dein Job ist weiß Gott kein Hochglanzberuf! Du schaust griesgrämig, manchmal traurig, du lächelst fast nie.

Aber du machst jemanden sehr, sehr glücklich.

Du bist ein Held!

Lieber Müllmann, für zwei kleine Jungs bist du der Held! Du bist der Protagonist ihrer Bücher, die Verkörperung der Müllmann-Spielfigur. Du bist das Vorbild, zu dem sie aufschauen. Du bist der, der sie einmal sein möchten.

Du bist der Grund, dass mein Dreijähriger Worte wie „Schüttvorrichtung“, „Recycling“ und „Aufbereitungsanlage“ kennt. Du bist der Grund, dass er bereits mit zwei Jahren Plastik-, Rest- und Papiermüll trennen konnte. Den Müllkalender kann er auswendig. Vor kurzem sagte er „Ich mag am liebsten Montage: Da kommt immer die Müllabfuhr!“

Lieber Müllmann: Du bist ein Held.

Danke!

DANKE FÜR 300 LIKES

Verlosung: Die Krümel und Chaos-Kaffeetasse hat Natalia gewonnen!

 

Pünktlich zu Silvester hatte unsere Krümel und Chaos-Facebook-Seite 200 Likes! Und nun – knapp ein Monat ist vergangen – haben wir mit euch den nächsten Meilenstein erreicht:

300 Likes und inzwischen sogar mehr!

Überragende Zahlen

Wir freuen uns über so viel Zuspruch und möchten euch danken! Ihr habt Krümel und Chaos fantastische Zahlen beschert – nicht nur auf Facebook. Sage und schreibe 32.773 Besucher haben sich seit dem Start im September auf unserem Blog herumgetrieben – und 7.000 davon allein in diesem Januar!

So kann es – so soll es weitergehen!

Aber ohne euch haben wir keine Chance, darum freuen wir uns, wenn ihr uns auch 2017 weiterhin begleitet. Wir sind glücklich dass wir euren Nerv treffen mit unseren Beiträgen, dass wir euch berühren, unterhalten und zum Lachen bringen.

Dankeschön

Als kleines Dankeschön verlosen wir heute eine Krümel und Chaos-Kaffeetasse! Noch gibt es davon erst 3 Stück weltweit, denn wir suchen emsig nach schönen Dingen für euch und probieren vieles aus.

Die Tasse soll euch ein Anker in eurem Chaos sein, damit ihr in den ganzen Krümeln nicht ertrinkt.

DSC_0037

Außen weiß, innen schwarz mit unserem wunderschönen Krümel und Chaos-Logo

Ihr möchtet sie gewinnen?

Dann lasst uns unter diesem Blogartikel oder dem dazugehörigen Facebook-Post einfach einen Kommentar da!

Sagt uns, was ihr am liebsten aus der Tasse trinken möchtet, um im chaotischen Alltag nicht die Fassung zu verlieren. Ist es Kaffee, Tee, Milch oder Kakao? Ich hab mir sagen lassen, dass auch Glühwein ganz gut daraus schmecken soll, aber der ist natürlich nicht so alltagstauglich!

 

Die Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf jeder.

Das Gewinnspiel beginnt am 27.01.2017, 14:00 Uhr und endet am Sonntag, dem 29.01.2017, um 23:00 Uhr.

Der/Die Gewinner/in wird am 30.01.2017 ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Deine Adresse geben wir selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

Den/die Gewinner/in benachrichtigen wir per E-Mail oder PN. Meldest du dich innerhalb von 7 Tagen nicht bei uns zurück, losen wir erneut aus!

Die Tasse kommt per Post, alle weiteren Informationen per E-Mail/PN.

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Facebook steht nicht als Ansprechpartner für dieses Gewinnspiel zur Verfügung.

Wir behalten uns vor, das Gewinnspiel jederzeit zu ändern, anzupassen oder zu beenden, wenn uns dieses notwendig erscheint.

Und jetzt: Viel Glück!

Der Blog – Mein Denkarium.

Danke, dass ihr zuhört.

Manchmal kommt ein Gedanke in meinen Kopf und bleibt hängen. Er hakt sich mit seinen Widerborsten fest und es dauert nicht lange, bis Wörter sich darum herum ranken. Sie sprießen wie Unkraut und schlängeln sich durch mein Gehirn, wo sie sich an Informationen und Erinnerungen hängen, die irgendwo verstaut sind. Sie werden zu Sätzen und ich kann nicht aufhören zu formulieren.

Wenn ich das dann nicht sofort aufschreibe – in mein Notizbuch, ins Handy oder auf dem Laptop – bekomme ich später bestenfalls eine Kopie des ursprünglichen Gedankens hin. Aber der richtige Text, der direkt mit Kopf und Herz komponiert wurde, ist dann nicht mehr verfügbar.

Meine Gedanken sind kleine Stalker

Das heißt aber nicht, dass er mich nicht immer wieder heimsucht. Wie gesagt: Der ursprüngliche Gedanke hat Widerborsten, mit denen er sich überall festhakt. Er kommt immer wieder, ich beginne, davon zu träumen, er „überfällt“ mich in den unmöglichsten Situationen – wo natürlich keine Zeit zum Schreiben ist.

Diese unausgegorenen Gedanken stalken mich, wo sie nur können und versauen mir das entspannte Schaumbad (das schon echt nicht häufig vorkommt), sie suchen mich unter der Dusche heim oder verfolgen mich abends beim Einschlafen.

Früher habe ich mich stalken lassen und habe oft wachgelegen, weil diese immer wiederkehrenden Gedanken mich nicht haben schlafen lassen.

Mein Denkarium

Jetzt schreibe ich sie auf. Wie bei Albus Dumbledore, ist der Blog zu meinem Denkarium geworden. Er hatte es mit seinem Zauberstab zwar eklatant einfacher, seinen Gedanken loszuwerden – aber das Ergebnis ist dasselbe: Der Gedanke ist weg und befindet sich da, wo er mich nicht mehr stören kann. Jederzeit kann ich die Texte noch einmal lesen, sie verändern und verbessern – manchmal löschen. Aber indem ich sie aufgeschrieben habe, verarbeite ich vieles, überdenke es neu und vor allem: Gebe dem Gedanken einen Platz.

#NoMobbing

Aber warum schreibe ich das nicht alles in ein Tagebuch, sondern veröffentliche es? Muss das wirklich sein? Gutes Argument. Aber ja, es muss sein. Bestes Beispiel ist unser Beitrag zur Blogparade #NoMobbing gewesen. Da war ein kleines Mädchen, Mobbing-Opfer, die Eltern wussten sich keinen Rat mehr und initiierten diese Blogparade. Und dem kleinen Mädchen hat es geholfen, über die Erfahrungen anderer zu lesen und es sah: Es kann jeden treffen, es hat nichts falsch gemacht, es ist nicht schuld! Es hat ihm Kraft und Mut gegeben und es konnte den Mobbern schließlich die Stirn bieten! Die Reaktionen auf diesen Artikel waren durchweg so positiv, dass wir sicher sind: Wir haben etwas bewirkt. Wir haben anderen Leuten Kraft und Mut gegeben – nur durch ein paar Worte.

„Mein Kind ist nicht wie andere…“

Auch Mareike, die mit ihrer Geschichte an unserer Reihe Chaos auch bei… teilgenommen hat, hat wundervolle Reaktionen erfahren. Zuspruch, Mitgefühl und viele gute Wünsche waren die Reaktionen auf unseren Artikel und wir konnten so auf den seltenen Gendefekt ihrer Tochter aufmerksam machen.

„Ich hätte es so nicht in Worte fassen können, dennoch habe ich das Gefühl, es kommt genau so von mir“, sagte Mareike nach der Veröffentlichung zu mir.

Bis heute ist die Story über Mareike und Ella unser erfolgreichster Beitrag!

Danke!

Danke, dass Ihr alle den Blog so fleißig lest, teilt und kommentiert zeigt mir, dass es nicht nur meine persönlichen Denkereien sind, sondern auch in euch etwas auslösen: Sie bringen euch zum Lachen oder zum Weinen, machen euch nachdenklich, bringen euch dazu, mit den Augen zu rollen oder lösen einfach nur Zustimmung aus – „Das kenne ich auch!“, „Genau wie bei uns!“ oder „Als hättest du direkt in meinen Kopf geguckt!“ waren nur einige eurer Kommentare.

Und wisst ihr was? Das tut mir gut! Ich freue mich, wenn ich euch die Geschichte erzählen kann, die sich aus dem strubbeligen, kleinen Gedanken entwickelt hat. Das mit euch zu teilen macht mir Freude, auch wenn manche Themen nicht ganz einfach sind.

„Was machen Sie eigentlich beruflich?“ wurde ich vor kurzem gefragt und ich konnte ganz stolz sagen „Ich bin Geschichtenerzählerin!“ – denn ja! Das bin ich. DAS BIN ICH. Das ist mein Herz, das ist meine Seele. Ich bin Geschichtenerzählerin – und nichts anderes wollte ich immer sein!

Dieser Blog ist mein Herzensprojekt. Jeder Text, jede Geschichte kommt aus dem Herzen, aus persönlicher Inspiration und ist aus diesem kleinen, anhänglichen Funken entstanden, der sich irgendwann in meinem Kopf entzündet hat.

„Sei frech und wild und wunderbar!“ (A. Lindgren)

Danke für 2016 – und dass ihr diesen erst vier Monate alten Blog so gerne lest.

Ich freue mich auf 2017 und wünsche euch allen einen wunderbaren Start ins neue Jahr! Feiert, als gäbe es kein Morgen! Liebt, als wäre morgen alles vorbei! Lebt, als wäre es euer letzter Tag!

Und dann, im neuen Jahr, sehen wir uns alle wieder – leicht verkatert, müde und voller Vorfreude auf das Jahr, das da ganz frisch und unberührt vor uns liegt, wie ein Buch mit leeren Seiten.

Schreibt eure Geschichte – und lasst uns teilhaben an euren Gedanken, Gefühlen und Abenteuern!

Macht es, wie Astrid Lindgren es gesagt hat: Seid frech und wild und wunderbar!

Fühlt euch gedrückt!

Eure Tanja

von Krümel und Chaos

Danke ist nicht nur ein Wort…

Kleine Dinge – große Wirkung

Ich hasse diese Orangensaft-Werbung. Die, in der die Mutter, mitten in ihrer super strahlendweißen Wohnung stehend, gesteht: „Den Kindern ‚Bitte‘ und ‚Danke‘ beibringen? Daran arbeiten wir noch. Hier im Haus für Ordnung sorgen? Schwierig! Die Gesundheit meiner Familie schützen? Ganz einfach.“ Lobend erwähnen müssen wir ja, dass es dort familiär chaotisch, nicht steril zugeht, und das Punkt zwei der „Daran-arbeiten-wir-noch-Liste“ ist.

Aber als ich die Werbung zum ersten Mal sah, dachte ich, ich hätte mich verhört. Ich meine, bitte, wir reden hier über Orangensaft aus einer Plastikflasche. Wie gesund das ist, darüber kann man streiten. Natürlich ist mir die Gesundheit meiner Kinder wichtiger als alles andere – aber an Bitte und Danke arbeiten wir noch? Es ist ja nicht so, dass dafür etwas anderes, wie die Gesundheit, auf der Strecke bliebe. Man wird ja nicht vor die Wahl gestellt, seine Kinder gesund zu ernähren oder ihnen höfliche Umgangsformen beizubringen – das geht parallel! Ehrlich!

Bitte, Danke und Gesundheit

Ich gehöre vielleicht zu einer aussterbenden Art (bitte sagt, dass es nicht so ist) – aber für mich sind Bitte und Danke eklatant wichtige Wörter. Mein Sohn beherrschte sie bereits mit Zwei und wendet sie heute ganz selbstverständlich an. Gut, manchmal muss ich ihn an der Wursttheke mit einem oberlehrerhaften „Was sagt man?“ erinnern, aber meistens klappt das von selbst. Auch Gesundheit sagt er, wenn jemand niest. Laut Knigge ist das zwar neuerdings unfein – man soll es großzügig überhören – ich finde es aber nach wie vor nett, jemandem Gesundheit zu wünschen, wenn er ein solches akustisch wahrnehmbares Krankheitsanzeichen äußert.

Warum sagt man „Gesundheit?“

Im Mittelalter, als die Pest grassierte, wünschte man sich so selbst Gesundheit, nicht dem Anderen. „Nicht die feine Art“, findet die Welt. Aber heute? Das Mittelalter ist schon lange vorbei und nur weil etwas damals recht egoistische Gründe hatte, muss es doch heute nicht künstlich zur Unhöflichkeit hochstilisiert werden. Fragt doch mal eure Bekannten! Die Mehrzahl wird denken, man wünscht dem Niesenden auf diese Weise „Gute Besserung“. Und das ist doch nett.

Ich komme, das muss man dazu sagen, aus einer sehr höflichen Familie. Wir haben sogar Gesundheit gesagt, als seinerzeit unser Hund geniest hat! In einem meiner vielen Babybücher stand, man solle bereits dem kleinen Baby, dem winzigen Säugling, gegenüber Bitte und Danke sagen. Als ich meinem Mann dies vorlas, sagte er lapidar „Wieso? Machst du doch schon!“ und da fiel es mir auf: Ganz unbewusst bedankte ich mich bei meinem Baby, wenn es mir beispielsweise ohne sich zu sträuben das Ärmchen hinhielt, damit ich ihm den Pullover anziehen konnte. Meinen „Kommandos“ schob ich immer ein Bitte hinterher. Und das ganz automatisch, unbewusst.

Ein „Thank you!“ für den Busfahrer. Wofür? Einfach fürs Bus fahren.

1_foto_danke_2

Es muss ja nicht immer gleich ein Kuchen sein…

Als ich vor kurzem mit australischen Freunden die Burg Altena besuchte, wurde ich wieder daran erinnert, wie viel höflicher die Leute Down Under sind. Wir betraten einen Raum mit mittelalterlichen Ausstellungsstücken. Es war ein Vormittag unter der Woche und es war nicht viel los. Ein gelangweilter Angestellter saß an seinem Tischchen in besagtem Raum, und passte auf, dass sich niemand auf den Thron setzte, der nicht König ist. Mein Mann und ich gingen durch den Raum und – Schande über uns – übersahen den Herrn, dessen Aufgabe ja auch irgendwie ist, unsichtbar zu sein, solange er nicht eingreifen muss. Meine australischen Freunde aber blieben vor ihm stehen und bedankten sich mit artigem „Thank you, mate!“

Und da fiel mir wieder ein, wie befremdet ich war, als ich in Sydney zum ersten Mal mit dem Bus fuhr: Jeder der Fahrgäste bedankte sich beim Aussteigen beim Fahrer. Am Anfang fand ich das sehr amüsant, hatten die Fahrer doch manchmal einen Affenzahn drauf, der uns Fahrgäste fast aus den Bänken kegelte. Auch das Aussteigen an der richtigen Bushaltestelle war für mich noch kompliziert, denn an den Bushalteschildern steht nicht, wie bei uns, gut sichtbar der Name der Haltestelle, weshalb meine ersten Busfahrten eher einem Glücksspiel glichen.

Aber sich zu bedanken, dafür, dass der Busfahrer tut, wofür er bezahlt wird? Das fand ich komisch. Heute schäme ich mich dafür. Im Laufe der Zeit gewöhnte ich mir an, ein fröhliches „Thank you!“ durch den Bus zu rufen. Es wurde mir zur Gewohnheit und schon nach kurzer Zeit fand ich es völlig richtig und passend – und konnte Ausländer daran erkennen, dass sie ohne Dank aus dem Bus stiegen.

Wieder in der Heimat – ich fahre hier nur selten Bus – rief ich dem Busfahrer beim Aussteigen ein lautes „Danke!“ zu… Und Fahrer wie auch Fahrgäste sahen mich an, als hätte ich unaufgefordert den „Ententanz“ hingelegt. Singend. Im rosa Frosch-Pyjama.

Danke und Bitte, statt Chinesisch und Englisch

Danke ist für mich ein kleines Wort, das mir keinen Zacken aus der Krone bricht, und doch so viel mehr ist, als nur ein Wort. Es drückt Wertschätzung aus. Es sagt meinem Gegenüber „Ich habe dich gesehen und wahrgenommen.“ Oder „Ich finde es gut, was du machst!“ Es sagt der Kassiererin, die an einem heißen Sommertag schon unzählige missgelaunte Kunden hatte „Ich sehe, was du tust. Ich möchte nicht mit dir tauschen, einer muss es aber tun. Schön, dass es dich gibt.“

Immer öfter bekomme ich nun mit, wie gut es den Leuten tut, wenn man sich bedankt – und zwar nicht nur ein beiläufiges Danke hinrotzt, sondern ein sonniges, von Herzen kommendes, gelächeltes DANKE! mit Blickkontakt zustande bringt. Das tut gar nicht weh, kostet nichts und es kann, für das Gegenüber, einen schlechten Tag in einen guten verwandeln.

„Wissen Se watt, junge Frau? Datt tut ma richtich gut, datt sich auch ma einer bedankt. Ich mach hier ja nur die Kasse, aber so’n Danke, datt macht einem den Tach schon schön. Machen leider die wenigsten Kunden! Die meisten sagen nich ma Guten Tach!“, sagte die Kassiererin im Baumarkt vor Kurzem.

Darum finde ich es wichtig, seinen Kindern, bevor sie Chinesisch und Englisch lernen, bevor sie Geigenunterricht und Klavierstunden bekommen und obwohl sie Orangensaft trinken – ja, verdammt, sobald sie sprechen können, Bitte und Danke beizubringen. Es macht einen Unterschied.