Die Banane.

Lieblingsobst meiner Kinder

Meine Kinder lieben Bananen. Oder, wie Locke sagt: Babananen. Wie die Minions. Wenn die Jungs eine Banane sehen, gibt es kein Halten mehr! Auch ich bin von Bananen ziemlich begeistert, denn man kann sie, wenn sie prima in die Hand- oder Wickeltasche stecken: Durch die praktische, dicke Schale ist das weiche Innere geschützt ist unser Lieblingsobst schnell ausgepackt und verputzt, öffnet man sie unten und nutzt den Stiel als Griff, dann bleiben sogar die Hände sauber.

Grund genug, um der gelben Paradiesfeige, wie sie früher genannt wurde, einen eigenen Artikel zu widmen.

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Habt ihr eure Bananen auch immer „falschherum“ geöffnet?

Angeberwissen: Das ist eine Beere!

Botanisch gesehen, ist die Banane eine Beere. Eine Bananenstaube trägt nur einmal Früchte und stirbt danach ab. Die gelben Obstbananen können selbst, im Gegensatz zu Wildbananen, nicht zur Vermehrung beitragen, die Staude pflanzt sich durch sich durch Schößlinge fort. Es gibt viele verschiedene Arten von Bananen – 400 bis 1.000, so die Schätzungen – darunter zum Beispiel auch rote Bananen und Kochbananen.

Ursprünglich stammt die Banane aus Südostasien, als größter Bananen-Produzent gilt Indien. Bananenstauden lieben hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen, weshalb sie auch rund um den Äquator, in den tropischen Gebieten wie z.B. der Karibik, angebaut werden.

Gesunder Tausendsassa

Bananen enthalten wenig Fett und viele Kohlenhydrate in Form von Stärke und Zucker. Je reifer die Banane wird, desto mehr Stärke hat sich in Zucker umgewandelt, desto süßer ist sie. Ideal ist sie zum Verzehr, wenn sich auf der Schale kleine braune Punkte gebildet haben. Die drei in der Banane enthaltenen Zuckerarten – Saccharose, Glucose und Fruktose – sorgen dafür, dass der Körper nicht nur schnell, sondern auch langfristig Energie bekommt.

Die Banane ist ein echtes Multitalent! Sie enthält viel Kalium, was gut fürs Herz ist und viel Vitamin B6, was gut für die Nerven ist und die Stimmung hebt, ebenso wie Tryptophan, eine Aminosäure, das vom Körper in Serotonin umgewandelt werden kann. Serotonin ist ein Hormon, das für Gelassenheit und Zufriedenheit sorgt und Gefühle wie Aggressivität, Hunger und Angst dämpft. Bananen machen also glücklich!

Auch Zink, Eisen, Phosphor und Calcium sind neben Vitamin C, Folsäure und Magnesium enthalten. Der hohe Ballaststoffgehalt wirkt außerdem sättigend und hat einen positiven Effekt auf die Verdauung.

Zudem hilft Banane bei Durchfall: Die Ballaststoffe, Pektine, quellen im Darm auf und binden so das überschüssige Wasser und ihr hoher Kalium- und Magnesiumgehalt gleicht den durchfallbedingten Mangel an eben diesem Mineralstoffen aus. Pektine findet man übrigens auch in Äpfeln, weshalb ein geriebener Apfel ebenso bei Durchfall hilft.

Machen Bananen dick?

Bananen stehen im Ruf, echte Dickmacher zu sein. Aber ist da wirklich was dran?

Eine Banane schlägt mit 88 bis 124 Kalorien zu Buche – je nach Gewicht. Das ist natürlich für ein Obst ganz schön viel. Generell kommt es aber darauf an, wie viel ihr insgesamt esst: Nimmt man mehr Kalorien auf, als man pro Tag verbraucht, nimmt man zu.

Bananen sättigen ja auch – und anders als Gummibärchen, Schokolade oder sonstiger Süßkram besitzt die Banane nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch eine Menge Ballaststoffe. Die durchschnittlich 100 Kalorien pro Stück haben noch keinen dick gemacht – da bin ich sicher. Es ist alles eine Sache der Menge. Als Sattmacher für zwischendurch eignet sich die Banane ideal, denn aufgrund der oben beschriebenen Zuckerarten macht sie langfristiger satt, als beispielsweise der mobilmachende Mars-Riegel.

Allerdings sollte, wer auf seine Figur achtet, abends auf kohlenhydrathaltige Nahrung verzichten – also auch auf Bananen. So bleibt der Insulinspiegel im Körper niedrig und greift im Schlaf eher auf seine Fettreserven zurück.

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Und die Bananenschale?

Werft die Schale nicht einfach weg! Selbst mit damit kann man noch etwas anfangen: So kann man die Innenseite der Schale für die Glattlederpflege verwenden: Taschen und Schuhe und Lederjacken kann man damit abreiben. Auch Silberbesteck und –schmuck kann man damit polieren. Probiert es aus!

Auch für die Haut soll sie ganz wunderbar sein! Reibt man mit der Innenseite über das Gesicht, soll es gegen Pickel helfen. Die Bananenschalt enthält Enzyme, die die Haut weich und zart machen.

Die Schale der Bananen ist außerdem essbar und sehr gesund – vorausgesetzt es handelt sich um Bio-Bananen. Man kann sie im Smoothie zerkleinern, backen oder braten. Das habe ich allerdings auch noch nicht ausprobiert. Wickelt man Hühnerfleisch zum Braten in eine Bananenschale, bleibt es zart und saftig.

Und nicht zuletzt ist sie natürlich ein toller Dünger. Ihr könnt sie in den Kompost werfen, kleingeschnitten unter die Blumenerde mischen, oder eine Bananenschale ins Blumengieß-Wasser legen. Eure Pflanzen werden sich freuen!

Warum ist die Banane gelb?

Die Schale der Bananen enthält eine Phenolverbindung, bioaktive Pflanzenstoffe, welche für die gelbe Farbe verantwortlich sind.

Und warum die Banane krumm ist, erfahrt ihr hier.

Ihr habt zu viele Bananen gekauft? Gibt’s nicht! Wenn ihr welche übrig habt und sie euch bereits zu braun oder zu süß sind, macht ihr einfach ein Bananenbrot daraus:

Bananenbrot

80g Margarine

150g Zucker

2 Päckchen Vanillezucker (oder 1 TL Vanillepulver)

400g Mehl

2 TL Backpulver

120 ml Milch

1 EL Puderzucker

3 sehr reife Bananen*

Backofen auf 150 Grad vorheizen (Umluft).

Zucker und Margarine schmelzen. Mehl hinzugeben, dann Backpulver einrühren. Milch und Puderzucker hinzugeben. Die Bananen pürieren und untermischen. In eine gefettete Kastenform geben und ca. 50-60 Minuten backen.

 

*Es funktioniert auch mit nur 2 Bananen, oder auch mit mehr. Angeblich kann man bis zu 8 Bananen nehmen, das habe ich selbst aber noch nicht ausprobiert.

 

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