Das schönste Geschenk – Zwockels zweiter Geburtstag

Geschenke zum Geburtstag

Was wirklich zählt.

Gestern feierte unser Zwockel seinen zweiten Geburtstag. Er kann schon so viel mehr als Locke in seinem Alter und auch wir als Eltern trauen uns beim zweiten Kind mehr zu, als beim ersten. Darum, und weil der kleine Mann uns mit seinem eisernen Willen immer wieder überrascht, waren wir beinahe erstaunt, dass er erst zwei wird – und nicht schon drei.

Kindergarten Kind ist ungeduldig

Zwockel kann es kaum erwarten.

Bald kommt er in den Kindergarten und kann es kaum erwarten. Im Gegensatz zu damals, bei Locke, freue auch ich mich sehr darauf. Der kleine Mann braucht so viel Action, die könnte ich ihm hier nicht einmal bieten, wenn ich nicht im Homeoffice arbeiten würde. Aber wir haben uns toll arrangiert und nach etwas längerem „Kampf“ (dazu später mehr) klappt auch das Arbeiten super.

Kindergeburtstagsplanung

Wie immer standen wir vor der Frage, wie wir den Geburtstag gestalten. Noch haben wir eine kleine Drei-Zimmer-Wohnung und sind mit Platz nicht gerade gesegnet. Also wurde in Schichten gefeiert: Die Großeltern kamen um 14:30 Uhr zu Kaffee und Kuchen. Sechs Erwachsene und zwei Kinder – damit ist die Wohnung schon beinahe voll. Um 17:00 Uhr kamen dann die Paten zum Abendessen.

Dieses Arrangement haben wir auch bei Locke schon gemacht und sind damit gut gefahren. Da die Tochter von Zwockels Patentante, nennen wir sie Herzi, seine beste Freundin ist, hatte Zwockel gleich schon seinen Kinderbesuch hier. Ich halte mich „Pi mal Daumen“ an die Regel, nur so viele Kinder einzuladen, wie das Kind Jahre alt wird – auch das passt für uns sehr gut. Herzis Schwester war auch dabei, auch wenn ein Baby vielleicht noch nicht zu richtig dazuzählt.

Ich mag es als Mutter überschaubar und auch für meine Söhne passte das bisher gut. Ab nächstem Jahr bekommt Zwockel auch seinen Extra-Kindergeburtstag, so wie der große Bruder, in diesem Jahr haben wir uns den gespart.

Geschenke für einen Zweijährigen

Die Kinder hatten riesigen Spaß, Zwockel war voll im Party-Modus. Das zweite große Eltern-Thema sind ja immer die Geschenke. Ich halte nichts davon, das Kind mit Päckchen und Paketen zuzuschütten und auch Eltern und Paten halten sich an überschaubare Geschenke-Mengen.

Was schenkt man einem Zweijährigen? Für unseren kleinen Großen haben wir uns in diesem Jahr die „Kindergarten-Ausstattung“ gewünscht: Rucksack, Gummistiefel, Butterdose, Trinkflasche.

Locke wollte seinem Bruder auch etwas schenken und so sind wir zusammen in einen großen Spielzeugladen gefahren. Ganz ohne Theater suchte mein Großer einen kleinen Bagger für seinen Bruder aus und auch gleich ein Kuscheltier für seine Cousine, die im Dezember auf die Welt kommt.

Second-Hand-Spielzeug zum Geburtstag?

Zum Geburtstag ein Feuerwehrkissen

Ein Feuerwehrauto zum Schmusen.

Zwockels Highlight war dann aber die Holzeisenbahn mit Schienen, die ich auf einem Flohmarkt erstanden hatte. Ein großes Paket mit Zubehör für gerade einmal 13 Euro. Second Hand fürs Kind? Und das zum Geburtstag?

Ja – und zwar ganz ohne schlechtes Gewissen. Denn die Schienen sind top in Ordnung, bis auf ein paar kleinere Macken. Den Zweijährigen interessiert nicht, ob schon ein anderes Kind damit gespielt hat und solange das Spielzeug in Ordnung ist, habe ich kein Problem damit, meinen Kindern auch so etwas gebraucht zu kaufen.

Zusätzlich bekam er ein Feuerwehrauto aus Stoff, das er nun zum Einschlafen im Arm hält – sein „Tata“ ist endlich mal ein kuschelkompatibles Fahrzeug ohne Ecken und Kanten.

Das Wichtigste: Liebe und Lachen

Doch ich hoffe, die Kinder erinnern sich später an das Wichtigste. An die Liebe und das Lachen. Die Wärme. Die Umarmungen. Die Freundschaft und das Zusammensein. Das sind die Erinnerungen, die sie mitnehmen sollen. Das Gefühl der Geborgenheit. Die Geschenke sind zweitrangig, kein Kind erinnert sich später, dass es am 06. Novembaprilmai einmal ein Feuerwehrauto bekommen hat.

Für mich war das schönste Geschenk am gestrigen Tag, dass Zwockels Patenonkel für eine halbe Stunde da war, denn er ist sehr krank und es ging ihm nicht besonders gut. Er hatte seinen Besuch im Vorfeld offen gelassen, da er zur Zeit starke Schmerzen hat.

Und trotzdem war er da. Sein kleiner Patensohn war glücklich und hüpfte vor Freude auf und ab – das Geschenk haben wir noch gar nicht ausgepackt, das wäre zu viel geworden. Aber darum ging es dem kleinen Mann auch gar nicht. Er war einfach froh, das „Onkel Tintin“ da war.

Und so soll es sein.

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