Goldene Milch

Gesunder Immun-Booster in der kalten Jahreszeit

Von der Goldenen Milch habe ich zum ersten Mal im Jahr 2015 gehört. Auf dem Rezepte-Blog des Unnaer Feinkosthandels Refugio fand ich Rezept sowie interessante Informationen dazu. Da ich – zumindest im Winter – ein großer Fan aromatisch gewürzter Heißgetränke bin, habe ich es sofort ausprobiert.

Zu der Zeit war ich mit Kleinling#2 schwanger und ständig erkältet. Nach kurzer Rücksprache mit der Hebamme, ob die Goldene Milch dem Baby auch nicht schaden kann, habe ich mir sofort die erste Tasse gegönnt und siehe da, schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich besser.

Da es Kurkuma im normalen Einzelhandel selten in größeren Mengen gibt, kaufe ich immer die Gewürzdosen vom Alten Gewürzamt. Dort gibt es viele andere hochwertige Gewürze, u.a. auch das unten erwähnte Quatre Epices, eine Gewürzmischung aus Ingwer, Zimt (oder Nelken), Muskat und Pfeffer, die nicht nur zur Zubereitung der Goldenen Milch verwendet werden kann.

Das Rezept für die Goldene Milch – auch für Veganer geeignet

Was ihr braucht:artikelbild_goldene-milch

1 Espressotasse Kurkuma
2 Espressotassen Wasser
2 TL Quatre Epices (alternativ: Schwarzer Pfeffer und Zimt nach Geschmack)
5 TL Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup
1 TL Öl (z.B. hochwertiges Oliven- oder Leinöl)
Milch oder Pflanzenmilch (z.B. Soja-, Hafer-, Mandel-, oder Reismilch)

Kurkuma und Wasser in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter stetigem Rühren ca. 3-4 Minuten lang zu einer dicken Paste vermengen. Den Topf vom Herd nehmen und die Gewürzmischung (Quatre Epices oder Pfeffer und Zimt), Honig/Agavendicksaft/Ahornsirup und Öl dazugeben und das Ganze gut verrühren. In einem Schraubglas in den Kühlschrank gestellt, hält sich das Ganze gute 4 Wochen im Kühlschrank.

Die Goldene Milch könnt ihr kalt oder warm trinken. Einfach einen Teelöffel der Paste in eine Tasse Milch einrühren und fertig!

Kurkuma – ein wahres Superfood

Kurkuma, oder Gelbwurz, gehört zur Familie der Ingwergewächse. Kurkuma verleiht dem Curry-Gewürz seine gelbe Farbe und wird unter der Bezeichnung E100 auch zum Einfärben von Senf, Margarine und Wurstwaren genutzt.

Doch Kurkuma kann mehr! In der Traditionellen Chinesischen Medizin und der Ayurveda ist das Superfood schon lange als Heilpflanze bekannt. Der wichtigste Inhaltsstoff und Namensgeber ist das Cucurmin, welches entzündungshemmend, schmerzstillend und entgiftend wirkt.

Bei vielen Erkrankungen, u.a. Diabetes, Alzheimer, Arthrose und sogar Krebserkrankungen wird der Pflanze positive Wirkung zugeschrieben. Kurkuma hilft bei Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl und senkt den Cholesterinspiegel. Es ist übrigens auch ein hervorragendes Anti-Kater-Mittel. Nebenwirkungen sind kaum bekannt und man kann es eigentlich nicht überdosieren: Da der Körper Kurkuma leider nur schwerlich aufnehmen kann, benötigt er sowieso sehr hohe Dosen.

Pfeffer als Wirksamkeits-Booster

Und hier kommt der schwarze Pfeffer ins Spiel: Das im Pfeffer enthaltene Alkaloid Piperin kann die Wirksamkeit des Kurkumas um das bis zu 2000-fache steigern! Piperin an sich ist schon gesund, da es den Stoffwechsel anregt und antimikrobiell wirkt.

Doch zurück zu unserer Goldenen Milch: Kurkuma-Pulver ist nicht gut wasserlöslich und deshalb benötigt ihr den oben bereits erwähnten Teelöffel hochwertigen Öles, um eurem Körper die Aufnahme zu erleichtern. Ihr könnt ein hochwertiges Oliven- oder Rapsöl nehmen.

Zwei Mal am Tag – Erkältung adé

Es wird empfohlen, die Goldene Milch in der Erkältungszeit zwei Mal am Tag zu trinken. Auch wenn ihr die ersten Anzeichen einer Erkältung bemerkt, z.B. Halsschmerzen, kann die Goldene Milch helfen, den Infekt schneller los zu werden.

Auch in Schwangerschaft und Stillzeit habe ich die Goldene Milch regelmäßig getrunken und so dicken Erkältungen vorgebeugt. Ihr solltet allerdings vorsichtshalber mit eurem Arzt oder der Hebamme klären, ob ihr Kurkuma in dieser Zeit zu euch nehmen solltet.

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