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Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant

„Sommer 2015. Tausende verängstigte und erschöpfte Menschen erreichen die Insel Lesbos nach einer schwierigen und gefährlichen Reise, auf der Suche nach einem sicheren Leben für sich und ihre Kinder. Erschütternde Bilder und Erlebnisse, die alle, die das sehen und miterleben tief berühren. Wir wollen helfen.“ (D. Vloumidi)

Dies sind die Worte von Daphne Vloumidi. Daphne half dabei, provisorische Camps zu errichten und den Menschen zu helfen, die da angekommen waren und Schutz suchten, auf ihrer Insel Lesbos. Schutz brauchten. Ehrenamtlich setzt sie sich bis heute für Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und anderen Ländern ein.

Ein Flüchtling sein

Ich wünsche niemandem, dass er flüchten muss. Vor Krieg, vor Hunger und Elend. Sein Zuhause zu verlassen, entwurzelt zu sein und dann nicht einmal zu wissen, wohin, keinen Plan zu haben und immer, immer, immer besorgt zu sein, um die Sicherheit der Kinder – das ist das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann. Auch ich würde alle Hürden nehmen, allen Gefahren ins Auge sehen, wenn ich nur meine Kinder sicher wüsste. Ich hoffe, ich muss es niemals selbst erfahren.

Mein eigener Großvater war ein Flüchtling. 1945 flüchtete er aus Ostpreußen über das Haff, die Kurische Nehrung. Es muss schrecklich gewesen sein. Bitterkalt, die Angst im Gepäck. Doch es geht hier nicht um meinen Opa.

Willkommen in der Hölle

Die Bilder aus Griechenland waren schrecklich. „Willkommen in der Hölle“ titelte die tagesschau.

In ein fremdes Land zu kommen – nicht nur für ein paar wonnige Urlaubstage – ist immer eine Herausforderung, für jeden. Ich selbst habe ein halbes Jahr in Australien gewohnt. Ein Land, dessen Sprache ich gut beherrsche und dessen Kultur der unsrigen sehr ähnlich ist. Und auch dort gab es Missverständnisse und kulturelle Besonderheiten, die ich erst verstehen musste. Allerdings mit einem warmen Bett und einer hübschen Wohnung im Rücken.

Man stelle sich nun vor, man kommt in ein Land mit nicht mehr als den Kleidern am Leib, kennt weder Kultur noch Sprache – ja, nicht einmal das Alphabet! Man weiß nicht, wer Freund ist und wer Feind, denn man versteht die anderen Menschen nicht. Man ist müde, erschöpft und hat vor allem eines: Angst.

Aus dem Dreck

Dass es unter den Angehörigen verschiedener Kulturen zu Missverständnissen, Reibereien und Problemen kommt, ist wahrlich kein Wunder. Trotzdem muss man helfen.

Daphne Vloumidi fand in einem der Flüchtlingslager einen kleinen Stoffelefanten, der voller Dreck und ganz vergessen in der Ecke lag. Sie nahm ihn mit – und schrieb eine Geschichte. Für die Kinder in den Flüchtlingslagern und für die, die ein Zuhause haben.

Es ist die Geschichte von Quilombo.

Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant

Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant

Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant

Quilombo steht auf einmal da, als die Großmama nach Lesbos kommt, um dort Urlaub zu machen. Woher er kommt? Aus Asien oder Afrika? Mit dem Schiff oder mit dem Lastwagen? Keine Ahnung und es ist auch überhaupt nicht wichtig.

Quilombo, ein sehr kleiner Elefant, ist sehr schmutzig. Also nimmt ihn Großmama mit in ihr Hotelzimmer, um ihn zu baden und ihm einen warmen Platz zum Schlafen zu geben. Doch der kleine Elefant hat ganz eigene Vorstellungen davon, was er will. Wie das oft ist, wenn zwei unterschiedliche Menschen – oder Kulturen – aufeinander treffen.

Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant möchte nämlich gar nicht baden. Auch der Föhn macht ihm Angst, denn er kennt ihn nicht. Und dann will er etwas, was er nicht bekommen kann – ein Kompromiss muss her. Und wird er da gerade unverschämt und stibitzt Kekse?

Quilombo verhält sich nicht ganz so, wie Großmama es erwartete hat – aber am Ende, als der kleine Elefant sauber und satt ist, ist die Elefanten-Hilfsaktion zwar ganz anders gelaufen, als geplant, aber doch sind alle zufrieden und glücklich.

Odysseas – Hilfe für Migranten

Daphne Vloumidi betreibt auf der griechischen Insel Lesbos ein Familienhotel, in dem Besucher aus aller Welt willkommen sind. Zusammen mit Freunden aus Deutschland gründete sie die gemeinnützige Organisation Odysseas, die sich um Bildungsprogramme für Migranten kümmert und schwerpunktmäßig Hilfestellung für minderjährige Flüchtlinge leistet.

Das Buch vom kleinen Elefanten gibt es HIER.

Das Bilderbuch „Quilombo, der kleine, schmutzige Elefan“ von Daphne Vloumidi wurde illustriert von Anna Georgiadou und ins Deutsche übertragen von Birgit Saure. Es kostet 11,45 € (inkl. Versandkosten innerhalb Deutschlands). Der Erlös unterstützt Daphne und ihre Arbeit.

Ihr könnt ein Buch gewinnen!

Beantwortet uns unter diesem Artikel, auf dem Blog, Facebook oder Twitter einfach die Frage, warum ihr Quilombo kennenlernen möchtet!

 

Die Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf jeder.

Das Gewinnspiel beginnt am Donnerstag, dem 07.12.2017 mit Veröffentlichung dieses Beitrags und endet am Sonntag, dem 10.12.2017 um 23:00 Uhr. Der/Die Gewinner/in wird am  11.12.2017 ausgelost. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Deine Adresse geben wir selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

Den/die Gewinner/in benachrichtigen wir per E-Mail oder PN. Meldest du dich innerhalb von 7 Tagen nicht bei uns zurück, losen wir erneut aus!

Das Buch kommt per Post, alle weiteren Informationen senden wir per E-Mail.

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Facebook steht nicht als Ansprechpartner für dieses Gewinnspiel zur Verfügung. Wir behalten uns vor, das Gewinnspiel jederzeit zu ändern, anzupassen oder zu beenden, wenn uns dieses notwendig erscheint.

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