Unsere Kinderfrage: Was ist Salz? 

Und woher kommt es?

Thea hat uns eine Frage ihres Sohnes, der gerade im schönsten Fragealter ist, geschickt: Woher kommt Salz? Wie wird Salz gemacht? Und warum brauchen wir Salz? Wir haben uns daran gemacht, die Fragen zu beantworten. Und das war gar nicht so einfach!

Seit wann gibt es Salz?

Salz gibt es schon immer. Es kommt in der Natur, z.B. im Meer vor. Salz als Gewürz ist schon lange bekannt. Früher auch zum Haltbarmachen von Lebensmitteln genutzt. Der Handel mit Salz machte viele Städte reich, es wurde schließlich auch „weißes Gold“ genannt. Salz war so wertvoll, dass es bei den Römern sogar als Zahlungsmittel, anstelle von Geld, genutzt wurde.

Wie macht man Salz?8_foto_salz_1

Salz kann aus Meerwasser gewonnen werden. Dabei wird das salzige Wasser in große, flache Becken geleitet wo dann das Wasser durch das Sonnenlicht verdunstet. Zurück bleibt das Salz. Etwa 20 % des weltweiten Salzverbrauchs werden so gedeckt.

Eine andere Möglichkeit ist die Gewinnung von Steinsalz. Dieses wird durch den Bergbau gewonnen und ähnlich wie Kohle abgebaut. Doch wie kommt das Salz in den Berg? Auch dieses Salz stammt eigentlich aus dem Meer. Vor Jahrmillionen waren diese Berge nämlich auch noch unter Wasser. Und mit der Zeit hat sich das Meer zurückgezogen und zurück blieben große Mengen Salz und Gestein.

Ist das Salz sehr stark verunreinigt, wird es mit Hilfe von Wasser gespült und so gereinigt. Das nennt man Aussolung oder Bohrlochsolung.

Bevor man es essen kann, wird das Salz gereinigt. Nur ein kleiner Teil des Salzes wird für uns zum Essen gewonnen – der  größte Teil wird in der Industrie verwendet und wird z.B. im Winter auf die Straßen gestreut, um Schnee und Eis zu schmelzen.

Warum kommt Salz ins Essen?

Du hast bestimmt schon einmal Essen gegessen, an dem wenig oder gar kein Salz war. Das schmeckt eher fad und langweilig. Doch Salz ist nicht nur für den Geschmack zuständig. Im Brot zum Beispiel sorgt es dafür, dass das Klebeeiweiß Gluten stabil bleibt. Auch Gemüse wird meistens in Salzwasser gekocht. Durch einen bestimmten Prozess, der Osmose genannt wird, verkürzt sich durch das Salz die Garzeit und das Gemüse muss nicht so lange gekocht werden – dadurch bleiben die Vitamine die sonst durch die Hitze beim Kochen zerstört werden, erhalten. Das gilt für alle Gemüse, bis auf Hülsenfrüchte.

Doch Salz ist auch für unsere Gesundheit sehr wichtig, und zwar für unseren Wasserhaushalt, das Nervensystem, die Verdauung und den Knochen­aufbau. Wenn wir schwitzen oder zur Toilette gehen, verlieren wir Salz, das wir durch das Essen wieder aufnehmen müssen. Wie bei allem sollte man es mit dem Salz nicht übertreiben, doch unser Körper ist schlau und kann dir helfen, wenn du zu viel Salz gegessen hast: Dann bekommst du Durst. Isst man über lange Zeit zu viel Salz, kann man Probleme mit den Nieren bekommen. Doch auch zu wenig Salz ist nicht gut, denn dann stoppt der Körper das Durstgefühl und man kann verdursten.

Warum sind da Reiskörner im Salzstreuer?

„Mamaaa? Warum sind da Fingernägel im Pfeffer?“, krähte einmal ein kleines Mädchen durchs Restaurant. Ja, warum sind in manchen Salzstreuern Reiskörner (es sind gar keine Fingernägel!)? Früher sollen diese verhindern, dass das Salz feucht und dann klumpig wird. Dann hätte es sich nämlich nicht mehr streuen lassen. Heute ist das Salz allerdings viel feiner und anders verarbeitet, sodass das eigentlich gar nicht mehr notwendig ist.

 

Krümel fragt – wir antworten! Eure Kinder haben Fragen, die ihr nicht beantworten könnt? Schickt sie an knusper@kruemelundchaos.de und wir beantworten sie für euch auf unserem Blog!

 

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