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Der kleine Superheld: Wofür ich dankbar bin

Der Welttag der Dankbarkeit ist in jedem Jahr am 21. September. Es ist der Geburtstag von „Herzi“, meiner Herznichte und der wahrscheinlich Zukünftigen des Zwockels – die beiden lieben sich.

Es gibt Vieles, für das ich dankbar bin. Dass wir ein Dach über dem Kopf haben. Eine Wohnung, die – wenn auch klein – ausreichend für uns vier ist. Essen auf dem Tisch (trotz „Mag-ich-nicht!“ und „Ess-ich-nicht!“). Ich bin dankbar, dass ich ein Auto habe (hat mir mein Papa gekauft). Ich bin dankbar, dass ich einen Job habe, und meine Arbeitszeit relativ frei einteilen kann (auch wenn mir das schwer fällt und ich viel mehr arbeite, als ich eigentlich möchte). Dankbar für den tollen Kindergarten mit den wirklich wunderbaren Erzieherinnen.

Ich bin dankbar für die Wäscheberge, denn sie sind ein Symbol dafür, wie gut es uns geht. Wir haben nicht nur etwas zum Anziehen für jeden Tag, sondern auch für den nächsten und nächsten und könnten mehrmals am Tag die Kleidung wechseln, ohne am wieder nächsten Tag auf einmal nackig dazustehen.

Lärm, Geschrei und Bastelei

Ich bin dankbar für Lärm und Geschrei, für die Trotz- und Tobsuchtsanfälle, die mir momentan grad die Nerven rauben – denn sie zeigen, dass meine Kinder lebendig, gesund und willensstark sind. Und alles andere als bequeme kleine Ja-Sager. Auch wenn das einfacher wäre.

Ich bin dankbar, dass die Großeltern der Kinder so viel und gerne Zeit mit ihnen verbringen. Und ihnen so viel beibringen! Meine Schwiegereltern malen und basteln mit den Kindern, gehen mit ihnen schwimmen und fahren Rad mit ihnen – alles Dinge, die eigentlich meine – unsere – Aufgabe wären. Aber ich schaffe es nicht. Mein Schwiegervater hat mit Locke eine Lernuhr gebastelt, die der Große nun seit Tagen mit sich herumschleppt und die Uhrzeiten lernt.

Das wäre meine Aufgabe als Mutter gewesen, die mit ihm zu basteln. Tausend gespeicherte Pinterest-Ideen und Screenshots zeugen von meinem guten Willen. Aber ich beschwere mich nicht und bin glücklich, dass sie es übernommen haben.

Dankbarkeit - Locke und Opa haben eine Lernuhr gebastelt.

Locke und Opa haben eine Lernuhr gebastelt

Der kleine Superheld

Auch wenn ich nicht immer und ständig die Dankbarkeit raushängen lasse, so bin ich es doch. Dankbarkeit ist wichtig. So ein kleines Wort, mit so großer Wirkung. Einer meiner ersten Blogartikel handelte von Dankbarkeit – von dem kleinen Wort, dass so vielen Menschen so viel bedeutet.

Immer wieder beschweren sich die Leute über die Welt draußen, die schlechten Manieren, die Unhöflichkeit. Kann man machen – aber trotzdem hält mich das nicht davon ab, mich zu bedanken. Immer und ständig. Bei der Verkäuferin, die mir die Brötchen verkauft, bei der Kassiererin, die mir einen schönen Tag wünscht (gebetsmühlenartig in denselben Worten, wie dem Kunden vor mir), bei meinem Mann, der mir einen heißen Glühwein reicht, weil ich mal wieder nicht warm werde (natürlich nicht nur dafür).

Ich finde, ein so kleines Wort zu sagen, tut nicht weh – kann aber jemand anderem den ganzen Tag retten. „Danke“ ist quasi ein kleiner Superheld.

Wofür ich jeden Tag dankbar bin

Wenn der Tag ausklingt – meist war er anstrengend und mein Kopf ist müde und ich bin sogar zu müde zum sprechen – die Kinder im Bett sind und ich Nachrichten-Getöse und Smartphone endlich ausschalten kann, wenn die Dunkelheit kommt und den schäbigen Tag ausblendet, wenn endlich Ruhe einkehrt, dann bin ich dankbar.

Jeden Abend, kurz vor dem Einschlafen, sage ich Danke.

Und zwar dafür, dass meine Kinder gesund und heile in ihren Betten liegen. Dass sie sich nicht schlimm gestoßen haben, dass sie sich nichts gebrochen haben, dass wir die Erbsen wieder vollzählig aus der Nase herausbekommen haben, dass die Beule an der Stirn gar nicht so schlimm ist, wie zunächst angenommen. Dass die Windel voll war (die Verdauung funktioniert \o/) und das Bäuerchen kräftig (satt ist er!).

Dass noch alle zehn Finger und Zehen da sind. Dass meine Kinder hier bei mir und meinem Mann sind. Dass wir alle vier zusammen sind, in unserer kleinen Wohnung – mit unseren Alltagssorgen, die zum Glück nur das sind: Alltagssorgen.

Ich bin dankbar. Für alles. Es geht uns gut, und das weiß ich. Danke dafür.

5 tolle Ideen, den Eltern zu sagen, dass sie Großeltern werden

Schwanger! Was für ein Gefühl! Meistens (und hoffentlich) möchte man die ganze Welt umarmen und es vor Freude hinausbrüllen. Es sich aufs T-Shirt schreiben. Plakatwände bedrucken. Anzeigen in der Tageszeitung drucken. Werbespots im Radio schalten. Einige verkünden es sofort, einige warten bis zur 12. Woche oder länger.

Ein besonders schöner Moment ist es, den Großeltern die frohe Botschaft zu verkünden.

Wir haben es beim ersten Kind einfach so gesagt – und sind uns dann alle mit Tränen in den Augen in die Arme gefallen. Das Schönste an dem Tag war eine SMS von meinem Papa, die er mir kurz vor dem Zubettgehen schickte. Ganz schnörkellos stand da: „Ich liebe dich, mein Kind. Danke.“

Beim zweiten Kind hatten wir uns schon mehr Gedanken gemacht. Als wir am Abend seines Geburtstages mit dem werdenden Doppel-Opa und der Doppel-Oma im Restaurant saßen, bestellte ich klammheimlich für alle Sekt, für mich natürlich alkoholfrei. Als der serviert wurde, sah ich mit gespielter Überraschung in meine Handtasche und zog einen in Geschenkpapier verpackten Bilderrahmen heraus. „Ach, guck mal! Hab ich ja ganz vergessen!“, unkte ich.

Mein Vater wickelte es aus, schluckte und bekam feuchte Doppel-Opa-Freudentränen-Augen. Meine Mutter wusste schon bei seinem Anblick, was los war und beide stürzten sich auf mich um mich zu umarmen.

5 weitere schöne Ideen, den Eltern zu sagen, dass sie Großeltern werden, haben wir für euch gefunden und zusammengestellt. Eine davon haben wir auch erfolgreich ausprobiert.

5 tolle Möglichkeiten, euren Eltern zu sagen, dass sie Großeltern werden

  1. „Du wirst Oma/Opa“-Tasse von Hoch-die-Tassen

    Auf dem Kreativ-Portal DaWanda haben wir wunderschöne Tassen gefunden: Am Boden steht „Du wirst Oma“ bzw. „Du wirst Opa“. Ist das nicht eine zauberhafte Idee? Die Tassen könnt ihr euch hier anschauen. Stellt euch vor, ihr ladet eure Eltern zum Frühstück oder Kaffeetrinken ein. Ihr unterhaltet euch, als ob nichts wäre – bis der erste seine Tasse ausgetrunken hat und die frohe Botschaft auf dem Tassenboden entdeckt! Das Kaffeetrinken wird bestimmt unvergesslich! Die Tassen gibt es übrigens auch für werdende Papas!
  2. Ein Puzzle vom Ultraschallbild
    Anbieter für Foto-Geschenke gibt es viele. Ein kleines Puzzle (z.B. von Personello, ab 6,90€) ist nicht teuer und verspricht eine tolle Überraschung zu sein. Einziger Haken: Eure Eltern müssen das Puzzle in absehbarer Zeit machen. Bereits beim Auspacken entdecken sie die verräterischen und charakteristischen Details und kaum ist das Bild zusammengesetzt ist es klar: Ein Enkelchen ist auf dem Weg! Das Foto dazu ist unser Titelbild (s.o.).
  3. Ultraschallbild verpackt in eine Windel
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    Diese Idee ist besonders toll, wenn ein Geburts- oder Hochzeitstag ansteht, aber auch einfach so – und sie kostet fast nichts: Ihr verpackt ein Ultraschall-Bild in eine Windel und das dann wiederum in Geschenkpapier und übergebt es den werdenden Großeltern als Geburtstags- oder Hochzeitstags-Geschenk oder als Mitbringsel. Natürlich könnt ihr das Bild auch in einen Rahmen stecken und dann verpacken – aber wir finden, die Windel bietet das größere Überraschungspotential, denn man kann nichts erfühlen (und erahnen).
  4. Ein ideales Geschenk, wenn die Eltern nicht um die Ecke wohnen und ihr sie trotzdem überraschen möchtet: Ein Brief von Baby! Ihr schreibt einen Brief oder eine Karte im Namen eures Babys, zum Beispiel so:“Liebe Oma, lieber Opa – ich bin Baby und wollte mich mal vorstellen. Ihr glaubt ja nicht, wie ich mich freue, euch in 28 Wochen kennenzulernen! Bis zum Entbindungstermin ist es noch lange hin, darum schicke ich euch ein Bild (Ultraschallbild) von mir – das könnt ihr euch immer ansehen, bis ich da bin und euch lautstark begrüße! Bis bald, Baby“. Ein Telefonat ist daraufhin natürlich garantiert, Freudentränen bestimmt auch!
  5. Wenn schon Geschwister da sind, kann man das große Geschwisterchen ganz wunderbar in die Überraschung mit einbinden: Ihr lasst ein Shirt mit der Aufschrift „Großer Bruder/Große Schwester“ bedrucken (z.B. bei Shirtcity oder amazon). Am besten ein paar Nummern größer, dann kann das Kind es auch später (z.B. beim Baby-Fotoshooting) noch tragen. Dann fahrt ihr zu den Großeltern und bittet sie, dem Kind doch mal eben die Jacke auszuziehen. Fällt dann der Groschen noch nicht sofort, dann doch bestimmt im Laufe des Tages.5-ideen_grosser-bruder

Diese Idee haben wir übrigens selbst bei meinen Schwiegereltern umgesetzt und es hat alles nach Plan geklappt. Die Oma zog Kleinling#1 die Strickjacke aus, stutzte kurz und sah dann breit grinsend auf! Der Opa, der seine Brille nicht auf hatte, musste noch schnell genötigt werden, diese zu holen („Werner! Ach, wie schön! Hol mal deine Brille!“ – „Warum denn?“ – „HOL DEINE BRILLE UND GUCK!“) und beide waren hin und weg vor Freude auf den zweiten Enkel.