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UiB – Familienzeit an der Küste

Unser Urlaub in Bildern

Auch wenn Teile der Familie Chaos nicht wirklich erholt aus dem Urlaub heimkehrten, war es dennoch toll. Ich hoffe, dass unsere Söhne sich eines Tages mit gutem Gefühl daran erinnern werden. Und für uns Eltern kommen gewiss auch wieder bessere Urlaube – sogar im Ferienhaus.

An drei Tagen musste ich arbeiten – der Job als Online-Redakteurin hat den Vorteil, dass man ihn von jedem Ort der Welt ausüben kann. Der Nachteil am Job als Online-Redakteurin ist, dass man ihn von jedem Ort der Welt ausüben kann. Und als Not am Mann bzw. an der Frau war, bin ich eingesprungen. Ich hab das gern und freiwillig gemacht, aber es war schon sehr anstrengend.

Hier ist er nun: Unser Urlaub in Bildern

Erster Tag: Anreise

Es schüttet wie aus Eimern! Normalerweise eher regenscheu überraschen uns die Kinder mit dem Wunsch, im Regen durch den Garten toben zu dürfen. Finden wir spitze! Also rein in die Regensachen und raus in den Garten.

Urlaub in Bildern: Kind im Regen

Regengärtner.


Urlaub in Bildern: Kind im Regen

Zwockel begutachtet die Pfützen.

Zweiter Tag: Spaziergang

Dank einer Freundin, die von den Laufradkünsten ihres Sohnes schwärmte, hat auch Locke endlich sein Herz für sein Laufrad entdeckt und der Spaziergang war weitestgehend nölfrei!

Urlaub in Bildern: Laufrad

Locke on Tour!

Dritter Tag: An den Strand mit Oma und Opa!

Oma und Opa urlauben im Nachbarort und kommen uns besuchen, um Opas Geburtstag nachzufeiern.

Urlaub in Bildern: Opa ist da

Locke zeigt Opa den Hafen.

Vierter Tag: Die kleinen Häuser

Ein geliebtes Pflichtprogramm ist das Moormuseum Moordorf. Hier wurden die kleinen Lehmhütten der Bevölkerung aus dem vorigen Jahrhundert nachgebaut. Für uns immer ein Reminder, wie gut wir es haben – für die Kinder ein riesen Spaß!

Urlaub in Bildern: Moordorf

Haus in Moordorf


Urlaub in Bildern: In einer Lehmhütte.

Alle Häuser werden genau inspiziert.

Fünfter Tag: Gartentag!

Es ist ein richtig heißer Sommertag, den wir nicht am überlaufenen Strand, sondern im Garten verbringen wollten. Mit Sandmuschel, Fußballtor und Papa am Gartenschlauch.

Urlaub in Bildern: Himmel

Sommerhitzehimmel.

Sechster Tag: Arbeiten

Mama muss arbeiten und hat keine Fotos gemacht – nur von der leckeren Bruschetta, die es abends zum Grillen gibt.

Urlaub in Bildern: Bruschetta

Lecker Bruschetta!

Siebter Tag: Ritterfest auf dem Dornumer Schloss

Der perfekte Ort für ein Mittelalterfest – die Norderburg, die im echten Leben eine Schule ist. Locke nölt leider wieder, weil er alles langweilig findet und der Ehemann beschwert sich über die hohen Eintrittspreise. Für zwei Erwachsene und einen Locke (Zwockel ist noch frei) haben wir 24,50 Euro bezahlt. Die Attraktionen auf dem Fest kosten natürlich dann nochmal zusätzlich und auch nicht wenig. Auch wenn ich es aus unternehmerischer Sicht verstehe (schließlich müssen auch Gaukler und Musikanten bezahlt werden), ist das, wenn vier Personen essen, Karussell fahren und das ein oder andere Souvenir mitnehmen möchten, schon happig. Aber schön. Der Zwockel ist völlig fasziniert von der Musik.

Urlaub in Bildern: Ritterfest

Ritterfest auf einem echten Schloss.


Urlaub in Bildern: Dornumer Schloss.

Das Dornumer Schloss.


Urlaub in Bildern: Musik

Mittelalterliche Musik.

Achter Tag: Spazierengehen und Eis essen

Der letzte Tag im „alten“ Ferienhaus. Wir gehen spazieren und in Ruhe Eis essen. Das Haus wird nun renoviert und darum müssen wir umziehen.

Urlaub in Bildern: Eis essen

Zwockel isst sein Eis im Specht-Style.

Neunter Tag: Auf ins neue Haus

Nachdem die Mama das Ferienhaus geputzt hat, damit die Putzfrau uns nicht für Ferkel hält (jaja… ich merke es selbst!), sind wir in die Krummhörn gefahren, eine wunderschöne Landschaft im Westen Ostfrieslands. Den Tag haben wir mit dem Erkunden der Umgebung verbracht. Es gibt sage und schreibe drei wunderschöne Spielplätze in direkter Nähe, die müssen wir natürlich genau anschauen. Abends überrascht uns das örtliche Campingplatz-Lokal. Wir erwarteten einen Imbiss und bekommen 1a-Restaurantqualität.

Urlaub in Bildern: Nordsee

Das Meer war nicht weit vom Haus.


Urlaub in Bildern: Spielplatz

Einer der tollen Spielplätze.

Zehnter Tag: Ausflug zum Pilsumer Leuchtturm und nach Greetsiel

Der gelb-rot geringelte Leuchtturm ist Lieblingsausflugsziel der Kinder und das läuft so:

„Da! Da! Da ist der Leuchtturm! Der Leuchtturm! Der Leuchtturm!“ (Locke)

„De Tam! De Tam!“ (Zwockel)

Wir steigen aus und gehen zum Turm. Zwockel, der gerade noch wie ein Duracellhase auf Speed durchs Ferienhaus wetzte, hat nach drei Metern keine Lust mehr und muss auf den Arm. Locke fragt nölig, wann wir endlich wieder nach Hause fahren und wie lange er noch beim langweiligen Turm bleiben muss. Alles wie immer.

Urlaub in Bildern: Leuchtturm Pilsum

Der Pilsumer Leuchtturm.

In Greetsiel bekommen alle ein Eis – und Locke einen Wutanfall. Warum? Weil sein Erdbeereis zu groß ist! Nachdem die Entscheidung „Eis essen oder Mama schmeißt es in den Müll“ pro Eis ausfällt, leckt er sogleich die Kugel aus dem Hörnchen. Das Eis nähert sich dem Boden – und Mama fängt es, unter dem Applaus der umstehenden Rentnergruppe, in letzter Sekunde kurz vorm Kopfsteinpflaster auf. Gerettet!

Urlaub in Bildern: Greetsiel

Die Chaos-Brüder und der Hafen von Greetsiel.

Elfter Tag: Regentag!

Wir fahren nach Emden, brechen aber aufgrund der Wassermassen von oben den Ausflug ab. Die Kinder nölen, dass es so nass ist und Mama liest (heimlich glücklich) auf der Couch… Schließlich gehen wir doch nochmal zum Spielplatz, der direkt vorm Haus liegt und die Kinder hüpfen durch eine wunderschöne Schlammpfütze. So muss das sein!

Urlaub in Bildern: Pfütze

Pfützenhüpfer!

Zwölfter Tag: Der letzte Tag!

Und es regnet schon wieder! Was macht man da, wenn man an der Nordsee ist? Man fährt in die Seehundstation in Norddeich. Zusammen mit gefühlt hundert anderen Familien besuchen wir die Seehunde. Locke nölt und findet es langweilig, Zwockel freundet sich sogleich mit anderen Kindern an und ist begeistert. Vor der Seehundstation ist ein großer Abenteuerspielplatz (im Regen natürlich auch doof), auf dem auch die Erwachsenen spielen können – Strudel machen zum Beispiel.

Urlaub in Bildern: Seehund

Ein geretteter Seehund.


Urlaub in Bildern: Seehundstation

Zwockel bestaunt die kleinen Seehunde.

Am Nachmittag ist es dann noch richtig schön, wie das an der Küste so ist und wir laufen nach Campen zu Deutschlands höchstem Leuchtturm: 308 Stufen sind Locke und ich hochgekraxelt und natürlich auch wieder herunter.

Urlaub in Bildern: Leuchtturm Campen

Der Campener Leuchtturm.


Urlaub in Bildern: Locke auf Leuchtturm

Locke ist alle 308 Stufen hochgelaufen und (war (fast) ohne zu nölen!


Urlaub in Bildern: Oben auf dem Turm

Stolz wie Oskar!


Urlaub in Bildern: Ausblick

Gaaaanz winzig sind Papa und Bruder zu erkennen.

Dreizehnter Tag – der Urlaub ist vorbei!

Heimfahrt. Locke stellt einen neuen Rekord für „Sind wir schon da“-Fragen auf, Zwockel schläft und singt vor sich hin und es regnet leider mal wieder. Egal, machste nix!

Urlaub in Bildern: Sonnenuntergang

Der obligatorische Sonnenuntergang darf nicht fehlen!

 

 

Familien-Urlaub im Ferienhaus

Von Ferien mit den lieben Kleinen

Vorneweg wie immer: Ich liebe meine Kinder und ich würde sie niemals wieder hergeben. Aber manchmal bräuchte ich Urlaub. Urlaub vom Familienleben.

Wir haben uns für einen Urlaub in Deutschland entschieden. Unseren letzten Flugurlaub haben wir gemacht, als Zwockel noch im Bauch war, und es war leider der Horror-Urlaub schlechthin. Aber daran liegt es nicht nur: Ich fliege sehr ungern. Ich fühle mich in Flugzeugen einfach sehr unwohl, bei den Starts und Landungen bekomme ich regelmäßig richtige Panik. Leider trübt das meistens den ganzen Urlaub, denn einmal sicher am Ziel gelandet, muss man ja auch wieder zurückfliegen und das schwebt dann wie ein Damoklesschwert den ganzen Aufenthalt lang über mir. Mich im Flugzeug dann noch um zwei Kinder kümmern? Stress pur!

Urlaub im Ferienhaus an der Küste

Mit dem Auto ist das auch so eine Sache, der Ehemann und ich fahren beide sehr gerne Auto – aber nicht unbedingt viele Stunden lang. Auch hier würde bei einer langen Rückfahrt die Erholung wohl im Stau erstickt.

Also: Urlaub in Deutschland, maximal Holland. Deutschland ist nämlich auch wirklich schön. Die Nordseeküste ist eines meiner erklärten Lieblingsziele! Seit vielen Jahren – seitdem ich zwölf bin – machen wir Urlaub in einem Ferienhaus im schönen Dornumersiel. Da kennen wir alles und genießen die Zeit und den Platz, denn die Doppelhaushälfte ist größer als unsere kleine Wohnung zuhause und der Platz tut uns sehr gut.

Hafen am Ferienhaus Standort

Der Hafen unseres Lieblingsortes.

Mal keine „Tetris-Küche“, in der man nur an Teil A drankommt, wenn man B und C zuvor zur Seite geräumt hat. Zwei Bäder zur Auswahl, die Kinder haben jeder ein eigenes Zimmer. Der kleine Garten ist direkt am Haus, nicht wie zuhause „um die Ecke“. Die Kinder können nach Herzenslust toben und laut sein, denn die Nachbarn sind meistens nicht da, wenn wir kommen.

Erholung im Urlaub? Fehlanzeige im Ferienhaus

Aber… Ja, ein großes Aber gibt es leider auch. Denn Urlaub mit Kindern, besonders mit Kleinkindern, ist für Mama und Papa in erster Linie nur ein Ortswechsel. Richtige Ferien sind es nicht. Denn obwohl wir es alles sehr genießen, ein großer Teil des Alltags ist ebenso präsent wie zuhause, denn ein Ferienhaus ist kein Hotel.

Die Spülmaschine muss ein- und ausgeräumt werden, Krümel und Chaos weggeputzt oder –gefegt. Der Tisch will gedeckt und abgeräumt werden und dann muss man ja auch noch kochen. Einkaufen, den Müll rausbringen und – je nachdem wie lange man da ist – auch die Kleidung waschen. Aufhängen, abnehmen, zusammenlegen.

Abends ist die Mama dann genauso müde, wie zuhause auch und die Nächte sind ebenso kurz, denn nur weil man im Urlaub ist, heißt das ja nicht, dass der kleine Nachtterminator aka Zwockel besser schläft. Nur der Job fällt natürlich weg und dadurch hatte ich dann mehr Zeit, etwas zu unternehmen. Bei gutem Wetter muss man natürlich raus mit den Kleinen. Spazieren gehen, einen Ausflug machen oder zum Meer. Den Strand genießen, Neues sehen und erleben… Mit Kleinkindern ist da aber auch immer höchste Konzentration angesagt. Ins Buch vertiefen oder mal die Augen schließen? Nur wenn der Partner die seinen gerade auf den Kindern hat.

Kind am Meer Ferienhaus

Zwockel am Meer

Der Alltag steckt mit im Koffer

Nun ist der Urlaub vorbei und der Alltag hat mich wieder – und guess what?! Ich habe das Gefühl, dass dieser Schuft einfach mit in den Urlaub gefahren ist und sich im Ferienhaus breit gemacht hat.

Ich bin mir natürlich bewusst, wie gut wir es haben, dass wir uns einen Urlaub leisten können und so viel mit unseren Kindern machen können. Dass wir mit ihnen hoffentlich wunderschöne Erinnerungen machen, die sie ein Leben lang begleiten – mit warmem Gefühl im Bauch, wenn sie daran zurückdenken. An den Urlaub der Kindheit, mit Mama und Papa, das schöne Ferienhaus, als die Welt noch in Ordnung war und sie noch keinen eigenen (Arbeits-)Alltag bewältigen mussten. Als die Tage aus spielen und toben, Sand und Sonne, Krümeln und Chaos bestanden.

Sandspielzeug

Sand war übrigens überall!

Irgendwann wird’s besser!

Ich will nicht meckern (nur ein bisschen Mimimi) – es ist einfach momentan noch nicht unsere Zeit. Vielleicht sehne ich mich schon bald nach dieser Art Urlaub zurück. Irgendwann werden die Jungs länger schlafen, nicht mehr ständig an uns kleben und allein etwas unternehmen und sogar allein in den Urlaub wollen.

Dann werden Mama und Papa wieder ausschlafen, sich Wellness gönnen und vielleicht auch wieder mal ein Hotel – wo jemand anderes aufräumt, putzt, kocht und einkauft und man sich einfach mal nur um sich selbst kümmern kann.

Und wetten? Dann wünschen wir uns die Zeit zurück!