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Willst du Pizza oder Schnecke? Ein Pizzateig – drei Varianten

Auch für Gäste

Ich gestehe: Ich liebe Pizza. Und die Kinder – gottseidank – auch! Eines der wenigen Gerichte, bei denen nicht genölt wird. Den Pizzateig mache ich selbst und das schöne daran ist ja dass man variieren kann. Mit Vollkorn- oder Dinkelmehl zum Beispiel. Nicht meins, aber wer mag… Die Pizza kann man für Gäste machen, die Pizzaschnecken sind ein prima Fingerfood und sie schmecken auch kalt. Nun gibt es viele Pizzateig-Rezepte und ich möchte heute meins mit euch teilen.

Ein Pizzateig – viele Möglichkeiten

Ob ihr daraus nun ein Blech Pizza macht, zwei runde Pizzen, Minipizzen mit den Kindern oder Pizzaschnecken sei euch überlassen. Ich habe sogar eine weitere Variante der Pizzaschnecken entdeckt: Käse-Rahm-Schnecken. Mir war einfach nicht nach „tomatiger“ Pizza und ich entschied mich für ein Experiment: Den Teig mit Creme Fraiche bestrichen und mit Zwiebeln und Champigons belegt, aufgerollt, geschnitten und in den Ofen – lecker! Wenn auch nichts für den schlanken Fuß.

Das Rezept für den Pizzateig

Das Rezept ist keine Hexerei. Wer mag, kann Trockenhefe nehmen, ich habe damit in letzter Zeit etwas Schwierigkeiten. Ihr solltet den Teig frühzeitig vorbereiten, ich lasse ihm 2 – 3 Stunden Zeit zum Gehen, zugedeckt in einer Schüssel an einem warmen Ort. Da Hefe auch im Kühlschrank geht, kann man ihn sogar am Abend zuvor vorbereiten – ähnlich wie das Topfbrot – das habe ich auch schon erfolgreich getestet. Hier nun das Rezept für 4 Personen:

Pizzateig:

300 ml warmes Wasser
1/3 Würfel Hefe (14g) oder 1 PK Trockenhefe
1 TL Salz
3 EL Olivenöl
300g Mehl

Alle Zutaten verkneten und gehen lassen (s.o.). Dann den Teig dünn zu einem Rechteck ausrollen, sodass er auf das Backblech passt. Er wirkt meistens so, als würde das niemalsnicht passen – tut’s aber!

Den könnt ihr nun, wie gesagt, mit allerlei Leckerem belegen. Für die Tomatensoße mache ich immer eine einfache Variante: passierte Tomaten mit getrockneten Italienischen Kräutern würzen, etwas Salz – fertig. Bei uns kommen Schinken, Pilze, Zwiebeln, Thunfisch oder auch mal Brokkoli und Paprika sowie Käse drauf.

15 – 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen und bei 200 Grad backen.

Derselbe Pizzateig, aber für Schnecken

Pizzateig, Pizzaschnecke

Aufgerollte Pizzaschnecke.

Variante 1:

250 g passierte Tomaten
italienische Kräuter
optional: Schinken oder Salami
geriebener Käse

Den Teig dünn zu einem Rechteck ausrollen und mit Tomatensoße bestreichen. Dann den geriebenen Käse drüberstreuen, restliche Zutaten drauflegen und von der langen Seite her zusammenrollen. Die Rolle am Ende etwas festdrücken und ein paar Minuten ruhen lassen. Dann in 3-4 Zentimeter dicke Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Denkt an den Abstand, wahrscheinlich braucht ihr zwei Bleche. Dann 15-20 Minuten bei 200 Grad in den vorgeheizten Backofen geben. Vor dem Essen 5 Minuten stehen lassen, denn sie werden verdammt heiß!

Variante 2:

1 Becher Creme Fraiche
Salz, Pfeffer
250g Champignons
2 Zwiebeln
1 PK geriebenen Käse

Creme Fraiche mit Salz und Pfeffer abschmecken, Zwiebel in Ringe und Pilze in Scheiben schneiden. Beides anbraten, damit es nicht zu „suppig“ wird. Teig dünn zu einem Rechteck ausrollen, mit Creme Fraiche bestreichen, Käse, Pilze und Zwiebeln verteilen und von der langen Seite her aufrollen. Die Rolle am Ende etwas festdrücken und ein paar Minuten ruhen lassen. In Scheiben schneiden, auf ein Backblech legen (Abstand!) und bei 200 Grad 15-20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Etwas abkühlen lassen und dann lasst es euch schmecken!

Pizzateig, Pizzaschnecke

Klarer Fall von Nomnom.

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Schokolade gegen Husten – 10 Fragen rund ums Röcheln

Es ist wieder Hustenzeit. Wir – und ich meine nicht nur Familie Chaos – leben derzeit quasi zwischen Rotz und Röcheln. Irgendwer hat hier immer was, die arme Herzi (meine Herz-Nichte) ist ganz besonders hustengeplagt, während Locke und Zwockel meist nur das übliche Erkältungspensum abarbeiten.

Erst kürzlich haben wir alle nächtelang mit dem Zwockel mitgelitten (wörtlich, denn er ließ uns nicht schlafen), als dieser einen gemeinen, quälenden Husten hatte. Erst nach drei schlaflosen Nächten bekamen wir das Problem in den Griff.

Wir haben mit Kinderarzt Dr. Guido Hein über das Thema Husten gesprochen – und Erstaunliches gelernt!

1. Was ist Husten?

Husten ist ein Mechanismus des Körpers, mit dem dieser Schleim, Staub und Sonstiges, das nicht in die Bronchien gehört, herausbefördert. Erstaunlich: Mit bis zu 480 km/h entledigt sich der Körper durch den Husten der Fremdkörper.

“Husten wird in 80 bis 90 Prozent der Fälle durch Viren ausgelöst. Antibiotika helfen also nicht. Es gibt eine ganze Reihe von hustenauslösenden Viren: Rhinoviren, Coronaviren, Influenzaviren, Adenoviren, sogar Rotaviren und noch einige mehr“, erklärt Guido Hein.

2. Darf das Kind mit Husten in den Kindergarten?

Mit normalem „Erkältungshusten“ darf ein Kind in den Kindergarten. Wer allerdings schonmal so richtig fiesen Husten hatte, weiß, dass man sich damit nicht besonders gut fühlt. Eltern sollten ihr Kind beobachten und in seinem Sinne entscheiden. Fühlt sich das Kind nach einer durchgehusteten Nacht ausgelaugt und schlecht, sollte es wenn möglich ein paar ruhige Tage zuhause verbringen.

Geht es dem Kind schlecht, hat es im Kindergarten nichts verloren“, sagt Dr. Hein.

Natürlich auch, wenn es sich um Keuchhusten, Bronchitis oder Grippe handelt oder Fieber auftritt. Dann gehört das Kind nach Hause.

3. Wann müssen wir zum Kinderarzt?

Wenn der Husten länger als drei Wochen ohne Besserung anhält sollte ein Arztbesuch auf dem Programm stehen.

„Besonders wenn sich der Zustand des Kindes nach einer längeren Hustenepisode verschlechtert, wenn Fieber oder Kurzatmigkeit auftreten – das Kind „hechelt“ – sollten Eltern damit auf jeden Fall zum Arzt. Generell gilt: Wenn das Bauchgefühl sagt, da stimmt was nicht – ab zum Kinderarzt“, erklärt Dr. Hein.

4. Welcher Hustensaft hilft am besten?

Das ist unterschiedlich. Der Markt bietet eine breite Palette an Hustensäften, von denen alle unterschiedlich wirken können – es kommt aufs Kind an. Man sollte tatsächlich ausprobieren, mit welchem man am besten klarkommt. Die Natur hält einiges bereit gegen Husten: Thymian-, Efeu- und Primel-Extrakte wirken sekretnormalisierend, antientzündliche und die beiden ersten sogar antimikrobiell.

Kräuter gegen Husten

Thymian, Salbei und Spitzwegerich – drei die stark sind gegen Husten.

5. Warum hilft der Saft nicht?

Wie bereits erwähnt, kann es sein, dass unterschiedliche Menschen einfach unterschiedlich auf Wirkstoffe ansprechen.

Ein Beispiel aus dem Hause Chaos: Während bei mir selbst Hustensäfte auf Efeu-Basis die beste Wirkung erzielen, bringen die unserem Locke überhaupt nichts. Bei ihm hilft eher Thymian. Wir haben uns im Laufe der Zeit durch die diversen Sorten probiert und sind nun bei einem Saft geblieben, den wir, neben dem selbstgemachten (s.u.), verabreichen.

Und manchmal hilft auch der nicht – es scheint nämlich auch vom jeweiligen Infekt abzuhängen.

6. Darf ich Hustenstiller geben?

Jein. Wir geben Hustenstiller nur in absoluten Ausnahmefällen. Wenn die Kinder extremen Reizhusten haben und das über mehrere Nächte, dann geben wir den mit dem Kinderarzt abgestimmten Hustenstiller. Denn wir haben beobachtet: Die kleinen Körper werden mit Schlaf schneller gesund.

Auf keinen Fall darf man Hustensaft (Löser) zeitgleich mit Hustenblockern geben. Das ist auch bei Erwachsenen so“, sagt der Kinderarzt. Auch wenn der Husten sich bereits löst („produktiv“ ist) und sehr feucht klingt, sollte darauf auf jeden Fall verzichtet werden. Eltern sollten dies unbedingt mit dem Kinderarzt abstimmen und seinen Empfehlungen, wie auch den Packungshinweisen, genau folgen.

„Ein sehr potenter Hustenstiller ist übrigens Honig. Studien haben gezeigt, dass er ähnlich wirkt, wie industrielle Hustenblocker“, erklärt Dr. Guido Hein. „Nur bitte nicht im ersten Lebensjahr geben.“

7. Hustensaft selbstgemacht – was muss ich beachten?

Generell spricht nichts dagegen, den Hustensaft selbst zu machen. Natürlich sollte man etwaige Allergien des Kindes berücksichtigen. Es gibt viele Pflanzen, die gegen Husten helfen. Thymian ist eine davon. Thymian wurde früher als das „Antibiotikum des kleinen Mannes“ bezeichnet. Tatsächlich hat das Kraut antibakterielle Eigenschaften und wirkt zudem schleimlösend. Ein Teelöffel Thymian mit heißem Wasser überbrühen, kurz ziehen lassen und dann als Tee trinken – wirkt fast schon Wunder.

Ein tolles Rezept für selbstgemachten Hustensaft haben wir HIERfür euch, Zwiebel– und Rettich sollen ebenfalls gut helfen. Auch Bienenwachs-Brustwickel oder Kissen mit Heilwolle helfen – leider stirbt dieses Wissen aus.

Nur eines sollten Eltern beachten, sagt Kinderarzt Dr. Guido Hein: „Keinen Honig im ersten Lebensjahr! Er kann Bakterien enthalten, mit denen der kleine Körper noch nicht klarkommt.“ Den Honig abzukochen bringt leider auch nicht viel, denn dadurch verliert dieser seine Wirkung.

8. Oh Schreck! Im Hustensaft ist Alkohol! Darf ich den trotzdem meinen Kindern geben?

Immer wieder ein beliebtes Thema in den Mama-Foren. Da ist Alkohol im Hustensaft! Ist das unbedenklich?

„Alkohol ist in fast allen Hustensäften enthalten. Den benötigt man, um die Wirkstoffe optimal aus den Pflanzen zu extrahieren. Nur einige wenige Hersteller machen sich die Mühe, den Alkohol danach wieder herauszuziehen“, erklärt der Kinderarzt. „Hält man sich an die empfohlenen Mengen, ist das jedoch nicht schädlich. Meist werden (je nach Alter) um die 2 Milliliter empfohlen, das ist sehr wenig, und darin ist sogar weniger Alkohol enthalten, als in einem Glas Apfelsaft.“

Bitte? Apfelsaft? Ja – am Rande: Apfelsaft kann durch leichte Gärung, die bereits einsetzt, wenn der Saft noch im Apfel ist, Alkohol enthalten. Wer also seinen Saft frisch presst, verabreicht den Kindern unter Umständen ein paar wenige Promille. Mehr dazu HIER.

Husten saft - so wenig sind 2,5 ml

So wenig sind 2,5 ml tatsächlich…

9. Schokolade gegen Husten – bitte was?

Honig wirkt als Hustenstiller, das haben wir gerade gelernt – doch es wird noch besser: „Auch das in Schokolade enthaltene Theobromin, ein Alkaloid, hilft gegen Husten“, überrascht uns der Kinderarzt. Und tatsächlich: Eine Studie* hat gezeigt, dass es ähnlich wie Codein gegen den Husten wirkt.

Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin ist enthalten.

Kakao gegen Husten – das ist doch mal was! „Also: Zuviel Süßes macht natürlich nach wie vor dick. Aber Kinder, esst mehr Schokolade – wenn`s geht die dunkle“, rät der Kinderarzt. Und versuchen kann man es ja mal!

10. Husten vorbeugen – geht das?

Ganz vermeiden lässt sich der Husten nicht. Das Wichtigste ist natürlich ein gesundes Immunsystem. Gesunde Ernährung, frische Luft und ausreichend Flüssigkeit, dazu – besonders in der Erkältungszeit – Vitamin C, können dem Körper helfen, sich von vornherein gegen Husten zu wehren.

Aber ein Patentrezept gibt es nicht. „Es gibt Familien, die eher zu Hustenerkrankungen neigen, als andere. Manche haben einfach eine lokale Immunschwäche in den Bronchien – das ist einfach so“, erklärt Dr. Hein.

Also in Zukunft: Den hustenden Kleinlingen öfter mal einen Löffel Honig vorm Schlafengehen verabreichen oder eine Tasse Kakao (das echte Zeug!) kredenzen. Dazu ein Schafwollkissen auf die Brust und ganz viel Liebe – dann geht’s vielleicht auch ohne Hustensaft.

Und wenn nicht, ist das auch kein Drama! Wie immer gilt: Wir sind keine Ärzte – bitte im Zweifelsfall IMMER mit dem (Kinder-)Arzt sprechen!

*Omar S. Usmani u. a.: Theobromine inhibits sensory nerve activation and cough. In: The FASEB Journal: Official Publication of the Federation of American Societies for Experimental Biology. Band 19, Nr. 2, Februar 2005, S. 231–233

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Quak! Gestatten? Ich bin ein Froschkuchen.

Grüner Marzipan-Marmorkuchen für den Kindergeburtstag

Ich liebe es, zu backen.

Das weiß fast jeder. Ich backe noch viel lieber, als ich die Kuchen und Torten esse. Im Moment leidet meine Backkunst ein wenig, weil ich so viel um die Ohren habe. Aber als ich Zwockels Geburtstagstorte gebacken hatte, war ich voll im Backfieber.

Zwockels Torte.

Ich habe spontan noch einen zweiten Kuchen gemacht, den ich schon immer ausprobieren wollte – einen Froschkuchen.

Das Originalrezept ist zwar ein blauer Kuchen mit Weingummi-Haien, da letztere aber offenbar schwer zu besorgen sind, bin ich auf Frösche umgestiegen, denn ein Froschkuchen kommt bei Kindern bestimmt genauso gut an.

Natürlich könnt ihr Farbe und Verzierung frei wählen – wie wäre es mit einem rosa Schweinekuchen oder einem schwarz-gelben Bienenkuchen? Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Rezept für eine Kastenform

250 g Marzipanrohmasse
200 g Butter
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
5 Tropfen Backöl Bittermandel
250 g Mehl
100 g Speisestärke
1 TL Backpulver
2-3 EL Milch
grüne Lebensmittelfarbe

Für den Guss

100 g weiße Kuvertüre
8 – 10 grüne Candy Melts (z.B. von Wilton)
etwas Kokosfett
Weingummi-Frösche

Zubereitung

Die Marzipanrohmasse mit dem Zucker, Vanillezucker und der Butter geschmeidig rühren. Das kann etwas dauern, es sollten möglichst keine Stückchen mehr drin sein. Die Eier hinzugeben. Das Mehl und mit der Stärke und dem Backpulver verrühren und zu der Teigmasse sieben. Bittermandelöl und Milch dazugeben und gut verquirlen.

Dann wird der Teig in zwei Teile geteilt und ein Teil wird eingefärbt, hier: Grün! Die beiden Teige in eine gefettete Kastenform geben und mit einer Gabel marmorieren. Im vorgeheizten Backofen bei 150 – 175 Grad ungefähr 55 bis 60 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für den Guss die Candy Melts in der Mikrowelle anschmelzen. Die weiße Schokolade mit einem Klecks Kokosfett im Wasserbad schmelzen und die Candy Melts hinzugeben, gut verrühren. Auf den Kuchen auftragen und beliebig viele Weingummifrösche daraufsetzen.

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Viel Spaß und guten Appetit!!!