Familien-Urlaub im Ferienhaus

Ferienhaus an der Nordsee

Von Ferien mit den lieben Kleinen

Vorneweg wie immer: Ich liebe meine Kinder und ich würde sie niemals wieder hergeben. Aber manchmal bräuchte ich Urlaub. Urlaub vom Familienleben.

Wir haben uns für einen Urlaub in Deutschland entschieden. Unseren letzten Flugurlaub haben wir gemacht, als Zwockel noch im Bauch war, und es war leider der Horror-Urlaub schlechthin. Aber daran liegt es nicht nur: Ich fliege sehr ungern. Ich fühle mich in Flugzeugen einfach sehr unwohl, bei den Starts und Landungen bekomme ich regelmäßig richtige Panik. Leider trübt das meistens den ganzen Urlaub, denn einmal sicher am Ziel gelandet, muss man ja auch wieder zurückfliegen und das schwebt dann wie ein Damoklesschwert den ganzen Aufenthalt lang über mir. Mich im Flugzeug dann noch um zwei Kinder kümmern? Stress pur!

Urlaub im Ferienhaus an der Küste

Mit dem Auto ist das auch so eine Sache, der Ehemann und ich fahren beide sehr gerne Auto – aber nicht unbedingt viele Stunden lang. Auch hier würde bei einer langen Rückfahrt die Erholung wohl im Stau erstickt.

Also: Urlaub in Deutschland, maximal Holland. Deutschland ist nämlich auch wirklich schön. Die Nordseeküste ist eines meiner erklärten Lieblingsziele! Seit vielen Jahren – seitdem ich zwölf bin – machen wir Urlaub in einem Ferienhaus im schönen Dornumersiel. Da kennen wir alles und genießen die Zeit und den Platz, denn die Doppelhaushälfte ist größer als unsere kleine Wohnung zuhause und der Platz tut uns sehr gut.

Hafen am Ferienhaus Standort

Der Hafen unseres Lieblingsortes.

Mal keine „Tetris-Küche“, in der man nur an Teil A drankommt, wenn man B und C zuvor zur Seite geräumt hat. Zwei Bäder zur Auswahl, die Kinder haben jeder ein eigenes Zimmer. Der kleine Garten ist direkt am Haus, nicht wie zuhause „um die Ecke“. Die Kinder können nach Herzenslust toben und laut sein, denn die Nachbarn sind meistens nicht da, wenn wir kommen.

Erholung im Urlaub? Fehlanzeige im Ferienhaus

Aber… Ja, ein großes Aber gibt es leider auch. Denn Urlaub mit Kindern, besonders mit Kleinkindern, ist für Mama und Papa in erster Linie nur ein Ortswechsel. Richtige Ferien sind es nicht. Denn obwohl wir es alles sehr genießen, ein großer Teil des Alltags ist ebenso präsent wie zuhause, denn ein Ferienhaus ist kein Hotel.

Die Spülmaschine muss ein- und ausgeräumt werden, Krümel und Chaos weggeputzt oder –gefegt. Der Tisch will gedeckt und abgeräumt werden und dann muss man ja auch noch kochen. Einkaufen, den Müll rausbringen und – je nachdem wie lange man da ist – auch die Kleidung waschen. Aufhängen, abnehmen, zusammenlegen.

Abends ist die Mama dann genauso müde, wie zuhause auch und die Nächte sind ebenso kurz, denn nur weil man im Urlaub ist, heißt das ja nicht, dass der kleine Nachtterminator aka Zwockel besser schläft. Nur der Job fällt natürlich weg und dadurch hatte ich dann mehr Zeit, etwas zu unternehmen. Bei gutem Wetter muss man natürlich raus mit den Kleinen. Spazieren gehen, einen Ausflug machen oder zum Meer. Den Strand genießen, Neues sehen und erleben… Mit Kleinkindern ist da aber auch immer höchste Konzentration angesagt. Ins Buch vertiefen oder mal die Augen schließen? Nur wenn der Partner die seinen gerade auf den Kindern hat.

Kind am Meer Ferienhaus

Zwockel am Meer

Der Alltag steckt mit im Koffer

Nun ist der Urlaub vorbei und der Alltag hat mich wieder – und guess what?! Ich habe das Gefühl, dass dieser Schuft einfach mit in den Urlaub gefahren ist und sich im Ferienhaus breit gemacht hat.

Ich bin mir natürlich bewusst, wie gut wir es haben, dass wir uns einen Urlaub leisten können und so viel mit unseren Kindern machen können. Dass wir mit ihnen hoffentlich wunderschöne Erinnerungen machen, die sie ein Leben lang begleiten – mit warmem Gefühl im Bauch, wenn sie daran zurückdenken. An den Urlaub der Kindheit, mit Mama und Papa, das schöne Ferienhaus, als die Welt noch in Ordnung war und sie noch keinen eigenen (Arbeits-)Alltag bewältigen mussten. Als die Tage aus spielen und toben, Sand und Sonne, Krümeln und Chaos bestanden.

Sandspielzeug

Sand war übrigens überall!

Irgendwann wird’s besser!

Ich will nicht meckern (nur ein bisschen Mimimi) – es ist einfach momentan noch nicht unsere Zeit. Vielleicht sehne ich mich schon bald nach dieser Art Urlaub zurück. Irgendwann werden die Jungs länger schlafen, nicht mehr ständig an uns kleben und allein etwas unternehmen und sogar allein in den Urlaub wollen.

Dann werden Mama und Papa wieder ausschlafen, sich Wellness gönnen und vielleicht auch wieder mal ein Hotel – wo jemand anderes aufräumt, putzt, kocht und einkauft und man sich einfach mal nur um sich selbst kümmern kann.

Und wetten? Dann wünschen wir uns die Zeit zurück!

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