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Ordnung ins Chaos – oder: Wie putzig, ein Putzplan!

Wie ich euch bereits öfter schon erzählt habe, fällt es mir nicht leicht, das tägliche Chaos mit den Kindern einfach so zu akzeptieren. Ich bin ein Mensch, der Ordnung und Sauberkeit über alles liebt, dann fühle ich mich richtig wohl. Mit zwei Kleinkindern leider eine Utopie!

Alles voller Fingertapsen

Kaum dreht man dem Nachwuchs den Rücken zu, wird die Duplo-Kiste ausgeleert, die Autos fliegen durch die Gegend, die Jacken werden von der Garderobe gezogen. Überall sind Kinderhände-Patscher: An der Balkon- und Küchentür, auf Tischen, Arbeitsflächen, Schränken…

Chaos, wohin man schaut: Hier: Zwockel fand den Wäschekorb.

Unsere Balkontür beispielsweise sieht aus, als habe ich sie schon seit Monaten nicht mehr geputzt. In Wahrheit habe ich das erst vor 3 Tagen getan – aber die Scheibe ist schon wieder über und über mit kleinen Fettfingern und Nasenabdrücken übersät. Nicht schlimm, aber auch nicht schön!

Nun werdet ihr eifrig nicken und sagen: „Das ist nunmal so. Das kommt mit den Kindern quasi im Paket dazu.“ Und ihr habt Recht. Schließlich heißt dieser Blog ja auch „Krümel und Chaos“ und nicht „Saubere Böden und Oberflächen“ oder „Zur ordentlichen Wohnung in 10 Tagen“ – und der Name ist Programm.

Ich habe ein kleines Staubmuseum

Ich habe da wirklich schon Abstriche gemacht.

Seitdem ich Kinder habe, freue ich mich nur noch bedingt, wenn die Sonne ins Zimmer scheint – was gestern Abend im Schummerlicht noch passabel aussah, ist heute Morgen im Sonnenlicht voller Fingerabdrücke, Staub (woher kommt nur dieser ganze Staub!) und wasweißichwas. Unter der Couch fand ich einen angebissenen Keks, am Stuhlbein klebte ein Leberwurst-Brotzipfel und ich habe echt keine Ahnung, wie die Kartoffel in meine Schuhschublade kommt.

Auch wenn wir hier alle sicher nicht zu Putzteufeln und den Hausmütterchen-Idealen der 50er Jahre zurückmutieren wollen, so muss doch ein gewisses Maß an Putzen und Aufräumen sein, denn bei allen Krümeln und allem Chaos – hygienisch bedenklich sollte es nicht sein.

Mutter, Hausfrau, Köchin plus zwei Jobs

Ich weiß nicht, wie es bei euch ist – ich habe keine Putzfrau und neben meinen Jobs als Mutter, Hausfrau und Köchin noch zwei weitere: Diesen Blog und eine Tätigkeit als Online-Redakteurin bei einem lokalen News-Portal. Und nachdem wir ja alle von meiner Beinahe-Katastrophe gelesen haben, als ich vor lauter Müdigkeit beinahe mein eigenes Baby überfahren hätte, sind wir uns einig, dass putzen oder arbeiten bis in die Nachtstunden bei zusätzlicher Kinder-Nachtschicht einfach nicht gut für die Gesundheit sind.

Warum arbeite ich überhaupt, warum dieser Blog? Gute Frage. Denn wisst ihr, ich wäre als Hausfrau und Mutter – ganz nach dem 50er-Jahre-Frauenbild – völlig zufrieden. Aber ich bin auch sehr sicherheitsbedacht. Ich benötige, um entspannt zu sein, immer ein Netz und einen doppelten Boden. Was ist, wenn mein Mann einen Unfall hat? Wenn er nicht mehr für uns sorgen kann? Was ist, wenn er sich trotz aller Liebe und Freundschaft, die uns verbindet, in eine andere verliebt und mich verlässt? Was, wenn er seine Arbeit verliert? Was wenn… Alles kann passieren. Und in dem Fall werde ich genug mit der Neu-Strukturierung meines Lebens und des Lebens der Kinder zu tun haben – da möchte ich wenigstens eine berufliche Perspektive haben!

Und zweitens: Mein Denkarium. Das Schreiben ist mir ein Bedürfnis, es tut mir gut. Durch das Schreiben verarbeite ich Dinge und ordne Sachverhalte in meinem Kopf neu. Ich möchte darauf nicht mehr verzichten! Krümel und Chaos ist zu einem großen Teil meines Lebens geworden und mit der Unterstützung der Familie klappt bisher alles ganz gut.

Ein Putzplan hilft

Ich werde nun versuchen, meinen „alten“ Putzplan zu reaktivieren, den ich in der Zeit, als es nur Locke gab, erstellt habe. Er hat sich als wirklich sehr praktisch erwiesen und wurde leider durch die Schwangerschaft mit Zwockel außer Kraft gesetzt: Mit dem kleinen Energiefresser im Bauch war ich so müde, dass ich kein Putztuch schwingen konnte!

Wenn ihr jeden Tag ein bisschen macht, werdet ihr sehen, dass eine gewisse Grundordnung schnell herzustellen ist. Wenn man sich wirklich daran hält, ist es nicht schlimm, wenn mal ein Tag oder eine Woche wegen Terminen oder Krankheit ausfällt. Auch Spontanbesuch muss euch nicht mehr stressen.

Hier ist nun also mein Putzplan: Hübsch gestaltet in PowerPoint hängt er an der Pinnwand. Ihr seht, unsere Wohnung ist echt klein. Wie ihr euren Putzplan gestaltet, ist eure Sache, da werdet ihr auch viel ausprobieren müssen. Ich kann euch nur zu einem solchen Plan raten, denn wenn man eine festgelegte Routine hat und gewissen Regeln folgt, wird es viel einfacher.

Mit Struktur und Regeln geht es leichter

Eine gewisse Struktur in den Alltag – auch den privaten – zu bringen, ist nicht verkehrt und hilft bei der Organisation. Wenn ihr euch, wie ich, im Chaos nicht ganz so gut entspannen könnt oder ganz einfach nicht wisst, wo ihr anfangen sollt, kann ein Plan zumindest am Anfang sehr nützlich sein, besonders wenn ihr im Homeoffice arbeitet.

Wie macht ihr das? Gehört ihr zu den Glücklichen, die eine Putzfrau haben? Arbeitet ihr? Seid ihr Hausfrau und Mutter? Vereinbart ihr Job und Kinder? Habt ihr Tipps, wie der Alltag besser funktioniert? Habt ihr Putzpläne?

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