Wundervoll – so völlig voll mit Wunder

Wunder volle Seifenblasen

Wundervoll ist ein Adjektiv, das etwas sehr Schönes beschreiben möchte.

Ein Wunder ist „ein Ereignis, dessen Zustandekommen man sich nicht erklären kann, so dass es Verwunderung und Erstaunen auslöst. Es bezeichnet demnach allgemein etwas Erstaunliches und Außergewöhnliches“, weiß Wikipedia.

Es gibt Ereignisse, die verändern einen Menschen. Dramen, Unfälle, schlimme Zeiten – aber unbestritten auch Geburten. Ich habe euch schon oft erzählt, wie sehr mich die Geburt verändert hat. Dass ich mich fühle, als habe jemand eine neue Software aufgespielt, die, wenn sie mich auch nicht schneller und effizienter, so doch weicher, wärmer und emotionaler macht. Mama 2.0 quasi.

Unsere kleinen Wunder

Egal, was man sich vorher vorgenommen hat, was man sich vorstellte, was man plante oder wie sehr idealisierte. Bekommt ein Paar ein Kind, ändert sich das Leben. Die Denkweise. Die Sicht auf viele Dinge. Und dann gibt es auch Momente, in denen Alltagsworte, die vorher leere Phrasen waren, auf einmal mit Bedeutung gefüllt werden.

So wie das Wort WUNDERVOLL.

Ich war vor einiger Zeit bei meiner Herzschwester. Diese wunderbare Frau trug ihr zweites Kind in einer großen Kugel unter dem Herzen. Während wir redeten, hatte sich meine Nichte Herzi ganz allein in ihr Bett gelegt, um Mittagsschlaf zu machen. Wir sahen nach ihr und betrachteten verliebt dieses kleine, schlafende Wesen, das so perfekt und unschuldig schlummerte. So fertig.

„Schau mal. Die habt ihr gemacht“, ich nahm meine Herzschwester in den Arm und legte meine Hand auf ihren Bauch. „Und da drin ist das nächste Wunder. Dein Bauch ist voll mit Wunder. Du bist also wunder-voll“, lächelte ich und wir fanden beide, dass die ehemalige Phrase „wundervoll“ auf einmal prallvoll mit Bedeutung war.

Kinder sind so wundervoll voller Wunder

Auch unsere Kinder sind wahrlich „voller Wunder“. Einmal, weil sie so fertige kleine Menschen, quasi aus dem Nichts entstanden, sind. In unseren Bäuchen gewachsen – so wunder-voll. Und dann sind sie da und sagen schlaue oder lustige Dinge, stellen Fragen, die selbst ein Erwachsener nicht beantworten kann, philosophieren in einer Drolligkeit über das Leben, dass einem das Herz aufgeht.

Wir können wahrlich viel von ihnen lernen. Die Dinge mal mit den Augen eines Kindes zu betrachten, kann durchaus erfrischend sein und einem auch mit Siebenunddreißig noch ganz neue Sichtweisen, Perspektiven und auch Lösungsansätze zeigen.

Kinder machen das Leben wunderVOLL. Voll mit Wundern. An jedem Tag. In jeder Minute. Man muss nur innehalten und es sehen.

What a wonderful world

Wunder Winterland

Wunder-Winterland.

Und während unsere Kleinen unsere Wunder sind, ist die Welt für sie voll davon.

Ja, unser Alltag ist ihre Kindheit. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, ich habe nicht die Kapazitäten, jeden ihrer Tage voll mit Wundern zu packen. Und wären es dann überhaupt noch Wunder?

Die kleinen Dinge reichen ja schon. Denn es müssen nicht immer die Top-Events sein. Man muss kein glitzerndes Einhorn mieten und auch kein Feuerwerk buchen. Die schillernden Seifenblasen, die wir vom Balkon pusten, reichen. Die vielen Lichter auf dem Weihnachtsmarkt. Der erste Schnee. Badewannenkonfetti.

Der kleine Sternenwinker

Vorgestern waren wir in der Abenddämmerung spazieren. Auf dem Rückweg standen bereits Mond und Sterne am Himmel. Unser Zwockel zeigte aufgeregt nach oben.

„DA! MAMA! DA! DE BAMBAM!“ Bambam ist sein Wort für Lampe oder Licht.

Er zeigte auf einen besonders hellen Stern. Und begann, diesem zu winken. „Hallo! Haaaaallooooo, du Bambam!“ rief er begeistert.

Mein Kind winkt den Sternen. Ist das nicht wundervoll?

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.