Hustensaft selbstgemacht

Mit Thymian, Salbei und Spitzwegerich gegen den Husten

Hustensäfte. Mit Alkohol, ohne Alkohol. Thymian, Efeu oder Chemie… Die Produktpalette ist schier unerschöpflich. Generell sollte man ja bei Medikamenten für Kinder sehr vorsichtig sein und nichts geben, was nicht mit Kinderarzt oder –ärztin abgestimmt ist. Besonders bei Schwangeren und Babys ist es wichtig, so natürlich wie möglich zu behandeln, denn die meisten Medis sind tabu! Da ist es gut, wenn man natürliche Alternativen kennt. Zwiebelsaft ist eine davon, Hustensaft aus Rettich eine weitere.

Meine Favoriten gegen Husten während der Schwangerschaft waren Thymian-Tee (zwei Teelöffel getrockneter Thymian mit heißem Wasser überbrüht, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen) und ein Hustensaft-Rezept, das ich von einer Kindergarten-Mama, deren Mann Arzt ist, bekommen habe.

Die Hautdarsteller : Thymian, Salbei und Spitzwegerich.

Drei Wunder-Kräuter

Thymian wirkt schleimlösend und antibakteriell und tatsächlich ist er in vielen industriell hergestellten Hustensäften enthalten. Das Kraut kann noch viel mehr und wurde früher als das „Antibiotikum des kleinen Mannes“ bezeichnet, aber dazu ein anderes Mal mehr – heute geht es uns um seine Wirkung bei Husten.

Gegen Halsschmerzen und Heiserkeit hilft Salbei, und die dritte Wunderwaffe ist Spitzwegerich, der vor allem dem fiesen Reizhusten zu Leibe rückt, indem er sich wie ein wohltuender Film über die gereizten Schleimhäute legt.

Das Rezept

Hustensaft – für 400 ml

400 ml Wasser

150 g Zucker

2 Esslöffel getrockneter Spitzwegerich

2 Esslöffel getrocknete Salbeiblätter

2 Esslöffel getrockneter Thymian

Alle Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Einmal kräftig aufkochen lassen und dann gute 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Durch ein Sieb abseihen und in eine sterilisierte Flasche (wenn möglich Braunglas) schütten.

Wer mag, kann auch noch einen Teelöffel Vitamin-C-Pulver (erhältlich in der Apotheke) dazugeben.

Hustensaft_4

Am besten in einer Braunglasflasche aufbewahren.

 

Der Hustensaft hält sich bis zu 2 Monate im Kühlschrank, ich habe aber nach einer Erkältungswelle in der Regel gar nichts mehr übrig. Den Kindern schmeckt er allerdings auch verteufelt gut, nicht selten erlebe ich es, dass Kleinling#1 mit gekünsteltem Husten vorm Kühlschrank steht und dramatisch „Huuuuustensaft! Ich brauche Huuuuustensaft!“, röchelt.

Ein kleines Extra: Heilwolle-Kissen – Kuschelig und hilfreich

Zusätzlich legen wir unseren Jungs in der Hustenzeit nachts noch ein Kissen mit Bio-Schafwolle oder Heilwolle auf die Brust. Auch ich selbst nutze das und empfinde die Wärme der Wolle als sehr angenehm. Das darin enthaltene Wollfett Lanolin hat eine entzündungshemmende und hautpflegende Wirkung, weshalb die Wolle auch bei wunden Babypopos empfohlen wird (hier gehen die Meinungen auseinander, bitte klärt das mit Kinderarzt oder –ärztin oder Hebamme ab).

Eigentlich soll man die Heilwolle direkt auf die Haut legen und dann mit einem Wickel fixieren, aber da ich den direkten Kontakt der Wolle mit meiner Haut überhaupt nicht mag, bin ich ein Fan der Kissen-Variante. Die könnt ihr selbst machen: Holt euch Heilwolle (in jeder gut sortierten Apotheke oder der Bahnhof-Apotheke) und steckt sie in einen Baumwoll-Kissenbezug.

Hustensaft_Hustenkissen

Unsere Schafwoll-Kissen aus dem Bääh-Shop

 

Diese Heilwolle ist natürlich sehr klinisch, da sie gereinigt wurde. Unsere Kissen haben wir in Fabienne Truffers Bääh-Shop in der Schweiz gekauft. Fabienne empfiehlt für die Kissen  richtige, echte Bio-Wolle direkt vom Schaf! Vielleicht gibt es ja einen entsprechenden Bio-Bauernhof in eurer Nähe. Die Wolle sollte dann möglichst im Herbst geschoren worden sein, denn dann ist das Schaf den ganzen Sommer lang gut „gelüftet“ worden und die Wolle riecht nicht so streng. Dann rein damit ins Kissen und auf die Brust (unter den Schlafanzug) damit!

Meine Jungs lieben ihre „Hustenkissen“ und auch ich nutze mein Kissen in der Erkältungszeit regelmäßig.

 

Hinweis in eigener Sache: Ich bin weder Kinderärztin, noch Heilpraktikerin oder Hebamme. Bitte klärt die Verwendung des Hustensaftes und der (Heil-)Wolle mit eurem Kinderarzt/eurer Kinderärztin, Heilpraktiker/in oder mit der Hebamme ab!

Dauert ein Husten länger als 8 Wochen, ist auf jeden Fall der Gang zum Arzt angeraten.

3 Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] hingegen, die ich euch schon kurz im Artikel Hustensaft selbstgemacht vorgestellt hatte, ist eine wahre Künstlerin! Sie ist Mutter zweier Kinder, war einmal […]

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.