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We wish you a merry Christmas!

Es ist Weihnachten!

Wir möchten euch und eure Familie heute nicht mit einem langen Text oder vielen Bildern aufhalten. denn ihr werdet anderes zu tun haben, als bei uns zu lesen. Müsst ihr auch noch Geschenke einpacken? Den Baum schmücken? Geht ihr heute in die Kirche? Singt ihr Lieder? Müsst ihr das Festessen noch vorbereiten? Klingt nach Stress – das soll es nicht.

Es ist die Zeit

Es ist Weihnachten, das Fest der Liebe. Zeit für Plätzchen, Tannenduft, leuchtende Kinderaugen und zarte Glöckchenklänge. Zeit für Wunder und Wundersames. Zeit für Liebe und Umarmungen. Zeit für ganz viel Zärtlichkeiten und Kuschler. Zeit für Herzen und Sterne – am besten aus Plätzchenteig.

Zeit für stimmungsvolle Lieder, für ein Extra-Lächeln und ein zusätzliches Wort der Freundlichkeit für alle Mitmenschen. Zeit für ein Danke mehr. Es ist Weihnachten!

Habt euch lieb!

Wir wünschen ganz und gar unperfekte – dafür umso schönere – Weihnachten und schließen diesen Beitrag mit einem unserer Lieblingsgedichte:

Der Traum

von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab’s, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht‘ ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war’s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find‘ ich dich?

Da war es just, als rief er mir:
„Du darfst nur artig sein;
dann steh‘ ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der heil’ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum.

Der Ganzjahres-Wunsch

Von Wünschen, Weihnacht und einem Hund namens Bella.

Habt ihr Wünsche? So richtige Herzenswünsche? Dinge, die bei euch ganz, ganz tief im Herzen sind und die ihr vielleicht schon lange mit den vielen kleinen Alltagssorgen begraben habt?

Die Weihnachtszeit naht mit großen Schritten und ich denke viel nach. Über das Fest an sich, die Adventszeit und über Wünsche. Als Kind war Weihnachten die beste Zeit des Jahres! Da war so ein Gefühl in meinem Bauch, ein warmes und wohliges.

Wünsche hatte ich viele. Eine neue Barbie, ein Barbie-Pferd, Bücher, Bücher, Bücher. Mit generösen Eltern und Großeltern gesegnet, bekam ich meistens das, was der Wunschzettel hergab. Bis auf die Cherry-Merri-Muffin, die meine Mama für Quatsch hielt, aber das ist eine andere Geschichte. Aber es gab einen Wunsch, der hielt das ganze Jahr an.

Ich wünsche mir (k)ein Pony!

Wie jedes kleine Mädchen wünschte ich mir natürlich auch ein Pferd, aber das eher so halbherzig – ich konnte ja gar nicht reiten. Meine einzige „Schnupperreitstunde“ hatte zu meinem Entsetzen in einer Reithalle stattgefunden, in der sämtliche Eltern am Rand der Bahn standen und einige zusätzlich in einem Café oben drüber saßen und zusahen. Juhuu, Präsentierteller – voll meins. Nicht.

Natürlich kam ich – mit kurzen Beinen gesegnet – erstmal gar nicht auf das Tier hinauf und viel schneller wieder hinunter, als es mir lieb war: Ich rutschte nämlich direkt auf der anderen Seite wieder vom Sattel und landete mit der Nase im Streu. Zur Belustigung aller – und da ich seit jeher für niemanden den Clown in der Manege gebe, auch nicht mit neun Jahren, war das mein letzter Auftritt in der Halle.

Geritten bin ich halbherzig auf den Shetlandponies eines Bekannten, aber für ernsthaften Reitsport fehlte mir nach dem kleinen Trauma der Willen. Heute bereue ich das ein wenig, ich würde gerne reiten können.

Ein Kinderkönigreich für einen Hund!

Also, Pferd: Nice to have, muss aber nicht.

Was ich wirklich unbedingt wollte, in jeder Sekunde, mit jeder Faser, aus der Tiefe meines kleinen Herzens, war ein Hund. Das war mein Ganzjahres-Wunsch. Ich liebte den Hund des Nachbarn und träumte jede Nacht davon, selbst einen zu haben, denn so ein ausgeliehener Nachbarshund ist einfach nicht das Gleiche. Nach dem abendlichen „Müde bin ich, geh zur Ruh“ mit meiner Mama schickte ich an jedem Abend noch einmal den Wunsch nach einer Fellnase hinterher.

Und wenn man es sich ganz doll wünscht, wird es irgendwann wahr. Bestimmt. Und obwohl ein Hund nicht in die Tüte kam, weil mein Vater keine Hunde mochte, hatte das Universum eine Überraschung für mich auf Lager.

Hier liegt ein Hund

Wir waren im Urlaub in Neuharlingersiel, da rief meine Oma an: „Hier liegt ein Hund!“ sagte sie. Ein Bittewas?! Ein Hund!? Ein Hund! Mein Hund! Endlich!

Und nun, liebe Leser und Leserinnen, folgt eines der Mysterien meiner Kindheit: Ein Hund. Lag vor dem Schlafzimmerfenster meiner Großeltern. Eines Morgens, einfach so. Als hätte er schon immer dort hingehört. Der Garten war damals noch durch ein mannshohes Tor, eine Hecke und einen Maschendrahtzaun gesichert – wie der Hund dorthin gekommen war, ist und bleibt ein Rätsel.

ich wünsche mir einen Hund

Foto: Pixabay (Alexas_Fotos)

Es war auch kein kleiner Schoßhund: Es handelte sich um einen ausgewachsenen Bernhardiner. Den konnte also niemand mal eben über den Zaun geworfen haben und auch in der dornigen Hecke war nirgendwo ein Loch, das groß genug für so ein riesiges Tier war. Na gut, vielleicht war das Tier durch den Graben hinter dem Haus gekommen, doch auch dort war ein Zaun. Und warum lag dieser Bernhardiner ausgerechnet vor dem Schlafzimmerfenster meiner Großeltern? Was lag darüber? Mein Kinderzimmer!

Ganz klar: Weil es mein Hund war! Ich war glücklich! Ein Hund! Und nicht irgendeiner! Ein riesiger, kuscheliger Bernhardiner! Aber – Moment mal – liebes Universum, was ist denn das für ein Timing?! Ich bin doch im Urlaub!

Bella muss wieder weg

Der Urlaub war kurz darauf beendet und wir fuhren heim. Die Hündin – ja, ein Mädchen – war bei unseren Nachbarn untergebracht worden, die sie Bella getauft hatten. Bella war toll. Groß und massig und kuschelig! Riesig! Ja, genau so einen Hund hatte ich gewollt!

„Wir haben schon einen Anzeige geschaltet und Zettel aufgehängt“, erklärte meine Oma. „Wozu?“ fragte ich. „Na, der Hund muss zurück zu seiner Familie!“

Aber, sie ist doch mein Wunsch!“ Niemand hörte auf mich.

Mein kleines Herz zerbrach. Da hatte ich endlich meinen Hund bekommen – und musste ihn wieder abgeben. Bellas Familie meldete sich nicht, niemand vermisste das große Tier. Natürlich! Es war ja auch meins und nur für mich auf der Welt! Es war mein wahrgewordener Wunsch!

Am Ende adoptierte mir einer der Müllmänner, ein Mann, der toll pfeifen konnte und ein großes Herz hatte, meine Bella vor meiner Nase weg.

Wünsche können wahr werden

Was habe ich daraus gelernt? Wünsche können tatsächlich wahr werden. Wünscht man sich etwas richtig doll – und manchmal muss man auch selbst kräftig daran arbeiten – wird es irgendwann tatsächlich wahr.

Wo Bella herkam, ist bis heute Mysterium.

Meine Kinder wünschen sich ein größeres Haus mit mehr Platz zum spielen. Sie wünschen sich sämtliche Feuerwehrmann Sam-Spielzeuge und Bob, der Baumeister steht auch hoch im Kurs. Sie wünschen sich ein neues TipToi-Buch und viele lustige, bimmelnde, quietschende, blinkende Dinge.

Und der kleine Zwockel? Der wünscht sich einen Hund.

Und eines verrate ich euch: Bald, ganz bald – nicht in diesem und auch noch nicht im nächsten Jahr, aber bald. Da wird sein Wunsch wahr.

Und meiner.

Die eiligen drei Könige

Auf der Jagd nach dem weißen Vogel. Im Schnee.

Es war die Nacht vor Heiligabend und es war kalt. Richtig bitterkalt. So kalt, dass ich die Abendrunde mit dem Hund nur auf das Nötigste beschränken wollte. Hund, selbst kein Fan von Nässe und Kälte, war d’accord. Also schnell die Straße runter. Alles war weiß und der Schnee knirschte unter meinen Stiefeln. Es glitzerte überall – weiße Weihnacht, ganz so, wie es sein sollte.

Der Vogel sagte leise „Piep.“

Auf unserem Rückweg fiel mein Blick auf einen Busch. „Lustig! Der Schneezapfen sieht wie ein Vogel aus!“, dachte ich. Und sah genauer hin. Das WAR ein Vogel. Ein weißer Vogel im weißen Schnee in einer saukalten Winternacht! „Lebt der noch, oder ist der schon erfroren?“, fragte ich den Hund. „Wuff?“, fragte er zurück und fragte dann den Vogel. „WUFF?“ Der kleine geflügelte Freund zuckte merklich zusammen und sagte leise „Piep.“

„Jetzt aber schnell!“, rief ich und rannte mit dem Hund die Straße (die ein Berg ist) hoch. Ich renne normalerweise nie, darum bot ich wohl schon einen seltsamen Anblick. Durch den Schnee ging es ab ins Haus.

Zu viel Glüh im Wein?

„Da.. *japs* sitzt… *hust* ein Vogel im Busch!“, keuchte ich. „Ein weißer. Ich glaub, ein Wellensittich.“ Meine Eltern sahen auf und musterten mich, wie ich mit Schneestiefeln, dick eingemummelt mitsamt Mütze und knallrotem Kopf vor ihnen stand (ich musste auch noch 2 Treppen hoch) und nach Atem rang. „Schnell! Vogel!“

„Hast du am Punsch genippt?“, entgegnete meine Mutter. „Zuviel Glüh im Wein?“, mutmaßte mein Vater. „Nein, wirklich! Da sitzt ein weißer Vogel im Busch und erfriert gerade! Wir müssen los!“

Der Hund hielt sich elegant zurück und versuchte, sich aus der Affäre zu ziehen – nicht, dass die Menschen noch auf die Idee kamen, ihn noch einmal in die Kälte zu jagen!

„Weißt du, wie kalt es draußen ist?“, fragte meine Mutter.

„Ja eben! Der erfriert! Haben wir noch den alten Vogelkäfig im Keller?“ Ich war ganz im Rettungsmodus.

Die eiligen drei Könige

Meine Eltern, überzeugt davon, dass ich mir den Vogel eingebildet hatte, beschlossen, meiner Geschichte Glauben zu schenken und machten sich daran, die Vogel-Rettungsutensilien zusammenzusuchen: Eine starke Taschenlampe, einen alten Vogelkäfig und einen Kescher, der eigentlich für Fische im Teich gedacht war. Der Hund durfte im Haus bleiben und wir zogen los, den Berg hinunter.

„Wie die heiligen drei Könige!“, lachte mein Vater. „Nur sind wir die eiligen drei Könige, auf der Suche nach dem weißen Vogel. Hört sich an wie ein echt schräger Roman…“

Am Ende der Straße angekommen, deutete ich auf den Busch. Gottseidank war der kleine Kerl noch da. Einmal, weil er bei der Kälte sonst keine Chance haben würde – und natürlich auch für meine eigene Credibility. Ich bin ja manchmal ein Scherzkeks, aber ich würde meine Familie nun wirklich nicht mitten in der Nacht zum Heiligabend in die Irre, die kalte, führen!

„Da! Da ist er! Da, auf dem Ast!“ Ich zeigte auf den Vogel.

„Tatsache!“, staunten meine Eltern. „Wie hast du den denn entdeckt? Hier ist doch alles weiß, der Vogel mit eingeschlossen!“

„Zufall. Oder Fügung.“

Einfangversuche

Nun kamen wir zum schwierigen Teil. Der Busch, in dem der Vogel saß, stand auf der andern Seite eines Grabens. Stand man im Graben, reichte der Kescher nicht aus, stand man auf der anderen Seite, musste man balancieren um nicht abzurutschen. Wir standen also mit Lampe und Vogelkäfig bewaffnet dort, während einer von uns balancierend versuchte, den Vogel in den Kescher zu bekommen, ohne ihn KO zu schlagen, vom Ast zu werfen oder allzu arg zu verschrecken.

Natürlich erschreckte sich der kleine Kerl, der wahrscheinlich schon mit seinem Leben abgeschlossen hatte, trotzdem. Aufgeregt flatterte er auf und versuchte, zu fliehen, doch bereits nach drei Metern ließen ihn seine Kräfte im Stich. FUMP machte es und der Vogel war in den Schnee geplumpst.

Und wenn es schon nicht einfach war, einen weißen Wellensittich im vollgeschneiten Geäst eines Busches zu entdecken, dann versucht mal, so einen kleinen weißen Gesellen im Dunklen auf einer total vollgeschneiten Wiese zu entdecken. Irgendwo musste er doch sein! Erschwerend kam hinzu, dass die Wiese eher ein Acker war und mit gefrorenen Maulwurfshügeln übersäht, die man aber unter der Schneedecke nur erahnen konnte.

Finde den weißen Vogel im Schnee. In der Dunkelheit.

Wer sich nun vorstellt, dass es wirklich total dämlich aussieht, wenn zwei dick eingepackte, quasi vermummte Personen mit einem Netz am Stock über eine verschneite Wiese irren und ständig stolpern, während eine dritte am Rand herumfuchtelt mit einer Taschenlampe in der einen und einem goldenen Vogelkäfig in der anderen Hand und schreit „Da! Da drüben! Da ist er! Nein, da! Noch etwas mehr nach rechts. RECHTS, Tanja. Das ANDERE Rechts! Da! Tritt nicht drauf! Hast du ihn?“ – der hat völlig Recht. Was müssen wir für ein Bild geboten haben!

Irgendwann war es dann so weit. Völlig entkräftet steckte das kleine Vögelchen in einem kleinen Schneeberg, halb erfroren und verängstigt. Nicht einmal der Kescher war noch notwendig. Wahrscheinlich hatte er bereits das Licht gesehen und sich darauf gefreut, endlich wenn auch nicht ins Warme, so doch ins Helle zu kommen. Aber das sollte ja nun auch geschehen, wenn auch anders, als der Piepmatz es sich vorgestellt hatte.

Ein neues Zuhause für den Weihnachtsvogel

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Quelle: Shutterstock, Suvat Sirivutcharungchit

 

Mit behandschuhten Händen setzte mein Vater das kleine Tier behutsam in den Käfig. Froh, dass unsere Rettungsmission geglückt war und in der Hoffnung, dass niemand diese beobachtet hatte, zogen die nunmehr vier durchgefrorenen Könige wieder den Berg hinauf.

Dort angekommen dimmten wir erst einmal die Lampen und legten ein Tuch über den Käfig. Das arme Tier sollte ja nicht gleich geschockt von den neuen Eindrücken von der Stange fallen. Wasser hatten wir, Vogelfutter musste am nächsten Tag gekauft werden. Aber im Moment war eh erstmal wichtig, den kleinen Kerl langsam aufzutauen. Auch wir brauchten erstmal einen Glühwein, um uns zu wärmen. Der Hund beobachtete neugierig den seltsamen Käfig, aus dem es erst zaghaft, dann schon etwas fröhlicher, zu piepsen begann.

Inzwischen war es Heiligabend geworden und unser kleines, weißes Weihnachtswunder hüpfte vergnügt von Stange zu Stange.

„Wie sollen wir ihn nennen?“ fragte ich.

„Noël.“, sagte mein Vater. Das französische Wort für Weihnachten.

 

Noël hatte von diesem Erlebnis leider ein Trauma davongetragen – oder einen leichten Frostschaden erlitten, vielleicht Gefrierbrand. Auf jeden Fall weigerte er sich für den Rest seines Lebens, seinen Käfig zu verlassen. Kurz nachdem die Tierärztin eine Herzschwäche bei ihm diagnostizierte, verstarb Noël: Drei Jahre nach unserer nächtlichen Rettungsaktion fiel er einfach von der Stange.

(Dies war übrigens noch lange bevor Facebook in Deutschland Einzug erhielt und meine Plakat-Such-Aktion nach dem Besitzer war erfolglos geblieben.)

 

7 Alternativen zu „Last Christmas“

Leute – ich konnte Last Christmas schon letztes Jahr nicht mehr hören. Und das Jahr davor auch schon nicht. Und davor, und davor und davor… Jährlich verdient George Michael mit seinem Foltersong um die acht Millionen Euro (wer sich für weitere Fakten rund um das Lied interessiert, kann ja mal hier schauen). Irgendwann muss es doch mal gut sein! Und er hat sein Herz doch auch schon zurückbekommen und will es in diesem Jahr jemand Besonderem geben: Michael, mach! Aber sing nicht ständig drüber.

Auch keine Lösung: Das post-kruzifikale Folterinstrument

Sobald man das Radio anmacht, kommt mindestens einmal am Tag, wahrscheinlich öfter, „Last Christmas“ in welcher Version auch immer, denn der Song ist ja auch einige Male gecovert worden. Wenn nicht gerade Phil Collins singen muss – immerhin auch einige Male pro Tag.

Möchte überhaupt noch irgendwer „Last Christmas“ hören? Das hat sich doch so totgenudelt! Aber was ist nun die Alternative? Radio aus und zuhause das Kind mit der Blockflöte tröten lassen? Also, das ist auch nichts für mich – dieses post-kruzifikale Akustik-Folterinstrument ist absolut nicht meins!

RUUUUUMM, RUUUUMM, RUUUUMM

Ich erinnere mich an eine Nacht, in der ich versehentlich mir und meiner Oma einen gehörigen Schreck eingejagt habe. Mit dabei: Eine Weihnachts-CD von Boney M., eine Stereoanlage mit mir unbekannter Weck-Funktion und meine Vorliebe für sehr laute Musik.

Ich hatte mit Kopfhörern vorm ins-Bett-gehen noch Musik gehört und muss dann versehentlich diese aus der Buchse gezogen haben. Weiterhin hatte ich wohl versehentlich die Timer- bzw. Weckfunktion der Anlage programmiert und um zwei Uhr nachts erbebte plötzlich das Haus: „RUUUUUMM, RUUUUMM, RUUUUMM!“ ich fiel aus dem Bett und meine Oma ebenso. Wir trafen uns zitternd im Flur und befürchteten bereits die Apokalypse. Da sangen Boney M. weiter „… cooooooome they told me, pa rum pum pum pum…” Puuuuh! Nochmal gut gegangen, doch nicht der Weltuntergang…

Bis heute denke ich immer wieder an diese Nacht, wenn ich das Lied, das echt keines meiner Lieblingslieder ist, höre.

Die Qual der Wahl

Aber zum Glück gibt es ja Millionen und Abermillionen von Weihnachtsliedern und dank Spotify & Co. muss man sie nicht einmal alle kaufen! Die Qual der Wahl! Ich höre nicht so gerne deutsche Weihnachtslieder, die sind mir zu schwermütig und ich muss ständig heulen – ja, wirklich! Und sobald sie auch noch live – in der Kirche zum Beispiel – von Orgel oder Posaunenchor untermalt werden, ist es vorbei mit mir. Dann geht nix mehr!

Ich mag spanische Weihnachtslieder, die sind oft sehr fröhlich. Oder australische! Habt ihr schon einmal die Australische Version von Jingle Bells gehört? Absolut witzig und genial. Wer bereits in Australien war, wird sofort das Aussie-Feeling spüren und sich zurück an den Bondi Beach sehnen, wo schonmal ganze Santa-Rudel per Surfbrett auflaufen…

Meine sieben Favoriten stelle ich euch hier vor:

  1. Mumford & SonsWinter winds”: Ein ruhiges Weihnachtsliebeslied im typischen Mumford-Sound. Muss man einfach lieben.
  2. Family of the yearOMG it’s Christmas”: Mein Favorit für dieses Jahr! Ein Gute-Laune-Party-Song zu Weihnachten – ein fröhlicher Ohrwurm der amerikanischen Indie-Pop Band!
  3. PandoraLos peces en el Rio”: Ein fröhliches spanisches Weihnachtslied: Während sich die Fische im Fluss auf die Ankunft von Baby Jesus freuen, hat Maria was? Richtig – Arbeit.
  4. Lee Kernaghan The three drovers”: Ein australisches Weihnachtslied über drei Viehtreiber (“Drovers”), die beim Anblick eines hellen Sterns in Weihnachtsstimmung kommen. Sooo schön australisch.
  5. Simone Sommerland Stern über Betlehem“: Auf unserer Kinderlieder-CD, ein wunderschönes Lied aus dem Jahr 1964. Wem die Melodie bekannt vorkommt: 2004 gab es eine gar nicht so weihnachtliche Coverversion namens „She“ von Groove Coverage.
  6. Lady AntebellumBaby, It’s Cold Outside”: Eine angenehme Cover-Version des Popsongs von 1944, ursprünglich nicht unbedingt ein Weihnachtslied, passt aber.
  7. ColdplayChristmas Lights”: Eine wunderschöne, sanfte Weihnachtshymne mit viel Herzschmerz!

 

Was ist in diesem Jahr euer liebstes Weihnachtslied? Habt ihr auch ein „All-time-favorite“, einen Song, der einfach jedes Jahr sein muss (bitte sagt jetzt nicht „Last Christmas“…)

Ein Stern für Kinder – Der Wünschebaum

Bei uns in Fröndenberg gibt es einen wunderschönen Baum. Es ist ein Wünschebaum und er hängt voller Sterne! Immer, wenn ein Kind einen Weihnachtswunsch hat, den ihm seine Eltern nicht erfüllen können, weil zum Beispiel das Geld fehlt, wird aus diesem Wunsch ein kleiner Stern. Und dieser wird dann an den Baum gehängt.

Die goldenen Sterne warten nun darauf, von Menschen gepflückt zu werden, denen es besser geht und die Familien, die Hilfe brauchen, zu Weihnachten unterstützen möchten. Denn warum auch immer die Situation der Familien so ist, wie sie ist – die Kinder sollen nicht darunter leiden.

Es gibt Sterne von Jungen und Mädchen, von kleinen und großen Kindern – von Babys bis zu Achtzehnjährigen ist alles dabei! Sie alle haben eines gemeinsam: Auf sie wartet kein riesiger, bunter Geschenke-Haufen unterm Baum. Vielleicht gibt es nicht mal einen Weihnachtsbaum.

Not auch vor der eigenen Haustür

Und während es viele schöne Projekte für Kinder in aller Welt gibt, z.B. Weihnachten im Schuhkarton, darf man auch die Augen nicht davor verschließen, dass es auch hier, direkt vor unseren Augen Menschen gibt, die nicht wissen, wie sie das Geld für ein schönes Weihnachtsfest zusammenbekommen sollen.

Wie in jedem Jahr haben wir einen Wunsch gepflückt, diesmal durfte Kleinling#1 ihn aussuchen.

Noch viele Wünsche da

Heute stand in der Zeitung (Hellweger Anzeiger vom 3.12.2016), dass am Wünschebaum in Fröndenberg noch ganz viele Sterne hängen und weil viele unserer Leser aus dieser Stadt sind, haben wir von Krümel und Chaos uns entschlossen, den Aufruf zu teilen:


Noch bis zum 16.12.2016 könnt ihr einen Wunsch pflücken und einem Kind zu Weihnachten eine Freude machen. Das Gemeindehaus ist täglich von 8 bis 17 Uhr (außer mittwochs) geöffnet.

Und wenn ihr nicht aus Fröndenberg kommt: Vielleicht gibt es ja eine ähnliche Weihnachts-Aktion in eurer Stadt. Oder ihr möchtet eine solche ins Leben rufen!

Wir von Krümel und Chaos wünschen euch morgen einen schönen zweiten Advent!