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Kreolisches Jambalaya – würzig, wärmend, vegan

Kommt mit mir ins Bayou…

Ich habe vor kurzem einen Kochkurs gemacht und euch ein tolles Rezept für den Herbst mitgebracht. Natürlich schmeckt es auch zu jeder anderen Jahreszeit – aber ich finde, in den Herbst mit seinem usseligen nasskalten Wetter passt es am besten.

Jambalaya koche ich schon seit Jahren – es ist ein Gericht, das typisch für kreolische und Cajun-Küche ist. Es gibt zahlreiche Varianten. Und ich stelle euch heute eine vegane vor.

Warum vegan?

Ich selber lebe nicht vegan, nicht einmal vegetarisch, aber ich schaue gern wortwörtlich über meinen Tellerrand. Diese Variante habe ich im Kochkurs „Vegane Schlemmerreise um die Welt“ gelernt und ich fand, es schmeckt sogar noch besser als die Version die ich kenne, mit gekochtem Schinken und Garnelen.

Wer also Lust hat auf ein wenig Bayou, eine Prise Lousiana, wer mal ohne Fleisch und tierische Produkte auskommen mag oder seine vegan lebenden Freunde überraschen und verwöhnen möchte, den lade ich herzlich auf einen kleinen Abstecher in die kreolische Küche ein.

Veganes Jambalaya

Veganes Jambalaya mit karamellisiertem Räuchertofu.

Jambalaya: Die Zutaten (für 4 Personen)

3 rote Paprika, in Stücke geschnitten
2 Stangen Staudensellerie, in Stücke geschnitten
1 Maiskolben, in Scheiben geschnitten (ca. 1-2 cm dick)
2 Zwiebeln, gewürfelt
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
4 EL Olivenöl
150 g Langkornreis
1 Msp. Koriander
2 EL Paprikapulver, süß
½ TL Pul Biber
1 Zweig Bohnenkraut
1 TL Curry
1 Msp. Fenchel, gemahlen
1 EL Tomatenmark
1 EL Agavendicksaft
750 ml Gemüsebrühe
200 g Zucchini, in Scheiben
200g Räuchertofu, 1-2 EL brauner Zucker
Petersilie
Salz, schwarzer Pfeffer

Die Zubereitung

Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch, Gewürze und Reis darin 3 Minuten anbraten. Gemüse (bis auf die Zucchini) hinzugeben und mitbraten, Tomatenmark und Agavendicksaft zugeben, mit Brühe auffüllen und mit geschlossenem Deckel 25 Minuten lang kochen lassen. Zwischendurch umrühren.

Tofu in Stücke schneiden, mit reichlich Öl anbraten und mit 1 – 2 EL braunem Zucker karamellisieren lassen.

Nach der Garzeit die Zucchini zum restlichen Gemüse hinzugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Petersilie hacken und den Eintopf damit bestreuen. Das Jambalaya auf tiefen Tellern anrichten und den Tofu darüber geben.

Wer es nicht vegan mag und den Räuchertofu (der in dieser Zubereitungsart wirklich gut schmeckt) weglassen will, kann beispielsweise Garnelen in Öl und Knoblauch anbraten und darüber geben.

Dazu passt übrigens ein leckerer Rotwein und Emmylou Harris mit „Jambalaya“.

Guten Appetit, ihr lieben Krümler und Krümlerinnen!

Wer noch mehr vegane Herbstküche möchte – HIER habe ich einen etwas aufwendigeren Auflauf für mein Veganinchen gekocht. Der hat tatsächlich der ganzen Familie geschmeckt!

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Ein feuriges Chili con Carne – dem Ehemann zum Geburtstag

Mein Ehemann, der junge Hüpfer, ist zwei Monate jünger als ich und hat bald Geburtstag. Und er hat sich sein Lieblingsgericht gewünscht: Chili con Carne! Das soll er haben, ihm zu Ehren nun dieses Rezept. Ihm kann es gar nicht feurig genug sein – ich lasse es seit den Schwangerschaften etwas ruhiger angehen. Ich koche es immer so, dass es sehr mild ist und stelle zusätzlich Chiliwürze, Tabasco und frische Chili zum Nachwürzen bereit.

Die Menge: Es reicht für sechs bis acht hungrige Personen. Ihr seid nur zu zweit? Kein Thema, siehe unten. Man kann es wunderbar für später einfrieren.

Die Vorteile:

  • Mag fast jeder, macht satt und glücklich.
  • Man bereitet es am besten ein bis zwei Tage vorher zu, dann kann das Chili schön durchziehen! So hat man am Tag der Feier nicht noch das Kochen vor der Brust.
  • Und: Reste lassen sich prima einfrieren! Der Mann sagt, aufgetaut schmeckt es fast noch besser.

Hier nun DAS Rezept:

300 g Kindeybohnen

1 Dose Mais

2 große Zwiebeln

2 – 3 Knoblauchzehen

2 Bund Suppengrün

Bitte verwendet nur glücklich lächelnde Paprika.

2EL Olivenöl

500 g Rinderhackfleisch

2 TL Paprikapulver

Salz, Pfeffer, Thymian

2 Lorbeerblätter

2 – 3 frische, rote Chilischoten

2 rote Paprika

 

5 Fleischtomaten

2 Tuben Tomatenmark

0,7 Liter Brühe

Die Zubereitung – bitte mit Liebe:

Den Mais und die Kidneybohnen aus ihren Dosen befreien und zum Tummeln in ein Sieb legen. Sie müssen nun geduscht werden, bis das Wasser klar ist. Dann dürfen sie eine Weile im Sieb abhängen.

Zwiebeln, Knoblauch und Suppengrün fein würfeln und in goldenem Olivenöl in einem groooooßen Topf anbraten. Das Hackfleisch hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Lorbeerblätter hinzugeben. Chilis und Paprika entkernen und fein würfeln – für die Chili zieht ihr euch am besten Einmal-Handschuhe an, es brennt sonst fies überall da, wo ihr kratzt – dann zum Hackfleisch geben.

Die Fleischtomaten müssen barbarisch gehäutet werden: Dazu ritzt ihr am Popo der Tomaten ein Kreuz ein. Als wäre das nicht schon brutal genug, werft ihr sie kurz in kochendes Wasser – 30 Sekunden pro Tomate reichen. Dann lasst ihr die armen Gemüse abkühlen, entfernt die Blüte, zieht ihnen die Haut ab und metzelt sie in Stücke. Nun dürfen sie mit in den Topf.

Gebt jetzt das Tomatenmark und die Brühe hinzu und rührt gut um. Bohnen und Mais haben nun genug gewellnesst und können auch mit rein. Lasst das Chili im offenen Topf ca. 2 Stunden lang bei niedriger Hitze vor sich hinköcheln.

Dazu schmeckt am besten ein frisches Baguette und ein kühles Bier!

Lasst es euch schmecken!

Ganz frisch verliebte Paare sollten allerdings vielleicht nach dem Verzehr die Nacht über Abstand halten… ihr versteht…