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Von Träumen und Chancen – Auf Wiedersehen in 2018

Eine persönliche Rückschau

Das Jahr ist nun fast vorbei. Ein paar Stunden noch, dann ist 2018. Seit vier Jahren bin ich Mama. Es ist ganz anders, als ich es mit je in meinen Träumen ausgemalt habe. Seit vier bzw. zwei Jahren rasen hier zwei wundervolle, kleine Menschen durch mein Leben, strapazieren meine Nerven, beleben meine Nächte und lieben mich um den Verstand.

Ohne meine Söhne gäbe es diesen Blog nicht. Ohne meine Söhne hätte ich wohl nicht meinen Traum-Job bekommen.

Was ich mal geträumt habe

Erlaubt mir, ein bisschen weiter auszuholen.

Ich wollte immer Journalistin werden, oder Autorin. Ich verschlang Bücher, in denen die Protagonistin zur schreibenden Zunft gehört und in der Schule waren die einzigen Hausaufgaben, die ich richtig gerne machte, Aufsätze und Essays.

Ich hatte viele Träume, der vom Journalisten-Dasein scheiterte am schlechten Abi, ich hatte leider nämlich auch zu wenig Ehrgeiz. Also wurde ich Fremdsprachenkorrespondentin und arbeitete als Sekretärin. Das konnte ich gut, aber geliebt hab ich‘s nicht. Meine Kreativität schlummerte tief.

Zeitverträge – Familienunfreundlicher geht’s kaum

Ich wollte auch immer Mama werden. Als ich mit Locke schwanger war, hatte ich nur einen Zeitvertrag. Ein Kraftwerk sollte gebaut werden und das ist irgendwann fertig – noch nicht ganz, als ich ging. Nicht mal bis zum Mutterschutz wurde ich beschäftigt, einen Monat früher musste ich gehen – die Rennerei zum Arbeitsamt hätte ich mir gern gespart.

Aber darum soll es hier nicht gehen. Ein Job mit Kind? Unzählige Bewerbungen, ebenso viele Absagen. Die Selbstständigkeit lief nicht wie erträumt – es gibt einfach Menschen, die sind dafür wie geschaffen, aber ich gehöre nicht dazu. Ich brauche mehr Sicherheit.

Krümel und Chaos wird geboren

Wir starteten Krümel und Chaos und ich merkte, wie sehr mir das Schreiben gut tat. Kreisten die Gedanken sonst unablässig in meinem Kopf herum und besuchten mich sogar in meine Träumen, ließen sie mich, einmal zu Papier gebracht, in Frieden. Mein Denkarium.

Der Zuspruch von euch, Krümler und Krümlerinnen, Chaotinnen und Chaoten, tut unglaublich gut!

Oft denke ich, ich gestehe hier nun eine Unfassbarkeit, die mich dem Prädikat „Schlechte Mutter“ näher bringt – und dann kommt ihr und viele andere und sagen „Hey! Genau wie bei uns!“ oder „Das kenne ich auch!“ Und schon ist mein Gewissen ruhiger und ich sehe mit Zufriedenheit, dass ich gar nicht allein bin.

Ich danke euch dafür!

Vom Träumen zum Traumjob

Über meinen Blog wurde ein kleiner, lokaler News-Blog auf mich aufmerksam, für den ich seither arbeite. Im Homeoffice, von zuhause. Es ist ein richtiger, kleiner Job – ich schreibe und verdiene damit tatsächlich Geld. Eine richtige Journalistin bin ich nicht, aber dafür darf ich mich Redakteurin nennen. Ich bin glücklich!

Ich habe liebe Kollegen und Kolleginnen – das Teamwork funktioniert meistens wirklich gut. Durch Krümel und Chaos habe ich aber auch andere Bloggerinnen kennengelernt und es sind tatsächlich Freundschaften, aber auch Kooperationen entstanden, unter anderem auch mit eltern.de (vielen Dank hier an Anke

Wolkenwerkstatt

Es bedurfte nur eines einzigen Artikels – und schon begann eine zarte Freundschaft. Susanne von Hallo liebe Wolke und ich verstehen uns nicht nur sehr gut, wie haben zusammen auch viele schöne, kreative Ideen, an deren Umsetzung wir 2018 arbeiten werden. Freut euch drauf, wir tun es!

Ich möchte euch eines sagen, liebe Leserinnen und Leser: Hört niemals auf zu träumen! Fangt an, ganz klitzeklein, vom Laptop aus am Küchentisch vielleicht. Habt Geduld und Vertrauen in euch selbst. Wenn euer Bauchgefühl euch stärkt, hört darauf und lasst den Zweiflern und Pessimisten keinen Raum!

Nehmt Kritik als Ansporn zur Verbesserung und Zweifel als Motivation, es allen zu zeigen. Irgendwann.

Es wird…

Alles wird… Ich sag jetzt nicht gut. Aber es wird. Vielleicht nicht so wie geplant, erhofft, geträumt – vielleicht ganz anders. Aber ihr werdet sehen, auch das muss nicht schlecht sein! Haltet durch! Glaubt an euch!

Ihr alle seid tolle Eltern. Fehler machen wir alle. Die Kunst besteht darin, sich immer mal wieder zu hinterfragen und offen für andere Ansätze zu sein. Man muss ja nicht tun, was andere für richtig halten. Aber aus der großen Menge der richtigen und einzig wahren Erziehungsstile eine Schnittmenge für euch selbst zu finden, mit der ihr leben könnt, dabei möchten wir euch helfen, indem wir für euch Beiträge recherchieren, schreiben und Artikel teilen!

Wir danken euch für all das Lesen, Kommentieren, Teilen und Mut machen, für eure Meinung und Kritik, euer Lob und eure Geschichten! Wir hätten nie zu träumen gewagt, wie viel Spaß es mit euch macht!

Kommt gut und krümelig ins neue Jahr, ihr Lieben!

Träumen mit Familie Chaos

Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

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Zweifel-Haft: Alles für die Kinder?!

#ZweifelimHerbst – eine Blogparade

Liebe Leser und Leserinnen, liebe Blogger und Bloggerinnen, liebe Mamas, Papas und generell Familien: Zweifelt ihr auch manchmal? Wenn ja, worüber? Vielleicht liegt’s an der Jahreszeit, obwohl ich den Herbst sehr mag. Aber ich zweifle gerade sehr. Ich stelle mal wieder alles in Frage, ich bin quasi in Zweifel-Haft.

Auch Susanne von Hallo liebe Wolke zweifelt – und darum möchten wir eine kleine Blogparade ins Leben rufen. Denn wir haben gemerkt: Zusammen lassen sich Zweifel viel leichter tragen!

Ohne Zweifel: Alles für die Kinder

Als ich mich damals selbstständig gemacht habe – und ich bin wahrlich nicht dafür geschaffen – habe ich das aus einem großen Grund getan: Die Kinder. Nicht etwa Geld, obwohl das natürlich Hand in Hand geht. Ich schreibe gern und es macht mir Spaß, füllt mich aus. Ich kann gut mit Worten umgehen und was für den einen das Workout im Fitness-Center ist, ist für mich die Komposition eines Textes. Komposition? Ja. Meistens steckt in meinen Texten mehr als nur Worte, mehr als ein paar aneinandergereihte Buchstaben. Es macht Spaß, aber es powert mich auch aus.

Doch zurück zum Thema: Für die Kinder. Ohne Zweifel, ich wünsche mir, dass sie einmal stolz sind, auf ihre Mama. Dass sie schreibt, dass sie vielleicht irgendwann endlich ihre Ideen in einem kleinen Shop umsetzen kann und eventuell sogar ein oder zwei Erfindungen verwirklichen kann. Dass sie vielleicht einmal etwas bewirkt. Teil eines guten, großen Ganzen ist.

Am liebsten mit Netz und doppeltem Boden

Aber das muss gar nicht sein, denn in erster Linie soll Mamas Arbeit Sicherheit geben. Der Papa verdient gut. Es geht uns gut, besser als so vielen anderen. Bald ziehen wir um, in ein Haus mit Garten. Mein Elternhaus, wo ich aufgewachsen bin. Da reicht aber ein Gehalt nicht mehr, denn die Kosten, die da dranhängen, sind nicht ohne. Selbst wenn wir in unserer Drei-Zimmer-Wohnung blieben – was, wenn dem Papa etwas passiert? Was, wenn er den Job verliert? Was, wenn er nicht mehr arbeiten kann? Was, wenn er auf einmal nicht mehr da ist?

Ich möchte nicht nur, dass meine Kinder eine arbeitende Mama zum Vorbild haben, dass sie sehen, dass man mit harter Arbeit viel erreichen kann (Haha!), sondern auch, dass wir im Notfall, wenn alles drunter und drüber geht, wenigstens finanziell nicht ins Bodenlose stürzen.

Aber… ich (ver)zweifle manchmal

Zweifel am Homeoffice

Arbeit im Homeoffice – mit Zwockel im Rücken.

Es ist so eine Sache, mit der Vereinbarkeit. Ich arbeite vormittags im Homeoffice – das ist bequem und hat viele Vorteile. Noch springt währenddessen der Zwockel um mich herum. Als alte Baustellenmieze macht mir das jedoch wenig, denn ich habe schon Schlimmeres erlebt: Gehupe, Gebagger, Gepiepe, Geschrei, Geklopfe und Gehämmer – was so eine Großbaustelle eben hergibt.

Bald geht er in den Kindergarten. Aber (da ist es wieder): Der Haushalt kommt nach dem Arbeiten. Einkaufen und Kochen. Ich habe schon, was die Ordnung meiner Wohnung angeht, immense Abstriche gemacht. Immer wieder türmen sich Dinge auf allen verfügbaren Ablageflächen – ich frage mich, wo kommen die her? Gerade das Sideboard, den Schuhschrank oder die Ablage in der Küche aufgeräumt – BÄM – Zettel, Ordner, Unterlagen, Spielzeug, Bücher, Werbepost, Kataloge, Kastanien, Steine, Nüsse, Brauch-ich-nochs und die ganzen Nichtwegschmeissens… liegt alles hier herum. Dazu Krümel, Staub und irgendwie klebt auch immer alles.

Da fühl ich mich nicht wohl, auch wenn sich vieles einfach „wegguckt“ – meine nicht vorhandenen Fußleisten, zum Beispiel.

Ich koche gern und versuche, möglichst gesund zu kochen. Aber das heißt eben auch: Gemüse schnibbeln und sich ums Essen kümmern. Am Wochenende unternehmen wir was mit den Kindern, gehen auf Feste, in den Wald, Waffeln oder ein Eis essen, spazieren… Was man eben so macht um den Kindern erlebnisreiche Tage zu bieten, an denen sie idealerweise auch noch was lernen. Zuhause ist nämlich langweilig.

Aber – da kommt es nochmal

Letztens legte sich Locke in seiner abendlichen Lockezeit (wenn Zwockel schon im Bett ist) zu mir aufs Sofa und seufzte: „Mama. Musst du denn immer arbeiten? Du hast nie Zeit für uns!“

Und da waren sie wieder, die Zweifel. Ich saß in meiner mäßig aufgeräumten, aber sauberen, Wohnung. Hatte den Vormittag über gearbeitet und unterm Strich nicht wirklich was verdient („Das kommt später! Alles ist im Aufbau! Am Anfang steht die Arbeit, dann irgendwann zahlt es sich aus!“). Hatte ein sattes Kind, dem ich soeben ein gesundes Mahl kredenzt hatte, nachdem ich noch schnell seine Kleidung mit Fleckenzeugs eingesprüht und in die Waschmaschine gesteckt hatte… und alles, was er möchte, ist Mama. Einfach nur meine Zeit.

Irgendwann wird er es hoffentlich verstehen. Da wird er zu mir kommen und sowas sagen wie „Mama, ich bin stolz auf dich. Du hast echt viel getan damals.“ Aber was wenn nicht? „Mama, gehst du bald in den Himmel?“ oder „Versprich mir, dass du noch nicht in den Himmel musst!“

Mein Sohn denkt in letzter Zeit oft über den Tod nach, seitdem die Oma seines seiner Freunde gestorben ist. Ja, und was, wenn meine Zeit wirklich bald schon abläuft? Was wäre, wenn alles, an das er sich erinnert, eine Mama ist, die nie Zeit für ihn hatte. Die immer alles FÜR IHN getan hat, aber nichts MIT IHM, weil es immer so viel anderes gab, das sie für wichtig hielt? Für ihn.

Von der Yacht zum Schlauchboot

Finanziell lohnt sich meine Arbeit für uns derzeit kaum. Ich arbeite effizient. Ich habe ein gutes Zeitmanagement und ich habe Prioritäten. Das Wichtigste sind meine Kinder. Genau darum veranstalte ich diesen ganzen Zauber – und stehe am Ende des Tages da mit meinen Zweifeln und merke, wie meine Kräfte immer weniger werden. Wie ich, nach dem vielen Geschreibe und dem ganzen Erwachsensein kaum noch Energie habe, mit meinen Kindern zu spielen. Für was? Für ein „irgendwann lohnt es sich“?

Susanne von „Hallo liebe Wolke“ und ich fantasieren immer spaßeshalber über unsere Karrieren. Susanne schreibt so toll, sie sollte Bestsellerautorin sein – und hat ähnliche Probleme. Immer wieder schreiben wir uns Durchhalteparolen. „Es wird schon!“, „Wir schaffen das, wir sind doch Powerfrauen!“ oder „Alles wird gut, ganz bestimmt!“.

Schampus gegen Zweifel

Schampus-Fantasien gegen Zweifel

Wir lachen scherzhaft, dass wir in 10 Jahren auf unserer Yacht in St. Tropez mit Schampus darauf trinken, dass wir nicht aufgegeben haben, immer weitergemacht und die Zweifel überwunden haben. Damals, im Herbst. War ne harte Zeit, aber booooah! Es hat sich ja so gelohnt!

Nun ja. Es wird wohl bestenfalls ein Schlauchboot auf der Möhne.

Was wir alle wollen

Aber wenn man uns fragt, was wir eigentlich wollen, dann ist das Zeit.

Zeit für unsere Kinder. Zeit für uns. Zeit, in der wir uns mal aus Erwachsenenland abholen lassen können und selbst ganz sorgenfrei spielen, springen, atmen, lachen und leben können – um die neu gewonnene Energie wieder nur in Eines zu stecken: Unsere Kinder.

Und wisst ihr was?

Das ist nicht so einfach, die Sache mit der Vereinbarkeit – alle Memes und Postkarten und Durchhaltesprüche können daran nichts ändern.

Weitere Artikel zu unserer Blogparade #ZweifelimHerbst:

Zweifelherbst. Herbstzweifel. – von Hallo liebe Wolke

Zweifelst du manchmal, Mama? Du bist nicht allein – von HAMMAmama

#ZweifelimHerbst: Herbstverzweifelt – von den Zweifeln einer (Adoptiv-)Mutter – von Charlotte’s Adoptionsblog

#ZweifelimHerbst: Mama von Baby und Kleinkind – und jetzt? – von Meine Eltern-Zeit

Krümels Rundblick (6)

Sharing is caring – Unsere Blog-Empfehlungen im März

Es gibt so viele tolle Blogger da draußen, ich könnte euch jede Woche einen Rundblick verschaffen! Vielleicht mache ich das ja auch bald!

Medienkonsum und Kinder. Das ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt. Ich bin auch hier – wie bei fast allem anderen auch – der Meinung, dass es immer auf das richtige Maß ankommt. Auch ein (Klein-)Kind darf mal mit dem iPad spielen oder fernsehen. Es kommt nur darauf an, was und wieviel.

Unerzogen lebenhat dazu eine klare Meinung, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Gegen die Angst – Warum Bildschirme Kinder nicht blöd machen

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Die Mama-Demenz! Wer kennt sie nicht?! Ich muss mir einfach alles aufschreiben und in den Smartphone Kalender eintragen, mit zweifacher Erinnerung! Sonst wiederholt sich noch das, was erst vor ein paar Wochen passiert ist: Ich dachte den ganzen Tag „Irgendwas war doch heute!“ aber ich kam nicht drauf – und am Abend fragte dann schließlich die Freundin, warum ich nicht zum Kaffeetrinken gekommen bin, ich hätte ja auch absagen können… Oh weh! Peinlich! Das war mir einfach durchgegangen! Aber sie hatte gottseidank Verständnis – und da ich nicht die einzig Eingeladene (wohl aber die einzig Nicht-Erschienene war), war es kein größers Drama. Auch SimplyLovelyChaoskennt das:

Mamademenz

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Was ist denn ein „Kannkind“??? Ich lerne als Mutter wirklich jeden Tag dazu! Ein Kannkind ist ein Kind, das nach dem 30.9. geboren ist und somit eingeschult werden kann – oder auch noch ein Jahr warten kann. Was man da alles beachten muss, erklärt euch Limalisoy:

Soll ich mein Kannkind bald einschulen?

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Ein leckeres Rezept habe ich für euch bei Metterschling und Maulwurfngefunden: Apfelstrudel aus der Tasse! Ein Gedicht! Für mich allerdings mit Rosinen…

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Und last but not least:Hallo liebe Wolke – meinen Lieblingsblog möchte ich euch eigentlich immer ans Herz legen. Hier ist wirklich jeder Artikel ein Volltreffer. Ob nun Susannes Beitrag über das Schubladen-Denken, mit dem sie von Scoyo zum Blogger-Liebling des Monats Januar ernannt wurde, oder ihr Beitrag zu der Angst, die wohl viele Eltern – viele Mütter und Väter – quält: Was ist, wenn mir etwas passiert? Jedes ihrer Worte berührt mich sehr!

Angst, die